Mann, Mann, Mann…was ist bloß los??

Alfred Biolek oder Brad Pitt, Jörg Pilawa oder Dieter Bohlen, Elton oder Stefan Raab: welches Schweinderl hätten’s denn gern? Oder wollten Sie selbst mal wieder ‘ne Sau durchs Dorf treiben? Oder haben Sie als Mann über 45 die ersten depressiven Verstimmungen, ohne die Ursachen zu kennen…??

Männer haben jede Menge Probleme, doch meist gibt es nicht immer auch die passenden Lösungen. Da ist ja die fast schmerzliche Rasur im Bad noch das geringste Übel. Gerade mal frisch rasiert, fängt - je nach Bartwuchs - auch schon der Juckreiz an. Ja, klar doch, weil fast all die Männer schon tot sind, die sich noch haben zeigen lassen, wie sich einst der Großväter rasierte.
Schön einschäumen, das Rasiermesser entfaltet, am Lederriemen die leichten Fisuren abgezogen und mit feiner Hand und nicht gegen den Strich geschabt. Nicht immer ganz unblutig aber ansonsten tadellos. Und auf keinen Fall elektrisch; das gab ’s noch gar nicht.

Und heute! Heut’ sind es Hautreizungen, für die der Mann Hilfe braucht. Und warum ein Potenzproblem entsteht, weiß er auch nicht. Wenn er dann noch schnarcht und ihm täglich Haare ausfallen, dann nagt das oft am bereits instabilen Ego. Ob das nun der Anfang vom Ende ist und der Beginn der Midlife Crisis, aus der viele Männer erstmal keinen Ausweg finden?

Bei fliegenden Hitzen ein neues Hobby…?

Wen sich der Mann über 45 dann noch die Fragen stellt: Welchen Sinn hat mein Leben, habe ich überhaupt noch genug Zeit um das zu tun, was ich wirklich will, dann steckt er mitten drin in einer Midlifecrisis.
Die Folge: er fühlt sich gereizt, ist unzufrieden und hat Angst vor der Zukunft. Die vitalere und vielleicht gar härtere Art aus der Spezies Mann hat derweil schon Neues ausprobiert: ein Motorrad, die Platzreife beim Golf oder aber ein Down-Hill-Mountain-Bike, das die Partnerin längst hat.
Um aus der Krise herauszukommen, ist es wichtig, sich neu zu orientieren und den Blick auf die absehbare Zukunft mit der Partnerin, dem Freund oder gar dem Therapeuten zu besprechen.

Was! Der Mann hat einen Beckenboden…?

Wenn bereits vor einem Prostata-Leiden und ohne die finale, schmerzvolle Uro-OP die Potenz in Gefahr gerät, dann ist dies für einige ganz normal, weil nur zwei von drei Männern können, wie sie glauben, dass sie können müssten.
Doch übers Problem will keiner sprechen, nicht mit der Partnerin und höchstens mit dem Apotheker. Was kommt: die Potenzpille.
Ginge er zum Urologen, dann wüsste dieser: Mit speziellen Übungen für den Beckenboden kann man seine Potenz trainieren. Das wissen dafür all diejenigen, die wegen ihrer Prostata-Erkrankung schon mal in der Reha waren. Die jedoch können trotz Fahrstuhl-Training nicht mehr in allen Fällen ihren Mann stehen. Einem von zwei jüngeren Gesunden gelingt es dagegen schon mal wieder nach sechs Monaten.

Hau den Lukas…!!??

Wer das Gefühl hat, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt, um zu tun, was er wirklich will, der weiß oft auch nicht, was er überhaupt will. Und so will man Bilanz machen, ohne die Soll-Vermögenswerte und die Haben-Schuldwerte aus seinem bisherigen Leben zu kennen.
Ob da dann ein Coach hilft…?
Sind Wechseljahre der Frau stark hormonell bedingt, sind die dann auch beim Mann nicht ausschließlich psychisch. Da fällt die Hormon-Bilanz auseinander, das Testosteron sinkt, Potenz , Libido und Leistung lassen nach, und dann auch noch die Glatze und das Gefühl, alt zu werden.

Da wird die Andropause schnell zur existenziellen Krise mit oft unerfreulichen Konsequenzen für die Familie: die Partnerschaft steht unter der Zerreißprobe, oft folgt gar die Trennung, weil die nächsten 30 Jahre einer anderen Vorstellung gehören…Alles andere wäre Horror! Oder doch nicht?
Trotzdem die wichtigsten Lebensziele erreicht sind, werden Männer von Zweifeln geplagt, weil sie glauben und fühlen, dass die besten Jahre vorbei sein könnten…
Rein also ins Fitnessstudio und raus aus dem Alltag und mit den Zwängen abrechnen. Etwas für den Körper tun, um sich dem Alter entgegen zu stellen: Mens sana in corpore sano.

Das neue Körpergefühl

Das nun wäre typisch, denn oft wollen Männer sich in dieser Phase beweisen, wie jung sie sich noch fühlen und wie sie mit Äußerem noch wirken.
Manch einer gibt sich (zu) jugendlich, stellt seine Garderobe auf leger um, lässt sich das schüttere Haar tönen oder färben, versucht es gar mit Fett absaugen und schwitzt im Body-Studio.
Alles lobenswert, wenn es nicht zum falschen Ehrgeiz oder aber gar zum Wahn kommt.

Wer aus den Augen verliert, was wirklich wichtig ist, der setzt oft falsche Prioritäten. Doch kann eine Midlifecrisis auch eine Chance sein. Die zur inneren Reifung. Und zwar dann, wenn die Partnerschaft steht und der Beruf akzeptiert wird.

Fazit: Männer sollten nicht alles Bisherige über den Haufen werfen. Man muss reflektieren, was die Midlifecrisis tatsächlich bewirkt, ohne den falschen Neuanfang.
Es reicht der Wechsel der Interessen: Mobiler, entschlossener, vitaler, weniger bequem, geistvoller…das macht natürlich und wirkt positiv.

Wie überall - außer in der Methodik des Vortrags: Übertreibungen sind auszuschließen. Klar doch!?

Wie Männer und Frauen sich finden sollten…

Darauf hat doch jeder „Ehekrüppel“ (sorry!) schon längst gewartet. Eine Feststellung, die „ihm“ mal wieder zu pass kommt: Frauen neigen zu einem verklärten Blick auf die partnerschaftliche Beziehung. Und weil viele Beziehungen auch noch mit der Hochzeit in Weiß beginnen, sieht vor allem die Spezies Frau den Beginn der Partnerschaft in Rosarot, während Männer diese deutlich nüchterner sehen. Wenn diese bei der Befragung dann auch nüchtern sind.

Klar, dahinter kann nur eine Studie stecken; eine von Psychologen, eine aus den USA, eine der Unis von Northwestern und Miami. Mit konkreten Frage ermittelten Soziologen, Psychologen und Sexualwissenschaftler bei vielen Paaren vor und einige Zeit nach ihrer Hochzeit:
Wie stellen Sie sich den idealen Partner, die ideale Beziehung und das ideale Verhalten bei Konflikten vor?

Kaum überraschend das Ergebnis: die heile Welt der Partnerschaft war für die Frauen deutlich romantischere als für die Männer. Und obwohl weiblich verklärt, war die benannte Vorstellung des Ideals bald dem Pragmatismus gewichen. Schon nach 12 Monaten auf die Eheschließung war man vom Ideal deutlich entfernt. Hatte ‘man(n) und frau zunächst vieles bis alles gemeinsam gemacht, liefen die späteren Wege deutlich auseinander. Eine Feststellung, de jedoch eine Beziehung nicht auch belasten muss. Obwohl dadurch die Gefahr besteht, dass die „Kompatibilität“ fehlt, wenn man sich dann doch auseinander lebt.

Wer will schon was Perfektes…?

Das „Ideal“ für eine dauerhafte Ehe im Glück liegt dann auch nach Ansicht von Forscher in Genf (CH) darin, den richtigen Partner zu wählen und nicht in blinder Liebe in eine Beziehung zu stolpern. Was den Start in die Beziehung von Anfang an stabiler macht: er ist mindestens fünf Jahre älter als sie, sie aber gebildeter als er. Bravo! Genau so…oder doch anders…?

Nach Beobachtungen über die Dauer von fünf Jahren bei 1074 schweizer Paare kam man zu dem Ergebnis: Genau! So geht’s!
Analysiert wurden Paare, die verheiratet waren oder zusammenlebten, und zwar unter der Maßgabe von deren Alter, Bildung, Nationalität sowie früheren Ehen und Trennungsrate.

Wer über die Wissenschaft seine Formel fürs Eheglück erwarte, dem kann statistisch mit dem “besten” Paar bei niedrigster Trennungs-Wahrscheinlichkeit geholfen werden:
beide sind Schweizer, haben keine Scheidung hinter sich, er fünf Jahre älter und sie gebildeter als er.

Sich wider das Glück zu trennen, wird wahrscheinlich, wenn die Partner aus verschiedenen Kulturkreisen stammen, er bereits geschieden und auch zwei bis vier Jahre älter ist als sie und beide eine einfach bis mittlere Bildung haben.

Das Fazit der Wissenschaftler: aktuell liegen die Situationen für Ehe- und Partnerschaften deutlich unter dem Optimum. Die Trennung von Paaren können dann markant verringert werden, wenn man sich nur geeignetere Partner sucht. Eine nur wenig akademische Weisheit…

Doch wird die Erkenntnis modellhaft durchgespielt, finden tatsächlich zwei von drei Probanden einen neuen Partner, mit dem die Gefahr einer Trennung zumindest mathematisch geringer liegt.
Kann also theoretisch auch die Zahl der Scheidungen um eine von jeweils fünf (20 Prozent) verringert werden, wenn die Paare auf akademische Such-Art zusammen gestellt werden.

Graf Isolahn kam spät…

…aber stets zu früh - Was tun gegen Ejaculatio praecox?

„Wer will, der kann…!“ - Alles oder nur Vieles oder auch nur soviel, nicht mehr Betroffener zu sein. Betroffen davon, zum Liebestermin vielleicht nie zu spät, aber dabei immer öfters „zu früh zu kommen“.

Wer ’s medial wissen mag, dem macht Men’s Haelth-online deutlich, was Männer lieben und was sie erotisch mögen und was sie sexuell nicht so gut können. Wer schnelle Autos liebt, würde sich nie in einen Sportwagen ohne Bremsen setzen. Denn nur, wer „speed“ auch kontrollieren kann, kommt gut ans erwünschte Ziel.
Was aber tun, um auch in der Sexualität zum Wunschziel für beide, für Mann und Frau, zu kommen? Welche Rolle spielt Geschwindigkeit, ja das Tempo, wenn es um die Lust geht? Die Lust auf einen „Quickie“ oder auf eine besinnliche Tour…

Nicht ganz freiwillig!

Wie so oft kann dem Mann auch zu dessen Sex der statistische Spiegel vorgehalten werden - wenn die Statistik nicht wieder mal von einem Mann gefälscht wurde? Jeder fünfte Mann kommt in der sexuellen Beziehung zu früh. Das sind dann auch 20 von 100. Und der Partnerin wurde etwas vorenthalten.
Doch eben die benannten „frühen“ Männer haben in der Liebe kaum eine andere Wahl zwischen schnell oder langsam. Ihnen spielt der vorzeitige Samenerguss einen Streich.
Die geübte Intimität endet schon kurz nach dem sie initiiert wurde. Für beide Beteiligte dann meist auch nachhaltig unbefriedigend, wenn auch für ihn dann doch nicht.
„Doktor Sommer“ hat dann dafür mehrere Möglichkeiten auf das Symptom „vorzeitiger Samenerguss“ zu reagieren. Da ist dann auch ein Selbsttest indiziert, der erklärt, ob der Mann von einer Funktionsstörung betroffen ist.

Nicht rasen – Liebe(r) sachte!

Geht der Normalo davon aus, dass Sexualität auch zum individuellen wie auch zum bilateralen Wohlbefinden beiträgt - Glück nicht ausgeschlossen -, ist die Realität eine andere.
Einer von fünf Männern kommt nach nur zwei Minuten der körperlichen Vereinigung zum Orgasmus mit Ejakulation. Keine Kontrolle also zum Samenerguss. Von Null auf 100 in kurzer Zeit. Eine Feststellung, die auch akademisch und universitär bekannt ist - bei Sexualwissenschaftlern und Sexualtherapeuten an Medizinischen Hochschulen. Dort kennt man dann auch die zugehörigen negativen psychischen Konsequenzen beim Mann wie bei der Frau.

Für die reine Scham darüber ist nun beim Manne nichts angezeigt. Und von „Schuld“ kann auch keine Rede sein. Obwohl sich wegen der enttäuschten Partnerinnen Versagensängste oder gar Depressionen entwickeln können. Das Selbstwertgefühl sinkt. Man(n) geht zu Bett, aber ohne die nötige Traute, die Partnerin zum Problem anzusprechen.
Das stellt dann die Partnerschaft auf Dauer überhaupt auf die Probe. Sexuellen Erleben wird nämlich für beide eingeschränkt. Es kommt gar zum „erleiden“, wenn Lebensgefährten sich gegenseitig zurückziehen, sich gar schämen und bisherige Sexualität vermeiden.

Wohin mit dem Serotonin?

Der Laie wundert sich, aber frühzeitiges Ejakulieren kann genetische Ursachen haben und mit dem Hormon Serotonin zusammen hängen. Dieser Stoff entscheidet nämlich, ob der Mann früher oder später kommt.
Da ist dann auch nicht überraschend, wenn das sex-ssteuernde Hormon Serotonin durch Studien von französischen Wissenschaftlern begleitet wird. Wer solcherlei erforscht, der kann nachweisen, dass bei vorzeitigem Samenerguss das Nervensystem gestört ist, was wiederum genetisch bedingt sein kann. Folglich gilt: fehl gesteuertes Serotonin ist in der biochemischen Reaktion beim männlichen Orgasmus der Stoff, der Sinnliches klar übermittelt.

Gesucht! ‘ne Strategie!

Sieht man es auch eher spaßig für die vier Millionen deutsche Männer unter deren Ejaculatio praecox. gibt es wohl doch wirkungsvolle Strategien gegen das schnelle Ergebnis.
Beim Sex in der Ur-Zeit war es womöglich von Vorteil, bei der Kopulation schnell zu kommen. Waren die Natur und die Gefahren daraus doch ständig gegeben.
Die Population konnte sich jedoch mit solch schnellen Schützen nicht erhöhen. So sind deren Gene erloschen und andere haben ihre Qualitäten weiter gegeben.

Jetzt wären wird also mit Strategien für heute an der Reihe. Doch wer hat wie was verdient?
Hier allerdings auszuschweifen, um gar die Start-Stopp-Technik zu erläutern, wenn der Point of no Return bevorsteht, wäre dem dieser Betrachtung nicht angemessen.
Drum - sich Zeit lassen und sich drauf besinnen, dass nicht immer alles schnell geschehen muss. Und noch was! Nicht jeder, der Hand an sich legt, ist ein Selbstmörder…

Arbeitszeit und Klo: Ich mach dann mal ‘ne Sitzung…!!

Sieht man es salopp, dann ist so mancher Zeitgenosse ein „guter Futter-Verwerter“. Andere wiederum, die sehen sich ein Stück Torte nur an und nehmen schon zu, wenn sie nur mal drauf gucken. Wie aber hat man arbeitsrechtlich oder aber beruflich zu verdauen? Welcher Stoffwechsel-Ablauf ist normal, was darf der Arbeitgeber während der Arbeitszeit erwarten oder verhindern…?

Verbringt ein Angestellter einen wesentlichen Teil seiner täglichen Arbeitszeit nicht irgendwie beschäftigt am Schreibtisch, sondern mit „Dauersitzungen auf der Toilette“, reicht diese Tatsache nicht, ihm deshalb das Gehalt anteilig zu kürzen. Dazu reicht auch nicht die Dokumentation des Arbeitgebers zu der „verlorenen Arbeitszeit“; auch nicht, wenn dies detailliert erfasst wurde. Für das Arbeitsgericht Köln ein klarer Fall: der Klage auf ungekürzte Gehaltszahlung wird statt gegeben. (Az. 6 Ca 3846/09).

Wie die Deutschen Anwaltshotline publik machte, hatte ein Anwalt als Arbeitgeber festgestellt, dass sein Mitarbeiter mehr Zeit auf der Toilette als am Arbeitsplatz verbrachte. Der Jurist hielt die „Sitzungs-Zeiten“ während einer Frist von über 12 Arbeitstagen minutiös fest und kam zu dem rechnerischen Schluss: der Mitarbeiter hatte in der fraglichen Zeit exakt 384 Minuten auf dem Lokus der Kanzlei verbracht und sich seinem Stoffwechsel resp. dessen Endprodukten hingeben…
Mittels Hochrechnung auf das monatlich zu erwartende Arbeitsvolumen wurden daraus 90 Stunden zusätzlich zu den üblichen Pausen- und Toilettenzeiten. Dafür kürzte der erboste Jurist seinem Angestellten mal schnell 682,40 Euro vom Nettogehalt.

Doch die Berufskollegen bei Gericht sahen die Sachlage anders. Das Kieler Arbeitsgericht urteilte, dass auch auffällig häufige Toilettengänge eine Gehaltskürzung nicht rechtfertigen.
Konnte doch der abgestrafte Mitarbeiter glaubhaft versichern, dass er im betreffenden Zeitraum an Störungen seines Verdauung litt und sich dieser Zustand nicht als chronisch erweisen lasse….

Keine Chance für Partnerschaften ohne Individuation

Einmal die Woche bringt nahezu jede Lokal-Journaille eine Portrait jener Ehepartner, die die „goldene Hochzeit“ feiern können. Wer sich die wenigen Minuten nimmt, den Bericht des Freien Mitarbeiters zu lesen, den man an die ‘eheliche Front’ geschickt hat, der wird nahezu jedes mal erkennen: einfach ist es nicht, 50 Jahre beieinander zu bleiben. Wer nun aber glaubt, die verklärte Vision eines harmonischen Gleichfühlens sei das Geheimnis für jahrelange Partnerschaft, der irrt. Harmonie birgt nämliche die große Gefahren für zwischenmenschliche Beziehungen.

Was anfangs als romantische Beziehung wichtig und normal erachtet wird, um eine gute Basis zu schaffen, hat hoffentlich spätere Ungleichheiten zur Folge. Reife Beziehung erfordern nämlich, dass man sich nicht selbst verliert, weil man sich zu stark an den anderen anpasst.
Wer nicht mehr zeigt, wie er wirklich ist, sondern wie der andere wünscht, der entwickelt ein falsches Selbst.
Unterstellt man als einen „Urwunsch des Menschen“, nicht abgelehnt zu werden, tappt man sehr leicht daneben,wenn man dem anderen zu arg gefallen will und sich dadurch zu stark anpasst.
Beziehungstherapeuten wissen, eine Beziehung wird langweilig, wenn zu wenig Raum bleibt für neue Handlungsweisen und eigene Ideen. Viele Bereiche aus der Beziehung und Themen werden durch zu hohe Adaption des jeweils anderen ausgeschlossen. Folge: Erstarrung und Unzufriedenheit.”

Individuelle Gefühle

Wer individuell fühlt, darf für diese Gefühle nicht versuchen, diese auch zu denen des anderen zu machen. Als Vorführ-Effekt gilt, wenn in der Folge einer negativen Emotion, nicht nur einer, sondern schließlich beide schlecht gelaunt sind.
Für ein stabiles Selbst ist die zunächst negative Situation jedoch anders zu zu entwickeln. Sich am Partner zu orientieren, kann nur dann als günstig gelten, wenn das eigene, das stabile Selbst nicht aufgegeben wird.

Frühe Individuation

Verhaltensursprünge liegen oft schon in der Kindheit, während der das Individuum verschiedenen Arten entwickelt, Ansprüche zu befriedigen. Als sogenanntes Gegenteilpaar - aktiv und passiv - ist diese Haltung früh vorhanden.
Hier liegt auch der Beginn der späteren Sexualität. Da durch Polaritäten seelische Konflikte entstehen, ist eine aktive und passive Ausrichtung der Wünsche unvereinbar.

Einem Kind keine Emotionen zu erlauben, ihm diese zuzugestehen oder zu verweigern, ob es unzufrieden sein dürfe oder es so fühlen muss, wie die Eltern, bedeutet für erlaubte Emotionen nicht auch, dass ein Kind ansonsten auch alles bekommt.
Und doch gibt es Familien, in denen ein dominanter Elternteil veranlasst, dass alle Familienmitglieder so fühlen müssen wie er oder sie. Wenn also beim Abendessen, beruflicher Ärger des Vaters durch schlägt und bei Tisch wegen schlechter Laune keine Scherze erlaubt sind.

Eigener Halt

Wer vom Partner zu oft erwartet, dass Bedürfnisse befriedigt werden, der verkennt, dass es für eine befriedigende Beziehung zwingend erforderlich ist, an sich selbst zu arbeiten.
Nur wer sich sich weiter entwickelt, wer sich selbst Halt gibt und wer die Illusion ablegt, dass der andere dabei hilft, kann auch ungewollte Situationen aushalten.
Eine Beziehung kann sich langfristig nur dann entwickeln, wenn der Ton respektvoll klingt, wenn auch Platz für Themen ist, bei denen Tacheles zu reden ist und wenn Vorhaltungen und Maßregelungen unterbleiben.
Wer gegenseitig Individuation will, wer eine positive Beziehung zum Partner will, der muss auch mal den ersten Schritt machen und darf kein Ultimatum setzen.

Fazit für das Kennzeichen einer reifen Beziehung: Man ist mit dem Partner zusammen, weil man dies möchte und nicht, weil man nicht anders kann.

Jauchs 1000-Euro-Frage: Was ist Proxemik!?

Man lernt nie aus, weiß selbst der Ingenieur und nimmt das Fachwort Proxemik zur Kenntnis. Das ist die Wissenschaft, die das Raumverhalten einer Person als ein Teil der nonverbalen Kommunikation untersucht.

Für Referenten, Trainer, Lehrer und Coachs mag nun tatsächlich gelten, dass sie zu wenig auf ihre physischen Bewegungen und ihr Raumverhalten achten. Sind sie doch meist stark daran orientiert, sprachlich zu vermitteln.

Zweifelsfrei kann eine angemessene Körpersprache helfen, Zuhörer, Studenten oder Schüler, Kursteilnehmer beim Informiert-werden, beim Begreifen und beim Lernen zu unterstützen. Und damit das klappt, können auch Seminare mit Theater-Profis helfen, das günstige Körpergefühl zu finden.

Man nennt schon mal einen zweifelhaften Zeitgenossen “Auftrittler”. Warum? Weil der meist weiß, sich angemessen in geschlossenen Räumen, wie in einem Klassenzimmer, zu bewegen, den Raum zu fühlen, und diesen in seinem Sinne zu “beherrschen und zu gestalten”. Eine Fähigkeit, die nicht jedem Pädagogen gegeben ist. In Frankfurt nun kann man diese eher “situative Kompetenz” mit zwei Bühnenprofis lernen.

Neuwort “Proxemik”!?

In Seminaren mit Führungskräften wurde auffällig, dass diese sich “nicht genug Raum nehmen”, wenn sie vor einer größeren Gruppe reden oder vortragen. Wer sich so kennzeichnet, verliert an Präsenz, an Klarheit und damit an Persönlichkeit.
Da man vor einer Gruppe als ‘Person’ und damit exponiert steht, muss der “Sender” identifizierbar sein, um zu wirken, mit dem, was er sagt.
“Proxemik” heißt das Fachwort für die Wissenschaft, die das Raumverhalten als ein Teil der nonverbalen Kommunikation untersucht. Bewegung im Raum gilt zweifelsfrei als ein zentrales Element der Schauspielkunst. Wer Theater spielt, mit eigenem und fremdem Rollenverhalten zu experimentiert, wer eigenes Verhalten überschreitet und neues Verhalten ausprobiert, der drückt sich und seine Rolle mit Körpersprache und Wort aus. Bestes Mittel, Präsenz im Raum zu trainieren.

Erfahren heißt spüren

Ein Modell, die Bedeutung von nonverbaler Kommunikation und nonverbaler Kompetenz zu verstehen, ist die 55-38-7 Regel von Albert Mehrabian. Er konstatiert in den 70er Jahren, dass bei Präsentationen vor Gruppen 55 Prozent der Wirkung durch Körpersprache bestimmt wird, also Körperhaltung, Gestik und Augenkontakt. Den weiteren Effekt erzielt der Vortragende zu 38 Prozent durch die Stimme und nur 7 Prozent durch den Inhalt seines Vortrags

Auch wenn die Prozentzahlen seither leicht korrigiert wurden, hat sich daran, dass Körper und Stimme entscheiden, ob gesprochenes Wort ankommt oder eben nicht, nichts geändert.
Für “den Normal-Beruf Lehrer oder Dozent” muss dies nun bedeuten, dass sie großen Wert auf das Wort legen, sich selbst als Person aber zurücknehmen. Selbst gut darin geübt, zuzuhören, glauben die meisten Lehrer daran, nur durch verbal beschreiben oder erklären könne man genug erfahren. Das aber reicht “dem Schauspieler” nicht, weil erfahren immer auch spüren bedeutet.

In den Frankfurter Seminaren macht das Rollenspiel “Gefeierter Torwart” die Umstände deutlich. Als Schlussmann gilt der Keeper als Rückgrat seiner Mannschaft, der den Strafraum und die Torlinie beherrscht.
Seine Rolle als Aufgabe: er bewegt sich nach oben, unten, vorne, hinten, seitwärts und diagonal; er dirigiert die Mannschaft; beobachtet, ist konzentriert, gibt Impulse, feuert an, mahnt zur Ruhe. Und er ist und bleibt bei vielen Szenen mit höchster Aufmerksamkeit immer mitten im Spiel.
Wer sich im Seminar in der Rolle eines Torwarts traut, der erntet “nach dem Spiel” Applaus und Schulterklopfen. Der “Lehrer als Torwart” selbst strahlt, hat ein gutes Gefühl. Und keiner weiß, wie lange das anhält…

Gedächtnis für den Körper

Ein gutes Gefühl zu haben, bedeutet in der Schauspieltechnik, das Körpergedächtnis abrufen zu können.
Wer vorne steht, soll also belebendes Körpergefühl spüren. Wer dies wahrnimmt, richtet auch den Körper danach aus. Der ‘Machtraum’ wird weiter, der Atem kraftvoller. Worte klingen besser und kommen an, sie reichen weiter, weil sie prägnant sind.
Es geht also darum, auch Lehrer - mit hohem Leistungsanspruch an sich selbst und mit manchem Verbot im Kopf - zu überzeugen: Vordergrund und ‘performance’ sind wichtig. Ohne bewusstes Auftreten bleiben Körperhaltung und Körpersprache schwach.
Wer richtige Signale sendet, der steht selbstbewusst und richtig im Raum, um erfolgreich zu unterrichten.

Mehr Informationen unter www.engst-walther.de.

Was Männer schon vor Grönemeyer wissen mussten

Männer nehmen in den Arm, geben Geborgenheit, sie weinen heimlich, brauchen viel Zärtlichkeit, sind verletzlich, sind auf dieser Welt einfach unersetzlich, Männer haben ’s schwer, nehmen ’s leicht, werden als Kind schon auf Mann geeicht. Aber, wann ist ein Mann ein Mann?

Innere Unruhe, matt, reizbar, fliegende Hitzen, Haarausfall, Schlaflosigkeit, Potenzstörungen und Bauch: zwischen 40 und 60 sind dies beim Mann die Symptome, die häufig mit einem gefallenen Testosteronspiegel einher gehen.

Was langsam, schleichend, aber unaufhaltsam verläuft, nennt der Volksmund fast ein wenig herab lassend ‘Midlife-Crisis’, gemeint sind aber die Wechseljahre, und zwar die des Mannes.
Subjektiv kann sich der Einzelne dann schon krank fühlen, die Vitalität lässt nach - bis hin zum Arbeitsplatz. In der Beziehung steckt sexuelle Frustration, die Stimmungen schwanken, Spannung führt zum Konflikt und der solchermaßen Betroffenen isoliert sich, fällt auch schon mal in Depressionen.

Hormone und Testosteron

Was Männer über Jahrzehnte kaum interessiert, ist die Tatsache, dass sich auch beim starken Geschlecht der Hormonhaushalt umstellt. Verantwortlich dafür sind die “Androgene” als männliche Sexualhormone für körperliche Entwicklung, sexuelle Aktivität und Wohlbefinden. Ganz vorne dabei, das Testosteron, das DHEA (Dehydroepiandrosteron), das DHEA-Sulfat und das Androstendion.

Fällt nun das Testosteron ab dem 40. Lebensjahr linear ab, liegen schließlich 15 bis 20 Männer von 100 um die 50 Jahre unter den Normalwerten. Das nun macht noch keine Hormonbehandlung nötig, denn deren Produktion ist stark von Ernährung, Bewegung, Stress und emotionalen Belastungen beeinflusst.
Den Status eines “Klimakterium virile”, den der Wechseljahre beim Mann, haben aber nur jene, deren Beschwerden andere Ursachen haben und bei denen der Mangel an Testosteron nachzuweisen ist.

Und meine Androgene….?

Beim Manne fördern Androgene den Knochenaufbau, bestimmen Muskelmasse und Muskelkraft und auch die fettfreie Körpermasse. Fehlt Testosteron, führt dies Osteoporose, verminderter Kraft, führt zu Muskelabbau und Rückenschmerzen.
Muskelmasse wird zu Fettgewebe, das Körpergewicht steigt, der Mann ‘trägt Bauch’.
Und auch der Bart und Körperhaare hängen ab vom Androgen. Fehlt es, wird die Haut trockener, die Stimmung schwankt, Konzentration und Merkfähigkeit sinken, depressive Verstimmung macht sich breit. Der Mann verliert seinen Antrieb, sich im Beruf zu behaupten fällt ständig schwerer…
Und wenn es ganz schlimm kommt, kracht es auch in der Libido. Fehlen Sexualhormone fehlt die Lust auf Sex, bleiben sexuelle Phantasien aus, s mangelt spontanen nächtlichen Erektionen, Orgasmen und Ejakulationen. “Der Mann” ist sexuelle lustlos, seine Erektion ist gestört.

Veränderung auch zum Positiven

Ist eine Dosis indiziert, dem Körper fehlendes Testosteron zuzuführen - mit Kapseln, Spritzen oder einem Hormonpflaster - ist es in den Wechseljahren damit nicht getan. Auch äußere Faktoren sind zu prüfen: Ernährung, körperliche und sexuelle Aktivität Stress, regelmäßigen Sport.
Ganz nebenbei: Sexualität spielt für die gesteigerte körpereigene Hormonproduktion eine anregende Rolle. Und umgekehrt!

Also Männer: Stressbewältigung und Entspannungstechniken helfen auch, denn nicht kompensierter Stress verkürzt die Lebenserwartung und führt durch Veränderungen der Hormonausschüttung (Cortisol) zur Beschleunigung von Alterungsprozessen.

Da ist jemand, der noch einmal das Ruder rumreisst, sich nun vielleicht zum ersten Mal in seinem Leben selbst verwirklicht - und das ist doch schließlich etwas Positives.

Auf ein Neues !

Man(n) kann der Kollegin kaum widersprechen. Auch wenn die meisten der 600 000 Lehrer (?) in Deutschland sie bislang nicht mal mit dem Namen kannten. Gabriele Frydrych wurde in Jena geboren und lebt seit ihrem vierten Lebensjahr in Berlin. Dort studierte sie Slawistik, Germanistik und Publizistik und ging anschließend auf ein Referendariat ein; an einem Gymnasium in der pfälzischen Provinz. Der große Lehr-Dienst begann dann an Berliner Gesamt- und Realschulen. Ihre Seitenblicke und ihre Aspekte an verschiedenen Schulen, in diversen Klassen und in verschiedenen Kollegien hält sie seit einigen Jahren in ironischen Glossen fest, für die sich längst auch Zeitungen und Zeitschriften interessierten.

Wer als Leser selbst seit mehr als 35 Jahren im Schuldienst steht, dem sei erlaubt, Frau Kollegin zu adaptieren und auf ‘ne andere Region und Schulart “runter zu brechen”… (siehe Vorlage unter Happy New Year!)

Und schon geht’s los…

Update: Aus urheberrechtlichen Gründen darf der Rest des Artikels leider nicht mehr veröffentlicht werden und ist somit Geschichte.

Hilft Rhetorik o d e r Muss man jeden mögen…?!

Im Alemannischen kennt man die Feststellung, “den kann ich nicht ‘verschmecken’…!” Und weil man allgemein weiß, dass man eben nicht jedermann gleichermaßen “gut riechen” kann, liegt das wohl daran, dass der eine eher emotional, der andere eher sachlich orientiert ist.

Wer Neues liebt oder Experimente wagt, ist demjenigen suspekt, dem es um Tradition oder Sicherheit geht. Wo nun liegen die Gründe dafür, dass man den einen Menschen mag und andere nicht? Daran, dass manche Kollegen sind und andere nur gute Bekannte oder auch ganz wichtige und enge Freunde…
Einen guten Draht zu jemandem haben oder gar “einen Stein im Brett”, hat dann auch mit der Veranlagung der Beteiligten zu tun. Mit der Evolution war es für die Gesellschaften wohl auch hilfreich, dass Individuen sich spezialisierten.

Wo, bitte, liegt mein Wesenskern?

Wie der Einzelne veranlagt ist, hat mit dem limbischen System im Gehirn zu tun.
Unterstellt man, dass jedes Neugeborene mit einem “Wesenskern” zur Welt kommt, wird sich diese Tatsache auch mit verschiedenen Schwerpunkten in seiner Sozialisation und seinem Denken darstellen. Da gibt es dann auch den Gewinner, den Ordentlichen, den Nachlässigen und den ‘Looser’. Und zwischendrin sind all diejenigen, die Sicherheit schätzen, die emotional sind, denen das Zwischenmenschliche ganz wichtig ist.

Ergänzt man um die Freudigen am Risiko, die Neues wagen und auf Abenteuer aus sind, gilt trotzdem für alle: keiner von all denen verfügt über nur einen Denkstil - alle haben von allem etwas. Sind es nun aber tatsächlich 24 oder weit weniger Denkstile, die den Erfolg der Menschheit ausmachen?
Tatsache ist: Das limbische System entwickelte sich sehr früh in der Evolution. Hören, sehen, riechen, schmecken wird demnach emotional bewertet. Also: Mag ich oder mag ich nicht!!
Solchermaßen geordnet gelangen die Informationen ans Großhirn, womit sich das Individuum entscheidet, was es mag.
Des Menschen Wertesystem ist damit nach Härte und Durchsetzung, nach Harmonie und Selbstsucht geordnet. Knappes Beispiel: Gekauft wird zunächst nach Denkstil und nach Werten - abgesehen von der verfügbaren Kaufkraft.

Mögen oder eben nicht?!

Der Einzelne schützt zwar seine originären Denkstil, gibt aber dennoch verschiedenste Hinweise darauf. Im Verhalten, in der Sprache, wie er sich kleidet, was er kauft oder liest. Verhalten lässt also erkennen; falls nicht, sind Fragen zu stellen. Wer kauft braucht zunächst keine 22 Angebote, sondern die Frage, was ihm wichtig ist und was er nicht will.
Wer beruflich präsentiert, der muss sich darauf vorbereiten - bei Gruppen anders, als es die Argumente im Einzelgespräch verlangen.
Wer also weiß oder glaubt zu wissen, wie andere denken, kann beeinflussen oder manipulieren, überzeugen oder verführen. Wer sich jedoch manipuliert fühlt, wird zum ablehnenden Gegenüber. Grund dafür, “besseres” Wissen nur zu brauchen, um besser zu verstehen und wertschätzend miteinander umzugehen.

Gute Rhetorik in Krise und Beruf

Klar, aufrichtig, logische und strukturiert zu denken, steht in den Krisenzeiten 08/09/10 dann auch beruflich im Vordergrund. Emotion und Kreativität machen dem Anspruch nach Sicherheit Platz. Und so ist Authentizität wichtig für einen selbst.
Wer handelt, wie es zu seinen Denkstilen passt, der fühlt sich eher zufrieden bis glücklich, was ihm dann auch als Belohnung gilt. Wer dagegen tun muss, was er nicht mag, muss sich täglich überwinden. Das macht unzufrieden, unglücklich und krank.
Abgeleitet als Idee: Man suche sich einen kongenialen Partner, der mangelnde Fähigkeiten ergänzt. Heirat nicht ausgeschlossen…

Prof. Sonnentag rät: Mehrmals kürzer gegen die Stressoren!

Wer Sonnentag heißt und am Bodensee lebt und arbeitet und das auch noch als Urlaubsforscherin, der muss es eigentlich gut haben, sollte man meinen. Denkste! Frau Professor Doktor Sabine Sonnentag weiß als Arbeits- und Organisationspsychologin nämlich offensichtlich noch zu wenig oder eben noch gar nicht, welche Formel für den kurzen Urlaub gilt, damit dieser zur Erholung wird oder eben eine ist…

Eins nun gilt als sicher, so nachzulesen unter Wissenschaft in der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung „zwischen den Jahren“, also der Ausgabe vom 27. Dezember 2009: „Wer sich kaum erholt, verkürzt seine Lebenserwartung, aber er verliert auch an Leistungsfähigkeit und Kreativität“.

Und weil keiner wisse, wie es wirtschaftlich weitergehe und viele Angst um den Job haben - die Lehrer sind fein raus, liegen abseits und sind thematisch wohl uninteressant -, und weil die Krise sich verschärft hat, gilt eine Forschungsfrage beim Sonnentag-Forschungsprojekt als wichtig: „Was bringt ein Kurzurlaub?“
Der Leser der FASZ kann sich also nach der Sonntagslektüre auch der Sonnentag-Darstellung auf deren Web-Site der Uni Konstanz widmen:
Urlaub gehört für viele Menschen zu den „Highlights“ des Jahres. Aber nicht alle haben die Möglichkeit, mehrere Wochen am Stück zu verreisen. Ein Kurzurlaub ist oft eine Alternative. Es ist jedoch noch recht wenig darüber bekannt, ob man sich wirklich gut in einem Kurzurlaub erholen kann.
An einem Forschungsprojekt an der Universität Konstanz untersuchen wir deshalb, wie gut sich Menschen in einem Kurzurlaub erholen können. Darüber hinaus soll herausgefunden werden, was einen erholsamen Kurzurlaub ausmacht. Mit unserer Untersuchung wenden wir uns an berufstätige Menschen, die einen Kurzurlaub planen. Unter einem Kurzurlaub verstehen wir einen Urlaub, der mindestens vier Tage und höchstens eine Woche dauert. Sie können auch an der Untersuchung teilnehmen, wenn Sie Ihren Kurzurlaub erst für den Herbst geplant haben.

Interessiert? Dann ‘ne E-Mail an kurzurlaub@uni-konstanz.de. Von dort kommen dann wohl die Fragebögen, die entweder übers Internet oder auch auf Papier beantwortet werden können.
Als erstes gilt als wichtig, einen Fragebogen zwei Wochen vor dem geplanten Kurzurlaub auszufüllen. Und damit das Ganze noch ein wenig spannender und reizvoller wird, nehmen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die alle Fragebogen ausfüllen und zurücksenden, an einer Verlosung von Buchgutscheinen teil.
Und damit auch ein feed-back die Sache abrundet, erhalten die Teilnehmer eine ausführliche Darstellung über die Ergebnisse der Untersuchung
(alle Infos unter http://www.uni-konstanz.de/sektionen/abopsych/data/projektbeschreibung_kurzurlaub.pdf.

Peter Pips hat dann schon mal mitgemacht und folgende Lyrik eingesandt:

Im Auto auf der Hinfahrt schwitzen,
langweilig an Promenaden sitzen,
im Urlaub fremde Kissen drücken,
am Strand rumschlagen nach den Mücken
mit 1000 Touristen Spaghetti essen
und sich nach Bräunungsgraden messen,
im Sand rumdösen, Softeis schlotzen,
nach heißen Girls im Tanga glotzen,
Tatoos zu zählen,
vorne, hinten oder mitten
auf großen oder kleinen Titten,
mit Campern sich um Plätze schlagen,
in hohen Wellen ’s Surfen wagen,
mit Sonnenbrand herum zu rennen,
in heißen Nächten kaum noch pennen,
teure Touristenpreise zahlen,
See-Igel noch als Qual ertragen,
den Teuro zahlen noch auf Pump,
vielleicht beklaut dich noch ein Lump,
am Strand rumfilmen, digital
ist noch dazu ‘ne andre Qual.
Dies zu erdulden, spar’ ich mir.
Ich bleibe hier!

(aus www.gereimtheiten.de)