Hey, Freak! Pass’ auf dein Hirn auf!

Machen Internet und PC-Spiele tatsächlich schlau?

Was weiß der Mann über seine Tumeszenz? Wobei hilft oder half ein Askari? Wie hieß Winetous Schwester? - Früher lasen die jugendlichen Deutschen Bücher und wussten noch mit der Laubsäge umzugehen. Heute weiß man über die Studie der Stiftung Lesen, dass ein Viertel von 100 Deutschen 2008 gar kein Buch in der Hand hatte. Da archiviert man noch alte Video-Mitschnitte und hüllt auch DVD’s im Regal so ein, als ob es Bücher wären. Dafür ist der Ordner der guten bis sehr guten Internet-Adressen für Schnäppchen-Käufe und Billig-Reisen übervoll…

Computer, Internet und der MP3-Player fordern das Gehirn, könnte man meinen. Doch wie ist es mit der Denke? - Glaubt man Studien, dann steigern das Surfen und die PC-Spielen die visuell-räumliche Vorstellung und der Einzelne wird aufmerksamer. Wirklich? Denn andere kognitive Fähigkeiten könnten durchaus dezimiert werden.

So sind es die Kritiker, die betonen, dass die aktuelle Entwicklung das Individuum eher schädigt. Wer sich online wohl fühle, der sei auch real nur auf der Jagd nach schnellen, leicht verdaulichen Infos.
Wer hektisch am Computer spiele, der verkürzt als Kindern und Jugendlicher die Phase, für die er sich konzentrieren könne. Auch in der Schule.

IQ 46 - vier für den Hund!

Was hatte sich der Fahrzeughalter wohl gedacht, als er für seine Frau den Zweitwagen mit dem Kenzeichen NN- IQ 46 anmeldete? Ist doch der durchschnittliche Intelligenzquotient (IQ) in den vergangenen 60 Jahren weltweit gestiegen, was man mit “Flynn-Effekt” benannt hat.

Was aber hat über Jahrzehnte das Denkvermögen beflügelt? Waren es die besseren Lehrer, die längere Ausbildung oder auch die bessere Ernährung? Auf alle Fälle ist die zunehmende Technisierung im Alltag zu nennen, die uns zwingt, immer wieder Neues zu lernen.

Wie nun hat die Intelligenz zugelegt? Studien aus 2009 ergaben, dass die Entwicklungspsychologie einen IQ-Zuwachs bei nicht-sprachlichen Aufgaben bemerkt hat.
Die zu lösen, fordert ein hohes Maß an “figuraler Intelligenz”, was den Probanden abverlangt, komplexe Muster miteinander zu vergleichen oder geometrische Figuren geistig um deren Achsen zu drehen. Verbale sei der Trend weniger eindeutig, obwohl sich der durchschnittliche Grundwortschatz in den letzten Jahrzehnten vergrößert hat, dafür aber immer weniger abstrakte Begriffe verstanden werden. Schuld haben das Fernsehen und die mangelnde Leselust.

Multitasking: Reden beim Essen…

Wen dem so sein sollte, sind also die Bildschirme nicht allzu schädlich für das jugendliche Hirn. Mag sein, dass der mediale Konsum den Nachwuchs gut auf den modernen Alltag vorbereitet. Eine Folge davon könnte das “Multitasking” bei Arbeitnehmen sein, was auch erwartet wird. Schon 2005 fand man heraus, dass Computerspiele diese Fähigkeit fördern. Darunter Kopfrechnen, Buchstabenfolgen merken und auf visuelle oder akustische Reize achten.

Das erklärt die Rolle des PC-Spielers, wenn dieser Spielfiguren bewegt, Gegner angreift, auf unvorhergesehene Ereignisse reagiert, er seinen Gesundheitszustand sowie seine Munitionsvorräte im Blick behält und er im Hinterkopf noch strategisch an den nächsten erreichbaren Level denkt.
Alles ziemlich typisch für das Anforderungsprofil im öffentlichen Dienst, bei der Bahn, im Baumarkt oder beim Multi-Tasking im Call-Center. Also, Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen: Spielt am PC!

Nichts anderes kann es sein: ‘Traumberuf Lehrer’…

Claus Z., 64, ist seit Beginn der Sommerferien 2009 pensioniert. Der Grund -und Hauptschullehrer ging gegen Abschlag von 3,6 Prozent ein Jahr früher in den Ruhstand, weil auch seine Frau beamtete Lehrerin ist. Beide aus der 68-er Generation haben ihren Beruf nie bereut - im Gegenteil! Es war das Richtige! Doch stimmt das Klischee? Viel Geld, kurze Tage, lange Ferien…?

So sind sie dennoch häufig zu hören, die Vorurteile, die Lehrern gelten, auch wenn kaum jemand ihren Beruf ausüben möchte. Vor allem nicht in Gegenden mit sozialen Brennpunkten und rauf bis Klasse 10 an einer Hauptschule.
Wie “schlimm” aber ist der Job wirklich? So schlimm wie sein Ruf? Weil irgendwann ein Schüler seinen Lehrer wegen schlechter Noten erstochen hat, weil eine Schülerin mit Molotowcocktails und einem Kurzschwert in die Schule kommt?
Tägliche Konflikte sind für Lehrer normal, ist doch der Beruf sozial betrachtet einfach härter geworden. Die Vorurteile sind dagegen die von vor Jahrzehnten: “Um ein Uhr lass die Arbeit ruh’n und widme dich dem Afternoon! Dazu die gute Bezahlung, die sichere Alimentierung im Ruhestand mit spätestens 64…
Alles ausreichend Gründe, die dafür sprechen, auch heute noch Lehrer werden zu wollen. Wenn da nicht die andere Seite der Medaille wäre. Sozial verwahrloste oder wenigstens benachteiligte Kinder und Jugendliche, verhaltensauffällig bei hohem Stress- und Lärmpegel, die Eltern, sofern es überhaupt zur Begegnung kommt, herausfordernd bis frech und anmaßend..

Beamte haben nie ein Geld nich’…

Dabei ist der Bedarf an Lehrern groß. Knapp 26 000 neue Lehrer wurden 2008 eingestellt. Die meisten davon in den alten Bundesländern. Die Zahl erscheint hoch, doch ist sie notwendig bei geradezu hoffnungslos überalterten Kollegien.
Allein 42 von 100 Lehrern werden in den kommenden zehn bis 15 Jahren in den Ruhestand gehen. Für einen solchen Abgang reichen die derzeitigen Lehramts-Studiker nicht aus. Am größten ist der Bedarf in Naturwissenschaften und Technik.

Da könnte eine Ver-Beamtung der neuen, nicht immer jungen Lehrer locken. Dazu liegt das Höchstalter meist bei 35, in Hessen inzwischen bei 50 Jahren. Eine starke Verlockung, wenn auch der Lehrerberuf finanziell nicht unbedingt “höchst interessant” wird. Für ihn wird zwar kein Arbeitnehmeranteil zur Sozialversicherung fällig, doch muss er sich mit 50 % privat krankenversichern. Und er zahlt auch Lohnsteuer, was manche Handwerkersgattin schon mal in Zweifel gezogen haben soll.

Was fehlt dem Lehrer…?

Bei 2200 Euro netto abzüglich knapp 250 für die private Krankenversicherung muss ein 34-Jähriger 28 Stunden die Woche in der GHS unterrichten.; plus zehn Stunden für Vor- und Nachbereitung. Wegen des Verdienstes wird man kaum Hauptschullehrer, ist doch die psychische und physische Belastung manchmal derart hoch, dass sie mit dem Stress von Flugloten verglichen wurde…

Sind Kollegen krank, kommt Vertretung dazu. Karriere ist eher ausgeschlossen; was bleibt ist die Ich-AG als Freiheit im Unterricht. Neid ist nicht angebracht, ist der Lehrer doch auch Sozialarbeiter, der versucht, Strukturen zu bieten, die im Elternhaus fehlen, die aber für die Sozialisation des jungen Menschen dringend gebraucht werden.

Was bleibt…?

Der Vorteil für den beamteten Lehrer ist der sichere Arbeitsplatz mit Anspruch auf staatliche Beihilfe im Krankheitsfall. Mit zunehmendem Dienstalter geht die Besoldung nach oben; auch wenn mancher von der “gesicherten Armut” spricht, wenn er an die goldigen DM-Zeiten denkt, als der Geldwert deutlich höher war und der Lehrer zur oberen Mittelschicht gehörte.
Wer den Eu-Stress mag aber den Dys-Stress nicht aushält, wird aber mit 32 anderen Kollegen von jeweils 100 schnell am Burnout-Syndrom leiden. Psychosomatische Krankheiten sind häufig, weil hoher Lärm ständig gegeben ist, die klassen groß sind und die Kinder verhaltensauffällig. Da bleibt die vierteljährlich Krankmeldung bei vielen nicht aus…

Wie Männer und Frauen sich finden sollten…

Darauf hat doch jeder „Ehekrüppel“ (sorry!) schon längst gewartet. Eine Feststellung, die „ihm“ mal wieder zu pass kommt: Frauen neigen zu einem verklärten Blick auf die partnerschaftliche Beziehung. Und weil viele Beziehungen auch noch mit der Hochzeit in Weiß beginnen, sieht vor allem die Spezies Frau den Beginn der Partnerschaft in Rosarot, während Männer diese deutlich nüchterner sehen. Wenn diese bei der Befragung dann auch nüchtern sind.

Klar, dahinter kann nur eine Studie stecken; eine von Psychologen, eine aus den USA, eine der Unis von Northwestern und Miami. Mit konkreten Frage ermittelten Soziologen, Psychologen und Sexualwissenschaftler bei vielen Paaren vor und einige Zeit nach ihrer Hochzeit:
Wie stellen Sie sich den idealen Partner, die ideale Beziehung und das ideale Verhalten bei Konflikten vor?

Kaum überraschend das Ergebnis: die heile Welt der Partnerschaft war für die Frauen deutlich romantischere als für die Männer. Und obwohl weiblich verklärt, war die benannte Vorstellung des Ideals bald dem Pragmatismus gewichen. Schon nach 12 Monaten auf die Eheschließung war man vom Ideal deutlich entfernt. Hatte ‘man(n) und frau zunächst vieles bis alles gemeinsam gemacht, liefen die späteren Wege deutlich auseinander. Eine Feststellung, de jedoch eine Beziehung nicht auch belasten muss. Obwohl dadurch die Gefahr besteht, dass die „Kompatibilität“ fehlt, wenn man sich dann doch auseinander lebt.

Wer will schon was Perfektes…?

Das „Ideal“ für eine dauerhafte Ehe im Glück liegt dann auch nach Ansicht von Forscher in Genf (CH) darin, den richtigen Partner zu wählen und nicht in blinder Liebe in eine Beziehung zu stolpern. Was den Start in die Beziehung von Anfang an stabiler macht: er ist mindestens fünf Jahre älter als sie, sie aber gebildeter als er. Bravo! Genau so…oder doch anders…?

Nach Beobachtungen über die Dauer von fünf Jahren bei 1074 schweizer Paare kam man zu dem Ergebnis: Genau! So geht’s!
Analysiert wurden Paare, die verheiratet waren oder zusammenlebten, und zwar unter der Maßgabe von deren Alter, Bildung, Nationalität sowie früheren Ehen und Trennungsrate.

Wer über die Wissenschaft seine Formel fürs Eheglück erwarte, dem kann statistisch mit dem “besten” Paar bei niedrigster Trennungs-Wahrscheinlichkeit geholfen werden:
beide sind Schweizer, haben keine Scheidung hinter sich, er fünf Jahre älter und sie gebildeter als er.

Sich wider das Glück zu trennen, wird wahrscheinlich, wenn die Partner aus verschiedenen Kulturkreisen stammen, er bereits geschieden und auch zwei bis vier Jahre älter ist als sie und beide eine einfach bis mittlere Bildung haben.

Das Fazit der Wissenschaftler: aktuell liegen die Situationen für Ehe- und Partnerschaften deutlich unter dem Optimum. Die Trennung von Paaren können dann markant verringert werden, wenn man sich nur geeignetere Partner sucht. Eine nur wenig akademische Weisheit…

Doch wird die Erkenntnis modellhaft durchgespielt, finden tatsächlich zwei von drei Probanden einen neuen Partner, mit dem die Gefahr einer Trennung zumindest mathematisch geringer liegt.
Kann also theoretisch auch die Zahl der Scheidungen um eine von jeweils fünf (20 Prozent) verringert werden, wenn die Paare auf akademische Such-Art zusammen gestellt werden.

Schon wieder aufgetaucht: Die Uralt-Forderung

Lehrer müssen begeistern!

Harald B. hat Mitte der 60-er Jahre wie viele hundert andere im B-Zug während zwei Kalenderjahren bei drei Oberstufenklassen sein Schmalspur-Abitur an einer Wirtschaftsoberschule gebastelt. Seine Deutschlehrerin wiederholte ihre Auffassung damals öfters: Mut zur Lücke. Die Schulreform damals: Schuljahresbeginn nach den großen Ferien statt nach Ostern!

Sechs Jahre später wurden frühere Lehrer seine Kollegen oder eben umgekehrt. Harald war als studierter BWL-er als Referendar an die Schule zurück gekehrt, an der er zwei Jahre Schüler war.
Wenn Harald B. heute, nach inzwischen 37 Jahren, bei seinen Schülern ein ‘feedback’ einfordert, ist die Mehrzahl von ihm begeistert; von seinem Humor, seiner Art des Vortrags, dem Klima im Klassenzimmer und auch davon, dass man schon mal ‘ne Klassenarbeit schreiben darf und dabei die eigenen Unterlagen verwendet und vor llem, das B. keinen Stress macht. Auch nicht mit Hausaufgaben…

Dass B. gemocht wird, steht außer Frage. Nur mache er zu gute Noten glauben die Kollegen in den Parallel-Klassen. Da darf der Beste in Mathe ruhig 13, 14 Punkte haben…nur nicht in Haralds Fächern wie BWL, VWL oder Rechnungswesen….Warum? Tja, warum nicht…?

Wenn Eltern hoffen, dass der Sohn irgendwie sein Abi macht, um Anwalt oder Arzt zu werden, dann darf der ruhig mal die siebte Klasse wiederholen, er darf auch in der Oberstufe ein mal hocken bleiben, doch müssen mehr als nur ausreichende Zulassungspunkte und Kurse fürs Abitur in 12 und 13 schon drin sein.

Wie aber, wenn es in den Hauptfächern tatsächlich nicht klappt, die Lehrer verärgert und die Eltern verzweifelt sind? Nur der Bub scheint wenig bekümmert. Dann mach’ mer halt ‘ne Schreinerlehre. Das Pennälerleben als Glücksache? Vielleicht kommt später doch noch das Abend-Abitur?

Gestörte Lernbiografie

Wer oder was aber ist schuld an einer gestörten Lernbiografie? Was kommt als Frustration hinterher? Wo lag die Ursache an der verbrauchten, jedoch nicht effizienten Energie. Auch an der des Lehrers…?
Ganz einfach: Lernen muss wirkungsvoll sein - Schulerfolg muss sozial gerechter sein - mit mehr Geld steigt angeblich das Niveau an den Schulen. Denkste!

Denn nicht nur Harald B. weiß längst, dass es die Lehrpläne sind, die nicht mehr erfüllt werden können. Zuviel Stoff, zu abstrakt die Inhalte, zu groß die Klassen, Grundlagen werden ausgeblendet - Kollegen in den Lehrplan-Kommissionen müssen es schließlich wissen.
Wenn einzelne der Besten dann noch ihr Steckenpferd reiten und sie Lehrbücher raus bringen, die wie zufällig zum Lehrplan passen, dann hat der reale Pädagoge gut zu tun. Von wegen eigenverantwortlicher lernen lassen und dabei erfolgreich motivieren.
Klar doch: Lehrer sollen nicht nur Wissen anbieten und Können feststellen; sie sollen auch Leistungsfähigkeit verbessern. Wie das geht?
Ganz einfach: positive Lernkultur schaffen, ressourcen-orientierte Beratung auf systemisch-lösungsorientierter Basis bieten, bedarfsorientiert nach dem Mini-Max-Prinzip trainieren und alles ergänzen durch lernstil-orientierter Strategien, meta-kognitive Kontrollen sowie motivational-volitionaler Stützung - so oder ähnlich in einem nordrhein-westfälischen Schulamtsblatt…

Außen vor bleiben der Mensch, der Schüler, seine Gefühle, das zwischenmenschliche Miteinander? Bildungsreform verkennt meist Beziehungen, achtet wenig auf kleinere Klassen und bessere Lernmittel.
Und dabei bräuchten die Schüler Erwachsene, die man fragen kann, die gerne etwas erklären, die sich nicht ärgern, wenn einer begriffsstutzig ist in seiner pubertären Haltung, die ermutigen, sich Schwierigem zu stellen.

Wie aber soll Schule wirken? Wie soll ein Lehrer die Beziehung zum Gegenüber einordnen und gestalten?
Ob jähzorniger Gesamtschullehrer, abgehobener Studienrat oder engagierter Hauptschullehrer - sie alle sollten wissen: Der erste Schritt zum Lernen ist die Liebe zum Lehrer, so der Renaissance-Gelehrte Erasmus von Rotterdam.
Doch was fehlt dem Lehrer? Einsicht darin, dass er trotz schulischer Ansprüche gemocht werden will, dass der Anspruch an Selbstständigkeit überfordert und dass des Lehrers Psychologie eigene Gefühle und die Resonanz auf den Unterrichten eher in Missverständnis, Ärger und Überforderung umschlägt.

Glaubt man den Pädagogik-Wissenschaftlern, dann fehlt „dem“ Lehrer Selbstbewusstsein und Menschenkenntnis, Führungsfreude und Einfühlung.

Also, liebe Lehrer: mit Wohlwollen, Durchblick und herzlicher Konsequenz kann es gelingen, Erwartungsdruck, Entmutigung und Freizügigkeit in Gleichklang zu bringen und zum pädagogischen Spezialisten gegen Entwicklungsstörungen und für eine Bildungswende zu werden.

Im Westen nichts Neues: Auf die Lehrer kommt es an! Das war schon 1967 so!

Zuviel Medikamente auch für Witwe Bolte….

Die Diagnose traf den 61-jährigen Friedrich B. aus heiterem Himmel: Prostata-Karzinom nach pathologischem Befund auf die rektal vorgenommene Biopsie. Als ihm auf die OP in der 2. Woche im Krankenhaus zusätzlich Tabletten wegen einer bakteriellen, fiebrigen Entzündung verordnet wurden, ließ der mündige Patient B. keine Frage aus, weshalb, wieso, warum und mit welchen Nebenwirkungen zu rechnen sei …

Ob nun 61, 71 oder deutlich an Lebensjahren drüber - zahlreiche kritische Ärzte schätzen, dass wegen gleichzeitig bestehender Erkrankungen Neben- und Wechselwirkungen der Medikamente 35 Prozent aller Beschwerden von Senioren verursachen. Und eben wegen dieser Multimorbidität nehmen quasi als “Teufelskreis” die gleichzeitig verordneten Medikamente zu.
Kann ein guter ‘Verordner’ noch bei bis zu drei Arzneien die Wechselwirkungen abschätzen, ist dies ab acht Präparaten (!) eigentlich nur noch mit Hilfe eines Computers möglich.
Und obwohl die Alten die soziale Gruppe sind, die in der gesamten westlichen Welt am stärksten und schnellsten wächst, haben sie nicht “die” Lobby, die an mehreren Fronten für sie kämpft. Auch nicht pharmakologisch!
Dies nun führt über die Arzneimittel-Fehlversorgung dieser Gruppe auch zur Tatsache von 20.000 Arzneimittel-Toten pro Jahr bei “nur” 5000 Verkehrstoten pro Jahr.

Und weil die Wirkung der Medikamente meist an jungen Probanden getestet wurden, wird missachtet, dass der alte Organismus sich über Ausscheidung und Zielorganen für die Arzneimittelwirkung deutlich verändert.

Wilde Mischungen für Senioren!

Nach einer Ruhr-Studie in Bochum werden älterer Menschen mit Medikamenten “besorgniserregend” behandelt. Verordnet würden durch mehrere Ärzte “wilde Mischungen von Wirkstoffen”, die sich gegenseitig aufheben und Wechselwirkungen hervorrufen, die keiner mehr kennen und analysieren kann…
Eine jüngere Befragung bei zweieinhalb tausend Patienten über 70 Jahren ergab, dass im Durchschnitt täglich sechs verschiedene Medikamente eingenommen werden. Mit zunehmendem Alter steigend…manchmal mehr als zehn: Präparate zu Blutdruck, Blutfett und Diabetes.
Da wirken dann Schmerzmittel gegen Arthrose negativ auf die Nierenfunktion. Das steigert den bereits erhöhten Blutdruck, der bereits wird.
Mehrfacherkrankungen verschiedene Arzneimittel gleichzeitig können folglich schwere gesundheitliche Folgen auslösen. Da führen Nebenwirkungen schon mal schnell ins Krankenhaus.
Ein Lösungsansatz ist bereits gegeben: das Bundesforschungsministerium fördert ein Projekt, die medikamentöse Therapie für Senioren zu verbessern.
Bei fehlenden Daten, wie Medikamente altersbedingt wirken, wollen Wissenschaftler herausfinden, welche Medikamente in welcher Kombination für alte Menschen überhaupt geeignet sind.

Für Senioren umdenken!

Die Gefahren aus gleichzeitigem Konsum mehrerer Medikamente sind genau so hoch, wie es unmöglich ist, alle Erkrankungen gleichermaßen behandeln zu können. Hier die Balance in der Medikation zu finden, ist besonders wichtig.
Ein Patient mit 80, mit Bluthochdruck und Arthrose, wünscht sich, den Alltag bewältigen zu können, wofür er zunächst Schmerzmittel braucht. Sein Bluthochdruck, wenn auch mit höherem Schlaganfallrisiko, ist ihm weniger wichtig.
Somit sind in der Medizin langfristige Risiken und deren Prävention einzuschätzen, was bei 30- oder 40-Jährigen richtig ist, wo aber ältere Personen zunächst die Beschwerden los werde wollen, durch die sie im Alltag eingeschränkt sind. Da spielt die nahe Zukunft eine weniger wichtige Rolle.

Positiv oder doch negativ…?

Forscher in Bochum benannten nach amerikanischem Vorbild für 131 häufig verordnete Arzneien drei Kategorien: für Ältere unbedenklich, für Ältere nicht geeignet und für Ältere nur unter Vorbehalt empfehlenswert.
Allein 82 Arzneistoffe wurden dabei als potenziell nicht angemessen eingestuft, da deren Wirkstoffe bei Älteren verstärkt zu unerwünschten Nebenwirkungen führen können.
Wenn also Mitteln gegen Blasenschwäche oder Darmprobleme bei Älteren deren Gedächtnis belasten oder Kreislaufmittel die Sturzgefahr und Psychopharmaka in hohem Alter das Risiko Schlaganfall erhöhe, sind Alternativen notwendig: nur 26 Medikamente auf der Liste sollten uneingeschränkt grünes Licht für deren Verschreibung an Senioren erhalten.

Der gute Saft der Grapefruits

Und damit der Laie richtig staunt: Grapefruitsaft kann Enzyme hemmen, die im Körper für den Abbau von vielen Arzneistoffen verantwortlich sind. So könnten Grapefruits die Wirkung verschiedener Medikamente verstärken und zu vermehrten Nebenwirkungen führen, wissen nicht nur Funktionäre der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.
Eine Tatsache, die auch häufig verordnete Medikamente gegen Bluthochdruck, Herzkrankheiten, Fettstoffwechselstörungen und andere chronische Erkrankungen betrifft.
Fazit: Fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker!

Jauchs 1000-Euro-Frage: Was ist Proxemik!?

Man lernt nie aus, weiß selbst der Ingenieur und nimmt das Fachwort Proxemik zur Kenntnis. Das ist die Wissenschaft, die das Raumverhalten einer Person als ein Teil der nonverbalen Kommunikation untersucht.

Für Referenten, Trainer, Lehrer und Coachs mag nun tatsächlich gelten, dass sie zu wenig auf ihre physischen Bewegungen und ihr Raumverhalten achten. Sind sie doch meist stark daran orientiert, sprachlich zu vermitteln.

Zweifelsfrei kann eine angemessene Körpersprache helfen, Zuhörer, Studenten oder Schüler, Kursteilnehmer beim Informiert-werden, beim Begreifen und beim Lernen zu unterstützen. Und damit das klappt, können auch Seminare mit Theater-Profis helfen, das günstige Körpergefühl zu finden.

Man nennt schon mal einen zweifelhaften Zeitgenossen “Auftrittler”. Warum? Weil der meist weiß, sich angemessen in geschlossenen Räumen, wie in einem Klassenzimmer, zu bewegen, den Raum zu fühlen, und diesen in seinem Sinne zu “beherrschen und zu gestalten”. Eine Fähigkeit, die nicht jedem Pädagogen gegeben ist. In Frankfurt nun kann man diese eher “situative Kompetenz” mit zwei Bühnenprofis lernen.

Neuwort “Proxemik”!?

In Seminaren mit Führungskräften wurde auffällig, dass diese sich “nicht genug Raum nehmen”, wenn sie vor einer größeren Gruppe reden oder vortragen. Wer sich so kennzeichnet, verliert an Präsenz, an Klarheit und damit an Persönlichkeit.
Da man vor einer Gruppe als ‘Person’ und damit exponiert steht, muss der “Sender” identifizierbar sein, um zu wirken, mit dem, was er sagt.
“Proxemik” heißt das Fachwort für die Wissenschaft, die das Raumverhalten als ein Teil der nonverbalen Kommunikation untersucht. Bewegung im Raum gilt zweifelsfrei als ein zentrales Element der Schauspielkunst. Wer Theater spielt, mit eigenem und fremdem Rollenverhalten zu experimentiert, wer eigenes Verhalten überschreitet und neues Verhalten ausprobiert, der drückt sich und seine Rolle mit Körpersprache und Wort aus. Bestes Mittel, Präsenz im Raum zu trainieren.

Erfahren heißt spüren

Ein Modell, die Bedeutung von nonverbaler Kommunikation und nonverbaler Kompetenz zu verstehen, ist die 55-38-7 Regel von Albert Mehrabian. Er konstatiert in den 70er Jahren, dass bei Präsentationen vor Gruppen 55 Prozent der Wirkung durch Körpersprache bestimmt wird, also Körperhaltung, Gestik und Augenkontakt. Den weiteren Effekt erzielt der Vortragende zu 38 Prozent durch die Stimme und nur 7 Prozent durch den Inhalt seines Vortrags

Auch wenn die Prozentzahlen seither leicht korrigiert wurden, hat sich daran, dass Körper und Stimme entscheiden, ob gesprochenes Wort ankommt oder eben nicht, nichts geändert.
Für “den Normal-Beruf Lehrer oder Dozent” muss dies nun bedeuten, dass sie großen Wert auf das Wort legen, sich selbst als Person aber zurücknehmen. Selbst gut darin geübt, zuzuhören, glauben die meisten Lehrer daran, nur durch verbal beschreiben oder erklären könne man genug erfahren. Das aber reicht “dem Schauspieler” nicht, weil erfahren immer auch spüren bedeutet.

In den Frankfurter Seminaren macht das Rollenspiel “Gefeierter Torwart” die Umstände deutlich. Als Schlussmann gilt der Keeper als Rückgrat seiner Mannschaft, der den Strafraum und die Torlinie beherrscht.
Seine Rolle als Aufgabe: er bewegt sich nach oben, unten, vorne, hinten, seitwärts und diagonal; er dirigiert die Mannschaft; beobachtet, ist konzentriert, gibt Impulse, feuert an, mahnt zur Ruhe. Und er ist und bleibt bei vielen Szenen mit höchster Aufmerksamkeit immer mitten im Spiel.
Wer sich im Seminar in der Rolle eines Torwarts traut, der erntet “nach dem Spiel” Applaus und Schulterklopfen. Der “Lehrer als Torwart” selbst strahlt, hat ein gutes Gefühl. Und keiner weiß, wie lange das anhält…

Gedächtnis für den Körper

Ein gutes Gefühl zu haben, bedeutet in der Schauspieltechnik, das Körpergedächtnis abrufen zu können.
Wer vorne steht, soll also belebendes Körpergefühl spüren. Wer dies wahrnimmt, richtet auch den Körper danach aus. Der ‘Machtraum’ wird weiter, der Atem kraftvoller. Worte klingen besser und kommen an, sie reichen weiter, weil sie prägnant sind.
Es geht also darum, auch Lehrer - mit hohem Leistungsanspruch an sich selbst und mit manchem Verbot im Kopf - zu überzeugen: Vordergrund und ‘performance’ sind wichtig. Ohne bewusstes Auftreten bleiben Körperhaltung und Körpersprache schwach.
Wer richtige Signale sendet, der steht selbstbewusst und richtig im Raum, um erfolgreich zu unterrichten.

Mehr Informationen unter www.engst-walther.de.

Auf ein Neues !

Man(n) kann der Kollegin kaum widersprechen. Auch wenn die meisten der 600 000 Lehrer (?) in Deutschland sie bislang nicht mal mit dem Namen kannten. Gabriele Frydrych wurde in Jena geboren und lebt seit ihrem vierten Lebensjahr in Berlin. Dort studierte sie Slawistik, Germanistik und Publizistik und ging anschließend auf ein Referendariat ein; an einem Gymnasium in der pfälzischen Provinz. Der große Lehr-Dienst begann dann an Berliner Gesamt- und Realschulen. Ihre Seitenblicke und ihre Aspekte an verschiedenen Schulen, in diversen Klassen und in verschiedenen Kollegien hält sie seit einigen Jahren in ironischen Glossen fest, für die sich längst auch Zeitungen und Zeitschriften interessierten.

Wer als Leser selbst seit mehr als 35 Jahren im Schuldienst steht, dem sei erlaubt, Frau Kollegin zu adaptieren und auf ‘ne andere Region und Schulart “runter zu brechen”… (siehe Vorlage unter Happy New Year!)

Und schon geht’s los…

Update: Aus urheberrechtlichen Gründen darf der Rest des Artikels leider nicht mehr veröffentlicht werden und ist somit Geschichte.

Hilft Rhetorik o d e r Muss man jeden mögen…?!

Im Alemannischen kennt man die Feststellung, “den kann ich nicht ‘verschmecken’…!” Und weil man allgemein weiß, dass man eben nicht jedermann gleichermaßen “gut riechen” kann, liegt das wohl daran, dass der eine eher emotional, der andere eher sachlich orientiert ist.

Wer Neues liebt oder Experimente wagt, ist demjenigen suspekt, dem es um Tradition oder Sicherheit geht. Wo nun liegen die Gründe dafür, dass man den einen Menschen mag und andere nicht? Daran, dass manche Kollegen sind und andere nur gute Bekannte oder auch ganz wichtige und enge Freunde…
Einen guten Draht zu jemandem haben oder gar “einen Stein im Brett”, hat dann auch mit der Veranlagung der Beteiligten zu tun. Mit der Evolution war es für die Gesellschaften wohl auch hilfreich, dass Individuen sich spezialisierten.

Wo, bitte, liegt mein Wesenskern?

Wie der Einzelne veranlagt ist, hat mit dem limbischen System im Gehirn zu tun.
Unterstellt man, dass jedes Neugeborene mit einem “Wesenskern” zur Welt kommt, wird sich diese Tatsache auch mit verschiedenen Schwerpunkten in seiner Sozialisation und seinem Denken darstellen. Da gibt es dann auch den Gewinner, den Ordentlichen, den Nachlässigen und den ‘Looser’. Und zwischendrin sind all diejenigen, die Sicherheit schätzen, die emotional sind, denen das Zwischenmenschliche ganz wichtig ist.

Ergänzt man um die Freudigen am Risiko, die Neues wagen und auf Abenteuer aus sind, gilt trotzdem für alle: keiner von all denen verfügt über nur einen Denkstil - alle haben von allem etwas. Sind es nun aber tatsächlich 24 oder weit weniger Denkstile, die den Erfolg der Menschheit ausmachen?
Tatsache ist: Das limbische System entwickelte sich sehr früh in der Evolution. Hören, sehen, riechen, schmecken wird demnach emotional bewertet. Also: Mag ich oder mag ich nicht!!
Solchermaßen geordnet gelangen die Informationen ans Großhirn, womit sich das Individuum entscheidet, was es mag.
Des Menschen Wertesystem ist damit nach Härte und Durchsetzung, nach Harmonie und Selbstsucht geordnet. Knappes Beispiel: Gekauft wird zunächst nach Denkstil und nach Werten - abgesehen von der verfügbaren Kaufkraft.

Mögen oder eben nicht?!

Der Einzelne schützt zwar seine originären Denkstil, gibt aber dennoch verschiedenste Hinweise darauf. Im Verhalten, in der Sprache, wie er sich kleidet, was er kauft oder liest. Verhalten lässt also erkennen; falls nicht, sind Fragen zu stellen. Wer kauft braucht zunächst keine 22 Angebote, sondern die Frage, was ihm wichtig ist und was er nicht will.
Wer beruflich präsentiert, der muss sich darauf vorbereiten - bei Gruppen anders, als es die Argumente im Einzelgespräch verlangen.
Wer also weiß oder glaubt zu wissen, wie andere denken, kann beeinflussen oder manipulieren, überzeugen oder verführen. Wer sich jedoch manipuliert fühlt, wird zum ablehnenden Gegenüber. Grund dafür, “besseres” Wissen nur zu brauchen, um besser zu verstehen und wertschätzend miteinander umzugehen.

Gute Rhetorik in Krise und Beruf

Klar, aufrichtig, logische und strukturiert zu denken, steht in den Krisenzeiten 08/09/10 dann auch beruflich im Vordergrund. Emotion und Kreativität machen dem Anspruch nach Sicherheit Platz. Und so ist Authentizität wichtig für einen selbst.
Wer handelt, wie es zu seinen Denkstilen passt, der fühlt sich eher zufrieden bis glücklich, was ihm dann auch als Belohnung gilt. Wer dagegen tun muss, was er nicht mag, muss sich täglich überwinden. Das macht unzufrieden, unglücklich und krank.
Abgeleitet als Idee: Man suche sich einen kongenialen Partner, der mangelnde Fähigkeiten ergänzt. Heirat nicht ausgeschlossen…

Hausaufgaben mit pädagogischem Trick…

“Zwischen den Jahren” ist bei manche Familien auch Zeit der Besinnung - Besinnung, die aus jüngster Vergangenheit stammt, die absehbare Zukunft vor Augen, die dann für Eltern und ihre Schüler und Pennäler immer auch bedeuten kann: Gott sei Dank gibt es zum Jahrswechsel keine Zeugnisse und eigentlich auch keine Hausaufgaben, sondern erst Wochen danach. Abgesehen vielleicht von “Ersatzleistungen”, die als Arbeiten für die Projekt-Kompetenz noch zu recherchieren sind und die dann die fingerfertige große Schwester noch in die Tasten haut bis nach Dreikönig…

Ob Hausaufgaben nun den Schüler ärgern, die Eltern überfordern oder auch die Lehrer belasten: Hausaufgaben sind - allenfalls an ganz langen Wochenenden mit einem Freitag als Brückentag - aus dem Alltag deutscher Schüler nicht “radierfähig”.

Und warum das Ganze? Weil Lehrer mit ihnen den Stoff festigen (lassen) wollen. Doch auch wenn Eltern dabei helfen wollen, die Kinder sich auch noch mühevoll ins Zeug legen, ist die Frage: Sind Hausaufgaben, die sofort erledigt und streng beäugt werden, wirklich hilfreich?

Mit welchem Trick?

Nun denn, der Mythos der Hausaufgaben wurde über die Forschung entschlüsselt. Irrtümer eingeschlossen! So gilt nun die gängige Hausaufgabenpraxis zwar oft als problematisch, wo doch die “Heimarbeit” als wichtiges Instrument gilt und von Lehrern als Potenzial oft verschenkt werde, während Schüler ihre Chancen nicht nutzen und Eltern eher “schädigen”, statt dass sie helfen. Doch wo ist der Trick, mit gelungener Hausaufgabe zu günstigen Ergebnisse?

Als pädagogisches Prinzip darf gelten: Lieber oft als viel! Denn viel Hausarbeiten bedeuteten nicht auch parallelen Lernerfolg, im Gegenteil.
Den zuviel kann schaden und die Motivation mindern. Viel besser sind kleinere Aufgaben und die dann regelmäßig.
Sind die dann auch noch vorbereitet und passen ins Unterrichtsgeschehen gilt das schon als Methode. Es gilt aber nicht, was wir in der Stunde nicht schaffen, macht ihr zu Hause, vie eher müssen Hausaufgaben effektiv und effizient sein.

Was aber gilt als didaktisch-methodisch durchdacht? Nicht irgendwas als “überhaupt Beschäftigung” ist der Königsweg, weil eben nur gute Hausaufgaben zum Nachdenken anregen.
Motivierender Vorschlag: der Schüler wählt selbst: eine Aufgabe ist Pflicht, aus dreien kann er wählen. Das schafft Stoff herbei und zwingt den Schüler, sich mit diesem auseinanderzusetzen.
Die höchste Stufe bieten vorbereitende Hausaufgaben: Selbst recherchieren, selbst experimentieren, Stoff erarbeiten - und schließlich das feedback vom Lehrer, der dann aber doch kontrollieren muss.

Das direkte Umfeld muss stimmen

Ist nun auch noch der Arbeitsplatz aufgeräumt und lässt konzentriertes Arbeiten für eine erfolgreiche Arbeit zu, dann darf man sich nicht doch noch ablenken lassen…
Hausaufgaben sollen den Stoff vertiefen und eigenständiges Arbeiten lernbar machen. Ein Grundsatz, der fürs Leben gilt! Jetzt aber nicht doch noch die Fehler der Eltern.
Den gemeinsam geht zwar vieles aber nicht alles besser! Und so schadet es eher, wenn die Mutter über die Schulter blickt oder der Vater das Ergebnis nachrechnet… Motivation darf nicht unterlaufen werden, weil das dann nervös macht. Hausaufgaben sollte der Schüler allein machen. Viel eher reicht, wenn Eltern für eine störungsfreie Atmosphäre sorgen.

Genügend Zeit - ordentlicher Arbeitsplatz - die nötigen Materialien und los geht’s! Elterliche Unterstützung bedeutet allenfalls “Hilfe on demand” statt sich ständig einzumischen. Es reicht, wenn Eltern das Gefühl geben, ansprechbar zu sein.
Eltern sollten animieren und Tipps geben, wie Aufgaben durchaus allein gelöst werden können.

Von den Macken am Arbeitsplatz -II-

“Sie nennen sich Kollegen, weil sie sich so mögen!” - Ob Schlüsselqualifikation bis zur situativen Intelligenz oder gar zum Führungsgeschick, egal, ob kommunikativ mit Einfühlung oder kompetent in Stressvermeidung: die Arbeitsweise von Kollegen entspricht meist deren Charakter; gepaart mit Eigenheit und Selbstzufriedenheit (Teil II).

Kennen Sie den: “Das mache ich doch gerne! Das macht mir überhaupt nichts aus! Ich bin froh, wenn ich helfen kann…“. Dann haben Sie es mit einem vermeintlichen Arbeitstier zu tun.

Faule Esel laden viel…

Sind Kollegen allzeit bereit, Arbeit zu übernehmen, ganz von sich aus, ohne gebeten zu sein, scheint er dabei aufzublühen, obwohl er sich voll überlastet und er schon erste Fehler macht, weil es halt doch nicht “sein Ding” ist, dann ist dieser Kollege wohl der Typ “Lastenträger”
Sind Arbeit und Leistung alles, was zählt, definiert der Einzelne seinen Wert über die Akzeptanz bei Kollegen und Chef. Fehlerlos will er sein und Arbeit am Limit erledigen. Doch dabei übernimmt man sich leicht, ohne es zugeben zu wollen.

Solche kollegialen Gutmenschen erreichen jedoch oft nur das Gegenteil, weil sie mit Fehlern anderen auf den Keks gehen. Wer stets über sich hinauswachsen will, der muss auch wegen des Betriebsklimas in seine Schranken gewiesen werden. Schließlich will man im Miteinander nicht nur Arbeitstier und dessen Leistung beurteilen. Überlastung kann Folgen haben, die denen des burn-out ähnlich sind, woran dann eine ganze Abteilung leidet.

Ein ander Mal gern…

Wer als Kollege wieder mal ‘ne dringende Besorgung hat, er vorzeitig aus dem Betrieb will und er sich in seiner Leistung vertreten lässt - verbunden mit innigem Dank -, um sich bei nächster Gelegenheit zu revanchieren, der wird wohl auf Dauer als “Abseiler” gelten müssen.
Wer vorgibt, es ja selbst machen zu können, er andere aber als viel besser einschätzt, der vernebelt, so dass andere schließlich auf der Aufgabe hocken und sich auch noch vor dem Chef erklären müssen. Hauptsache “aus dem Schneider…”
Solche Kollegen sind klassische Arbeitsscheue, ohne dass diese sich vor allem drücken, was mit Aktivität, Verantwortung oder Kollegialität zu tun hat.
Privat zuverlässig und vielfach engagiert ist Arbeit im Beruf lediglich lästiger Zweck, sein Geld zu verdienen. So ist jener ein sehr umgänglicher Kollege, was im arbeitstechnischen Sinne jedoch kaum zutrifft.

Dagegen hilft nur, hart bleiben, auch wenn er fleht, auch wenn er verspricht sich zu ändern. Denn die Arbeit ist ihm eher unwichtig, weshalb man ihm freundlich aber bestimmt Grenzen aufzeigen muss.
Ihm muss man sich verweigern, ihn muss man zur Einsicht bekehren, am besten über die Konsequenzen, wenn ständig seine Arbeit auf andere gewälzt wird.

Die richtige Mischung macht’s

Zu wissen, welcher Kollege mit welchem Arbeitstypus auftritt, erleichtert die Zusammenarbeit, verhindert nervige Diskussionen und reicht aus, ihn zu nehmen wie er ist - samt seine Macken.
Jetzt kann auch das ökonomische Prinzip klappen: ein gegebenes Ziel mit möglichst wenig Aufwand zu erreichen. Und alles in Ruhe und mit den Qualitäten sich zu ergänzen.

Übrigens: jeder mag die rücksichtsvolle Behandlung durch Kollegen. Wer sich daran hält, darf sich am Arbeitsplatz auch mal positiv überraschen lassen.