Bald weibliche Zivis im bürgerschaftlichen Engagement?

Seit 1. September 2010 läuft der neue Förderzeitraum für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ). “Die” Chance für rund 40.000 junge Menschen, sich mit dem gesetzlich geregelten Freiwilligendienst im In- und Ausland für die individuelle Sozialisation und für ein bürgerschaftliches Engagement zu begreifen.

Unterstützt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend setzt sich so das freiwillige Engagement in Deutschland fort, das mit rund 19.400 Plätze im FSJ/FÖJ gefördert wird und ca. 6.700 Plätze für anerkannte Kriegsdienst-Verweigerer bietet, die ein Freiwilliges Soziales Jahr oder ein Freiwilliges Ökologisches Jahr absolvieren. Übrige Plätze im FSJ und FÖJ warten ohne die finanzielle Unterstützung des Bundes auf Besetzung bei den freien Träger wie Diakonie, Caritas oder Arbeiterwohlfahrt..

Weil der Wunsch, sich freiwillig zu engagieren, nach ministerieller Ansicht als ungebrochen hoch gilt, werden föderativ nach unten betrachtet alle Entscheidungen der Länder begrüßt, sich für FSJ und FÖJ auch finanziell stärker zu verantworten.

Sozialer Dienst im Sabbat-Jahr?

Wenn gleichzeitig klar ist, dass mit dem FSJ und FÖJ nur ein Teil der jungen Bürger erreicht wird, dass diese eine längere Zeit sozialer Verantwortung zu übernehmen, zielt die Idee immer stärker auch auf das Engagement Älterer, die bereits aus dem Arbeitsleben ausgeschieden sind. Auch den Männern und Frauen mit dem Wunsch, eine soziales Sabbat-Zeit einzulegen, winkt man mit der Idee des besonderen sozialen Anliegens.

Wenn nämlich der Wehrdienst ausgesetzt wird und damit auch der Zivildienst, werden Sozial-Einrichtungen herausgefordert und gleichzeitig geschwächt.
Und weil aus verfassungsrechtlichen Gründen für den erweiterten Zivil-Dienste mit Bundesmitteln dann auch der Bund die Dienst zu verantworten hat, schafft der ‘Freiwillige Zivildienst’ dann auch erstmals weibliche Zivis.

Den Dienst im freiwillige sozialen Jahr gibt es in Deutschland seit 1964, das freiwillige ökologische Jahr seit 1993. Teilnehmen können alle jungen Menschen, unabhängig von ihrem Schulabschluss, solange sie die Vollzeitschulpflicht erfüllt, aber das 27. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Wer sich zwischen einem Jahr und 18 Monaten engagieren will, kann sich bei einem der freien Träger für einen Platz in den Bereichen Umwelt, Sport, Kultur, Denkmalpflege oder in einer sozialen Einrichtung bewerben.

Informationen zu den Freiwilligendiensten finden sich unter www.bmfsfj.de.

Herr Doktor?! - Da hockt er…

Hotel-Klassifikation, Restaurant-Tester oder Klinik-Bewertung – längst sind nun auch im Internet die Portale weit geöffnet, hinter denen sich auch Ärzte der Kritik ihrer Patienten stellen müssen. Nicht immer ist es in jeder bundesdeutschen Gegend und bei allen Symptomen einfach, einen guten Arzt oder einen medizinischen Spezialisten zu finden. Das machen nun Plattformen wie Docinsider, imedo, Helpster oder jameda möglich. Sie bieten zum einen Telefonnummer und Adressen als Basisinformation und dann auch Hinweise über fachliche und/oder menschliche Qualitäten der Mediziner.

Dienste, die eine solche Bewertung bieten, sind grundsätzlich mehr als ein pures Verzeichnis über Mediziner, man will auch, dass Patienten Informationen geboten werden, die man zu früheren Zeiten nur von Freunden oder Bekannte bekommen konnte.

Das Team vom Medical Counter

Von Mund-zu-Mund machte die Mediziner-Empfehlung schon immer im Bekanntenkreis die Runde; Tipps und Anregungen, die Patienten wohl schon immer über gute und schlechte Ärzte austauschten.
Und auch das Management am ‘Medical-Counter’, der Theke, hinter der sich die ‘Helferinnen’ verschanzen, steht in der Kritik, ob es den in der Sprechstunde ausreichend und einladend freundlich ist.
Ganz abgesehen von der Terminvergabe und der Frage, wie lange der Arzt Zeit für die Diagnose oder das Patientengespräch nimmt.
Auf all diese Fragen gibt es nun auch online Antworten. Die Nutzer von Bewertungs-Plattformen äußern Lob und Kritik über Textfelder, sie geben Schulnoten oder Punkte und lassen für andere Nutzer den Vergleich zu über mögliche Missstände oder besonders empfehlenswerte Mediziner. Eine offene Info-Quelle, die nicht allen Ärzten gefallen kann.

Infos zu Körper und Geist

Eine bereits gut bestückte Datenbank ist die von Docinsider, die schon mehr als 370.000 Adresseinträge und über 100.000 bewertete Ärzte und Heilberufe bietet. Der
Primäres Ziel ist es noch immer, Patienten und Ärzte in einen engeren Dialog miteinander zu bringen. Der Dienst soll über Entgelte aus Anzeigen von Ärzten, Gesundheitsanbietern und Medizin-Firmen sowie über E-Commerce gelingen.

Beim Mitbewerber jameda, einer Kooperation mit Tomorrow Focus und dem Focus Magazin Verlag, lassen sich über die Nennung der Fach-Disziplin Arzt, Heilberufler, Klinik oder Apotheke nahe am Heimatort des Suchers aus bundesweit über 445.000 Adressen finden. Dazu gibt es hilfreiche Infos zum Thema Gesundheit, wobei die Artikel von medizinischen Fachleuten verfasst werden.

Als weitere Anbieter stellen das Gesundheits-Netzwerk Helpster und die Gesundheitsgemeinschaft imedo neben den gängigen Arzt-Infos noch Community-Funktionen ins Netz, die sich mit Diskussionsforen, Erfahrungsberichten und Selbsthilfegruppen an gesundheitsbewusste Menschen wenden, die ihre Erfahrungen und Empfehlungen austauschen können.
Alle Plattformen erlauben eine Suche nach Disziplin, Namen und Wohnort und sie sind kostenfrei.

Möglichst ehrlich bewerten!

Was den Medizinern nicht in jedem Fall gefallen dürfte, ist die Offenheit der Bewertungsdienste .
Wer jedoch glaubt, mal schnell sein Mütchen am Doktor oder einer medizinischen Einrichtung kühlen zu können, der missachtet die Grundregel. Die nämlich besagt: man schreibe nie verächtlich, wohl aber kritisch und vor allem ehrlich.
Harte Kritik muss einen Grund haben und muss sich an Tatsachen messen lassen. Und auch das Lob ist erlaubt, was einem guten Arzt wohl am liebsten ist.

Das Info-Angebot im Internet kommt auch jenen entgegen, die ihre Beschwerden einer hohen Intimsphäre zuordnen und sie deshalb zunächst den Besuch einer Arztpraxis scheuen. Das nun sollte den Gang zur ärztlichen Sprechstunde jedoch nicht auf Dauer verhindern.
Das große Interesse an Gesundheitsthemen und -portalen beweist, dass Auskünfte zur eigenen Gesundheit über das Internet den Mediziner deutlich verdrängt hat.
Als beliebte Seiten gelten netdoktor.de, apotheken-umschau.de, gesundheit.de, apotheken.de und bmg.bund.de/gesundheit, dem das höchste Maß an Seriosität zugesprochen wid.
Bei Eindeutigkeit und Zuverlässigkeit liegen onmeda.de, medizinlexika.de, sprechzimmer.ch, medizin-netz.de und rki.de, die Seite des Robert Koch-Instituts, weit vorne. Bei der Qualität überzeugen onmeda.de, mediknowledge.de und sprechzimmer.ch.

Als Kriterien für Qualität zählen Quellenangaben, Expertenaussagen sowie Verweise auf Quellen. Noch gilt das Gesundheitsportal mediknowledge.de als das am häufigsten besuchte.

Fazit: die Info im Internet sollte den Arztbesuch und die Beratung, Untersuchung oder Diagnose nicht ersetzen. Ein Dialog zwischen Patient und Doktor ist durchs Netz sinnvoll zu ergänzen und zu unterstützen.

Dauerthema ‘Burn-out’ oder doch mal Nein sagen…

Lehrer, Stationsärzte, Busfahrer, Krankenschwestern oder Polizisten - wenn die über 45 sind, dann könnten alle das selbe Syndrom zeigen: Burn-Out. Bei verschiedenen Symptomen. Die Zahl derer, die durch den Job psycho-somatisch krank werden, steigt weiter. Machen sich die Arbeitnehmer im Beruf kaputt oder macht sie die Arbeit kaputt…?
Experten für Arbeits-und Gesundheitsschutz bleiben in Erklärungsansätzen meist stecken. Hetze, gereizte Nerven, Schlafstörungen, Ernährungsfehler, gestörte Psyche, gereizte Partnerschaften… es bedarf nicht der hektichen Weihnachtszeit, um festzustellen, dass recht viele Individuen an Burn-out leiden.

Auch ohne Erhebungen dürfte klar sein, dass intensive, andauernde, von Stress begleitete Arbeitsbelastung den Menschen besonders zusetzt, er sich erschöpft fühlt und mancher hinterfragt, ob das überhaupt sein muss?
Unter Burnout-Syndrom wird der Status schwerer psychischer Erschöpfung verstanden, der nach längerer Zeit intensiven, belastenden Arbeitens auftritt und der sich vielfältig darstellt: emotionale Erschöpfung, Mattigkeit, Apathie und Depression, Ess- und Schlafstörungen, allgemeine Unruhe…am Ende könnte auch Aggression stehen, die sich aufgestaut hat.

Burnout vs. Depression

Burnout ist zu differenzieren von der „echten“ Depression, bei der die Personen im Vergleich zum Burnout emotional eher nicht ansprechbar ist.
Das macht möglich, Burnout leichter zu behandeln, meist ohne Einsatz von Medikamenten, sofern die Erschöpfung nicht bereits depressive Züge aufweist.
Das „Ausgebrannt-Sein“ erfasst Schüler, Studenten, Berufstätige, Führungskräfte, Arbeitslose. Für den Verlauf ist charakteristisch, dass sich zunächst Euphorie und starkes Engagement einstellen, wobei die Betroffenen auf ausreichend lange Erholungsphasen verzichten, sie den Beruf ins Zentrum ihres Tuns setzen und sie darüber private Bedürfnisse vernachlässigen. Betroffene ziehen sich häufig zurück, sie sind antriebslos im privaten Bereich. Soziale Kontakte werden nur noch zu Kollegen, Kunden oder Mitarbeitern gehalten, freie Zeit verrinnt ohne Inhalt.

Wo bleibt die Stimmung?

Setzt nach Wochen, Monaten oder auch erst nach Jahren die endgültige Erschöpfung ein, bedeutet dies anhaltend müde, traurig, antriebslos zu sein - alles ist einem zu viel. Die zweite Phase beginnt und es kommen physische Symptome dazu: Schlafstörungen, Ausschlag, Schwindel, Angst- und Panik-Attacken, Rückenschmerzen und Kopfschmerzen.
Die bisherige Begeisterung nimmt ab, man zieht sich sich zurück, verändern seine Stimmungslage von zynisch bis depressiv. Bislang strukturierte Tage bleiben im Ergebnis offen.
Es folgt oft Dienst nach Vorschrift, begleitet von einem Gefühl innerer Leere, das Interesse schwindet, Einsamkeit ersetzt frühere Leidenschaft für den Job.
Personen, die ihren Selbstwert über engagierte Arbeit definier(t)en, sind gleichermaßen gefährdet wie solche, an deren Arbeitsplatz Zeit- und Kostendruck herrscht.

Stress und wenig Kohle

Am unsicheren Arbeitsplatz, dazu gering bezahlt, ist die Burnout-Gefährdung höher, und höher liegt sie auch in sozialen und Pflegeberufen, weil hier die emotionale Belastung intensiver ist als in anderen Berufen.
Wird dem Einzelnen dessen Handlungsspielraum eingeschränkt, er an Arbeitsbedingungen nicht mitwirken kann, fühlt er sich ausgeliefert. Wird am Arbeitsplatz nicht offen kommuniziert und wenig bis nie gelobt, steigt das Burnout-Risiko.

Ein Burnout-Syndrom ist therapeutisch gut zu behandeln, auch wenn man dazu in einer speziellen Klinik stationär aufgenommen werden sollte.
Die Reha-Maßnahme bedeutet im weiteren Verlauf auch, dass man in den Job über Teilzeitmodelle zurück kehrt.

Ist mein Kollege betroffen…?

Bei mehr als 130 Symptomen, mit denen sich das Syndrom zeigen kann, ist das Burn-out als emotionale Erschöpfung nicht immer von einer Depression abzugrenzen.
Burn-out bedeutet erschöpft zu sein, aber auch aktivierbar. Die Gefühlsäußerungen zeigen Normalität von Ärger bis Freude. Das ist bei der Depression anders, auch wenn man unter beiden Gefühls-Bildern Dienst nach Vorschrift macht oder sich in Kurzerkrankungen ergeht.

Signalsätze wie “Ich schaff das nicht” sollte man deshalb als Kollege/Kollegin ernst nehmen, weil Burn-out-Erkrankte sich den Zustand nicht zugestehen, obwohl sie bemerken, dass sie nicht sonderlich effizient arbeiten.

Spielen bei Behörden meist enge Arbeitsvorschriften und Hierarchien eine Rolle, sind auch Personen in Projektarbeit häufiger erkrankt, weil Projektarbeit druckvoll beginnen und Dauerstress bedeuten.

Sind Frauen auch häufiger betroffen Männer, sind sie jedoch weniger suizid-gefährdet, je nach der Schwere der psychischen. Zu vermuten ist, dass Frauen eher zum Arzt gehen, während Männer versuchen, die Situation auszuhalten und sich eher mal dem Alkohol zuwenden oder exzessiv Sport treiben…
Gut dotierte Personen mit großem Handlungsspielraum und hoher Wertschätzung und Anerkennung können dagegen viele Jahre auch hohe bis höchste Arbeitsanforderungen sehr gut aushalten, weil dies nicht als Dauerstress, sondern als Herausforderung gilt.

Und dann ist da noch die psychischen Konstitution – die Fähigkeiten, sich ein Gefühl für den eigenen Rhythmus zu bewahren, zu unterscheiden, welche Anforderungen machbar sind und wo “Nein” erforderlich ist.

Wer denkt, kann verändern! Wer damit aufhört, geliebt werden zu wollen, wenn er etwas leistet, der muss die Vermischung von Lebens-Sinn und Arbeits-Sinn aufgeben…Also, fangen wir an..

Langfristig wichtig: Betriebliche Kinderbetreuung

Familienministerium verlängert Frist fürs Förderprogramm

Der Begriff des “Betriebskindergarten” ist weit über 40 Jahre alt. Doch sind die günstigen Tatsachen oft auch wieder untergegangen wie das Unternehmen, in dem eine solche Einrichtung praktiziert wurde. So erinnert man sich im Schwarzwald-Baar-Kreis (Südbaden) in mehreren Altersgruppen an den SABA-Kindergarten, einst ein klangvoller Name (3000 Beschäftige in der Unterhaltungselektronik), der indirekt auch mit weltweit bedeutenden Jazz-Produktionen MPS in Zusammenhang stand. Doch tempi pasati…Nein!

Jetzt hat das Bundesfamilienministerium die Frist für das Förderprogramm Betrieblich Kinderbetreuung BuK bis Mitte 2011 verlängert, das seit Februar 2008 auch mit aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds aufgelegt wurde.

Fachkräfte und Familie

Beste Gelegenheit für Firmen aller Größen mit einem betrieblichen Betreuungsprojekt zu starten, weil nicht erst seit Neuestem gute Kinderbetreuung zu den tatsächlich wichtigen Zukunftsaufgaben gehören.
Dies nun sollte nicht nur die Ansicht der Bundes-Ministerialen sein, sondern auch all derer, zu deren Unternehmerschaft es gehört, mit einer betrieblichen Kinderbetreuung einen wichtigen Beitrag zu leisten, damit Arbeitnehmer Beruf und Familie besser vereinbaren können.
Damit hätte die Sozialpartnerschaft aus Beschäftigten und deren Familien sowie den Arbeitgebern einen Vorteil, der durch familienfreundliche Angebote die Chancen auf Fachkräfte attraktiv macht.

‘manpower’-Vorteile

Wurden Firmen in den vergangenen Monaten durch die Finanz- und Wirtschaftskrise stark ‘gebeutelt’, kann die verlängerte Antragsfrist neue Spielräume schaffen. Pläne zu betrieblichen Betreuungs-projekten können gelassener angegangen werden und das Förderprogramm kann helfen, das Pojekt dann auch real werden z lassen. Insgesamt keine ‘noble’ Tat des Managements, sondern viel eher ein “manpower-Vorteil” aus einer jahrelang ungewohnten, weil kostenträchtigen betrieblichen Kinderbetreuung.
Zielgruppe für die Mittel aus dem Förderprogramm sind gewerbliche Unternehmen aller Größen und Branchen in Deutschland, aber Körperschaften, Stiftungen und Anstalten des öffentlichen und privaten Recht, zu denen auch Hochschulen zählen.

Mindestens 6 Mitarbeiterkinder

Die Förderung bedingt, dass mindestens sechs neue zusätzliche Betreuungsplätze für Mitarbeiterkinder bis zum vollendeten 3. Lebensjahr in bereits bestehenden oder neuen Einrichtungen geschaffen werden. Eine Kooperation mit mehreren Firmen ist durchaus denkbar.
Und geht es um Ausgaben, Aufwand und Kosten gilt, dass für die Betreuung von Mitarbeiterkindern maximal 50 Prozent des Aufwands bis zu 6.000 Euro je Platz im Jahr durch die Fördermittel des ESF gefördert werden. Die Zahlungen laufen bis zu 24 Monate, höchstens jedoch bis Laufzeitende des
des Programms am 31. Dezember 2012.

Interessierte Firmen müssen ihre Anträge so rechtzeitig stellen, dass spätestens zum 1. Juli 2011 begonnen werden kann, sie zu fördern. Gleichzeitig können Unternehmen, Hochschulen und Träger der Betreuungseinrichtung eine begleitende Finanzierung durch Länder und Kommunen beantragen.

Mehr Informationen zum Förderprogramm Betrieblich unterstützte Kinderbetreuung unter www.erfolgsfaktor-familie.de/kinderbetreuung

Sucht statt Glück an Automaten

“Haste mal ‘ne Mark!” - Die hätte vor 10 Jahren noch reichen können für zwei Kugeln Eis, eine Flasche Bier oder eben fünf Versuche zu je 20 Pfennig am Groschengrab. Jener Einrichtung in Gaststätten und Kneipen, wo man gelegentlich sogar den 10-Jährigen hinsetzte, damit der mal für ein paar Minuten Ruhe gab…

Derzeit lohnt sich die Teilnahme an der Automaten-Industrie, auch wenn die Umsätze auf dem Markt mit Glückspielen nach Erkenntnis der Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen von 2007 auf 2008 von 27.9 Mrd. um 11 Prozent auf 24,9 Milliarden Euro gesunken ist. Gestiegen ist dagegen in der selben Zeit der Umsatz an Glücksautomaten auf über acht Milliarden Euro (+6,6 %).

Wer soziologisch, therapeutisch oder ansonsten wissenschaftlich verfolgte, wie das Spie an den Automaten sich entwickelte, der muss quasi strengere Regulierungen auf politische Ebene fordern. Gibt es doch zu viele Spielsüchtige, die in ihrer stofflosen Sucht kaum geheilt werden können. Auch wer jahrelang abstinent war, hat als Ex-Glücksspielsüchtiger ein hohes Risiko des Rückfalls. Typisch für eigentliche alle Suchtkranken.

‘Spiel-Sucht’ gilt als krank!

Die aktuell gültige Forschung in Deutschland hat erkannt, dass die Spielsucht als Krankheitsbild gelten muss, das seit 2001 von den Kostenträgern im Gesundheitswesen auch anerkannt wird. Insgesamt klassifiziert als Verhaltenssucht mit nicht-stoffgebundener Abhängigkeit.

Gefährdet sind Personen, die Stimulation benötigen, um sich wohl zu fühlen, und solche mit schwachem Selbstwertgefühl, die nach dem Erlebnis beim Glücksspiel lechzen.
Bei der Automatentechnik, maßgeblich für die programmierten Gewinne, gilt, dass eines von drei oder auch vier Spielen das “kurzfristige Glück” am Automaten bringen.
Auf eine solche Weise ‘belohnt’ zu werden, wird im Gehirn gespeichert und auf Abruf gesetzt, was bei depressiven Personen spielerisch genutzt wird, um negative Gefühle abzubauen. Gleichzusetzen mit der Flucht vor Problemen und Konflikten über die Teilnahme am Glücksspiel.

Schrille Spielanreize am Automaten

Waren Automaten im vorigen Jahrhundert noch solche des einfachen Spiele-Charakters, bietet heutige Technik hohe Spielanreize über monetären Ergebniswert. Wer spielt, der wird durch Risiko-Taste und pulsierende Licht- und Tonsignale in den Spielablauf eingebunden. Dabei wird jedoch der mögliche Einfluss nur vorgetäuscht, weil eben das Spielergebnis programmiert ist.
Wenn im Spiel oft “Fastgewinne” auftreten, dass eben nur fünf von sechs Symbole für den Gewinn eintreffen, ist dies als vermeintliche Belohnung des Spielers nahezu gleichermaßen wirksam wie ein echter Gewinn.

Einladung für mehr Frauen

War es bisher die Spielhalle, soll das „Casino“ weniger schmuddelig wirken und auch Frauen als Kunden anlocken. Da Geldspielautomaten durch den Glücksspiel-Staatsvertrag nicht erfasst werden oder wurden, kann es eine Spielsperre oder eine verpflichtende Früherkennung wie in staatlichen Casinos nicht geben. Eines gilt als derweil als fest: 80 von 100 Spielsüchtigen fanden ihren Weg über Spielhallen.

Deshalb sind Gesetze und Verordnungen gefordert, um die Geräte in den Vertrag einzubeziehen oder ein Spiel auf ein Unterhaltungsspiel zurück zu führen.
Für den Spieler darf es nicht um ‘Vermögen’ gehen, viel eher sind Einsatz und Gewinn am Unterhaltungswert zu orientieren, um zu verhindern, dass Spiele am Automaten psychisch zu intensiv wirken.

Und dann gibt es noch die Lobby

Keine Branche ohne Lobby, will man meinen, und so versuchen auch die Hersteller und Aufsteller Kontakte in die Politik oder zu Ministerien zu halten. Ihre Drohung: Arbeitsplätze fallen weg, falls Glücksspiel-Branche zu stark reglementiert wird.
Vermieden wird dabei, die Spielverordnung zu thematisiert.
Hat der Gesetzgeber als höchsten Gewinn pro Spiel auf zwei Euro festgelegt, gelten an den Automaten zunächst Punkte, die dann zu Geld und einen Gewinn bis zu
10 000 Euro möglich machen. Ausbezahlt schrittweise über Stunden oder auch illegal von der Aufsicht.

Ein geändertes Gesetz schiebt den ersten Riegel vor: Ab 1. Januar 2011 sind nur noch zulässig mit einem maximalen Gewinn von 1000 Euro. Aus Sicht derer, die suchtpräventiv wirken wollen, immer noch viel zu hoch…

Essen, was schmeckt…bei der „Reinfall-Mett“ falsch!?

Lebensmittel-Einkäufe: Jeder Zweite fürchtet Mogelpackungen

Wer ‘ne Lesebrille auch beim Discounter benötigt, der hat gegebenenfalls schlechte Karten. Doch auch Verbraucher ohne Lesehilfe verstehen die Angaben auf Lebensmittel-Verpackungen nicht. Und das sei jeder Zweite, der auch noch vermutet, dass er beim Einkauf besch….. wird. Ob dann ein Produkt auch noch gesund ist, können nur 25 von 100 Konsumenten erkennen.

Ist die “Verbraucherstudie 2010″ des Instituts Fresenius tatsächlich repräsentativ, können 71 von jeweils 100 deutschen Verbrauchern nicht einschätzen, ob ein Lebensmittel, ein Nahrungs- oder Genussmittel als Produkt für Kinder geeignet ist. Und wohl deshalb vertrauen nur10 von 100 der Industrie und der Politik in Lebensmittelfragen. 
Die Studie ergab gleichzeitig : Bio ist out, regionale Lebensmittel sind in und Frauen sind beim Einkauf kritischer als Männer. Klar eigentlich, weil sie auch häufiger einkaufen. Und so kauft auch der Verbraucher OST anders ein als der Konsument WEST.

Ist drin, was drauf steht?

Was den Verbraucher beim Kauf von Lebensmitteln ganz besonders bewegt, ist die Frage, ob denn in der Packung wirklich auch drin ist, was drauf steht. Und weil die Antwort meist unbeantwortet bleibt, bleibt auch die Sorge zu Lebensmitteln mit gentechnisch veränderten Zutaten.
Von knapp der Hälfte aller Verbraucher wird auch befürchtet (48 Prozent), dass auf der Verpackung wichtige Angaben zu den Inhalten versteckt sind, oder schlimmer, diese gar nicht angegeben sind und dass verwendete Zusatzstoffe, wie Geschmacksverstärker oder Farbstoffe, langfristig die Gesundheit belasten oder krank machen…
Fazit der Studie über die Angaben des Institut Fresenius: für die deutliche Verunsicherung der deutschen Verbraucher sind Formulierung und Darstellung der Inhaltsangaben maßgeblich, sind doch für 49 von jeweils 100 Befragten die Angaben auf den Lebensmitteln wenig bis gar nicht verständlich.

Und die Verbraucher…??

Für die ist es auf den Web-Blogs dann auch schon mal ganz einfach: Vor allem die krummen Angaben vermeiden, wie 800, 475, 125 oder 80 Gramm. Da kauft man dann aus diesem Grund bei LIDL keine Wurstwaren mehr, denn dort seien fast alle Packungen in 80g ausgezeichnet. Und das dann noch zu alten 100g-Preis.
Für andere ist die Verunsicherung der Verbraucher von der Lebensmittellobby so gewollt. Egal ob es um die Inhaltsmengen oder um die Inhaltsstoffe geht. Es könnte alles so einfach sein, aber genau das sei es nicht.
Zitat: Ich kaufe grundsätzlich nur Rohware jeglicher Art, also keinerlei Fertigprodukte. Alle Gerichte werden selbst zubereitet. Es gibt kein Gericht zweimal im Monat. Selbst das Mehl für ein herzhaftes Brot mische ich selbst zusammen. Viele scheuen den Aufwand an Zeit, aber denen kann ich nur sagen, es braucht viel weniger Zeit, als man denkt. Und dazu ist es auch noch preiswerter. Einzige Ausnahme ist Bier, das braue ich nicht selbst. Zitat Ende.

Und auch beobachten kann man selbst: Wer an der Kasse steht und sieht, was die vor einem auf das band legen, kann einem schwindlig werden. Da ist doch zu vermute, dass sich einige ganz schön krank essen. Wer nun nicht sicher ist, was er kauft oder er nicht genau erkennen kann, ob das Produkt gesund ist oder nicht, sollte es einfach im Regal liegen lassen. Vor allen Dingen sollte man sich nicht von der Werbung einlullen lassen.

Per Gesetz erschwert

Als erste Direktive im erfolgreichen Angriff auf den Verbraucher gilt die Täuschung: „Essen Sie dazu die Packungsbeilage und fragen Sie besser niemanden, sondern prüfen Sie selbst“. Eine trefflich gelungene Pointe eines Kritikers.
Und der weiß auch: erst die gesetzlichen Vorschriften, Inhaltsstoffe mit ihren zahllosen Verklausulierungen und Ausnahmen kenntlich zu machen, hat es dem Verbraucher schwer gemacht den physiologischen Wert eines Lebens-, Nahrungs- oder Genussmittels zu erkennen.

Wie war das noch in den 70er-Jahren des vorigen Jahrhunderts? Sind doch wohl nicht alle Konsumenten seit damals nicht daran eingegangen, weil die Inhaltsstoffe nicht angegeben waren…

Aktuell verpflichtende Angaben und noch dazu eine ”Ampelkennzeichnung” schaffen die Abhängigkeit von denjenigen in Politik und Lebensmittelindustrie, die einem die Sicht auf verträgliche und unbedenkliche Lebensmittel immer mehr verdecken: - ”fettreduziert” und mit Zuckeraustauschstoffen verschlechtert.

Fazit: Wer beim Essen nicht mehr selbst denken will, der wird sich auch mit den Täuschungsmanövern interessierter Kreise nicht auseinander setzen. Wer sich jedoch nur ein wenig an die Essgewohnheiten der Alten oder an die Mahlzeiten in seiner Kindheit erinnert, der müsste wieder drauf kommen, was „ungefähr als gesund” gilt.

Hat ein Leben mit Demenz noch Qualität…?

Omas Häuschen wird durch Pflegestufe oft aufgezehrt

Bitterböse sind sarkastische Betrachtungen zu Parkinson und/oder Alzheimer: Was ist wohl weniger schlimmer für Betroffene? Die Antwort: Alzheimer, weil dem Betroffenen egal ist, wenn er die Kaffeetasse verschüttet. Eine eher löbliche Betrachtung zu einer der Erkrankungen stellt sich jedoch mit den Fragen: Kann man trotz einer Demenz noch gut und zufrieden leben? Was bleibt, wenn der Verstand, wenn die Orientierung zunehmend schwindet? Können spezielle Formen der Pflege und der Betreuung die Lebensqualität bei Demenz-Patienten fördern?

Offene Fragen, mit denen sich jüngst der Kongress “Lebensqualität bei Demenz” in Berlin beschäftigte. Im Mittelpunkt stand dabei ministeriell geförderte Projekt H.I.L.D.E - “Heidelberger Instrument zur Erfassung der Lebensqualität Demenzkranker”.
Dessen zentrales Ergebnis lautet: Auch sehr schwer an Demenz Erkrankte sind noch in der Lage, Freude und Glück zu empfinden - und Pflegende können diese positiven Gefühle gezielt fördern.

Als populäres Ergebnisse des Forschungsprojekts H.I.L.D.E gilt, dass wohl eine noch einzuführende Familienpflegezeit in Deutschland hohen sozialen Wert haben könnte. Denn Menschen mit Demenz wollen als Nachbarn und Freunde wahrgenommen und akzeptiert werden.

Bei einer mittelfristig deutlich stärker ausgeprägten demografischen Entwicklung hin zu höherem Alter ist wohl zweifelsfrei klar, die Gesellschaft auf ein Leben mit Demenz vorzubereiten.
Angehörige oder Pflegedienstleistende, die sich um Demenzerkrankte kümmern und natürlich die Betroffenen selbst, brauchen in zunehmendem Maße Zuwendung und unsere Unterstützung. Eine Familienpflegezeit könnte den Familien neue Chancen eröffnen, Verantwortung für pflegebedürftige Angehörige zu übernehmen.

Können Sohn oder Tochter pflegen..?

Um Pflegenden zu helfen, die Bedürfnisse auch schwerst Demenzkranker zu erkennen und Reaktionen richtig zu verstehen, sollte das Forschungsprojekt H.I.L.D.E wertvolle Ergebnisse leisten.
Ergebnisse, die die Lebensqualität von Angehörigen ebenso verbessern wie die der Erkrankten. Resultate aus dem Forschungsprojekts sind in einem praxisnahen Handbuch zusammengefasst, das im Verlag Hans Huber Bern erschien und im Buchhandel erhältlich ist (ab Juli/August 2010).

Die Statistik zeigt auf

Bei aktuell rund 1,2 Millionen demenzkranke Menschen in der
Bundesrepublik Deutschland gibt es zwar erfreulicher Fortschritte in der Forschung, doch ist die häufigste Form, die Alzheimer Demenz, nicht heilbar.
rechnet man die demografische Entwicklung hoch, dann wird die Zahl der Erkrankten bis zum Jahr 2050 auf mehr als zwei Millionen ansteigen.
Nicht zuletzt aus diesem Grund sieht das Modell der Familienpflegezeit vor, dass häuslich pflegende Arbeitnehmer ihre Arbeitszeit über einen Zeitraum von maximal zwei Jahren auf bis zu 50 Prozent reduzieren können und sie dann 75 Prozent ihres bisherigen Gehalts beziehen.

Oft geht das Vermögen flöten

Im späteren Ausgleich wäre nach den maximal zwei Jahren wieder voll zu arbeiten bei weiterhin 75 Prozent des Gehalts, bis das belastete Zeitkonto wieder ausgeglichen ist.
Da Demenz und Alzheimer oft sehr lange dauern können, ist eine solche Familienpflegezeit für Sohn oder Tochter des Betroffenen überaus schwierig, weil diese meist selbst gegen den Zeitpunkt der Altersruhe und sich das “schwindende” Vermögen bei professioneller Pflege mit hoher Aufzahlung im Alten- und Pflegeheim meist nicht aufhalten lässt…

Lebenslang gesucht: Der Partner fürs Glück…

Was für ein Glück, dass wir eines der populärsten Glücksbücher haben, die je in der Republik veröffentlicht wurden. Und so benennt uns Dr. von Hirschhausen gleich mit sieben Dingen über das Glück, dass “kein anderer Mensch dafür da ist, uns glücklich zu machen”. Somit [...] gibt es also auch “den Richtigen” unter sechs Milliarden Menschen fürs persönliche Glück nicht, weil es Perfektion nicht gibt. Weil wir sie aber trotzdem erwarten, halten wir den aktuellen Partner fest und suchen heimlich weiter…[...] Soweit die medizinal-soziale These über die ideale Beziehung.

Welche Wünsche haben aber Frauen und Männern und wie lautet der Text einer Kontaktanzeige, die tatsächlich Erfolg bei der Partnersuche verspricht?
Worauf achtet ein Mann, wenn er eine Frau das erste Mal trifft, und worauf achtet sie? Auch wenn beide es nicht planen, sie achten beide auf das Aussehen.
Und noch nicht mal eine Sekunde dauert es, um ein Gegenüber einzuschätzen. Aufs Erste jedenfalls! Wie jemand aussieht, bestimmt auch als erstes das Merkmal ‘partner-tauglich’.

Der erste Eindruck ist kaum noch mal zu drehen, weiß der Psychologe, für den ersten Filter.. Nur wen man die Person öfters sieht, kann ein erster falscher Eindruck revidiert werden. Man kann jedoch auch jemanden dann erst schöner finden, wenn ihn bei ähnlichen Interessen näher kennen gelernt haben.

Nun ist Männern das Aussehen wichtiger ist als Frauen, denen das gut gefällt, was Männer schätzen: Verlässlichkeit, Stabilität, Emotionen und situative Kompetenz, wenn der eine die des anderen braucht.

Wenn der Doc Golf spielt

Wer als Mann nicht die situative Traute hat, der wird wohl auch mal eine Kontaktanzeige formulieren müssen. Damit sich daraus Kontakte ergeben, sind Merkmale zum eigenen Status wichtig, während Frauen eher Merkmale des Aussehens beschreiben sollten. Beides erfüllt das Klischee, Frau sucht Arzt oder Anwalt. Am besten, beide spielen Golf. Dagegen sieht der arbeitslose Ingenieur eher schlecht aus, wenn er auch noch blond, blauäugig und jung und er nach guter Figur Ausschau hält.

Frauen, die mit ihrer Figur im Inserat hinterm Berg halten, erhalten demnach auch weniger Zuschriften. Weiß doch wieder der Psychologe über den Mann: es ist schlecht, wenn etwas fehlt! Nun ist leider an dem Sinnspruch, dass sich Gegensätze anziehen, eher nichts dran. Viel eher sucht man sich den ähnlichen Partner.
Denn Ähnlichkeit ist das Grundprinzip einer Beziehung, die lang funktioniert, weil das Konfliktpotential reduziert wird: wenig Divergenz und deshalb auch kaum ungewollte Kompromisse. Auch nicht bei der Sicht aufs Leben eben …
So kann ein positiver Mensch auch mit oder trotz politischer Einstellung mit dem Partner übereinstimmen, was als Gefühl für die Person sympathisch wirkt.

Gefühl und Liebe

Welches Phänomen nun zu welchen Konditionen zur Liebe führt, ist offen, denn auch wenn zwei zusammen passen, muss das mit dem “Verlieben” nicht eintreten.
Und doch haben Männer und Frauen gleiche Vorstellungen, dass eine gute Beziehung aus vier Komponenten besteht:
* aus emotionaler Nähe, aus Übereinstimmung,
einem gewissen Maß an Unabhängigkeit und schließlich dem Sex.

Wer in der ersten Phase auf unsere Partnerin fixiert ist, ist dies zunächst nützlich, weil man bereit ist auf den einzugehen. Man traut sich mehr zu und man unternimmt mehr, damit jeder jeden genauso gleichermaßen liebt.
Würde aber ein solches Gefühl gleich bleiben, wäre dies für viele andere Aufgaben hinderlich. Denn eine evolutorisch sinnvoll intensive Emotion, die der Paarbindung dient, darf später nachlassen. Das nun könnte Eifersucht in initiieren, die Männer verletzender finden als Frauen. Die nämlich finden die emotionalen Untreue dann als schlimm, wen er sagt, er fühle sich einer anderen ganz nah, er aber mit ihr nicht im Bett war… Wenn Männer beichten, lautet die Frage: Liebst du sie? Und die Männer fragen: Warst du mit ihm im Bett?
Eine mögliche untergejubelte Vaterschaft wäre für ihn nämlich ein ernsthaftes Problem, während sie “nur” die Bindungsbereitschaft verlöre, wenn er sich einer anderen zuwendet.

Bleiben oder neu suchen…?

War in den 50er Jahren Geschiedensein noch ein Makel, ist heute die finanzielle Absicherung von Frauen nach einer Scheidung meist besser, was einen eine unbefriedigende Beziehung wohl leichter beenden lässt. Und dann ist da noch die Erotik, die sich mit den Jahren abschleift…und das Internet womöglich Ersatz schafft… Da fehlen dann die Kompromisse zum Bisherigen.

Gefällt mir oder gefällt mir nicht, wird im Internet gleich mit dem sozioökonomischen Hintergrund geliefert; samt Bildung und Persönlichkeit.
Hierfür mussten alte Paare lange zusammenleben, und dies ist wohl das Geheimnis:
Wer 20 oder 30 Jahre verheiratet ist, der ähnelt sich über die plausible Erklärung gemeinsamer emotionale Erfahrungen; Hochs und Tiefs, die sich auch ins Mienenspiel beider eingraben. Und so mögen beide dann auch dieselben Speisen.

Fazit : Beziehung ist auch Arbeit, ohne die es nicht geht, und nach der man auch auf Rückmeldung wartet. Denn für eine gute Beziehungen wird oft übersehen, dass man dafür etwas tun muss.

Vitaler mit Knoblauch & Co.?

Einst turnte der grau-meliert bärtige Ilja Rogoff, eine kartonierte Werbefigur mit wohl russischer Abstammung, elektrisch angetrieben in so manchem Apotheken-Schaufenster, weil ihm die “Droge Knoblauch” wohl ein vitales Leben bescherte. Was zumindest die Knoblauchperlen versprachen, für dessen Einnahme er stand. Im digitalen Zeitalter hat das Gesundheitsportal phytodoc die Mythen rund um die alten Hausmittel aufgegriffen.

Wer Knoblauch und Zwiebeln auf eine Kette aufzieht und über Nacht um den Hals bindet, der hat nicht ein potentes Hausmittel gegen Vampire angewandt, viel eher ist dies nach der Internetseite „medvergleich“ hochwirksam gegen Schnupfen. Man sich aber auch Olivenöl oder eine eigens gemixte Majoranbutter in die Nase schmieren.

Wer dies für absoluten Nonsens, ja zweifellos für Quatsch hält, er irrt vielleicht doch. Denn skurrile „Gesundheitstipps“ übers Internet zu verbreiten, hat deutlich zugenommen. Ob derartige Ratschläge als gemeingefährlich gelten, muss offen bleiben. Denn noch immer gilt: Wenn ’s hilft, ok.!
Hilft es nicht, dann schadet es aber meist auch nicht.
Für den medizinischen Laien ist aber dann doch überraschend, dass die moderne Medizin positive Wirkung von sogenannten Hausmittelchen oft auch schon über klinischen Studien belegt hat.

Hartnäckiger Mythos: Vitamin C stärkt!

Es muss gesund sein, viel Zitrusfrüchte zu essen. Und auch Multi-Vitamin-Säfte sind selbst bei den Discountern der große Renner. Kiloweise Kiwis und Grapefruits muss man jedoch nicht in sich hinein stopfen, um gegen den Infekt gefeit zu sein.
Viel eher ist es so, dass “der” Deutsche das “hohe C” als Lieblingsvitamin in viel zu hoher Dosierung verzehrt. Schon die normale Nahrung allein reicht, um nach Empfehlung der Deutsche Ernährungsgesellschaft die Tagesration aufzunehmen.

Wer als Verbraucher zu Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) greift, meist dann, wenn die Nase läuft oder es im Hals kratzt, könnte sich die Ausgaben sparen.
Vitamin C hilft nämlich weder vorbeugend noch gegen eine klassische Erkältung. Für zwei Mediziner, den Australier Robert Douglas und den Finnen Harri Hemilä, ist dies aus deren aktueller Analyse von 55 klinischen Studien aus den vergangenen 65 Jahren längst klar.
Beide fanden keinen verlässlichen Hinweis darauf, dass eine erhöhte Vitamin-C-Zufuhr das Erkältungsrisiko verringere. Allenfalls bei einer Unterversorgung, die in Europa aber kaum vorkommen dürfte.
Dass Vitamin C positiv auf den Genesungsverlauf wirke, ist ebenfalls eher Mythos. Fleißige Vitamin-C-Einnahme schützt gerade mal in 8 von 100 Fällen bei Erwachsenen und in 14 bei Kindern. Eher also ein klassischer Erkältungs-Irrtum.

Kamille aufs Auge? Nein!

Wer statt an Grippe “nur” an Bindehautentzündung leidet, der kennt wahrscheinlich das Hausmittel, sich einen in Kamillentee getränkten Wattebausch aufs Augen zu legen. Das jedoch ist nach Ansicht des Schweizer Augenspezialist Gian-Carlo Daepp falsch.
Viel eher ist bei einer Bindehautentzündung das Reinigen der Augen mit klarem Wasser sinnvoll und meist auch noch angenehm.
Sich die Augen mit Kamillenwasser regelrecht auszuwaschen, verstärkt das Risiko, das der Proband allergisch reagiert, denn Kamillentee ist fürs Auge zu scharf und es reizt auch.
Bleibt noch offen, ob man sich bei Schmerzen im Ohr Öl rein gießen soll und ob Hühnersuppe wirklich bei allem hilft? Das mag der Einzelne entscheiden, wenn er weiter gelesen hat bei www.phytodoc.de/news/

Infos zur Gesundheit

Das Internetportal PhytoDoc bietet gesundheitsbewussten Verbrauchern wissenschaftlich gesicherte und umfassende Informationen zu Gesundheit, Prävention, Naturheilkunde und Heilpflanzen.
Die Themen richten sich dabei sowohl an Patienten wie auch an Mediziner und Heilpraktiker.
Die PhytoDoc-Informationen sollen den Verbraucher unterstützen, Therapien und Präparate alternativ zu wählen, Symptome ganzheitlich behandeln zu lassen und dass diese insgesamt auf Vorsorge setzen.

Experte, Profi, Amateur oder doch nur Laie…

Längst weiß der Volksmund: Drei Experten, vier Meinungen, was aber auch für Juristen gilt, von denen drei der Spezies oft vier Auffassungen haben. Wer aber ist Experte und wie wird man einer. Wie auch wird man als Experte bekannt. Genügt es, nur gut zu sein, und wenn ja, worin. Oder muss die Welt dies auch noch erfahren…?

Und weil man um das Internet wohl als Experte nicht herum kommt, sind wir bei iposs vielleicht schon längst welche. Oder aber schon ganz sicher!
Das das WWW bietet eine ganze Palette interessanter Möglichkeiten, um sich als Fachmann ins Gespräch zu bringen. Die wichtigsten haben wir hier zusammengestellt.

Firma im Focus

Wer seine Unternehmen in welcher Branche auch immer, vorstellen will, der vergesse weder sich noch sein Team. Dabei sollte der berühmte ‘Focus’ auf das ebenfalls berüchtigte Expertenthema gerichtet sein. Wer dann noch Außenstehende zu Wort kommen lässt, Kunden, Geschäftspartner und Medien, die über einen berichteten, dann vermittelt deren Einschätzungen - kurze Auszüge mit Verlinkungen - den eigenen Status.
Auf der Titelseite dürfen dann auch gleich wichtige Zertifikate, Auszeichnungen, Titel und objektive Qualitäts-Indikatoren prangen: Expertenwissen wird quasi bereits bewiesen, und das auch durch Tipps, Anleitungen oder Seminarangebote zu speziellen Themen.

Blog halt mit!!

Wer regelmäßig Interessantes, Neues und Nützliches zu “seinen Themen” mitzuteilen hat, der soll nicht nur, der muss unter die Blogger gehen.
Blogs oder eben Weblogs, die als Internet-Tagebücher laufen, lassen meist hoch-wertig zu, dass ein Thema durch regelmäßige Beiträge aufgebaut und aus verschiedenen Aspekten betrachtet wird und Interessenten bindet.

Diese Weblogs erzielen Top-Rankings in Suchmaschinen und können mit vertretbarem Aufwand eingerichtet werden über kostenlose Software wie WordPress (www.wordpress-deutschland.org) oder Online-Lösungen einiger Spezialanbieter (www.webtagebuch.org ) oder Internethoster (Strato, 1&1) bei geringer monatlicher Gebühr.

Soziale Netzwerke

Wer als Entscheider in Unternehmen, bei Verbänden und Behörden oder auch als Journalisten kompetente Partner sucht, der kann sich längst auf Internet-Netzwerke wie Xing & Co. besinnen, wo sich Experten meist mit klarem Profil präsentieren und diese sich aktiv vernetzen.
Diese Beziehung kann als social network die Chancen auf neue, interessante Kontakte schaffen, wenn Profile gekonnt präsentiert sind. Doch Datenschützer warnen, und auch die Stiftung Warentest weiß im März 2010, dass bei US-amerikanischen Netzwerken wie facebook.com, linkedin.com und myspace.com „erhebliche Mängel“ in der Datensicherheit bestehen.

Wer weis wie geht…?

Expertenwissen im Fachgebiet einzubringen, ist auch über Internetforen und Experten-Suchmaschinen wie www.wer-weiss-was.de möglich. Wer hier anderen helfen kann, wird auch kleine bis größere Probleme lösen. Bei eigener Homepage des Experten kann dieser mit Links auf hilfreiche Informationen wie Anleitungen oder Checklisten hinweisen.
Das verbessert auch die eigene Platzierung in Suchmaschinen und wird oft auch nach Jahren von Surfern mit ähnliche Problem wieder aktiviert und aufgegriffen
Auf geht’s also zu Internetforen und zu den Themen Albino bis Zepedeus. I

Neugierig machen…

Die PR als eines der Mittel im Kommunikations-Mix des Marketing lässt zu, dass der Experte regelmäßige Pressemitteilungen zu wichtigen, aktuellen Themen seines Fachgebietes und er sich selbst ins Gespräch bringt.
Meldung sollten jedoch nicht nur an Medien versandt werden, die von des Experten erwählten Zielgruppen genutzt werden, viel eher sollten auch Presseportale wie www.openpr.de eingebunden werden.
OpenPR hält dafür ein komfortables Formular bereit, über das das Einstellen und auch das Lesen entgeltfrei ist. PR-Meldungen aus Expertensicht können demnach künftig auch über Suchmaschinen leicht gefunden werden.