Mann, Mann, Mann…was ist bloß los??

Alfred Biolek oder Brad Pitt, Jörg Pilawa oder Dieter Bohlen, Elton oder Stefan Raab: welches Schweinderl hätten’s denn gern? Oder wollten Sie selbst mal wieder ‘ne Sau durchs Dorf treiben? Oder haben Sie als Mann über 45 die ersten depressiven Verstimmungen, ohne die Ursachen zu kennen…??

Männer haben jede Menge Probleme, doch meist gibt es nicht immer auch die passenden Lösungen. Da ist ja die fast schmerzliche Rasur im Bad noch das geringste Übel. Gerade mal frisch rasiert, fängt - je nach Bartwuchs - auch schon der Juckreiz an. Ja, klar doch, weil fast all die Männer schon tot sind, die sich noch haben zeigen lassen, wie sich einst der Großväter rasierte.
Schön einschäumen, das Rasiermesser entfaltet, am Lederriemen die leichten Fisuren abgezogen und mit feiner Hand und nicht gegen den Strich geschabt. Nicht immer ganz unblutig aber ansonsten tadellos. Und auf keinen Fall elektrisch; das gab ’s noch gar nicht.

Und heute! Heut’ sind es Hautreizungen, für die der Mann Hilfe braucht. Und warum ein Potenzproblem entsteht, weiß er auch nicht. Wenn er dann noch schnarcht und ihm täglich Haare ausfallen, dann nagt das oft am bereits instabilen Ego. Ob das nun der Anfang vom Ende ist und der Beginn der Midlife Crisis, aus der viele Männer erstmal keinen Ausweg finden?

Bei fliegenden Hitzen ein neues Hobby…?

Wen sich der Mann über 45 dann noch die Fragen stellt: Welchen Sinn hat mein Leben, habe ich überhaupt noch genug Zeit um das zu tun, was ich wirklich will, dann steckt er mitten drin in einer Midlifecrisis.
Die Folge: er fühlt sich gereizt, ist unzufrieden und hat Angst vor der Zukunft. Die vitalere und vielleicht gar härtere Art aus der Spezies Mann hat derweil schon Neues ausprobiert: ein Motorrad, die Platzreife beim Golf oder aber ein Down-Hill-Mountain-Bike, das die Partnerin längst hat.
Um aus der Krise herauszukommen, ist es wichtig, sich neu zu orientieren und den Blick auf die absehbare Zukunft mit der Partnerin, dem Freund oder gar dem Therapeuten zu besprechen.

Was! Der Mann hat einen Beckenboden…?

Wenn bereits vor einem Prostata-Leiden und ohne die finale, schmerzvolle Uro-OP die Potenz in Gefahr gerät, dann ist dies für einige ganz normal, weil nur zwei von drei Männern können, wie sie glauben, dass sie können müssten.
Doch übers Problem will keiner sprechen, nicht mit der Partnerin und höchstens mit dem Apotheker. Was kommt: die Potenzpille.
Ginge er zum Urologen, dann wüsste dieser: Mit speziellen Übungen für den Beckenboden kann man seine Potenz trainieren. Das wissen dafür all diejenigen, die wegen ihrer Prostata-Erkrankung schon mal in der Reha waren. Die jedoch können trotz Fahrstuhl-Training nicht mehr in allen Fällen ihren Mann stehen. Einem von zwei jüngeren Gesunden gelingt es dagegen schon mal wieder nach sechs Monaten.

Hau den Lukas…!!??

Wer das Gefühl hat, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt, um zu tun, was er wirklich will, der weiß oft auch nicht, was er überhaupt will. Und so will man Bilanz machen, ohne die Soll-Vermögenswerte und die Haben-Schuldwerte aus seinem bisherigen Leben zu kennen.
Ob da dann ein Coach hilft…?
Sind Wechseljahre der Frau stark hormonell bedingt, sind die dann auch beim Mann nicht ausschließlich psychisch. Da fällt die Hormon-Bilanz auseinander, das Testosteron sinkt, Potenz , Libido und Leistung lassen nach, und dann auch noch die Glatze und das Gefühl, alt zu werden.

Da wird die Andropause schnell zur existenziellen Krise mit oft unerfreulichen Konsequenzen für die Familie: die Partnerschaft steht unter der Zerreißprobe, oft folgt gar die Trennung, weil die nächsten 30 Jahre einer anderen Vorstellung gehören…Alles andere wäre Horror! Oder doch nicht?
Trotzdem die wichtigsten Lebensziele erreicht sind, werden Männer von Zweifeln geplagt, weil sie glauben und fühlen, dass die besten Jahre vorbei sein könnten…
Rein also ins Fitnessstudio und raus aus dem Alltag und mit den Zwängen abrechnen. Etwas für den Körper tun, um sich dem Alter entgegen zu stellen: Mens sana in corpore sano.

Das neue Körpergefühl

Das nun wäre typisch, denn oft wollen Männer sich in dieser Phase beweisen, wie jung sie sich noch fühlen und wie sie mit Äußerem noch wirken.
Manch einer gibt sich (zu) jugendlich, stellt seine Garderobe auf leger um, lässt sich das schüttere Haar tönen oder färben, versucht es gar mit Fett absaugen und schwitzt im Body-Studio.
Alles lobenswert, wenn es nicht zum falschen Ehrgeiz oder aber gar zum Wahn kommt.

Wer aus den Augen verliert, was wirklich wichtig ist, der setzt oft falsche Prioritäten. Doch kann eine Midlifecrisis auch eine Chance sein. Die zur inneren Reifung. Und zwar dann, wenn die Partnerschaft steht und der Beruf akzeptiert wird.

Fazit: Männer sollten nicht alles Bisherige über den Haufen werfen. Man muss reflektieren, was die Midlifecrisis tatsächlich bewirkt, ohne den falschen Neuanfang.
Es reicht der Wechsel der Interessen: Mobiler, entschlossener, vitaler, weniger bequem, geistvoller…das macht natürlich und wirkt positiv.

Wie überall - außer in der Methodik des Vortrags: Übertreibungen sind auszuschließen. Klar doch!?

Wie Männer und Frauen sich finden sollten…

Darauf hat doch jeder „Ehekrüppel“ (sorry!) schon längst gewartet. Eine Feststellung, die „ihm“ mal wieder zu pass kommt: Frauen neigen zu einem verklärten Blick auf die partnerschaftliche Beziehung. Und weil viele Beziehungen auch noch mit der Hochzeit in Weiß beginnen, sieht vor allem die Spezies Frau den Beginn der Partnerschaft in Rosarot, während Männer diese deutlich nüchterner sehen. Wenn diese bei der Befragung dann auch nüchtern sind.

Klar, dahinter kann nur eine Studie stecken; eine von Psychologen, eine aus den USA, eine der Unis von Northwestern und Miami. Mit konkreten Frage ermittelten Soziologen, Psychologen und Sexualwissenschaftler bei vielen Paaren vor und einige Zeit nach ihrer Hochzeit:
Wie stellen Sie sich den idealen Partner, die ideale Beziehung und das ideale Verhalten bei Konflikten vor?

Kaum überraschend das Ergebnis: die heile Welt der Partnerschaft war für die Frauen deutlich romantischere als für die Männer. Und obwohl weiblich verklärt, war die benannte Vorstellung des Ideals bald dem Pragmatismus gewichen. Schon nach 12 Monaten auf die Eheschließung war man vom Ideal deutlich entfernt. Hatte ‘man(n) und frau zunächst vieles bis alles gemeinsam gemacht, liefen die späteren Wege deutlich auseinander. Eine Feststellung, de jedoch eine Beziehung nicht auch belasten muss. Obwohl dadurch die Gefahr besteht, dass die „Kompatibilität“ fehlt, wenn man sich dann doch auseinander lebt.

Wer will schon was Perfektes…?

Das „Ideal“ für eine dauerhafte Ehe im Glück liegt dann auch nach Ansicht von Forscher in Genf (CH) darin, den richtigen Partner zu wählen und nicht in blinder Liebe in eine Beziehung zu stolpern. Was den Start in die Beziehung von Anfang an stabiler macht: er ist mindestens fünf Jahre älter als sie, sie aber gebildeter als er. Bravo! Genau so…oder doch anders…?

Nach Beobachtungen über die Dauer von fünf Jahren bei 1074 schweizer Paare kam man zu dem Ergebnis: Genau! So geht’s!
Analysiert wurden Paare, die verheiratet waren oder zusammenlebten, und zwar unter der Maßgabe von deren Alter, Bildung, Nationalität sowie früheren Ehen und Trennungsrate.

Wer über die Wissenschaft seine Formel fürs Eheglück erwarte, dem kann statistisch mit dem “besten” Paar bei niedrigster Trennungs-Wahrscheinlichkeit geholfen werden:
beide sind Schweizer, haben keine Scheidung hinter sich, er fünf Jahre älter und sie gebildeter als er.

Sich wider das Glück zu trennen, wird wahrscheinlich, wenn die Partner aus verschiedenen Kulturkreisen stammen, er bereits geschieden und auch zwei bis vier Jahre älter ist als sie und beide eine einfach bis mittlere Bildung haben.

Das Fazit der Wissenschaftler: aktuell liegen die Situationen für Ehe- und Partnerschaften deutlich unter dem Optimum. Die Trennung von Paaren können dann markant verringert werden, wenn man sich nur geeignetere Partner sucht. Eine nur wenig akademische Weisheit…

Doch wird die Erkenntnis modellhaft durchgespielt, finden tatsächlich zwei von drei Probanden einen neuen Partner, mit dem die Gefahr einer Trennung zumindest mathematisch geringer liegt.
Kann also theoretisch auch die Zahl der Scheidungen um eine von jeweils fünf (20 Prozent) verringert werden, wenn die Paare auf akademische Such-Art zusammen gestellt werden.

Schon wieder aufgetaucht: Die Uralt-Forderung

Lehrer müssen begeistern!

Harald B. hat Mitte der 60-er Jahre wie viele hundert andere im B-Zug während zwei Kalenderjahren bei drei Oberstufenklassen sein Schmalspur-Abitur an einer Wirtschaftsoberschule gebastelt. Seine Deutschlehrerin wiederholte ihre Auffassung damals öfters: Mut zur Lücke. Die Schulreform damals: Schuljahresbeginn nach den großen Ferien statt nach Ostern!

Sechs Jahre später wurden frühere Lehrer seine Kollegen oder eben umgekehrt. Harald war als studierter BWL-er als Referendar an die Schule zurück gekehrt, an der er zwei Jahre Schüler war.
Wenn Harald B. heute, nach inzwischen 37 Jahren, bei seinen Schülern ein ‘feedback’ einfordert, ist die Mehrzahl von ihm begeistert; von seinem Humor, seiner Art des Vortrags, dem Klima im Klassenzimmer und auch davon, dass man schon mal ‘ne Klassenarbeit schreiben darf und dabei die eigenen Unterlagen verwendet und vor llem, das B. keinen Stress macht. Auch nicht mit Hausaufgaben…

Dass B. gemocht wird, steht außer Frage. Nur mache er zu gute Noten glauben die Kollegen in den Parallel-Klassen. Da darf der Beste in Mathe ruhig 13, 14 Punkte haben…nur nicht in Haralds Fächern wie BWL, VWL oder Rechnungswesen….Warum? Tja, warum nicht…?

Wenn Eltern hoffen, dass der Sohn irgendwie sein Abi macht, um Anwalt oder Arzt zu werden, dann darf der ruhig mal die siebte Klasse wiederholen, er darf auch in der Oberstufe ein mal hocken bleiben, doch müssen mehr als nur ausreichende Zulassungspunkte und Kurse fürs Abitur in 12 und 13 schon drin sein.

Wie aber, wenn es in den Hauptfächern tatsächlich nicht klappt, die Lehrer verärgert und die Eltern verzweifelt sind? Nur der Bub scheint wenig bekümmert. Dann mach’ mer halt ‘ne Schreinerlehre. Das Pennälerleben als Glücksache? Vielleicht kommt später doch noch das Abend-Abitur?

Gestörte Lernbiografie

Wer oder was aber ist schuld an einer gestörten Lernbiografie? Was kommt als Frustration hinterher? Wo lag die Ursache an der verbrauchten, jedoch nicht effizienten Energie. Auch an der des Lehrers…?
Ganz einfach: Lernen muss wirkungsvoll sein - Schulerfolg muss sozial gerechter sein - mit mehr Geld steigt angeblich das Niveau an den Schulen. Denkste!

Denn nicht nur Harald B. weiß längst, dass es die Lehrpläne sind, die nicht mehr erfüllt werden können. Zuviel Stoff, zu abstrakt die Inhalte, zu groß die Klassen, Grundlagen werden ausgeblendet - Kollegen in den Lehrplan-Kommissionen müssen es schließlich wissen.
Wenn einzelne der Besten dann noch ihr Steckenpferd reiten und sie Lehrbücher raus bringen, die wie zufällig zum Lehrplan passen, dann hat der reale Pädagoge gut zu tun. Von wegen eigenverantwortlicher lernen lassen und dabei erfolgreich motivieren.
Klar doch: Lehrer sollen nicht nur Wissen anbieten und Können feststellen; sie sollen auch Leistungsfähigkeit verbessern. Wie das geht?
Ganz einfach: positive Lernkultur schaffen, ressourcen-orientierte Beratung auf systemisch-lösungsorientierter Basis bieten, bedarfsorientiert nach dem Mini-Max-Prinzip trainieren und alles ergänzen durch lernstil-orientierter Strategien, meta-kognitive Kontrollen sowie motivational-volitionaler Stützung - so oder ähnlich in einem nordrhein-westfälischen Schulamtsblatt…

Außen vor bleiben der Mensch, der Schüler, seine Gefühle, das zwischenmenschliche Miteinander? Bildungsreform verkennt meist Beziehungen, achtet wenig auf kleinere Klassen und bessere Lernmittel.
Und dabei bräuchten die Schüler Erwachsene, die man fragen kann, die gerne etwas erklären, die sich nicht ärgern, wenn einer begriffsstutzig ist in seiner pubertären Haltung, die ermutigen, sich Schwierigem zu stellen.

Wie aber soll Schule wirken? Wie soll ein Lehrer die Beziehung zum Gegenüber einordnen und gestalten?
Ob jähzorniger Gesamtschullehrer, abgehobener Studienrat oder engagierter Hauptschullehrer - sie alle sollten wissen: Der erste Schritt zum Lernen ist die Liebe zum Lehrer, so der Renaissance-Gelehrte Erasmus von Rotterdam.
Doch was fehlt dem Lehrer? Einsicht darin, dass er trotz schulischer Ansprüche gemocht werden will, dass der Anspruch an Selbstständigkeit überfordert und dass des Lehrers Psychologie eigene Gefühle und die Resonanz auf den Unterrichten eher in Missverständnis, Ärger und Überforderung umschlägt.

Glaubt man den Pädagogik-Wissenschaftlern, dann fehlt „dem“ Lehrer Selbstbewusstsein und Menschenkenntnis, Führungsfreude und Einfühlung.

Also, liebe Lehrer: mit Wohlwollen, Durchblick und herzlicher Konsequenz kann es gelingen, Erwartungsdruck, Entmutigung und Freizügigkeit in Gleichklang zu bringen und zum pädagogischen Spezialisten gegen Entwicklungsstörungen und für eine Bildungswende zu werden.

Im Westen nichts Neues: Auf die Lehrer kommt es an! Das war schon 1967 so!

Zuviel Medikamente auch für Witwe Bolte….

Die Diagnose traf den 61-jährigen Friedrich B. aus heiterem Himmel: Prostata-Karzinom nach pathologischem Befund auf die rektal vorgenommene Biopsie. Als ihm auf die OP in der 2. Woche im Krankenhaus zusätzlich Tabletten wegen einer bakteriellen, fiebrigen Entzündung verordnet wurden, ließ der mündige Patient B. keine Frage aus, weshalb, wieso, warum und mit welchen Nebenwirkungen zu rechnen sei …

Ob nun 61, 71 oder deutlich an Lebensjahren drüber - zahlreiche kritische Ärzte schätzen, dass wegen gleichzeitig bestehender Erkrankungen Neben- und Wechselwirkungen der Medikamente 35 Prozent aller Beschwerden von Senioren verursachen. Und eben wegen dieser Multimorbidität nehmen quasi als “Teufelskreis” die gleichzeitig verordneten Medikamente zu.
Kann ein guter ‘Verordner’ noch bei bis zu drei Arzneien die Wechselwirkungen abschätzen, ist dies ab acht Präparaten (!) eigentlich nur noch mit Hilfe eines Computers möglich.
Und obwohl die Alten die soziale Gruppe sind, die in der gesamten westlichen Welt am stärksten und schnellsten wächst, haben sie nicht “die” Lobby, die an mehreren Fronten für sie kämpft. Auch nicht pharmakologisch!
Dies nun führt über die Arzneimittel-Fehlversorgung dieser Gruppe auch zur Tatsache von 20.000 Arzneimittel-Toten pro Jahr bei “nur” 5000 Verkehrstoten pro Jahr.

Und weil die Wirkung der Medikamente meist an jungen Probanden getestet wurden, wird missachtet, dass der alte Organismus sich über Ausscheidung und Zielorganen für die Arzneimittelwirkung deutlich verändert.

Wilde Mischungen für Senioren!

Nach einer Ruhr-Studie in Bochum werden älterer Menschen mit Medikamenten “besorgniserregend” behandelt. Verordnet würden durch mehrere Ärzte “wilde Mischungen von Wirkstoffen”, die sich gegenseitig aufheben und Wechselwirkungen hervorrufen, die keiner mehr kennen und analysieren kann…
Eine jüngere Befragung bei zweieinhalb tausend Patienten über 70 Jahren ergab, dass im Durchschnitt täglich sechs verschiedene Medikamente eingenommen werden. Mit zunehmendem Alter steigend…manchmal mehr als zehn: Präparate zu Blutdruck, Blutfett und Diabetes.
Da wirken dann Schmerzmittel gegen Arthrose negativ auf die Nierenfunktion. Das steigert den bereits erhöhten Blutdruck, der bereits wird.
Mehrfacherkrankungen verschiedene Arzneimittel gleichzeitig können folglich schwere gesundheitliche Folgen auslösen. Da führen Nebenwirkungen schon mal schnell ins Krankenhaus.
Ein Lösungsansatz ist bereits gegeben: das Bundesforschungsministerium fördert ein Projekt, die medikamentöse Therapie für Senioren zu verbessern.
Bei fehlenden Daten, wie Medikamente altersbedingt wirken, wollen Wissenschaftler herausfinden, welche Medikamente in welcher Kombination für alte Menschen überhaupt geeignet sind.

Für Senioren umdenken!

Die Gefahren aus gleichzeitigem Konsum mehrerer Medikamente sind genau so hoch, wie es unmöglich ist, alle Erkrankungen gleichermaßen behandeln zu können. Hier die Balance in der Medikation zu finden, ist besonders wichtig.
Ein Patient mit 80, mit Bluthochdruck und Arthrose, wünscht sich, den Alltag bewältigen zu können, wofür er zunächst Schmerzmittel braucht. Sein Bluthochdruck, wenn auch mit höherem Schlaganfallrisiko, ist ihm weniger wichtig.
Somit sind in der Medizin langfristige Risiken und deren Prävention einzuschätzen, was bei 30- oder 40-Jährigen richtig ist, wo aber ältere Personen zunächst die Beschwerden los werde wollen, durch die sie im Alltag eingeschränkt sind. Da spielt die nahe Zukunft eine weniger wichtige Rolle.

Positiv oder doch negativ…?

Forscher in Bochum benannten nach amerikanischem Vorbild für 131 häufig verordnete Arzneien drei Kategorien: für Ältere unbedenklich, für Ältere nicht geeignet und für Ältere nur unter Vorbehalt empfehlenswert.
Allein 82 Arzneistoffe wurden dabei als potenziell nicht angemessen eingestuft, da deren Wirkstoffe bei Älteren verstärkt zu unerwünschten Nebenwirkungen führen können.
Wenn also Mitteln gegen Blasenschwäche oder Darmprobleme bei Älteren deren Gedächtnis belasten oder Kreislaufmittel die Sturzgefahr und Psychopharmaka in hohem Alter das Risiko Schlaganfall erhöhe, sind Alternativen notwendig: nur 26 Medikamente auf der Liste sollten uneingeschränkt grünes Licht für deren Verschreibung an Senioren erhalten.

Der gute Saft der Grapefruits

Und damit der Laie richtig staunt: Grapefruitsaft kann Enzyme hemmen, die im Körper für den Abbau von vielen Arzneistoffen verantwortlich sind. So könnten Grapefruits die Wirkung verschiedener Medikamente verstärken und zu vermehrten Nebenwirkungen führen, wissen nicht nur Funktionäre der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.
Eine Tatsache, die auch häufig verordnete Medikamente gegen Bluthochdruck, Herzkrankheiten, Fettstoffwechselstörungen und andere chronische Erkrankungen betrifft.
Fazit: Fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker!

Kind! Werd’ Beamter!!!

Jährlich mindestens einmal wird „die Sau durchs Dorf getrieben“. Und erneut heißt im Januar 2010 die zugehörige Schlagzeile: Beamte sind die heimlichen Reichen. Wenn dann noch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) untermauert: „die“ Deutschen verfügen neben ihrem Ersparten auch noch in erheblichem Umfang über Vermögenswerte, wie es die künftigen Rentenansprüche aus dem Berufsleben darstellen, dann ist das irgendwie Klasse und macht 4,6 Billionen Euro.

Toll, denn diese Ansprüche seien „bares Geld wert“. Oder etwa nicht…??!! Ja, irgendwie und irgendwann schon, aber eben vorerst nur fiktiv. Denn derlei „vermeintliches Vermögen“ bringt keine Rendite, trägt keine Zinsen und sichert auch keinen Kredit.
Und weil man das Rentenalter oder das pensionsfähige Alter erst mal erreichen muss, gilt der Anspruch ja wohl nur, wenn man den Status des Berechtigten erreicht oder wenn Hinterbliebene anteilig berechtigt werden. Und wer gar unter der Lebenserwartung bleibt, der hat falsch kalkuliert…

Forscher sind gern mal überzeugt

Wissenschaftlich, statistisch oder ökonometrisch mag dann mitten im Januar 2010 auch das Ergebnis interessant sein: die künftigen Rentenansprüche aus dem sozio-ökonomischen Panel (SOEP, 2007), mit anonymisierten Daten der Rentenversicherung nach Erwerbsbiografien, Alter und Lebenserwartung errechneten die Theoretiker dann auch für verschiedene Bevölkerungsgruppen einen “Gegenwartswert” an Alterssicherungsansprüchen auf den Durchschnitt von „ individuellen“ 67.000 Euro. Und wie bei Durchschnitten üblich, relativieren diese dann auch altbekannte Vermögensunterschiede.
Das nun hätte man auch ohne Erhebung raus gebracht, weil abhängig Beschäftigte und Selbständigen ihre gesetzliche oder freiwillige Vorsorge in verschiedenen Alterssicherungssystemen treiben. Irgendwie fehlen nach unten als „Abschlag“ auf real bestehende Geld- und Sachwerte schließlich 20 Prozent.

Noch immer dabei: „Die oberen Zehntausend“

Addiert man zur Vermögensberachtung die Renten-Anwartschaften, stehen rein rechnerisch und logischerweise jene besser da, deren individuelles Vermögen (zuvor) geringer ist als das des Durchschnitts. Wer also tatsächlich über weniger Sach- und Geldvermögen verfügt als andere, der wird dann „wohlhabender“ als Mitbürger, wenn man eben alle über einen Kamm schert….
Deshalb gibt es dann aber auch die berühmten „oberen Zehntausend“ - in der statistischen Masse jeder Zehnte -, die im Durchschnitt ein „Guthaben“ von mehr als 550.000 Euro haben. Welch’ ein Wissenschaft…..? Welch’ grandiose Feststellung! Bei zugleich falschem Gebrauch des Begriffs „Guthaben“.

Klar doch! Die Beamten…

Und wieder mal sind es dann „die“ Beamten, die sich als klare Gewinner rausrechnen lassen. Nur weil dem interessierten Normalo die Daten fehlen, muss man glauben, was der DIW rechnete: die Staatsdiener haben - natürlich ohne jegliche Vorurteil - die höchsten Anwartschaften, und die dann auch wieder als „Guthaben“.

Macht für den Pensionär 400.000 Euro, während der Arbeitnehmer, eigentlich von der Verkäuferin bis zum angestellten Geschäftsführer gleichen Alters, nur rund 160.000 Euro oder 40 Prozent vom Beamten raus kommt. Die Lehrlinge und die Arbeitslosen nicht berücksichtigt. Ohne die würde der Abstand geringer.
Als interessant gilt, benennt man den Grund: die Höhe einer Beamtenpension richtet sich an den Bezügen des späten Berufslebens. Dies nun ist bei den Sozialversicherungs-Pflichtigen klar anders. „Diskussionswürdig“ nach DIW, womit dann halt die Pensionäre zu den Top-Vermögenden gezählt werden. Überboten von jenen Unternehmer mit zehn Angestellten und mehr. Welch’ doch recht schöne „Beweis“ dafür, so die Autoren der Studie, dass der Abstand zwischen Arm und Reich sehr groß ist und größer wird.

Früh leisten statt arm im Alter??!!

Eine Frage der Zeit also, bis die jeweils individuelle und kollektive Altersversorgung spürbar beschränkt werden muss. Zu häufig sind Erwerbsbiografien unterbrochen, Arbeitslose und Mini-Jobber zahlen nichts bis wenig ein. Wer glaubt, sich selbständig besser zu stellen, wird erfahren, dass er sich die private Vorsoge kaum wird leisten können.
Als ob der Zeitungsleser es nicht schon gewusst hätte: „Das Risiko, das damit einhergeht, wird erst in einigen Jahren richtig zum Tragen kommen. Der Anteil derjenigen, die im Alter wirklich arm sind, wird deutlich zunehmen.“ - Im Westen nichts Neues. ..!!

Was Männer schon vor Grönemeyer wissen mussten

Männer nehmen in den Arm, geben Geborgenheit, sie weinen heimlich, brauchen viel Zärtlichkeit, sind verletzlich, sind auf dieser Welt einfach unersetzlich, Männer haben ’s schwer, nehmen ’s leicht, werden als Kind schon auf Mann geeicht. Aber, wann ist ein Mann ein Mann?

Innere Unruhe, matt, reizbar, fliegende Hitzen, Haarausfall, Schlaflosigkeit, Potenzstörungen und Bauch: zwischen 40 und 60 sind dies beim Mann die Symptome, die häufig mit einem gefallenen Testosteronspiegel einher gehen.

Was langsam, schleichend, aber unaufhaltsam verläuft, nennt der Volksmund fast ein wenig herab lassend ‘Midlife-Crisis’, gemeint sind aber die Wechseljahre, und zwar die des Mannes.
Subjektiv kann sich der Einzelne dann schon krank fühlen, die Vitalität lässt nach - bis hin zum Arbeitsplatz. In der Beziehung steckt sexuelle Frustration, die Stimmungen schwanken, Spannung führt zum Konflikt und der solchermaßen Betroffenen isoliert sich, fällt auch schon mal in Depressionen.

Hormone und Testosteron

Was Männer über Jahrzehnte kaum interessiert, ist die Tatsache, dass sich auch beim starken Geschlecht der Hormonhaushalt umstellt. Verantwortlich dafür sind die “Androgene” als männliche Sexualhormone für körperliche Entwicklung, sexuelle Aktivität und Wohlbefinden. Ganz vorne dabei, das Testosteron, das DHEA (Dehydroepiandrosteron), das DHEA-Sulfat und das Androstendion.

Fällt nun das Testosteron ab dem 40. Lebensjahr linear ab, liegen schließlich 15 bis 20 Männer von 100 um die 50 Jahre unter den Normalwerten. Das nun macht noch keine Hormonbehandlung nötig, denn deren Produktion ist stark von Ernährung, Bewegung, Stress und emotionalen Belastungen beeinflusst.
Den Status eines “Klimakterium virile”, den der Wechseljahre beim Mann, haben aber nur jene, deren Beschwerden andere Ursachen haben und bei denen der Mangel an Testosteron nachzuweisen ist.

Und meine Androgene….?

Beim Manne fördern Androgene den Knochenaufbau, bestimmen Muskelmasse und Muskelkraft und auch die fettfreie Körpermasse. Fehlt Testosteron, führt dies Osteoporose, verminderter Kraft, führt zu Muskelabbau und Rückenschmerzen.
Muskelmasse wird zu Fettgewebe, das Körpergewicht steigt, der Mann ‘trägt Bauch’.
Und auch der Bart und Körperhaare hängen ab vom Androgen. Fehlt es, wird die Haut trockener, die Stimmung schwankt, Konzentration und Merkfähigkeit sinken, depressive Verstimmung macht sich breit. Der Mann verliert seinen Antrieb, sich im Beruf zu behaupten fällt ständig schwerer…
Und wenn es ganz schlimm kommt, kracht es auch in der Libido. Fehlen Sexualhormone fehlt die Lust auf Sex, bleiben sexuelle Phantasien aus, s mangelt spontanen nächtlichen Erektionen, Orgasmen und Ejakulationen. “Der Mann” ist sexuelle lustlos, seine Erektion ist gestört.

Veränderung auch zum Positiven

Ist eine Dosis indiziert, dem Körper fehlendes Testosteron zuzuführen - mit Kapseln, Spritzen oder einem Hormonpflaster - ist es in den Wechseljahren damit nicht getan. Auch äußere Faktoren sind zu prüfen: Ernährung, körperliche und sexuelle Aktivität Stress, regelmäßigen Sport.
Ganz nebenbei: Sexualität spielt für die gesteigerte körpereigene Hormonproduktion eine anregende Rolle. Und umgekehrt!

Also Männer: Stressbewältigung und Entspannungstechniken helfen auch, denn nicht kompensierter Stress verkürzt die Lebenserwartung und führt durch Veränderungen der Hormonausschüttung (Cortisol) zur Beschleunigung von Alterungsprozessen.

Da ist jemand, der noch einmal das Ruder rumreisst, sich nun vielleicht zum ersten Mal in seinem Leben selbst verwirklicht - und das ist doch schließlich etwas Positives.

Auf ein Neues !

Man(n) kann der Kollegin kaum widersprechen. Auch wenn die meisten der 600 000 Lehrer (?) in Deutschland sie bislang nicht mal mit dem Namen kannten. Gabriele Frydrych wurde in Jena geboren und lebt seit ihrem vierten Lebensjahr in Berlin. Dort studierte sie Slawistik, Germanistik und Publizistik und ging anschließend auf ein Referendariat ein; an einem Gymnasium in der pfälzischen Provinz. Der große Lehr-Dienst begann dann an Berliner Gesamt- und Realschulen. Ihre Seitenblicke und ihre Aspekte an verschiedenen Schulen, in diversen Klassen und in verschiedenen Kollegien hält sie seit einigen Jahren in ironischen Glossen fest, für die sich längst auch Zeitungen und Zeitschriften interessierten.

Wer als Leser selbst seit mehr als 35 Jahren im Schuldienst steht, dem sei erlaubt, Frau Kollegin zu adaptieren und auf ‘ne andere Region und Schulart “runter zu brechen”… (siehe Vorlage unter Happy New Year!)

Und schon geht’s los…

Update: Aus urheberrechtlichen Gründen darf der Rest des Artikels leider nicht mehr veröffentlicht werden und ist somit Geschichte.

Ihr Kinderlein kommet…!?

Noch witzeln die Kabarettisten (Dezember 2009, Mitternachtsspitzen, Neues aus der Anstalt) über die neue Familienministerin Kristina Köhler, die bereits mit 14 Jahren für Helmut Kohl schwärmte und damals in die Junge Union eintrat. Doch die Familien werden ab dem 1. Januar 2010 das neue Kindergeld, den Kinderfreibetrag sowie den Unterhaltsvorschuss schätzen, den die Bundesregierung als Förderung für Familien in 2010 weiter ausbaut.

Die Änderungen sind gesetzlich beschlossen, und so tönt es aus Berlin jung, dynamisch und erfolgreich: “Wir helfen den Familien in Deutschland ganz gezielt da, wo sie Unterstützung brauchen“. Und weil die Zeiten als wirtschaftlich schwierig gelten, sei es wichtig, den Familien finanziell unter die Arme zu greifen. Damit zählt auch der erhöhte Unterhaltsvorschuss, bei dem jeder Euro zählt, zu jenen Teilen, die insgesamt das “Wachstumsbeschleunigungsgesetz” vom 18.12.2009 bestimmen.

Änderungen ab Januar 2010

Um genau zu sein, steigt das Kindergeld für das erste und zweite Kind monatlich von 164 Euro auf 184 Euro, für das dritte Kind von 170 Euro auf 190 Euro und für alle weiteren Kinder von 195 Euro auf 215 Euro.
Und weil junge und jüngste Eltern nicht in jedem Fall zusammen leben und auch nicht partnerschaftlich “verbleiben” wollen, wird auch der Unterhaltsvorschuss für Kinder getrennt lebender Eltern angehoben: von 117 Euro auf 133 Euro für Kinder bis fünf Jahre und von 158 Euro auf 180 Euro für die 6- bis 11-Jährigen. Der Kinderfreibetrag für all jene, bei denen es sich wegen höherer Einkommen und des dann auch höheren Steuersatzes steuerlich stärker rentiert, wird ebenfalls erhöht - von 6024 Euro auf 7008 Euro.
Die Erhöhung der Freibeträge für Kinder wirkt sich auch auf die Unterhaltsansprüche von Kindern von allein erziehenden Eltern aus.
Der gesetzliche Mindestunterhalt wird angepasst und beträgt ab Januar 2010
- für Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr 317 Euro
- für Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahres 364 Euro und
- für Kinder bis zum vollendeten des 18. Lebensjahres 426 Euro.

Mehr netto vom brutto

Für einfache Arbeitnehmer eigentlich zu kompliziert, es zu kapieren, steuerlich eine Verbesserung für Ehepaare: das Faktorverfahren, das dann wirkt, wenn das bisherige Ehegattensplitting bei verschiedenen Lohnsteuer-Klassen zweier Ehepartner gerechter als bisher aufzuteilen sein soll.
Und weil man gar schon dran war an der Streuerreform, können Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung für einen “Grundtarif” ab 2010 steuerlich geltend gemacht werden.
Das nun bedeutet, wenn Arbeitgeber und Finanzbehörde es schnell umsetzen - doch das wird sich verzögern, zumindest für hunderttausende Beamte, die höher als mit einem Grundtarif privatversichert sind -, dass man ab Februar, März 2010 tatsächlich einige Euros als mehr netto vom brutto ausbezahlt bekommt…

Zeugnis für den Zivi

Neu geregelt wird mit Beginn 2010 auch der Zivildienst. Die Seminare für Zivildienstleistende werden neu strukturiert und durch neue Angebote ergänzt, die der Zivi zusammen mit seiner Dienststelle zum Teil selbst “buchen” kann.
Mit Ende des Zivildienstes erhält jeder Zivi dann ein qualifiziertes Dienstzeugnis über seine im “Lerndienst” erworbenen persönlichen, sozialen und fachlichen Kompetenzen. Das nun mag gut sein für Bewerbungen und die persönliche wie berufliche Entwicklung.

Für Männer ab 50…

Für Männer ab 50 o d e r

Indianer mit Feinripp

Für mich als Kind war der Indianer
Sioux, Apache, Mohikaner!
Mit Tomahawk und Pfeil und Bogen
kam der Held daher gezogen.

Tapfer war er, rein im Herzen,
blieb lebenslänglich ohne Schmerzen.
Nicht bei Rheuma, Diphtherie,
kein Ischias, nicht Tetanie,
auch ein Ulkus hinterm Ohr
kam beim Indianer niemals vor.

Und auch reiten ohne Sattel
rieb ihm nie die Samendattel.
Und drum kannte er sie nie,
die Prostata-Biopsie.

Wenn nun heute Männer klagen,
dass, wenn ihr Wasser sie abschlagen,
es allzu oft nur bleibt beim wollen,
statt dass sie kräftig einen rollen.
Wenn es nur tropfelt statt es fließt,
der Rest in Fein-Ripp sich ergießt,
ist angezeigt des Mannes Stunde
beim Doktor für die Männerkunde.

Schnell mal übers Blut bestimmt,
den Wert, warum die Nille rinnt,
warum der Mann, will Wasser lassen,
schon mal den kleinen Freund muss hassen.

Steigt auf die vier dann dieser Wert,
ist es ab 60 nicht verkehrt
auch den freien Wert zu testen
bevor wir dann das Messer wetzen.

Denn des Mannes Wurzel hat
ihre Funktion auch schon mal satt.
Von wegen eifrig: Ich bin fit,
und vor allem auch im Schritt.

Wer dann bei dem Urologen,
auf dem Stuhl sitzt ganz hoch oben,
merkt bald, dass dieser Sitz kein Thron,
Achtung! Denn er kippt auch schon.

Erstmal ins Rektum - digital,
das nun ist noch keine Qual,
doch schon Ultra-Schall am Rohr
kommt dir dann doch bedenklich vor.

Doch die Sitzung geht noch weiter,
weit entfernt jedoch von heiter,

Nun ist schließlich festzustellen,
auch wenn du dies nicht habest wellen,
wenn der Doc dir durch die Düse
nadelt an der Zwirbel-Drüse
braucht keiner dieses Dutzend “Zwack”
ganz sicher nicht - gleich dort am S..

Doch der Doc, der will das wissen,
weil Männer über 60 müssen,
auch in Zukunft Wasser lassen,
auch wenn sie das Warten darauf hassen.

Also, Indianer,
auch wenn du nicht im Sattel sitzt,
am Marterpfahl du niemals schwitzt,
lass` es zu - tu es für dich
denk an Indianer - innerlich!

Das Schlagwort für die jungen Alten:
`ne Biopsie ist auszuhalten!!!

Von Mann zu Mann: mit 50 zum PSA-Test

Bildungsbürger kennen die Abkürzung wie von ungefähr: PSA ist die Abkürzung für das prostataspezifische Antigen. PSA ist ein Eiweiß und wird vor allem von den Epithel-Zellen der Prostatadrüsen gebildet und in die Samenflüssigkeit abgegeben. Im Blut kommt es bei gesunden Männern nur in sehr geringen Mengen vor. Bei verschiedenen Erkrankungen der Prostata aber wird PSA vermehrt an das Blut abgegeben.

Nicht höher als 4 Komma null

Der Total-PSA-Wert (tPSA) sollte unter 2,5 ng/ml Serum liegen. Zwar erhöht er sich mit zunehmendem Alter, sollte aber - über die klassische Blutentnahme bestimmt- eine Grenze von 4,0 ng/ml nicht überschreiten. Der “Total-PSA-Wert” setzt sich zusammen aus komplexiertem PSA (cPSA) und freiem PSA (fPSA). Das cPSA wird vermehrt bei Prostatakarzinom gebildet, während das fPSA bei gutatrigen Prostataerkrankungen erhöht ist.

Erhöhte Werte abklären

Erhöhte Werte kommen vor bei BPH, der gutartigen Prostatavergrößerung oder in der Fachsprache dem Benignen Prostata-Hyperplasie-Syndrom, bei Prostataentzündungen, dem Prostatakarzinom, nach einer Biopsie oder nach Massage der Prostata und nach einer teilweisen Prostataentfernung. Werden erhöhte Werte gefunden, so sollte mit Hilfe weiterer diagnostischer Maßnahmen herausgefunden werden, welche Erkrankung zugrunde liegt.
Es sollte auch der freie PSA-Wert (fPSA) bestimmt werden. Der Quotient fPSA geteilt durch tPSA ist ein sehr spezifischer Hinweis auf ein Prostatakarzinom, wenn der Wert unter 0,15 liegt.
Der PSA-Wert wird als Test bei einer Krebsvorsorge-Untersuchung immer wichtiger. Warum der Test als Routinecheck zur Krebsvorsorge nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt wird, ist verwerflich und wäre wie viele andere Ultraschall-Untersuchungen langfristig kostensparend, da zum Beispiel die Bestimmung des PSA-Wertes etwa 20 Euro kostet.

Prostata- Hyperplasie

Bei ungefähr 60 Prozent aller Männer kommt es ab dem 50. Lebensjahr zu einer gutartigen, knotenartigen Vergrößerung der Drüsen in der Prostata, zum Benignen Prostata-Hyperplasie Syndrom oder kurz BPH
Mit zunehmendem Alter steigt die Zahl der betroffenen Männer. Die benigne Prostata-Hyperplasie (BPH) ist die häufigste urologische Erkrankung des Mannes. Auch wenn diese Erkrankung fast jeden Mann irgendwann einmal betrifft, ist das Thema immer noch ein Tabu. Dabei kann sie, bei frühzeitiger Behandlung fast immer vollständig geheilt werden. Angst vor dem Alter und vor Impotenz führen aber dazu, dass vielfach Beschwerden verharmlost und verschwiegen werden. Das verschlechtert die guten Heilungschancen. Reden wir darüber.