Email-Schmus vom Discounter…

Betreff: Ihre Juli-Preise für Orangen

Guten Morgen, da heißt es gar mehrfach und gelegentlich auch politisch: Mehr netto vom brutto. Was mir aber am vergangenen Samstag in der Filiale 78xxx auffiel, ist schon kaufmännisch herausragend frech, ja geradezu eine Herausforderung: 1000 g Orangen (= 4 Stück) für 2,79 Euro…. Wie wollen Sie damit gegen Ihre Mitbewerber A, B, C und D bestehen…???

Seit ca. 10 Jahren versuche ich, ganzjährig Orangen zu bekommen, die - ausgepresst zum Frühstück - den täglichen Vitaminbedarf ausgleichen sollen. Einen Sommer-Preis, wie den Ihren, habe ich aber noch nie kennen gelernt.
Da habe ich dann 3 Grapefruits für 79 Cent das Stück mitgenommen. Die nun hatten eine daumendicke Schale, so dass im Gegensatz zur Erwartung gerade mal 150 bis 180 ml Saft raus kamen … Ebenfalls eine Qualität zu einem Stückpreis, der mich wohl künftig abhält, Ihre Filiale in … zu besuchen. So sind beide Preissetzungen eine Aufgabe für Ihre Be-Mängel-Management.

Es grüßt freundlich N.N.

Service-Antwort I

Betreff: WG: Kundenanfrage Orangen+Grapefruits

Sehr geehrter Herr N. N. , Anregungen oder Beschwerden nehmen wir sehr ernst und sind bestrebt, einen bestmöglichen Qualitätsstandard zu halten und unseren Kunden zufrieden zu stellen. Bitte entschuldigen Sie die späte Rückantwort, jedoch befand ich mich als zuständiger Facheinkäufer im Urlaub.

Wir handeln ausschließlich Orangen aus Südafrika, die preislich höher anzusiedeln sind als die Ware aus Argentininen oder Chile. Für die Anbauer in Südafrika gab es in der laufenden Saison enorme Probleme wegen des starken Anstiegs des US Dollars und dem Fall des Euros.
Unsere Vorlieferanten liefern immer frische Ware an uns aus, welche auch durch neutrale Labore auf Verkehrsfähigkeit geprüft wird. Zusätzlich werden in unseren sämtlichen Niederlassungen nach Warenanahme täglich Sicht-, Qualitäts- , Wiege- und Geschmackskontrollen durchgeführt.

Die von ihnen gekauften Grapefruits bezogen wir von einem Vorlieferanten aus Deutschland, bei dem wir aufgrund Ihrer Email massiv reklamierten.
In der Hoffnung, Sie dennoch weiterhin als zufriedenen Kunden in einer unserer Filialen begrüßen zu dürfen, verbleiben wir mit freundlichen Grüßen
Ihr XX -Service-Team

Kunden-Email II

Guten Tag, wahrscheinlich haben Sie den Beruf des ehrbaren Kaufmanns von der Pieke auf gelernt… Demnach sind Ihnen die Begriffe Kalkulationszuschlag und Handelsspanne sicher geläufig…

Wenn also - jetzt ganz einfach - der Bezugspreis (incl. Fracht) einer Ware steigt und der Kaufmann seinen bisherigen KZ aufschlägt, dann ist doch klar, dass die Ware zu teuer wird. Denn nicht die absoluten HaKo’s haben sich geändert und auch nicht der erwartete Stückgewinn…
Beide werden aber absolut zu hoch, wenn sie nach einfacher Zuschlagskalkulation prozentual auf einen höheren Ek berechnet werden.
Also, was wollten Sie mir mitteilen?? Dass Ihre Ware teurer einzukaufen war…??
Ich fragte aber, warum das Kilo 2,79 Euro kostete und Ihre Filiale wohl viel liegen blieb und man deswegen wohl einen höheren Verderb hatte, der wiederum ins Abschreibbuch rein musste.

Wenn tats. ein Labor den Wareneingang bei Nahrungsmitteln prüft, dann muss man halt eine Grapefruit auch mal anschneiden… Dann sieht der berühmte “Blinde mit dem Krückstock”, wie dick die Schale und wie gering das Fruchtfleisch ist.

Wo also bleibt auf meine Mängelrüge mein rechtlichern finanzieller Anspruch auf Minderung…?? Vielleicht wurde der Käufer von dick-schaligen Grapefruits sogar arglistig getäuscht….

Wissen Sie, wie das bei MIGROS in der CH geht..:?? Da schickt man dem Kunden einen Einkaufsgutschein über 5, 10 oder eben mehr Franken. Das wäre eine Nummer, und der Kunde hätte mehr netto vom brutto.

Übrigens: Woher Orangen kommen und wie diese bezüglich deren Provenienz (Aha!) preislich anzusiedeln sind, ist doch dem Kunden “wurscht”. Den Vitaminen ist doch auch gleichgültig, wo auf der Welt sie in die Frucht kommen.

Und zuguterletzt: Sie nennen als Absender nicht mal einen Namen.
Man soll und darf wohl nicht erkennen, wer den Schmus geschrieben hat…

Freundlichen Gruß N.N.

Name und Anschrift von N.N. sowie der Name des Discounters sind der Redaktion bekannt.

Wenn schon, denn schon…

…ein teures Auto macht was her!

Man kennt das längst aus der Werbung. Inzwischen auch mit ironischem Unterton: Mein Haus, mein Boot, mein Pferd…Wenn bei dieser Aufzählung Familie und Auto nicht benannt sind, liegt das nun mal daran, dass die “oberen Zehntausend” sich vielleicht gerne über mehr definieren als über die alltäglich erlebte Familie und die banale vierrädrige Mobilität. Wie aber sieht man sich wirklich in Bezug zu den Premium-Marken?

Aus Sicht der Kunden definieren sich Autobauer vor allem über Service, Qualität und technische Innovation. Ein solches Ergebnis kann man einfahren, wenn man, wie die Marketingberatung CC&C Customer Care & Consulting, Bad Homburg, 4.200 Fahrer von Oberklassewagen sowie anderer Marken oder Baureihen befragt.

Dann ergibt sich, dass jeweils 83 von 100 einen ausgezeichneten Service erarten und den bei Kauf und Wartung. Für 77 von 100 gilt, dass sie eine hochgradige Kundenorientierung schätzen.
Und wenn schon Premium-Marke, dann gilt für 70 von 100 Nobel-Fahrern, dass sie als erste fahren, was technologische Neuerungen ergeben und was die Technik der Zukunft bestimmt (60 Prozent).

Wer teuer bestellt….zahlt!

Klar wäre wohl auch ohne Befragung gewesen, dass wer 50 000, 60 000 Euro und mehr ausgeben will und es dann auch tut, eine bevorzugte Betreuung wünscht (73 Prozent). Bis zur Mitteklasse gilt, dass nur jeder Zweite sowas erwartet. Dabei ist auch wichtig, dass exklusive Aufmerksamkeiten vom Hersteller oder Verkäufer geboten wird und man zum wichtigen Kundenkreis zählt.

Wer also eine S-Klasse oder einen 7er fährt, der will übers neue Modell vorab informiert werden, was nur einem von fünf Nicht-Oberklasse-Fahrer wichtig ist.
Wer immer auch Probefahrten mag, der schätzt dazu die Einladung (70 von 100) übers Wochenende, was in den Klassen drunter nur jeder Dritte schätzt.

Und weil man auch beim Werkstattbesuch mit der Oberklasse mehr hinblättert als andere, ist zusätzlicher Service zu erwarten: 8 von 10 Befragten in der Premium-Gruppe sehen da mindestens die kostenlose Reinigung ihres Wagens; jedoch nur zwei von 3 in den Klassen drunter. Ohne Unterschied bei PS und Hubraum erwartet man hohe Terminflexibilität und wie selbstverständlich einen Hol- und Bring-Service.

“Mein Werkstattmann”

Ob Lehmann, van Haagen oder Yurtsever - wer einen hochwertigen Wagen fährt, der erwartet im Autohaus immer auch “seinen Mann” und durch diesen die bevorzugte Betreuung. Ganz nach Bedürfnis, Gelegenheit und Anspruch und zwar zu 86 Prozent.
Und wenn das Fahrzeug schon zur uper-class zählt, dann will man auch als dessen Halter und Fahrer “gebauch-kitzelt” werden. Konkret: Einer von zwei Premium-Käufern erwartet, dass man ihm sein Kundenerlebnis bietet und ihn zu exklusiven Kultur- oder Sportveranstaltungen einlädt.
Auch wer nicht täglich drüber nachdenkt, der hat spezielle Erwartungen an die soziale Kompetenz von Mercedes, BMW & Co. Ist doch für zwei von drei Kraftfahrern ethisches und umweltbewusstes Verhalten und die zugehörige Verantwortung wichtig.

Erfolgreiche Männer sind Premium!

Als Steckbrief des Premium-Fahrers gilt: beruflich erfolgreich, männlich, 40 bis 59, kulturell interessiert mit Affinität zu Technik- und Sport. Für Marketing-Experten ist dies Milieu der ‘Etablierten’, deren Mitglieder über einen hohen sozialen Status verfügen, die eher konservativ sind und die ihr Leben traditionell führen. Verbunden mit dem Charme, Statussymbole eher diskret zu zeigen…

Und weil denn gilt, wer hat, der hat…zeigt sich knapp jeder dritte befragte Oberklassewagen-Fahrer bereit, für mehr Qualität auch mehr ausgeben zu wollen. Einer von fünfen achtet dabei aber mehr auf Marke als auf Preis.
Und weil man(n) sich dann doch nicht neidisch zeigen will, gilt für 46 von 100 Nicht-Premium-Fahrer: ein Premium-Produkt sollte sich dann doch durch einen hohen Preis auszeichnen, damit es sich vom normalen Gebrauchsgut, dem “middle-interest-product”, dann auch wirklich abhebt.

Blieb in der Studie nur die Frage offen: Wie sieht es aus, wenn das Premium-Produkt ein Geschäftswagen ist? Wer nämlich ein Fahrtenbuch führen muss oder wer sich den “geldwerten” Vorteil besteuern lässt, der hat andere Ansprüche an Service und Betreuung als Kunden, die ihr Autokosten mit der Pendler-Pauschale abgegolten bekommen.

Beziehung ‘alter Mann-junge Frau’

War es früher nur irgendwie ein Party-Kracher oder auch schon mal ein von Medieninteresse begleitetes Techtelmechtel mit ungewissem Ausgang, er mit ausreichend Geld, sie recht jung und mit meist appetitlicher Figur und beide im vermeintlichen Glücksrauch gleicher Gefühle, war er dann eher nur der „sugar-daddy“.

Heute fällt in solchem Zusammenhang dann auch gleich der Name Johannes Heesters, dann auch Lothar Mathäus, Franz Müntefering oder Sky du Mont, die in Beziehungen leben oder lebten (August 2010), in denen der Partner mehr als 20 Jahre älter ist (oder war). Sie aber finanziell durchaus auch allein leben könnte.
Nicht in allen Kreisen ist dies „gesellschaftsfähig“ geworden, weil man dann langfristig kaum an die selben Interessen und an die selben Chance beider glaubt. Ob das Ganze dann gar auch mit Liebe umschrieben werden kann, ist nicht zuletzt Interessensgebiet für Paartherapeut. 

Wie nun ist es mit dem möglichst dauerhaften Bestand von Beziehungen bestellt, in denen ein Partner deutlich älter ist als der andere?
Klare Antwort: das kann gelingen, begleitet von der Vermutung, dass eine Partnerschaft mit hoher Altersdifferenz nicht anders läuft oder eben dann auch nicht läuft wie bei gleichaltrigen Partnern.
Da die Vita des Älteren allerdings auch viel Lebenserfahrung darstellt, kann eine solche stabile Beziehung sogar besser gelingen als eine „normale aber instabile“.
Will man auch nicht gleich mit speziellen Problemen bei solch ungleichen Paare aufwarten, weil wohl anfangs die ‘Verliebtheit’ eine große Rolle spielt, ist die Beziehung zunächst meist eng und auch getragen von Glück.

Der soziale Rhythmus

Wer verliebt ist, denkt nun mal nicht ans Alter, bis sich dann der tatsächliche Alltag breit macht und den sozialen Rhythmus, die Abläufe beider bestimmt.
Bei de Partner sind nämlich zweifelsfrei an verschiedenen Positionen und mit verschideenem Status im Leben gebundenoder orientiert.
Ist der jüngere Partner noch in einer Elternrole oder er wünscht sich Kinder, hat der ältere dagegen den Familienwunsch eher abgeschlossen und ist vielleicht auch schon Opa oder wird es absehbar…

Beruflich im Saft

Und auch im Lebensbereich ‘Beruf’ gibt es klare Unterschiede, weil Karriere und Beruf bei dem einen in nächter Zeit enden, der jüngere aber mitten im „beruflichen Saft steht“ und er den Aufsteig anstrebt…
Dies zu bewältigen, ist Alltagsaufgabe des Paares in ihrer beider Situation und mit der speziellen des jeweils anderen. Wie sich beide entwickeln, müssen beide vor Augen haben und Rücksicht nehmen können. Wird nicht gemeinsam entschieden, kommt einer zu kurz.
Steckt der junge Partner engagiert im Beruf, fixiert sich der ältere stark auf die Beziehung. Hier sind Kompromisse an der Tagesordnung. Beide haben den hoffentlich günstigen Blick auf die Belange des jeweils anderen; hier die Autonomie für den Jüngeren, dort die Bereitschaft sich auch nach innen und auf beude zu besinnen..
 
…auch ein Kind…??!!

Bei der Frage „Beziehung mit oder ohne Kind“ gibt es dann aber doch keine Kompromisse, eil wohl ganz individuell Haltung und Erwartung nicht mehr zusammen passen. Als gilt: Kind oder nicht Kind!?
Für den einen wird gelten, dass es zum definitiven Verzicht entgegen einer ursprünglichen Lebensplanung kommt. Dieser ‘Ausfall’ ist dadurch zu kompensieren, dass das Paar ihre Wünsche in eine gemeinsam empfundene Kreativität stecken.
Wird der Kinderwunsch dann aber doch noch real, ist in der Elternrolle der jüngere Partner dann aber wohl stärker gefordert als mit einem gleichaltrigen Partner.
Fazit, Ratschlag oder Empfehlung: Jeder Verzicht muss durch eine Kompensation ausgeglichen werden. Gegenseitig müssen die Lebensphasen des anderen erkannt werden und erforderliche Konsequenzen sind ausgewogen zu entscheiden.

Oder kurz: “ Erfolg kommt nicht von ungefähr!“

Essen, was schmeckt…bei der „Reinfall-Mett“ falsch!?

Lebensmittel-Einkäufe: Jeder Zweite fürchtet Mogelpackungen

Wer ‘ne Lesebrille auch beim Discounter benötigt, der hat gegebenenfalls schlechte Karten. Doch auch Verbraucher ohne Lesehilfe verstehen die Angaben auf Lebensmittel-Verpackungen nicht. Und das sei jeder Zweite, der auch noch vermutet, dass er beim Einkauf besch….. wird. Ob dann ein Produkt auch noch gesund ist, können nur 25 von 100 Konsumenten erkennen.

Ist die “Verbraucherstudie 2010″ des Instituts Fresenius tatsächlich repräsentativ, können 71 von jeweils 100 deutschen Verbrauchern nicht einschätzen, ob ein Lebensmittel, ein Nahrungs- oder Genussmittel als Produkt für Kinder geeignet ist. Und wohl deshalb vertrauen nur10 von 100 der Industrie und der Politik in Lebensmittelfragen. 
Die Studie ergab gleichzeitig : Bio ist out, regionale Lebensmittel sind in und Frauen sind beim Einkauf kritischer als Männer. Klar eigentlich, weil sie auch häufiger einkaufen. Und so kauft auch der Verbraucher OST anders ein als der Konsument WEST.

Ist drin, was drauf steht?

Was den Verbraucher beim Kauf von Lebensmitteln ganz besonders bewegt, ist die Frage, ob denn in der Packung wirklich auch drin ist, was drauf steht. Und weil die Antwort meist unbeantwortet bleibt, bleibt auch die Sorge zu Lebensmitteln mit gentechnisch veränderten Zutaten.
Von knapp der Hälfte aller Verbraucher wird auch befürchtet (48 Prozent), dass auf der Verpackung wichtige Angaben zu den Inhalten versteckt sind, oder schlimmer, diese gar nicht angegeben sind und dass verwendete Zusatzstoffe, wie Geschmacksverstärker oder Farbstoffe, langfristig die Gesundheit belasten oder krank machen…
Fazit der Studie über die Angaben des Institut Fresenius: für die deutliche Verunsicherung der deutschen Verbraucher sind Formulierung und Darstellung der Inhaltsangaben maßgeblich, sind doch für 49 von jeweils 100 Befragten die Angaben auf den Lebensmitteln wenig bis gar nicht verständlich.

Und die Verbraucher…??

Für die ist es auf den Web-Blogs dann auch schon mal ganz einfach: Vor allem die krummen Angaben vermeiden, wie 800, 475, 125 oder 80 Gramm. Da kauft man dann aus diesem Grund bei LIDL keine Wurstwaren mehr, denn dort seien fast alle Packungen in 80g ausgezeichnet. Und das dann noch zu alten 100g-Preis.
Für andere ist die Verunsicherung der Verbraucher von der Lebensmittellobby so gewollt. Egal ob es um die Inhaltsmengen oder um die Inhaltsstoffe geht. Es könnte alles so einfach sein, aber genau das sei es nicht.
Zitat: Ich kaufe grundsätzlich nur Rohware jeglicher Art, also keinerlei Fertigprodukte. Alle Gerichte werden selbst zubereitet. Es gibt kein Gericht zweimal im Monat. Selbst das Mehl für ein herzhaftes Brot mische ich selbst zusammen. Viele scheuen den Aufwand an Zeit, aber denen kann ich nur sagen, es braucht viel weniger Zeit, als man denkt. Und dazu ist es auch noch preiswerter. Einzige Ausnahme ist Bier, das braue ich nicht selbst. Zitat Ende.

Und auch beobachten kann man selbst: Wer an der Kasse steht und sieht, was die vor einem auf das band legen, kann einem schwindlig werden. Da ist doch zu vermute, dass sich einige ganz schön krank essen. Wer nun nicht sicher ist, was er kauft oder er nicht genau erkennen kann, ob das Produkt gesund ist oder nicht, sollte es einfach im Regal liegen lassen. Vor allen Dingen sollte man sich nicht von der Werbung einlullen lassen.

Per Gesetz erschwert

Als erste Direktive im erfolgreichen Angriff auf den Verbraucher gilt die Täuschung: „Essen Sie dazu die Packungsbeilage und fragen Sie besser niemanden, sondern prüfen Sie selbst“. Eine trefflich gelungene Pointe eines Kritikers.
Und der weiß auch: erst die gesetzlichen Vorschriften, Inhaltsstoffe mit ihren zahllosen Verklausulierungen und Ausnahmen kenntlich zu machen, hat es dem Verbraucher schwer gemacht den physiologischen Wert eines Lebens-, Nahrungs- oder Genussmittels zu erkennen.

Wie war das noch in den 70er-Jahren des vorigen Jahrhunderts? Sind doch wohl nicht alle Konsumenten seit damals nicht daran eingegangen, weil die Inhaltsstoffe nicht angegeben waren…

Aktuell verpflichtende Angaben und noch dazu eine ”Ampelkennzeichnung” schaffen die Abhängigkeit von denjenigen in Politik und Lebensmittelindustrie, die einem die Sicht auf verträgliche und unbedenkliche Lebensmittel immer mehr verdecken: - ”fettreduziert” und mit Zuckeraustauschstoffen verschlechtert.

Fazit: Wer beim Essen nicht mehr selbst denken will, der wird sich auch mit den Täuschungsmanövern interessierter Kreise nicht auseinander setzen. Wer sich jedoch nur ein wenig an die Essgewohnheiten der Alten oder an die Mahlzeiten in seiner Kindheit erinnert, der müsste wieder drauf kommen, was „ungefähr als gesund” gilt.

Lebenslang gesucht: Der Partner fürs Glück…

Was für ein Glück, dass wir eines der populärsten Glücksbücher haben, die je in der Republik veröffentlicht wurden. Und so benennt uns Dr. von Hirschhausen gleich mit sieben Dingen über das Glück, dass “kein anderer Mensch dafür da ist, uns glücklich zu machen”. Somit [...] gibt es also auch “den Richtigen” unter sechs Milliarden Menschen fürs persönliche Glück nicht, weil es Perfektion nicht gibt. Weil wir sie aber trotzdem erwarten, halten wir den aktuellen Partner fest und suchen heimlich weiter…[...] Soweit die medizinal-soziale These über die ideale Beziehung.

Welche Wünsche haben aber Frauen und Männern und wie lautet der Text einer Kontaktanzeige, die tatsächlich Erfolg bei der Partnersuche verspricht?
Worauf achtet ein Mann, wenn er eine Frau das erste Mal trifft, und worauf achtet sie? Auch wenn beide es nicht planen, sie achten beide auf das Aussehen.
Und noch nicht mal eine Sekunde dauert es, um ein Gegenüber einzuschätzen. Aufs Erste jedenfalls! Wie jemand aussieht, bestimmt auch als erstes das Merkmal ‘partner-tauglich’.

Der erste Eindruck ist kaum noch mal zu drehen, weiß der Psychologe, für den ersten Filter.. Nur wen man die Person öfters sieht, kann ein erster falscher Eindruck revidiert werden. Man kann jedoch auch jemanden dann erst schöner finden, wenn ihn bei ähnlichen Interessen näher kennen gelernt haben.

Nun ist Männern das Aussehen wichtiger ist als Frauen, denen das gut gefällt, was Männer schätzen: Verlässlichkeit, Stabilität, Emotionen und situative Kompetenz, wenn der eine die des anderen braucht.

Wenn der Doc Golf spielt

Wer als Mann nicht die situative Traute hat, der wird wohl auch mal eine Kontaktanzeige formulieren müssen. Damit sich daraus Kontakte ergeben, sind Merkmale zum eigenen Status wichtig, während Frauen eher Merkmale des Aussehens beschreiben sollten. Beides erfüllt das Klischee, Frau sucht Arzt oder Anwalt. Am besten, beide spielen Golf. Dagegen sieht der arbeitslose Ingenieur eher schlecht aus, wenn er auch noch blond, blauäugig und jung und er nach guter Figur Ausschau hält.

Frauen, die mit ihrer Figur im Inserat hinterm Berg halten, erhalten demnach auch weniger Zuschriften. Weiß doch wieder der Psychologe über den Mann: es ist schlecht, wenn etwas fehlt! Nun ist leider an dem Sinnspruch, dass sich Gegensätze anziehen, eher nichts dran. Viel eher sucht man sich den ähnlichen Partner.
Denn Ähnlichkeit ist das Grundprinzip einer Beziehung, die lang funktioniert, weil das Konfliktpotential reduziert wird: wenig Divergenz und deshalb auch kaum ungewollte Kompromisse. Auch nicht bei der Sicht aufs Leben eben …
So kann ein positiver Mensch auch mit oder trotz politischer Einstellung mit dem Partner übereinstimmen, was als Gefühl für die Person sympathisch wirkt.

Gefühl und Liebe

Welches Phänomen nun zu welchen Konditionen zur Liebe führt, ist offen, denn auch wenn zwei zusammen passen, muss das mit dem “Verlieben” nicht eintreten.
Und doch haben Männer und Frauen gleiche Vorstellungen, dass eine gute Beziehung aus vier Komponenten besteht:
* aus emotionaler Nähe, aus Übereinstimmung,
einem gewissen Maß an Unabhängigkeit und schließlich dem Sex.

Wer in der ersten Phase auf unsere Partnerin fixiert ist, ist dies zunächst nützlich, weil man bereit ist auf den einzugehen. Man traut sich mehr zu und man unternimmt mehr, damit jeder jeden genauso gleichermaßen liebt.
Würde aber ein solches Gefühl gleich bleiben, wäre dies für viele andere Aufgaben hinderlich. Denn eine evolutorisch sinnvoll intensive Emotion, die der Paarbindung dient, darf später nachlassen. Das nun könnte Eifersucht in initiieren, die Männer verletzender finden als Frauen. Die nämlich finden die emotionalen Untreue dann als schlimm, wen er sagt, er fühle sich einer anderen ganz nah, er aber mit ihr nicht im Bett war… Wenn Männer beichten, lautet die Frage: Liebst du sie? Und die Männer fragen: Warst du mit ihm im Bett?
Eine mögliche untergejubelte Vaterschaft wäre für ihn nämlich ein ernsthaftes Problem, während sie “nur” die Bindungsbereitschaft verlöre, wenn er sich einer anderen zuwendet.

Bleiben oder neu suchen…?

War in den 50er Jahren Geschiedensein noch ein Makel, ist heute die finanzielle Absicherung von Frauen nach einer Scheidung meist besser, was einen eine unbefriedigende Beziehung wohl leichter beenden lässt. Und dann ist da noch die Erotik, die sich mit den Jahren abschleift…und das Internet womöglich Ersatz schafft… Da fehlen dann die Kompromisse zum Bisherigen.

Gefällt mir oder gefällt mir nicht, wird im Internet gleich mit dem sozioökonomischen Hintergrund geliefert; samt Bildung und Persönlichkeit.
Hierfür mussten alte Paare lange zusammenleben, und dies ist wohl das Geheimnis:
Wer 20 oder 30 Jahre verheiratet ist, der ähnelt sich über die plausible Erklärung gemeinsamer emotionale Erfahrungen; Hochs und Tiefs, die sich auch ins Mienenspiel beider eingraben. Und so mögen beide dann auch dieselben Speisen.

Fazit : Beziehung ist auch Arbeit, ohne die es nicht geht, und nach der man auch auf Rückmeldung wartet. Denn für eine gute Beziehungen wird oft übersehen, dass man dafür etwas tun muss.

Vitaler mit Knoblauch & Co.?

Einst turnte der grau-meliert bärtige Ilja Rogoff, eine kartonierte Werbefigur mit wohl russischer Abstammung, elektrisch angetrieben in so manchem Apotheken-Schaufenster, weil ihm die “Droge Knoblauch” wohl ein vitales Leben bescherte. Was zumindest die Knoblauchperlen versprachen, für dessen Einnahme er stand. Im digitalen Zeitalter hat das Gesundheitsportal phytodoc die Mythen rund um die alten Hausmittel aufgegriffen.

Wer Knoblauch und Zwiebeln auf eine Kette aufzieht und über Nacht um den Hals bindet, der hat nicht ein potentes Hausmittel gegen Vampire angewandt, viel eher ist dies nach der Internetseite „medvergleich“ hochwirksam gegen Schnupfen. Man sich aber auch Olivenöl oder eine eigens gemixte Majoranbutter in die Nase schmieren.

Wer dies für absoluten Nonsens, ja zweifellos für Quatsch hält, er irrt vielleicht doch. Denn skurrile „Gesundheitstipps“ übers Internet zu verbreiten, hat deutlich zugenommen. Ob derartige Ratschläge als gemeingefährlich gelten, muss offen bleiben. Denn noch immer gilt: Wenn ’s hilft, ok.!
Hilft es nicht, dann schadet es aber meist auch nicht.
Für den medizinischen Laien ist aber dann doch überraschend, dass die moderne Medizin positive Wirkung von sogenannten Hausmittelchen oft auch schon über klinischen Studien belegt hat.

Hartnäckiger Mythos: Vitamin C stärkt!

Es muss gesund sein, viel Zitrusfrüchte zu essen. Und auch Multi-Vitamin-Säfte sind selbst bei den Discountern der große Renner. Kiloweise Kiwis und Grapefruits muss man jedoch nicht in sich hinein stopfen, um gegen den Infekt gefeit zu sein.
Viel eher ist es so, dass “der” Deutsche das “hohe C” als Lieblingsvitamin in viel zu hoher Dosierung verzehrt. Schon die normale Nahrung allein reicht, um nach Empfehlung der Deutsche Ernährungsgesellschaft die Tagesration aufzunehmen.

Wer als Verbraucher zu Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) greift, meist dann, wenn die Nase läuft oder es im Hals kratzt, könnte sich die Ausgaben sparen.
Vitamin C hilft nämlich weder vorbeugend noch gegen eine klassische Erkältung. Für zwei Mediziner, den Australier Robert Douglas und den Finnen Harri Hemilä, ist dies aus deren aktueller Analyse von 55 klinischen Studien aus den vergangenen 65 Jahren längst klar.
Beide fanden keinen verlässlichen Hinweis darauf, dass eine erhöhte Vitamin-C-Zufuhr das Erkältungsrisiko verringere. Allenfalls bei einer Unterversorgung, die in Europa aber kaum vorkommen dürfte.
Dass Vitamin C positiv auf den Genesungsverlauf wirke, ist ebenfalls eher Mythos. Fleißige Vitamin-C-Einnahme schützt gerade mal in 8 von 100 Fällen bei Erwachsenen und in 14 bei Kindern. Eher also ein klassischer Erkältungs-Irrtum.

Kamille aufs Auge? Nein!

Wer statt an Grippe “nur” an Bindehautentzündung leidet, der kennt wahrscheinlich das Hausmittel, sich einen in Kamillentee getränkten Wattebausch aufs Augen zu legen. Das jedoch ist nach Ansicht des Schweizer Augenspezialist Gian-Carlo Daepp falsch.
Viel eher ist bei einer Bindehautentzündung das Reinigen der Augen mit klarem Wasser sinnvoll und meist auch noch angenehm.
Sich die Augen mit Kamillenwasser regelrecht auszuwaschen, verstärkt das Risiko, das der Proband allergisch reagiert, denn Kamillentee ist fürs Auge zu scharf und es reizt auch.
Bleibt noch offen, ob man sich bei Schmerzen im Ohr Öl rein gießen soll und ob Hühnersuppe wirklich bei allem hilft? Das mag der Einzelne entscheiden, wenn er weiter gelesen hat bei www.phytodoc.de/news/

Infos zur Gesundheit

Das Internetportal PhytoDoc bietet gesundheitsbewussten Verbrauchern wissenschaftlich gesicherte und umfassende Informationen zu Gesundheit, Prävention, Naturheilkunde und Heilpflanzen.
Die Themen richten sich dabei sowohl an Patienten wie auch an Mediziner und Heilpraktiker.
Die PhytoDoc-Informationen sollen den Verbraucher unterstützen, Therapien und Präparate alternativ zu wählen, Symptome ganzheitlich behandeln zu lassen und dass diese insgesamt auf Vorsorge setzen.

What’s about Englisch-Lehrer?

Sommer - Sonne - freier Mittag:

Da lacht sich der Englisch-Lehrer eins
und denkt als meist reiner Vormittags-Unterrichter:

Ab High-Noon lass die Arbeit ruh’n
und widme dich dem Afternoon.

Beim Dusseln während des Mittagsschläfchens
träumt er dann noch davon,
er habe Shakespeare in der letzten Klassenarbeit
eine Sechs gegeben…

P.S. Der wöchentliche Stundenplan
ist ein Eingriff in die persönliche Freiheit des Lehrers.

Experte, Profi, Amateur oder doch nur Laie…

Längst weiß der Volksmund: Drei Experten, vier Meinungen, was aber auch für Juristen gilt, von denen drei der Spezies oft vier Auffassungen haben. Wer aber ist Experte und wie wird man einer. Wie auch wird man als Experte bekannt. Genügt es, nur gut zu sein, und wenn ja, worin. Oder muss die Welt dies auch noch erfahren…?

Und weil man um das Internet wohl als Experte nicht herum kommt, sind wir bei iposs vielleicht schon längst welche. Oder aber schon ganz sicher!
Das das WWW bietet eine ganze Palette interessanter Möglichkeiten, um sich als Fachmann ins Gespräch zu bringen. Die wichtigsten haben wir hier zusammengestellt.

Firma im Focus

Wer seine Unternehmen in welcher Branche auch immer, vorstellen will, der vergesse weder sich noch sein Team. Dabei sollte der berühmte ‘Focus’ auf das ebenfalls berüchtigte Expertenthema gerichtet sein. Wer dann noch Außenstehende zu Wort kommen lässt, Kunden, Geschäftspartner und Medien, die über einen berichteten, dann vermittelt deren Einschätzungen - kurze Auszüge mit Verlinkungen - den eigenen Status.
Auf der Titelseite dürfen dann auch gleich wichtige Zertifikate, Auszeichnungen, Titel und objektive Qualitäts-Indikatoren prangen: Expertenwissen wird quasi bereits bewiesen, und das auch durch Tipps, Anleitungen oder Seminarangebote zu speziellen Themen.

Blog halt mit!!

Wer regelmäßig Interessantes, Neues und Nützliches zu “seinen Themen” mitzuteilen hat, der soll nicht nur, der muss unter die Blogger gehen.
Blogs oder eben Weblogs, die als Internet-Tagebücher laufen, lassen meist hoch-wertig zu, dass ein Thema durch regelmäßige Beiträge aufgebaut und aus verschiedenen Aspekten betrachtet wird und Interessenten bindet.

Diese Weblogs erzielen Top-Rankings in Suchmaschinen und können mit vertretbarem Aufwand eingerichtet werden über kostenlose Software wie WordPress (www.wordpress-deutschland.org) oder Online-Lösungen einiger Spezialanbieter (www.webtagebuch.org ) oder Internethoster (Strato, 1&1) bei geringer monatlicher Gebühr.

Soziale Netzwerke

Wer als Entscheider in Unternehmen, bei Verbänden und Behörden oder auch als Journalisten kompetente Partner sucht, der kann sich längst auf Internet-Netzwerke wie Xing & Co. besinnen, wo sich Experten meist mit klarem Profil präsentieren und diese sich aktiv vernetzen.
Diese Beziehung kann als social network die Chancen auf neue, interessante Kontakte schaffen, wenn Profile gekonnt präsentiert sind. Doch Datenschützer warnen, und auch die Stiftung Warentest weiß im März 2010, dass bei US-amerikanischen Netzwerken wie facebook.com, linkedin.com und myspace.com „erhebliche Mängel“ in der Datensicherheit bestehen.

Wer weis wie geht…?

Expertenwissen im Fachgebiet einzubringen, ist auch über Internetforen und Experten-Suchmaschinen wie www.wer-weiss-was.de möglich. Wer hier anderen helfen kann, wird auch kleine bis größere Probleme lösen. Bei eigener Homepage des Experten kann dieser mit Links auf hilfreiche Informationen wie Anleitungen oder Checklisten hinweisen.
Das verbessert auch die eigene Platzierung in Suchmaschinen und wird oft auch nach Jahren von Surfern mit ähnliche Problem wieder aktiviert und aufgegriffen
Auf geht’s also zu Internetforen und zu den Themen Albino bis Zepedeus. I

Neugierig machen…

Die PR als eines der Mittel im Kommunikations-Mix des Marketing lässt zu, dass der Experte regelmäßige Pressemitteilungen zu wichtigen, aktuellen Themen seines Fachgebietes und er sich selbst ins Gespräch bringt.
Meldung sollten jedoch nicht nur an Medien versandt werden, die von des Experten erwählten Zielgruppen genutzt werden, viel eher sollten auch Presseportale wie www.openpr.de eingebunden werden.
OpenPR hält dafür ein komfortables Formular bereit, über das das Einstellen und auch das Lesen entgeltfrei ist. PR-Meldungen aus Expertensicht können demnach künftig auch über Suchmaschinen leicht gefunden werden.

In memoriam - “Richie”

Ein wohl unauslöschliches web-Funstück…??!!

SWR I - 48 Kommentare zu
“Wie haben Sie 1969 erlebt?”

1. Wolfgang Bräun Jhg.1949
am 29.07.2009 um 06:39

Wir waren damals alle so um die 20, 22. Eine tolle Partyzeit, für die wir eigens einen privaten Partykeller in einer ehemaligen Waschküche im Reihenhaus eingerichtet hatten.
Unser gloreicher und zugleich verwegener Gastgeber war damals der legendäre Wolfgang “Richie” Hauser, der leider schon lange nicht mehr unter uns ist. Wir studierten beide VWL; er nach seinem Dienst als “Bürger in Uniform”, ich als einer der Jüngsten, weil ich wegen der Kurzschuljahre damals mit 18 mein Abitur hatte. Abi 67 halt!
Er nahm mich in seinem Käfer oft mit von Villingen nach Freiburg an die Uni, von wo er dann allerdings auch schon mal wieder gleich montags nach Hause düste, wenn er keinen Parkplatz fand und ich auf ihn dann die ganze Woche mit der Mensakarte wartete…
Ihm war Kartenspielen auch recht. Es muste ja nicht immerer Samuelson sein oder der damals noch in Freiburg lebende Lohmann und sein Ruchty.

Für ihn und alle Partygäste von damals der Titel vom brand-new Cadillac oder Skinny-Minny!
Wolfgang Bräun
Villingen
Danke!

Willst du mit mir geh’n…?

Aber Achtung! Cousine & Co. quaken mit!

Hand aufs Knie! - Wer hat Ihnen geholfen oder einfach sacht bis druckvoll mit entschieden, ob Sie Ihren jetzigen Partner er-wählen und ihn halten sollen…? Wer nämlich in dauerhafter Partnerschaft leben will, der hat oft ganz subjektiv den Eindruck, er habe die Beziehung völlig autark und autonom und ohne Einfluss anderer entschieden. Das jedoch täuscht, wie eine Studie der Indiana University nachweist: Das Urteil von Freunden und Familie und sogar von Fremden könne unser Partner-Verhalten beeinflussen.

Wie schwer ist es aber, “den” Richtigen zu finden, wenn Einflüsse von außen die Sache beschweren….? Das nun hängt auch davon ab, dass ein Individuum auch darauf achtet, welche Vorlieben in seiner Umgebung angesagt sind. Ein Maßstab, der also fremd bestimmt wird, wie er auch in der Tierwelt erkant wurde und als Phänomen “mate choice copying”, als “Kopieren der Partnerwahl” genannt wird. Wer also für andere geeignet ist, kann auch für einen selbst eine gute Wahl sein.

Vierzig Männer und Frauen wurden in ihre Reaktionen darauf geprüft, wie sie Videos von einer Speed-Dating-Veranstaltung werteten. Bei einem solchen Event haben die Teilnehmer jeweils nur drei bis fünf Minuten, um ihr Gegenüber kennen zu lernen und ein Urteil zu bilden. Die Bewertung der wechselnden Dating-Partner wird nach Interesse und Attraktivität notiert und schon geht’s weiter…

Männer sollten attraktiv sein

Um die Studie zu verwissenschaftlichen, wurden den Video- Probanden zuvor Fotos von den Teilnehmern am Speed-Dating gezeigt, um diese vorab einzuschätzen und ein mögliches Interesse wer an wem abzuklopfen.
Nach den Videos wurden die Versuchspersonen aufgefordert, den Erfolg der Kennenlern-Phasen zu bewerten und ihr eigenes Interesse an den Speed-Datern anzugeben.
Ergebnis: das Interesse der Probanden an den Dating-Partnern beruhte darauf, für wie erfolgreich sie die beobachteten Begegnungen hielten. Bei den beobachtenden Männern stieg der Wunsch nach einem Treffen mit den Frauen grundsätzlich anstieg und stieg auch deutlich an, wenn die Frauen im Video attraktiv waren und ihre Speed-Dating-Partner im Video eben auch Interesse am Gegenüber zeigten.
Waren die Männer in den Videos ebenfalls gut aussehend, war die Aufmerksamkeit bei den männlichen Probanden ebenfalls hoch.

Die Experten erklären dazu: “Für Männer spielt die relative Attraktivität der Menschen, die sie beobachten, eine Rolle. Nicht jeder kann ihr Verhalten beeinflussen, sondern nur andere Männer, von denen sie denken, sie seien ebenso attraktiv wie sie selbst.”
Für Frauen gilt ein ähnliches Verhalten, wenn auch deren Reaktionen noch nicht voll ausgewertet sind. Es zeigte sich jedoch grundsätzlich ein paralleles Verhalten zu dem der Männer. Anders jedoch als die männlichen Probanden nahm ihre Sympathie für die Männer ab, wenn sich die Frauen in den Videos nicht für ihre Speed-Dating-Partner interessierten.

Meist quatscht jemand mit

Für die Forscher liegt der Schluss auf der Hand: nicht nur Freunde, Familie oder Bekannte bestimmen die eigene Partnerwahl mit, sondern auch fremde Menschen üben beträchtlichen Einfluss aus. Nicht nur bei der Partnerwahl, sondern auch in anderen Lebensbereichen.
Wer alleine auf eine Party gehe, wo ihm die Gäste fremd sind, der rede sich zwar gerne ein, dass er keine Rücksicht auf die Meinung der anderen nehmen müsse. Doch der Experte erklärt: “In Wirklichkeit achtet jeder Mensch sehr stark darauf, was die anderen in seiner sozialen Umgebung tun oder denken.”

Fazit: Für diese Erkenntnis hätte es allerdings spätestens mit 30 Lebensjahren an gesellschaftlicher Sozialisation keiner Studie bedurft…