Willst du mit mir geh’n…?

Aber Achtung! Cousine & Co. quaken mit!

Hand aufs Knie! - Wer hat Ihnen geholfen oder einfach sacht bis druckvoll mit entschieden, ob Sie Ihren jetzigen Partner er-wählen und ihn halten sollen…? Wer nämlich in dauerhafter Partnerschaft leben will, der hat oft ganz subjektiv den Eindruck, er habe die Beziehung völlig autark und autonom und ohne Einfluss anderer entschieden. Das jedoch täuscht, wie eine Studie der Indiana University nachweist: Das Urteil von Freunden und Familie und sogar von Fremden könne unser Partner-Verhalten beeinflussen.

Wie schwer ist es aber, “den” Richtigen zu finden, wenn Einflüsse von außen die Sache beschweren….? Das nun hängt auch davon ab, dass ein Individuum auch darauf achtet, welche Vorlieben in seiner Umgebung angesagt sind. Ein Maßstab, der also fremd bestimmt wird, wie er auch in der Tierwelt erkant wurde und als Phänomen “mate choice copying”, als “Kopieren der Partnerwahl” genannt wird. Wer also für andere geeignet ist, kann auch für einen selbst eine gute Wahl sein.

Vierzig Männer und Frauen wurden in ihre Reaktionen darauf geprüft, wie sie Videos von einer Speed-Dating-Veranstaltung werteten. Bei einem solchen Event haben die Teilnehmer jeweils nur drei bis fünf Minuten, um ihr Gegenüber kennen zu lernen und ein Urteil zu bilden. Die Bewertung der wechselnden Dating-Partner wird nach Interesse und Attraktivität notiert und schon geht’s weiter…

Männer sollten attraktiv sein

Um die Studie zu verwissenschaftlichen, wurden den Video- Probanden zuvor Fotos von den Teilnehmern am Speed-Dating gezeigt, um diese vorab einzuschätzen und ein mögliches Interesse wer an wem abzuklopfen.
Nach den Videos wurden die Versuchspersonen aufgefordert, den Erfolg der Kennenlern-Phasen zu bewerten und ihr eigenes Interesse an den Speed-Datern anzugeben.
Ergebnis: das Interesse der Probanden an den Dating-Partnern beruhte darauf, für wie erfolgreich sie die beobachteten Begegnungen hielten. Bei den beobachtenden Männern stieg der Wunsch nach einem Treffen mit den Frauen grundsätzlich anstieg und stieg auch deutlich an, wenn die Frauen im Video attraktiv waren und ihre Speed-Dating-Partner im Video eben auch Interesse am Gegenüber zeigten.
Waren die Männer in den Videos ebenfalls gut aussehend, war die Aufmerksamkeit bei den männlichen Probanden ebenfalls hoch.

Die Experten erklären dazu: “Für Männer spielt die relative Attraktivität der Menschen, die sie beobachten, eine Rolle. Nicht jeder kann ihr Verhalten beeinflussen, sondern nur andere Männer, von denen sie denken, sie seien ebenso attraktiv wie sie selbst.”
Für Frauen gilt ein ähnliches Verhalten, wenn auch deren Reaktionen noch nicht voll ausgewertet sind. Es zeigte sich jedoch grundsätzlich ein paralleles Verhalten zu dem der Männer. Anders jedoch als die männlichen Probanden nahm ihre Sympathie für die Männer ab, wenn sich die Frauen in den Videos nicht für ihre Speed-Dating-Partner interessierten.

Meist quatscht jemand mit

Für die Forscher liegt der Schluss auf der Hand: nicht nur Freunde, Familie oder Bekannte bestimmen die eigene Partnerwahl mit, sondern auch fremde Menschen üben beträchtlichen Einfluss aus. Nicht nur bei der Partnerwahl, sondern auch in anderen Lebensbereichen.
Wer alleine auf eine Party gehe, wo ihm die Gäste fremd sind, der rede sich zwar gerne ein, dass er keine Rücksicht auf die Meinung der anderen nehmen müsse. Doch der Experte erklärt: “In Wirklichkeit achtet jeder Mensch sehr stark darauf, was die anderen in seiner sozialen Umgebung tun oder denken.”

Fazit: Für diese Erkenntnis hätte es allerdings spätestens mit 30 Lebensjahren an gesellschaftlicher Sozialisation keiner Studie bedurft…

Sie haben Frust!? - Na dann, weg damit…Heiraten Sie!

HPS - Hektik-Panik-Stress?! - Alle drei Erscheinungen sind den meisten Menschen bekannt, wenn nicht tagtäglich, so doch das eine oder andere mal, wenn es im Beruf, in der Liebe oder in der Familie nicht so klappt wie erwartet. Und so sind auch in sozialen Berufen die erlebten Erfolg eher selten. Im Ergebnis führt dies dann nicht nur zur Enttäuschung, sondern auch zu Frust. Lehrer, Pflegekräfte oder Polizisten leiden unter dem Burn-out-Syndrom.

Wie aber gehen Ärzte, Lehrer oder Sozialpädagogen damit um, wenn statt schneller Heilung, statt freudvollem Wissen und wegen nicht ergriffener neuer Chance der Erfolg ausbleibt?
Im Job und in der Freizeit könne man dem Stress vorbeugen, auch wenn der Frust ständig zunähme. Weiß doch der Arbeits-Wissenschaftler aus Beobachtungen, dass bei den Menschen, die sich beruflich für andere einsetzen, nach anfänglicher Begeisterung für den Beruf, die Motivation schwächelt und tendenziell schließlich stark abfällt. Menschen in sozialen Berufen erleben nach Jahren ihrer Arbeit diese ständig als weniger reizvoll, der Frust nehme zu.

Darf man nun der Theorie glauben, die aus den Frustrationsphasen der Beobachteten, die Frage stellt, ob es überhaupt sinnvoll ist, auch jenen Menschen zu helfen, die aus dieser Hilfe nur wenig Nutzen ziehen? Wie empfindet ein Lehrer, der mit 62 seine beiden letzten Dienstjahre vor sich hat und der auf der Stufe der Apathie bloß noch Dienst nach Vorschrift und Lehrplan leistet? Knapp vor der völligen Erschöpfung, während Kollegen wegen ihres Burn-out-Syndroms schon ein Schuljahr schenken und Abschläge beim Ruhegehalt in Kauf nehmen.
Was hilft da der Vorschlag, bereits in der Ausbildung sollte man lernen, wie man mit den menschlichen Problemen im Beruf zurechtkommt. Ein Lehrer müsse schon wissen, wie motiviere man Schüler und sich selbst? Und auch ein Arzt müsste gelernt haben, wie man mit einem Sterbenden und dessen Angehörigen spricht. Wenn dann noch die Kollegen einander Rückmeldungen geben, könne man Erfolgserlebnisse schaffen, wo es sonst keine gibt. So weit die Theorie.

Gut gebrüllt, Löwe!

Man darf aber dann doch an Sozialpädagogik und Arbeitswissenschaft zweifeln, die da glauben und einem weiß machen, Frust ließe sich ganz einfach durch gesetzte und auch erreichbare Ziele vermeiden?
So müsse eben gilt der Erfolg und das Ergebnis als offen im Ausgang bleiben, wenn man jugendlichen Außenseitern zwar die neuen Wege zeige, man es aber ihnen überlasse, ob sie diese auch gingen…
Erreicht also der Pädagoge mehr, wenn er sich entspannt zeigt, die Jugendlichen das merken und weniger Druck spüren…?
Und dann wäre da noch der Vorschlag, selbst für die Erfolgserlebnisse zu sorgen, die im Job ausbleiben: Man singe doch in einer Band und giere auf Applaus nach dem Gig…
Und dann ist da noch der allerklügste Rat “der” Arbeitsmedizin: Heiraten und Kinder kriegen. Wer nämlich in der Familie Rückhalt habe, sei statistisch gesehen weniger stark gefährdet am Burn-out-Syndrom zu erkranken.
Na dann, Lehrer: Heirate ! Am besten eine Kollegin!

Bürgerliche Küchen-Psychologie

Ein komplexes Thema wie Frust mit flotten Ratschlägen zu “erledigen”, kann nicht als gelungene Auseinandersetzung gelten. Auch heiraten und Kinder bekommen, kann als Ratschlag nur von jemandem stammen, der gut im Job sitzt oder er eine gute Mutter- oder Schwiegermuter-Partie gemacht hat.
Und selbst, wenn man jemand gefunden hat: Scheitert die Ehe bedeutet das (meist für den entrechteten Vater) das finanzielle Harakiri. Wie war das doch schön im ehemaligen Osten: Dem Beruf nachgehen, die lieben Kleinen 12 Stunden versorgt wissen, genügend Zeit für den Nachwuchs zu haben…Doch ‘Erich’ hat das Licht aus gemacht!
Was aber der Verkäuferin erzählen, für die - ganz nüchtern betrachtet - ihre Kinder eine finanzielle Last sind, die Kinderbetreuung in keinem Verhältnis zum Netto-Einkommen steht?
Und so mancher Lehrer dürfte sich auch längst der Haltung anschließen, dass man nicht alle retten könne, auch wenn man doch oft genug von einem Jahr zum anderen den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg erkennen kann. Wer perfekt sein will, der ist im sozialen Berufen eher fehl am Platz.

Fazit: Beim Burnout verbrennt nicht der Mensch, sondern bloß der Schmarr’n, den er sich hat ins Hirn setzen lassen…(Franz-Josef N.)

Aus der Black-Forest-Journaille

Johnny Cash - The Man in Black - ein Musical

“Man in Black reißt mit”

[...] Der Fast-Zwei-Meter-Mann
im bodenlangen schwarzen Mantel,
der sich, auch wenn er sich
im Drogenrausch auf dem Boden wälzte,
der Sympathien vor allem
des weiblichen Publikums
sicher sein konnte,
verstand es,
die tragische Abfolge vom frühen Erfolg,
den Abstürzen und Comebacks
sowie der nie endenden Liebe Johnny Cashs
zu June Carter Ausdruck zu verleihen.

aus:
Schwarzwälder Bote Oberndorf
Ausgabe Villingen-Schwenningen
Samstag, den 8. Mai 2010

Das muss an Kultur für heute reichen…..

Wenn man das Leben rein pekuniär betrachtet…

„Mit Geld ist es nur unwesentlich besser, als es ohne Geld schlechter ist!“ - Der dies äußerte, ist die Comic-Figur Rabenau und man hat ihn wohl schon erleben lassen, was es heißt: Wer besonders viel verdient, ist weniger großzügig als Normalverdiener.
Ein Fazit, zu dem ausgerechnet (dieser Blog-Beitrag stammt vom Mai 2010) ein Ökonom mit griechischen Wurzeln komm, der als Nikos Nikiforakis an der Universität Melbourne forschte.

Er wollte wissen, welchen Einfluss eine hohe Arbeitsvergütung darauf hat, wie jemand mit anderen teilen will. Ergebnis: je mehr eine Person verdient, desto geringer wird der Wertanteil, den sie bereit ist an andere zu geben.

Im Test ordneten sich die Teilnehmer an der Studie den Regeln eines Spieles unter. Dessen Verlauf regelte das “Spielgehalt” für das weitere Experiment. Auf das zählbare persönliche Ergebnis mussten die Teilnehmer entscheiden, ob sie einen Teil der Einnahme einem oder mehreren Mitspielern abtreten wollten. Die Geber und Empfänger handelten anonym, damit ohne sozial-strategische Überlegungen nur das “Geben um des Gebens willen” erkennbar wurde. Allen Spieler wussten, dass sie Schluss in echtem Geld belohnt würden.

Wichtig, woher „die Kohle“ stammt

Die Ergebnisse waren schließlich markant, deutlich, ja auch überraschend: diejenigen Probanden, die das höchste Einkommen erzielt hatten, lagen mit ihrer Chance aufs Teilen dreimal niedriger als jene, die weniger weniger gut ausgestattet blieben.

Für den Spielleiter ergab sich, dass ohne taktische Beziehungen jene die größten Egoisten sind, die am härtesten und mit Engagement für ihr Gehalt gearbeitet haben.
Das nun kann nur an der grundlegenden sozialen Einstellungen des Einzelnen liegen. Menschen, die als nett gelten, so die These, arbeiten demnach weniger hart gegen Entlohnung, da sie eher auf ihre Umgebung und deren Hilfe vertrauen, und wer egoistisch ist, der hält auch andre für egoistisch.

Das Ergebnis verschob sich, als der Zufluss an Gehalt zufällig verteilt wurde. Die Unterschiede im Teilen zwischen Besser- und Schlechter-Verdienenden glichen sich aus. Es dürfte somit darauf ankommen, womit man sein Geld verdient. Denn nicht alle Spitzenverdiener dürfen als Egoisten eingestuft werden. Menschen, denen das Geld zufällt - wie etwa in einer Lotterie oder durch eine Erbschaft - sind eher zum Teilen bereit als solche, die es durch die Mühen der Arbeit oder mit Stress erworben haben.

Was macht jemanden großzügig?

Unklar blieb, ob höheres Einkommen geiziger macht oder ob Geiz das Einkommen erhöht. Dieser Diskurs erinnert an die Ur-Alt-Frage: Henne oder Ei?

Für Vertreter der Wettbewerbsökonomie in Düsseldorfer gilt aber als relevant , dass das Studienergebnis überall dort gelte, wo es auf individuelle Hilfsbereitschaft ankomme. So erhalten Hilfsorganisationen Großspenden zwar auch von den Großverdienern, doch sei es nicht eben auch diese Gruppe, die einen überraschend hohen Anteil ihres Einkommens spende.

Das Geben um des Gebens willen kommt nach Ansicht der Wissenschaft auf zwei Arten zustande. Da ist der Spender, der sich tatsächlich für eine gesteigerte ‘Wohlfahrt’ anderer interessieren und er wegen der realen Ungleichheit spendet, die er nicht mag.
Oder der Spender ist eine Person, die sich und andere durch Spenden überzeugen wollen, dass sie gute Menschen sind. Wer dies so sehen wolle, der habe zwar Respekt vor anderen, doch stehe deutlich auch die Selbstachtung im Vordergrund und weniger die Bedürfnisse anderer…

Leseschwäche! Wieder mal die Lehrer…??!!

“Lesen ist wie tot!”, meinte einst die heute 34-jährige, als vor 22 Jahren ihre Mutter das Angebot machte, doch mal gemeinsam die Stadt-Bibliothek aufzusuchen. Es gäbe so schöne Bücher zu lesen, wie das schon 1960 war, als Enid Blyton, ihre 5 Freunde, Lederstrumpf, Robinson und Karl May die Welt der Jugendliteratur bestimmten.

Wenn heute hinterfragt wird, ob Kinder ihre maximal mögliche Begabung ausschöpfen, mag das in der Grundschule dann tatsächlich auch am Lehrer, oder besser, an der Lehrerin liegen.
Ob Schüler gut lesen gelernt haben, kann nämlich in deutlichem Maß ihre Schulkarriere bestimmen. Es bedurfte keiner Studien, um festzustellen, dass Kinder die schwach sind im Lesen - ohne weitere Betrachtung anderer Kenntnisse oder anderen Könnens - das Klassenziel eher nicht erreichen, sie die Schule verlassen oder auch auf die schiefe, weil straffällige Bahn geraten.

Pädagogik hin oder Sozialisation her - ob und wie sich der Nachwuchs schulisch entwickelt, ist dann doch abhängig vom Potenzial, was die Eltern genetisch und sozial mitgeben. Wer seine Gene in sich trägt, dem hilft kein extra Schulbrot oder eine aufgedrängte Lesehaltung, wie Mama sie wünscht. Was aber leistet dann die Schule?

Gibt die allein erziehende Mutter ihre eineiigen Zwillingen in verschiedene Grundschulklassen - wie tatsächlich geschehen, weil die beiden äußerlich ‘identischen Mädchen’ nicht auch noch in der Schule zusammen bappen sollten - zeigen sich schon mal divergierende Ergebnisse. Da lassen verschiedene Lehrer einen dann doch am Einfluss der Schule zweifeln.
Beim Vergleich nicht verwandter Kindern bewirkt der Lehrer dann aber doch den Unterschied, dass ganze Klassen besser sind als andere. Problem hierbei: der Einfluss der Gene und die Teilung von Schulklasse und Familie lassen sich nicht differenzieren.

Genug Anlass dazu, zwischen ein- und zweieiigen Zwillingen zu unterscheiden, die denselben beziehungsweise andere Lehrer hatten. Nur auf diese Weise lasse sich zwischen 50 und 100 Prozent gemeinsamer Gene differenzieren.
Anspruch an das Ergebnis: Wie lässt sich der Grad der genetischen Variabilität genauer fassen, der auch die Leseleistung bestimmt?

Widerspruch brachten frühere Studien: Bislang waren bis zu 82 Prozent der Variabilität anhand genetischer Faktoren erklärbar, verbunden mit dem Einfluss des elterlichen Erbes, das ab der Einschulung auch noch zunahm.
Der Effekt der Gene gilt dann als noch deutlicher, wenn die soziale Umgebung für die Kinder aufwachsen als sehr homogen gilt und er damit geringer zu gewichten ist.

Schlaue Eltern oder ist ’s der Lehrer?

Gilt ein Elternpaar als dem Bildungsbürgertum zugehörig, dürfte kaum überraschen, dass Kinder von gebildeten Eltern bei Leseproblemen im Vorteil sind. Haben dagegen bereits die Eltern Leseschwierigkeiten, bleiben die Leistungen höher begabter Schüler auf der Strecke. Eine neue Studie versucht zu erklären, wie sich die Qualität von Lehrern auf die Leseleistungen ihrer Schüler auswirkt.

Wieder sind es Zwillingspaare - 280 eineiige und 520 zweieiige - die zum Panel gehörten. Maßstab für die Qualität der Lehrer waren dann die Ergebnisse der nicht miteinander verwandten Schüler in derselben Klasse.
Das Ergebnis spricht für eine gute Lehrerbildung: Die Kinder erreichten umso besser das Maximum ihrer Möglichkeiten (feststellbar als erhöhte genetische Variabilität), je besser ihre Lehrer in der Bewertung abschnitten.
Ähnliche Ergebnisse erhielten die Forscher, wenn sie speziell Zwillingspaare mit unterschiedlichen Lehrern untersuchten: Der Zwilling mit den schlechteren Leistungen hatte stets auch den schlechteren Lehrer abbekommen.

Aha! Also doch…

Hey, Freak! Pass’ auf dein Hirn auf!

Machen Internet und PC-Spiele tatsächlich schlau?

Was weiß der Mann über seine Tumeszenz? Wobei hilft oder half ein Askari? Wie hieß Winetous Schwester? - Früher lasen die jugendlichen Deutschen Bücher und wussten noch mit der Laubsäge umzugehen. Heute weiß man über die Studie der Stiftung Lesen, dass ein Viertel von 100 Deutschen 2008 gar kein Buch in der Hand hatte. Da archiviert man noch alte Video-Mitschnitte und hüllt auch DVD’s im Regal so ein, als ob es Bücher wären. Dafür ist der Ordner der guten bis sehr guten Internet-Adressen für Schnäppchen-Käufe und Billig-Reisen übervoll…

Computer, Internet und der MP3-Player fordern das Gehirn, könnte man meinen. Doch wie ist es mit der Denke? - Glaubt man Studien, dann steigern das Surfen und die PC-Spielen die visuell-räumliche Vorstellung und der Einzelne wird aufmerksamer. Wirklich? Denn andere kognitive Fähigkeiten könnten durchaus dezimiert werden.

So sind es die Kritiker, die betonen, dass die aktuelle Entwicklung das Individuum eher schädigt. Wer sich online wohl fühle, der sei auch real nur auf der Jagd nach schnellen, leicht verdaulichen Infos.
Wer hektisch am Computer spiele, der verkürzt als Kindern und Jugendlicher die Phase, für die er sich konzentrieren könne. Auch in der Schule.

IQ 46 - vier für den Hund!

Was hatte sich der Fahrzeughalter wohl gedacht, als er für seine Frau den Zweitwagen mit dem Kenzeichen NN- IQ 46 anmeldete? Ist doch der durchschnittliche Intelligenzquotient (IQ) in den vergangenen 60 Jahren weltweit gestiegen, was man mit “Flynn-Effekt” benannt hat.

Was aber hat über Jahrzehnte das Denkvermögen beflügelt? Waren es die besseren Lehrer, die längere Ausbildung oder auch die bessere Ernährung? Auf alle Fälle ist die zunehmende Technisierung im Alltag zu nennen, die uns zwingt, immer wieder Neues zu lernen.

Wie nun hat die Intelligenz zugelegt? Studien aus 2009 ergaben, dass die Entwicklungspsychologie einen IQ-Zuwachs bei nicht-sprachlichen Aufgaben bemerkt hat.
Die zu lösen, fordert ein hohes Maß an “figuraler Intelligenz”, was den Probanden abverlangt, komplexe Muster miteinander zu vergleichen oder geometrische Figuren geistig um deren Achsen zu drehen. Verbale sei der Trend weniger eindeutig, obwohl sich der durchschnittliche Grundwortschatz in den letzten Jahrzehnten vergrößert hat, dafür aber immer weniger abstrakte Begriffe verstanden werden. Schuld haben das Fernsehen und die mangelnde Leselust.

Multitasking: Reden beim Essen…

Wen dem so sein sollte, sind also die Bildschirme nicht allzu schädlich für das jugendliche Hirn. Mag sein, dass der mediale Konsum den Nachwuchs gut auf den modernen Alltag vorbereitet. Eine Folge davon könnte das “Multitasking” bei Arbeitnehmen sein, was auch erwartet wird. Schon 2005 fand man heraus, dass Computerspiele diese Fähigkeit fördern. Darunter Kopfrechnen, Buchstabenfolgen merken und auf visuelle oder akustische Reize achten.

Das erklärt die Rolle des PC-Spielers, wenn dieser Spielfiguren bewegt, Gegner angreift, auf unvorhergesehene Ereignisse reagiert, er seinen Gesundheitszustand sowie seine Munitionsvorräte im Blick behält und er im Hinterkopf noch strategisch an den nächsten erreichbaren Level denkt.
Alles ziemlich typisch für das Anforderungsprofil im öffentlichen Dienst, bei der Bahn, im Baumarkt oder beim Multi-Tasking im Call-Center. Also, Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen: Spielt am PC!

Mit dem Zweiten hört man schlechter…

Wenn das ZDF auf Kritik an Sound, Ton und hinterlegter Musik antwortet

“Hallo, Redaktion!”, so die Anrede in der Zuschauer-Mail. “Wann, bitte, wann endlich gelingt es dem ZDF, den Sound in Fernsehspielen so abzumischen, dass man sämtliche Dialoge versteht. Schon wieder, diesmal bei “Scheidung für Fortgeschrittene”, gingen mindestens 20 Prozent der Dialoge im phonetischen Mischmasch unter. Mein Gehör und auch das meiner Frau ist völlig in Ordnung und unser Fernseher ist neu…Immer nur im Zweiten”. - Sieht man vielleicht mit dem Zweiten besser, aber man hört schlechter…

Die Antwortet aus der Fernsehanstalt lässt zwar einige Tage auf sich warten, doch sie kommt. Überraschend vielleicht, dass natürlich auf keinen Fall der Zuschauer, sondern viel eher das ZDF alles richtig gemacht hat. Und überhaupt, wie ist denn eigentlich Ihr Fernseher eingestellt…?
Ja, wie wohl?! So wie für andere Sender auch, und bei denen geht der Sound richtig ins Ohr…

Sehr geehrte…, vielen Dank für Ihre E-Mail an das ZDF.

Die Tongestaltung beim ZDF ist durch sogenannte Technische Richtlinien geregelt, die vor vielen Jahren von den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Deutschland gemeinsam erarbeitet wurden.
Für die entsprechende Tongestaltung eines Sendebeitrages sind Regisseur und Tonmeister verantwortlich, die bei der Herstellung des Filmes ihre Vorstellungen umsetzen.
Dies ist natürlich eine persönliche Entscheidung, die möglicherweise nicht immer und nicht von allen Zuschauern geteilt wird, zumal die unterschiedlichen Altersgruppen der Zuschauer äußerst unterschiedliche Vorstellungen vom Lautstärkeverhältnis Sprache-Musik-Geräusch haben. Diese unterschiedlichen Erwartungen können nicht von Senderseite aus pauschal für alle erfüllt werden.

Drehen Sie am Ferhsehgerät

Daher haben Sie die Möglichkeit einer individuellen Regulierung an Ihrem Fernsehgerät. Hier lässt sich insbesondere dann eine Verbesserung herbeiführen, wenn Sie die Musik und die Hintergrundgeräusche immer wieder und bei verschiedenen Sendungen als zu laut empfinden.
Wie Sie bei einer Einstellung im Detail vorgehen müssen, entnehmen Sie bitte der Bedienungsanleitung Ihres Gerätes. Wir empfehlen Ihnen folgende Einstellungen am Empfangsgerät zu überprüfen und gegebenenfalls zu ändern:

_Stellen Sie die Klangregler (Höhen/Tiefen) auf Mitte (=neutral stellen).

_Schalten Sie die automatische Lautstärkeanpassung/-limitierung zur Kompensation eventueller Pegelunterschiede zwischen Fernsehkanälen aus.

_Schalten Sie eine eventuell vorhandene Dolby-Einheit gegebenenfalls ab, da zahlreiche Sendungen (noch) in Stereo produziert werden.

_Wenn Sie ein Stereogerät besitzen, schalten Sie von Stereo auf Mono um.

Sollte das Verständlichkeitsproblem noch immer bestehen, nachdem die Geräteeinstellung wie oben beschrieben erfolgt ist, könnte eine geringfügige Anhebung der Höhen eventuell eine Verbesserung der Präsenz der Sprache bringen.
Die sogenannten Eckfrequenzen der üblichen 2-Wege-Klangregler liegen bei Heimgeräten für die Tiefen bei etwa 100Hz und für die Höhen bei etwa 10kHz, können also nicht wirklich viel zu einer Minderung des Problems beitragen.

Zusätzliche Lautsprecher am Flachbildschirm

Leider wird nicht bei allen Fernsehempfängern die Norm hinsichtlich der Tonqualität eingehalten. Es gibt sehr große Klangunterschiede meist in Abhängigkeit von der Größe des Gehäuses und der Lautsprecher selbst.
Gerade deshalb haben beispielsweise Flachbildschirme häufig separate Ausgangsbuchsen für das Tonsignal zum Anschluss an eine Stereoanlage.

Grundsätzlich anders verhält es sich bei den Werbespots. In diesem Zusammenhang erhalten wir gelegentlich von unseren Zuschauern die Rückmeldung, dass die Tongestaltung der Werbung durchgängig als zu laut empfunden wird.
In der Tat kommen viele Werbespots deutlich lauter im menschlichen Ohr an, obwohl die Werbebeiträge von den werbenden Firmen nach den festgelegten technischen Richtlinien produziert werden. Ursache ist eine Komprimierung der Töne und eine besonders dynamische Tongestaltung, die von den Firmen wegen des gewünschten plakativen Effekts gerne gewählt wird.

Diese Werbespots werden dem ZDF allerdings sendefertig angeliefert und dürfen von uns - sofern sie sich innerhalb der vorgeschriebenen Grenzwerte bewegen, was von uns in jedem Einzelfall kontrolliert wird - nicht mehr verändert werden. Wir weisen die werbetreibende Wirtschaft seit Jahren immer wieder auf die daraus beim Zuschauer möglicherweise resultierende negative Auswirkung hin und werden dies auch weiterhin tun.
Wir hoffen, mit diesen Informationen ihr Verständnis gefunden zu haben und möchten nochmals betonen, dass die vorgenannten technischen Richtlinien in Deutschland allgemein gelten und vom ZDF als Arbeitsgrundlage seit vielen Jahren unverändert genutzt werden.

Mit freundlichen Grüßen
Petra Illgen-Baier
ZDF, Zuschauerredaktion

Seeleute, Ex-Knackis, Rocker, Pop-Künstler oder Fußballer….

…nicht immer mögen sie ihr Tattoo von einst

Noch vor 50 Jahren um 1960 gab es den Beruf des Schiffschaukel-Bremsers und den Job für den jungen Mann, der vom Inhaber des Auto-Scooter-Betriebes auf dem Jahrmarkt “zum Mitreisen gesucht” wurde. Ein oder mehrere Tatoos bei solchen gestandenen oder halbstarken Männern waren damals faszinierend für den 10-Jährigen, der sich auf die Schiffschaukel nicht traute und für die Box-Autos nur einmal die 50 Pfennig hatte. Gute Fußballer fielen damals allenfalls durch korrekten Haarschnitt auf.

Was immer der Grund, der Anlass oder das Motiv war, Tätowierungen waren damals das Stigma für eine besondere Klientel.
Bis heute ist das Tattoo ein Symbol, das meist dazu dient Individualität zu bewiesen, die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe oder seine Bindung zu einer bestimmten Person zu betonen. Auch sich abzugrenzen oder Protest gegen die biedren Zeitgenossen wird häufig zum Tattoo, das modisch oft auch wegen des Körperschmucks erduldet wird. Denn sitzen und zahlen muss man schon recht ordentlich - je nach Motiv und Können des Stechers an dessen Tätowierungsmaschine, an der sich mehrere Nadeln befinden.
Doch die meist motivische bis flächige Hautzeichnung durch Pigmente kann vom Träger irgendwann als unangenehm, unansehnlich oder störend empfunden werden.
Die Gründe sind vielfältig. Eine Tätowierung gefällt nicht mehr, ist aus der Mode geraten oder einfach nur unansehnlich geworden. Steht sie mit Ereignissen, Personen oder Gruppierungen in Zusammenhang, will mancher Träger im späteren Leben auch nicht mehr daran erinnert werden. Und auch berufliche Gründe lassen eine einstmals geliebte Tätowierung unerwünscht werden.

Mit dem Laser geht’s meist

Kann man Tattoos regelrecht ausschneiden oder die Haut abschleifen, verspricht eigentlich nur die Laser-Behandlung einen recht sicheren Erfolg. Doch so schnell wie sie drauf kam, lässt sich eine Tätowierung nicht entfernen. Auch nicht mit der Laser-Methode oder nur mit vielen teuren Sitzungen.

Ist der ‘Patient’ befragt (Anamnese) und das Tattoo gründliche betrachtet - nach Farben und die Intensität - wird dann gelasert. Durch den Lichtstrahl auf das Tattoo entsteht in den Farbpigmenten Hitze, was die Farbteilchen zerstört und in feinste Partikel rennt, die durch den Körper aufgenommen und ausgeschieden werden.
Mögliche nicht operative Maßnahmen sind die Infrarot-Koagulation oder die Behandlung mit der IPL-Technik, eine Blitzlampe. Der Proband muss meist nicht betäubt werden, außer wenn im Gesicht gelasert wird. Und weil jede Farbgebung der Tätowierung eines besonderen Lasers bedarf, sind auch Sitzungen erforderlich.

Risiken trotz Laser

Hat das Stechen des Tattoos bereits Schmerzen verursacht, auch wenn man diese noch spüren mochte, führt Laserbehandlung meist zu roter Haut, zu Blasenbildung und verkrusteten Stellen oder sogar Narben. Und auch die einstige Farbe der Tätowierung kann in “dunkel” umschlagen, was auch der Laser nicht verhindern kann.
Pigmentstörungen sind meist vorübergehend aber auch schon mal dauerhaft. Und wenn hart auf hart kommt, sind Herpes und Akne nicht auszuschließen. Von Allergien ganz zu schweigen.
Nach dem Lasern ist sich sonnen tabu, damit Pigment-Veränderungen nicht noch gefördert werden. Ganz klar, dass die Haut für mehrere Stunden mit coolen Packs oder dem klassischen einem Eisbeutel “schreit”.

Wer ’s damals schon bedacht hätte, bräuchte heute nicht sagen: Wie gut, dass mein A….geweih hinten ist. Da seh’ ich ’s nicht so oft…

Ordnung contra organisiertes Chaos!

Selbsttest: Wie bin ich / wie sind wir organisiert?

“Wer Ordnung hält, ist zu faul zu suchen!” Oder “Ordnung ist das halbe Leben!”, weiß der Volksmund. Doch gilt auch die pädagogische Form: Ordnung ist die Grundlage der Erziehung!

Als Betriebsleiter, als Vorgesetzter oder als Amtschef ist allen dreien klar: jede Minute, die ein Mitarbeiter mit der Suche nach irgendwas verplempert, verursacht unproduktive Kosten.
Nun ist solcherlei Suche in der heimischen Werkstatt, in der Küche (?), in der häuslichen Garage oder auf dem Dachboden manchmal gar entspannend. Da bedarf es keiner Organisationsberatung.
Auch nicht dazu, sich im Selbsttest zu helfen, die Schwachstellen im privaten Geschehen zu entdecken…oder etwa doch? Als, nix wie ran!

Und so prüfe man(n) oder frau, was sich zuhause als sinnvoll anbietet…
!! Markieren Sie mit Ja, stimmt! oder mit Nein, stimmt nicht!!

_Es sind nur noch aktuelles Material, zugehörige Werkzeuge und Maschinen greifbar. Also: keine alten Zeitungen, keine vergessene Staubsaugerdüse und keine ausgebaute Brühgruppe des Kaffee Vollautomaten.
_In den verschiedenen Räumen liegt nur Material, das dort auch für die Hausarbeit gebraucht wird.
_ Sonstiges hat einen definierten Platz.
_Werden Vereinbarungen eingehalten, muss nicht mehr aufgeräumt werden, um Platz und Ordnung zu schaffen.
_Das Standard-Verbrauchsmaterial, das täglich benötigt wird (z.B. Schuhcreme, Filter-Tüten oder Klo-Papier), ist greifbar in günstiger Nähe des Verarbeitungsplatzes.
_verderbliches Material wird dort gelagert, wo es dem Sinn angeordnet sein müsste (also Frischmilch im Kühlschrank).
_Reste, wie Kartoffelsalat, werden verteilgerecht definiert.
_Vorräte für die Küche kann korrekt über eine Pinnwand oder Notizblock vor-kommissioniert werden.
_Kleinteile, wie Klebefilm oder Heftpflaster, sind zum Bedarfszeitpunkt jederzeit auffindbar und werden von jedem Familienmitglied gefunden.
_für persönliche Bestellungen sind zur Entlastung der haushalts-führenden Person alle Familienmitglieder zuständig
_jedes Mitglied der Familie unterstützt die Kontrolle zu offenen Bestellungen
_für standardisierten Bestellablauf, wie jede Woche 500 Gramm Kaffee, ist die Haushaltsführung zuständig
_ alle Familienmitglieder dürfen eingehende Güter ohne nach zu fragen probieren
_Doubletten bei Bestellungen sind zu vermeiden (gilt nicht für Süßigkeiten)
_eine separate Warenannahme wird nicht praktiziert
_der Einkäufer checkt den Wareneingang auf Termin, Vollständigkeit und Mängel
_es ist ausreichend Platz zu schaffen, damit jedes Gut nur einen definierten Lagerort hat
_muss eine Bestellung ergänzt werden, verringern sich die individuellen Reste an Freizeit
_Materialreste, wie Kartonagen, verbleiben nicht in der Wohnung
_auch bei geringen Beständen bleibt der Haushalt auch an Wochenenden ohne Bestellaufwand arbeitsfähig
_operativer Stress entsteht nicht bei konsequenter Lagerhaltung ( eventuelle Ausnahme: Klo-Papier bei spontanen Magen-Darm-Infekten)
_die Haushaltsführung plant auch ohne Blick auf den Güterbestand im Haus
_Suchzeiten gibt es keine. Alles hat den definierten Lagerort.

Nicht vergessen: Markieren Sie mit Ja, stimmt! oder mit Nein, stimmt nicht!!

Potenz gestört durchs Fahrrad! - Achtung! Sattelnase!

Statistisch betrachtet leiden rund 20 von 100 deutschen Männer zwischen 30 und 80 Jahren an Potenzstörungen. Und wie es bei Statistiken so angenommen wird, soll die Dunkelziffer diese Größe noch erhöhen. Wie aber soll der Mann mit seiner “Impotenz” umgehen, wo ihn diese Tatsache doch eher scheu macht, darüber zu sprechen - beim Arzt und in der Partnerschaft.

Da kamen Viagra und Co. gerade recht, weil auch die kuriosen und negativen Schlagzeilen über die Potenzmittel und deren vermeintliche Wunderkraft beim Sex eine offenere Diskussion um Potenzstörungen ermöglicht haben.
Und so geht es statt der “Impotenz” mehr und mehr um die medizinisch korrekte Diagnose, die “erektile Dysfunktion”. Ein “Thema”, das nahezu in allen Altersstufen und in sämtlichen Medien angesprochen wird, weil die Quote der Bundesbürger über 50 Jahren stark ansteigt und eben diese Altersgruppe von Potenzproblemen betroffen ist.

Bei der erektilen Dysfunktion werden zwei Formen unterschieden:
_die Erektionsstörung (Impotentia coeundi), die im Ergebnis für den Geschlechtsverkehr nicht ausreicht;
¬_die Unfruchtbarkeit (Impotentia generandi), wegen der bei normaler Erektion kein Kind gezeugt werden kann. Trotz Samenerguss reicht die Qualität der Spermien für eine Zeugung nicht aus. Die sind in Anzahl und Beweglichkeit reduziert und in ihrer Form labil.

Symptom für schwere Störungen

Da für eine Erektion das Zusammenspiel aus Nerven, Blutgefäßen, Hormonen und Psyche erforderlich ist, ist eine Potenzstörungen schnell mal gegeben. Die meisten haben eine organische Ursache, die dann beim Mann über 50 eine erektile Dysfunktion auslöst. Dazu gehören in erster Linie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, erhöhte Cholesterin-Werte, Diabetes, Nierenschäden, Operationen an der Prostata oder deren Verletzungen, Wirbelsäulenschäden, die auf Abnutzung basieren, hormonelle Störungen, Erkrankungen des Nervensystems wie Multiple Sklerose, Medikamente, Alkohol, Rauchen, Stress, Depressionen oder Persönlichkeitskonflikte
Sind Potenzstörungen zugleich auch Warnzeichen für eine schwerere Erkrankung, sind Erektionsstörungen immer ernst zu nehmen und von einem Arzt, in der Regel einem Urologen, zu diagnostizieren.

Gefahr durch Fahrradsattel

Sind Störungen bei Männern bis 35 Jahren meist psychisch bedingt, gibt es daneben noch einen ganz trivialen Grund für gestörte Potenz: Schlechte Fahrradsättel.
Nach mehreren Studien, die im amerikanischen Journal für Sexualmedizin publik wurden, sah man weltweit ein, dass wohl der klassische Fahrradsattel erheblich die Potenz stört. Liegt doch durch den tropfenförmigen Sattel ungefähr ein Drittel des Körpergewichts auf dem ‘Perineum’, dem Bereich zwischen After und den äußeren Geschlechtsteilen.
Langes und häufiges Sitzen auf dem Rad führt also beim Mann dazu, dass über Arterien und Nervenbahnen zum Penis dessen Funktion eingeschränkt wird, nicht genügend Druck aufgebaut und keine komplette Erektion erzielt wird.

Untersuchung und Diagnose

Um eine erektile Dysfunktion ursächlich zu erkennen, ist eine ärztliche Untersuchung auch von sehr persönlichen Fragen begleitet, die das Sexualleben, die Partnerschaft, den beruflichen Alltag und den Freizeitbereich betreffen.
Da muss der Mann dann schon mal die “Hosen runterlassen”, wenn es um Penis und Hoden geht, um Blutdruck, Blutbild und Urinprobe. Über einen Hormonstatus lässt sich darstellen, ob hormonelle Änderungen die Potenz stören.
Kommt es beim Mann im Tiefschlaf zu ungewollter Erektion, einer sogenannten Tumeszenz, liegen körperliche Störung der Potenz eher nicht vor.
Organische Ursachen können durch Ultraschall-Untersuchungen der Blutgefäße des Penis in Ruhe und nach Injektion eines erektionsfördernden Medikaments, dem Schwellkörper-Injektionstest SKIT, bestimmt werden.
Wer allerdings noch immer auf dem falschen Fahrrad-Sattel sitzt, wer Nikotin nicht nur manchmal genießt, sondern dieses Gift täglich braucht, wer Stress zeigt bei der Untersuchung, der bietet seinem Arzt dann auch falsche und negative Ergebnisse. Elektrische Reize werden eingesetzt, wenn bei Diabetikern zu diagnostizieren ist, ob geschädigte Nerven die Störung der Potenz verursachen.