Wie Männer und Frauen sich finden sollten…

Darauf hat doch jeder „Ehekrüppel“ (sorry!) schon längst gewartet. Eine Feststellung, die „ihm“ mal wieder zu pass kommt: Frauen neigen zu einem verklärten Blick auf die partnerschaftliche Beziehung. Und weil viele Beziehungen auch noch mit der Hochzeit in Weiß beginnen, sieht vor allem die Spezies Frau den Beginn der Partnerschaft in Rosarot, während Männer diese deutlich nüchterner sehen. Wenn diese bei der Befragung dann auch nüchtern sind.

Klar, dahinter kann nur eine Studie stecken; eine von Psychologen, eine aus den USA, eine der Unis von Northwestern und Miami. Mit konkreten Frage ermittelten Soziologen, Psychologen und Sexualwissenschaftler bei vielen Paaren vor und einige Zeit nach ihrer Hochzeit:
Wie stellen Sie sich den idealen Partner, die ideale Beziehung und das ideale Verhalten bei Konflikten vor?

Kaum überraschend das Ergebnis: die heile Welt der Partnerschaft war für die Frauen deutlich romantischere als für die Männer. Und obwohl weiblich verklärt, war die benannte Vorstellung des Ideals bald dem Pragmatismus gewichen. Schon nach 12 Monaten auf die Eheschließung war man vom Ideal deutlich entfernt. Hatte ‘man(n) und frau zunächst vieles bis alles gemeinsam gemacht, liefen die späteren Wege deutlich auseinander. Eine Feststellung, de jedoch eine Beziehung nicht auch belasten muss. Obwohl dadurch die Gefahr besteht, dass die „Kompatibilität“ fehlt, wenn man sich dann doch auseinander lebt.

Wer will schon was Perfektes…?

Das „Ideal“ für eine dauerhafte Ehe im Glück liegt dann auch nach Ansicht von Forscher in Genf (CH) darin, den richtigen Partner zu wählen und nicht in blinder Liebe in eine Beziehung zu stolpern. Was den Start in die Beziehung von Anfang an stabiler macht: er ist mindestens fünf Jahre älter als sie, sie aber gebildeter als er. Bravo! Genau so…oder doch anders…?

Nach Beobachtungen über die Dauer von fünf Jahren bei 1074 schweizer Paare kam man zu dem Ergebnis: Genau! So geht’s!
Analysiert wurden Paare, die verheiratet waren oder zusammenlebten, und zwar unter der Maßgabe von deren Alter, Bildung, Nationalität sowie früheren Ehen und Trennungsrate.

Wer über die Wissenschaft seine Formel fürs Eheglück erwarte, dem kann statistisch mit dem “besten” Paar bei niedrigster Trennungs-Wahrscheinlichkeit geholfen werden:
beide sind Schweizer, haben keine Scheidung hinter sich, er fünf Jahre älter und sie gebildeter als er.

Sich wider das Glück zu trennen, wird wahrscheinlich, wenn die Partner aus verschiedenen Kulturkreisen stammen, er bereits geschieden und auch zwei bis vier Jahre älter ist als sie und beide eine einfach bis mittlere Bildung haben.

Das Fazit der Wissenschaftler: aktuell liegen die Situationen für Ehe- und Partnerschaften deutlich unter dem Optimum. Die Trennung von Paaren können dann markant verringert werden, wenn man sich nur geeignetere Partner sucht. Eine nur wenig akademische Weisheit…

Doch wird die Erkenntnis modellhaft durchgespielt, finden tatsächlich zwei von drei Probanden einen neuen Partner, mit dem die Gefahr einer Trennung zumindest mathematisch geringer liegt.
Kann also theoretisch auch die Zahl der Scheidungen um eine von jeweils fünf (20 Prozent) verringert werden, wenn die Paare auf akademische Such-Art zusammen gestellt werden.

Graf Isolahn kam spät…

…aber stets zu früh - Was tun gegen Ejaculatio praecox?

„Wer will, der kann…!“ - Alles oder nur Vieles oder auch nur soviel, nicht mehr Betroffener zu sein. Betroffen davon, zum Liebestermin vielleicht nie zu spät, aber dabei immer öfters „zu früh zu kommen“.

Wer ’s medial wissen mag, dem macht Men’s Haelth-online deutlich, was Männer lieben und was sie erotisch mögen und was sie sexuell nicht so gut können. Wer schnelle Autos liebt, würde sich nie in einen Sportwagen ohne Bremsen setzen. Denn nur, wer „speed“ auch kontrollieren kann, kommt gut ans erwünschte Ziel.
Was aber tun, um auch in der Sexualität zum Wunschziel für beide, für Mann und Frau, zu kommen? Welche Rolle spielt Geschwindigkeit, ja das Tempo, wenn es um die Lust geht? Die Lust auf einen „Quickie“ oder auf eine besinnliche Tour…

Nicht ganz freiwillig!

Wie so oft kann dem Mann auch zu dessen Sex der statistische Spiegel vorgehalten werden - wenn die Statistik nicht wieder mal von einem Mann gefälscht wurde? Jeder fünfte Mann kommt in der sexuellen Beziehung zu früh. Das sind dann auch 20 von 100. Und der Partnerin wurde etwas vorenthalten.
Doch eben die benannten „frühen“ Männer haben in der Liebe kaum eine andere Wahl zwischen schnell oder langsam. Ihnen spielt der vorzeitige Samenerguss einen Streich.
Die geübte Intimität endet schon kurz nach dem sie initiiert wurde. Für beide Beteiligte dann meist auch nachhaltig unbefriedigend, wenn auch für ihn dann doch nicht.
„Doktor Sommer“ hat dann dafür mehrere Möglichkeiten auf das Symptom „vorzeitiger Samenerguss“ zu reagieren. Da ist dann auch ein Selbsttest indiziert, der erklärt, ob der Mann von einer Funktionsstörung betroffen ist.

Nicht rasen – Liebe(r) sachte!

Geht der Normalo davon aus, dass Sexualität auch zum individuellen wie auch zum bilateralen Wohlbefinden beiträgt - Glück nicht ausgeschlossen -, ist die Realität eine andere.
Einer von fünf Männern kommt nach nur zwei Minuten der körperlichen Vereinigung zum Orgasmus mit Ejakulation. Keine Kontrolle also zum Samenerguss. Von Null auf 100 in kurzer Zeit. Eine Feststellung, die auch akademisch und universitär bekannt ist - bei Sexualwissenschaftlern und Sexualtherapeuten an Medizinischen Hochschulen. Dort kennt man dann auch die zugehörigen negativen psychischen Konsequenzen beim Mann wie bei der Frau.

Für die reine Scham darüber ist nun beim Manne nichts angezeigt. Und von „Schuld“ kann auch keine Rede sein. Obwohl sich wegen der enttäuschten Partnerinnen Versagensängste oder gar Depressionen entwickeln können. Das Selbstwertgefühl sinkt. Man(n) geht zu Bett, aber ohne die nötige Traute, die Partnerin zum Problem anzusprechen.
Das stellt dann die Partnerschaft auf Dauer überhaupt auf die Probe. Sexuellen Erleben wird nämlich für beide eingeschränkt. Es kommt gar zum „erleiden“, wenn Lebensgefährten sich gegenseitig zurückziehen, sich gar schämen und bisherige Sexualität vermeiden.

Wohin mit dem Serotonin?

Der Laie wundert sich, aber frühzeitiges Ejakulieren kann genetische Ursachen haben und mit dem Hormon Serotonin zusammen hängen. Dieser Stoff entscheidet nämlich, ob der Mann früher oder später kommt.
Da ist dann auch nicht überraschend, wenn das sex-ssteuernde Hormon Serotonin durch Studien von französischen Wissenschaftlern begleitet wird. Wer solcherlei erforscht, der kann nachweisen, dass bei vorzeitigem Samenerguss das Nervensystem gestört ist, was wiederum genetisch bedingt sein kann. Folglich gilt: fehl gesteuertes Serotonin ist in der biochemischen Reaktion beim männlichen Orgasmus der Stoff, der Sinnliches klar übermittelt.

Gesucht! ‘ne Strategie!

Sieht man es auch eher spaßig für die vier Millionen deutsche Männer unter deren Ejaculatio praecox. gibt es wohl doch wirkungsvolle Strategien gegen das schnelle Ergebnis.
Beim Sex in der Ur-Zeit war es womöglich von Vorteil, bei der Kopulation schnell zu kommen. Waren die Natur und die Gefahren daraus doch ständig gegeben.
Die Population konnte sich jedoch mit solch schnellen Schützen nicht erhöhen. So sind deren Gene erloschen und andere haben ihre Qualitäten weiter gegeben.

Jetzt wären wird also mit Strategien für heute an der Reihe. Doch wer hat wie was verdient?
Hier allerdings auszuschweifen, um gar die Start-Stopp-Technik zu erläutern, wenn der Point of no Return bevorsteht, wäre dem dieser Betrachtung nicht angemessen.
Drum - sich Zeit lassen und sich drauf besinnen, dass nicht immer alles schnell geschehen muss. Und noch was! Nicht jeder, der Hand an sich legt, ist ein Selbstmörder…

Neu im Arbeitsleben - das genetische Profil!

„Aufgrund Ihres erhöhten PSA-Wertes können wir Ihnen für die nächsten beiden Jahre nur einen befristeten Arbeitsvertrag anbieten.“ - Fiktionen dieser Art zu Arbeitsplätezn, die hoch dotiert sind, würden Arbeitgeber als Gesundheitsstatus ihrer potentiellen Mitarbeiter gerne genauer wissen.

Ob nun Blutbild, Hormon-Bilanz, Stoffwechselanalyse oder Lungenbefund des Bewerbers, der Gesetzgeber hat das Rätselraten, welche medizinische Daten den Arbeitgeber etwas angehen, mit dem neuen Gen-Diagnostik-Gesetz beantwortet.

Mit dem 1. Februar 2010 gilt das “Gesetz über genetische Untersuchungen bei Menschen” (= Gendiagnostikgesetz GenDG). Aus der Legaldefinition in § 1 GenDG ergibt sich dann auch dessen Zweck:
* es schafft die Voraussetzungen für genetische Untersuchungen und genetische Analysen, um genetische Proben und Daten zu bestimmen und zu verwenden. Eine Benachteiligung auf Grund genetischer Eigenschaften des Probanden ist zu verhindern, um insbesondere der staatlichen Pflicht zu genügen, die Würde des Menschen zu schützen und das Recht auf informative Selbstbestimmung zu wahren.

Damit umfasst das Gesetz genetische Analysen beim Neugeborenen sowie bei Embryonen und Föten während der Schwangerschaft und erlaubt es auch, Daten genetischer Untersuchungen zu medizinischen Zwecken zu verwenden und sowohl die Abstammung und den körperlichen Status für Fragen zum Versicherungsbereich und zum Arbeitsleben zu klären (§ 2 Abs. 1 GenDG)

Was gilt tatsächlich?

Einschlägig fürs Beruf und Arbeit wird der Abschnitt “Genetische Untersuchungen im Arbeitsleben”. Darin wird expressis verbis ein grundsätzliches Verbot genetischer Untersuchungen im Arbeitsleben zur Norm.
Der Arbeitgeber darf vom Beschäftigten weder vor noch nach einer Beschäftigung genetische Untersuchungen oder Analysen verlangen oder bestehende Daten verlangen, solche entgegen nehmen oder verwenden.
Bereits bisher gab es nach geltendem Recht keine Verpflichtung des Stellenbewerbers sich für einen Arbeitsvertrag einer genetischen Untersuchung zu unterziehen.
Dem Arbeitgeber war und ist jedoch schon bislang erlaubt, einen Arbeitsvertrag von einer Einstellungsuntersuchung abhängig zu machen. Abgeleitet aus dem berechtigten und schutzwürdigen Interesse des Arbeitgebers, die Eignung des Mitarbeiters für die Stelle zu ermitteln. Das erlaubt folglich eine ärztliche Untersuchung, wenn diese erforderlich ist, um die gesundheitlichen Eignung  für die vorgesehene Tätigkeit zu beurteilen und der Betroffene darin einwilligt (Bundesarbeitsgericht, 1984, AZR 270/83).

Umstritten war in diesem Zusammenhang, ob neueste genetische Untersuchungen von bisherigen allgemeinen zu unterscheiden sind. Jetzt hat der Gesetzgeber die Antwort darauf geregelt.
Es gilt das generelle Verbot von genetischen Untersuchungen, um erst zeitlich danach ein Beschäftigungsverhältnis zu begründen und auch ein Verbot dann, wenn ein Beschäftigung bereits besteht.

Arbeitsmedizin als Ausnahme!

Wenn sich in zahlreichen Gesetzen, in Tarifverträgen, in Vorschriften zur Unfallverhütung oder zum Gewerberecht bereits gesundheits-polizeiliche Vorschriften finden, dann bleibt dies so, dass ein Arzt zulässige ärztliche Untersuchung vornimmt, die dem Stand der medizinischen Wissenschaft
entsprechen. Bei arbeits-medizinischen Vorsorgeuntersuchungen dürfen jedoch keine bio-genetischen Daten erhoben werden oder bestehende verlangt oder verwendet werden.

Als verboten gilt, jemanden wegen seiner oder der genetischen Eigenschaften einer genetisch verwandten Person, wegen der Vornahme oder Nichtvornahme einer genetischen Untersuchung oder Analyse bei sich oder einer genetisch verwandten Person oder wegen des Ergebnisses einer solchen Untersuchung oder Analyse zu benachteiligen.
Andere Verbote einer Benachteiligung oder Gebote der Gleichbehandlung nach anderen Vorschriften sind jedoch nicht berührt. Und so darf der Arbeitgeber niemanden beim beruflichen Aufstieg, bei einer Weisung oder zum Ende eines Beschäftigungsverhältnisses wegen dessen oder der genetischen Eigenschaften einer genetisch verwandten Person benachteiligen.

Bei Verstoß gegen dieses arbeitsrechtliche Benachteiligungsverbot droht dem Arbeitgeber die Zahlung einer angemessenen Entschädigung und Schadenersatz gegenüber der klagenden Person.

Schon wieder aufgetaucht: Die Uralt-Forderung

Lehrer müssen begeistern!

Harald B. hat Mitte der 60-er Jahre wie viele hundert andere im B-Zug während zwei Kalenderjahren bei drei Oberstufenklassen sein Schmalspur-Abitur an einer Wirtschaftsoberschule gebastelt. Seine Deutschlehrerin wiederholte ihre Auffassung damals öfters: Mut zur Lücke. Die Schulreform damals: Schuljahresbeginn nach den großen Ferien statt nach Ostern!

Sechs Jahre später wurden frühere Lehrer seine Kollegen oder eben umgekehrt. Harald war als studierter BWL-er als Referendar an die Schule zurück gekehrt, an der er zwei Jahre Schüler war.
Wenn Harald B. heute, nach inzwischen 37 Jahren, bei seinen Schülern ein ‘feedback’ einfordert, ist die Mehrzahl von ihm begeistert; von seinem Humor, seiner Art des Vortrags, dem Klima im Klassenzimmer und auch davon, dass man schon mal ‘ne Klassenarbeit schreiben darf und dabei die eigenen Unterlagen verwendet und vor llem, das B. keinen Stress macht. Auch nicht mit Hausaufgaben…

Dass B. gemocht wird, steht außer Frage. Nur mache er zu gute Noten glauben die Kollegen in den Parallel-Klassen. Da darf der Beste in Mathe ruhig 13, 14 Punkte haben…nur nicht in Haralds Fächern wie BWL, VWL oder Rechnungswesen….Warum? Tja, warum nicht…?

Wenn Eltern hoffen, dass der Sohn irgendwie sein Abi macht, um Anwalt oder Arzt zu werden, dann darf der ruhig mal die siebte Klasse wiederholen, er darf auch in der Oberstufe ein mal hocken bleiben, doch müssen mehr als nur ausreichende Zulassungspunkte und Kurse fürs Abitur in 12 und 13 schon drin sein.

Wie aber, wenn es in den Hauptfächern tatsächlich nicht klappt, die Lehrer verärgert und die Eltern verzweifelt sind? Nur der Bub scheint wenig bekümmert. Dann mach’ mer halt ‘ne Schreinerlehre. Das Pennälerleben als Glücksache? Vielleicht kommt später doch noch das Abend-Abitur?

Gestörte Lernbiografie

Wer oder was aber ist schuld an einer gestörten Lernbiografie? Was kommt als Frustration hinterher? Wo lag die Ursache an der verbrauchten, jedoch nicht effizienten Energie. Auch an der des Lehrers…?
Ganz einfach: Lernen muss wirkungsvoll sein - Schulerfolg muss sozial gerechter sein - mit mehr Geld steigt angeblich das Niveau an den Schulen. Denkste!

Denn nicht nur Harald B. weiß längst, dass es die Lehrpläne sind, die nicht mehr erfüllt werden können. Zuviel Stoff, zu abstrakt die Inhalte, zu groß die Klassen, Grundlagen werden ausgeblendet - Kollegen in den Lehrplan-Kommissionen müssen es schließlich wissen.
Wenn einzelne der Besten dann noch ihr Steckenpferd reiten und sie Lehrbücher raus bringen, die wie zufällig zum Lehrplan passen, dann hat der reale Pädagoge gut zu tun. Von wegen eigenverantwortlicher lernen lassen und dabei erfolgreich motivieren.
Klar doch: Lehrer sollen nicht nur Wissen anbieten und Können feststellen; sie sollen auch Leistungsfähigkeit verbessern. Wie das geht?
Ganz einfach: positive Lernkultur schaffen, ressourcen-orientierte Beratung auf systemisch-lösungsorientierter Basis bieten, bedarfsorientiert nach dem Mini-Max-Prinzip trainieren und alles ergänzen durch lernstil-orientierter Strategien, meta-kognitive Kontrollen sowie motivational-volitionaler Stützung - so oder ähnlich in einem nordrhein-westfälischen Schulamtsblatt…

Außen vor bleiben der Mensch, der Schüler, seine Gefühle, das zwischenmenschliche Miteinander? Bildungsreform verkennt meist Beziehungen, achtet wenig auf kleinere Klassen und bessere Lernmittel.
Und dabei bräuchten die Schüler Erwachsene, die man fragen kann, die gerne etwas erklären, die sich nicht ärgern, wenn einer begriffsstutzig ist in seiner pubertären Haltung, die ermutigen, sich Schwierigem zu stellen.

Wie aber soll Schule wirken? Wie soll ein Lehrer die Beziehung zum Gegenüber einordnen und gestalten?
Ob jähzorniger Gesamtschullehrer, abgehobener Studienrat oder engagierter Hauptschullehrer - sie alle sollten wissen: Der erste Schritt zum Lernen ist die Liebe zum Lehrer, so der Renaissance-Gelehrte Erasmus von Rotterdam.
Doch was fehlt dem Lehrer? Einsicht darin, dass er trotz schulischer Ansprüche gemocht werden will, dass der Anspruch an Selbstständigkeit überfordert und dass des Lehrers Psychologie eigene Gefühle und die Resonanz auf den Unterrichten eher in Missverständnis, Ärger und Überforderung umschlägt.

Glaubt man den Pädagogik-Wissenschaftlern, dann fehlt „dem“ Lehrer Selbstbewusstsein und Menschenkenntnis, Führungsfreude und Einfühlung.

Also, liebe Lehrer: mit Wohlwollen, Durchblick und herzlicher Konsequenz kann es gelingen, Erwartungsdruck, Entmutigung und Freizügigkeit in Gleichklang zu bringen und zum pädagogischen Spezialisten gegen Entwicklungsstörungen und für eine Bildungswende zu werden.

Im Westen nichts Neues: Auf die Lehrer kommt es an! Das war schon 1967 so!

Zuviel Medikamente auch für Witwe Bolte….

Die Diagnose traf den 61-jährigen Friedrich B. aus heiterem Himmel: Prostata-Karzinom nach pathologischem Befund auf die rektal vorgenommene Biopsie. Als ihm auf die OP in der 2. Woche im Krankenhaus zusätzlich Tabletten wegen einer bakteriellen, fiebrigen Entzündung verordnet wurden, ließ der mündige Patient B. keine Frage aus, weshalb, wieso, warum und mit welchen Nebenwirkungen zu rechnen sei …

Ob nun 61, 71 oder deutlich an Lebensjahren drüber - zahlreiche kritische Ärzte schätzen, dass wegen gleichzeitig bestehender Erkrankungen Neben- und Wechselwirkungen der Medikamente 35 Prozent aller Beschwerden von Senioren verursachen. Und eben wegen dieser Multimorbidität nehmen quasi als “Teufelskreis” die gleichzeitig verordneten Medikamente zu.
Kann ein guter ‘Verordner’ noch bei bis zu drei Arzneien die Wechselwirkungen abschätzen, ist dies ab acht Präparaten (!) eigentlich nur noch mit Hilfe eines Computers möglich.
Und obwohl die Alten die soziale Gruppe sind, die in der gesamten westlichen Welt am stärksten und schnellsten wächst, haben sie nicht “die” Lobby, die an mehreren Fronten für sie kämpft. Auch nicht pharmakologisch!
Dies nun führt über die Arzneimittel-Fehlversorgung dieser Gruppe auch zur Tatsache von 20.000 Arzneimittel-Toten pro Jahr bei “nur” 5000 Verkehrstoten pro Jahr.

Und weil die Wirkung der Medikamente meist an jungen Probanden getestet wurden, wird missachtet, dass der alte Organismus sich über Ausscheidung und Zielorganen für die Arzneimittelwirkung deutlich verändert.

Wilde Mischungen für Senioren!

Nach einer Ruhr-Studie in Bochum werden älterer Menschen mit Medikamenten “besorgniserregend” behandelt. Verordnet würden durch mehrere Ärzte “wilde Mischungen von Wirkstoffen”, die sich gegenseitig aufheben und Wechselwirkungen hervorrufen, die keiner mehr kennen und analysieren kann…
Eine jüngere Befragung bei zweieinhalb tausend Patienten über 70 Jahren ergab, dass im Durchschnitt täglich sechs verschiedene Medikamente eingenommen werden. Mit zunehmendem Alter steigend…manchmal mehr als zehn: Präparate zu Blutdruck, Blutfett und Diabetes.
Da wirken dann Schmerzmittel gegen Arthrose negativ auf die Nierenfunktion. Das steigert den bereits erhöhten Blutdruck, der bereits wird.
Mehrfacherkrankungen verschiedene Arzneimittel gleichzeitig können folglich schwere gesundheitliche Folgen auslösen. Da führen Nebenwirkungen schon mal schnell ins Krankenhaus.
Ein Lösungsansatz ist bereits gegeben: das Bundesforschungsministerium fördert ein Projekt, die medikamentöse Therapie für Senioren zu verbessern.
Bei fehlenden Daten, wie Medikamente altersbedingt wirken, wollen Wissenschaftler herausfinden, welche Medikamente in welcher Kombination für alte Menschen überhaupt geeignet sind.

Für Senioren umdenken!

Die Gefahren aus gleichzeitigem Konsum mehrerer Medikamente sind genau so hoch, wie es unmöglich ist, alle Erkrankungen gleichermaßen behandeln zu können. Hier die Balance in der Medikation zu finden, ist besonders wichtig.
Ein Patient mit 80, mit Bluthochdruck und Arthrose, wünscht sich, den Alltag bewältigen zu können, wofür er zunächst Schmerzmittel braucht. Sein Bluthochdruck, wenn auch mit höherem Schlaganfallrisiko, ist ihm weniger wichtig.
Somit sind in der Medizin langfristige Risiken und deren Prävention einzuschätzen, was bei 30- oder 40-Jährigen richtig ist, wo aber ältere Personen zunächst die Beschwerden los werde wollen, durch die sie im Alltag eingeschränkt sind. Da spielt die nahe Zukunft eine weniger wichtige Rolle.

Positiv oder doch negativ…?

Forscher in Bochum benannten nach amerikanischem Vorbild für 131 häufig verordnete Arzneien drei Kategorien: für Ältere unbedenklich, für Ältere nicht geeignet und für Ältere nur unter Vorbehalt empfehlenswert.
Allein 82 Arzneistoffe wurden dabei als potenziell nicht angemessen eingestuft, da deren Wirkstoffe bei Älteren verstärkt zu unerwünschten Nebenwirkungen führen können.
Wenn also Mitteln gegen Blasenschwäche oder Darmprobleme bei Älteren deren Gedächtnis belasten oder Kreislaufmittel die Sturzgefahr und Psychopharmaka in hohem Alter das Risiko Schlaganfall erhöhe, sind Alternativen notwendig: nur 26 Medikamente auf der Liste sollten uneingeschränkt grünes Licht für deren Verschreibung an Senioren erhalten.

Der gute Saft der Grapefruits

Und damit der Laie richtig staunt: Grapefruitsaft kann Enzyme hemmen, die im Körper für den Abbau von vielen Arzneistoffen verantwortlich sind. So könnten Grapefruits die Wirkung verschiedener Medikamente verstärken und zu vermehrten Nebenwirkungen führen, wissen nicht nur Funktionäre der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.
Eine Tatsache, die auch häufig verordnete Medikamente gegen Bluthochdruck, Herzkrankheiten, Fettstoffwechselstörungen und andere chronische Erkrankungen betrifft.
Fazit: Fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker!

Kind! Werd’ Beamter!!!

Jährlich mindestens einmal wird „die Sau durchs Dorf getrieben“. Und erneut heißt im Januar 2010 die zugehörige Schlagzeile: Beamte sind die heimlichen Reichen. Wenn dann noch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) untermauert: „die“ Deutschen verfügen neben ihrem Ersparten auch noch in erheblichem Umfang über Vermögenswerte, wie es die künftigen Rentenansprüche aus dem Berufsleben darstellen, dann ist das irgendwie Klasse und macht 4,6 Billionen Euro.

Toll, denn diese Ansprüche seien „bares Geld wert“. Oder etwa nicht…??!! Ja, irgendwie und irgendwann schon, aber eben vorerst nur fiktiv. Denn derlei „vermeintliches Vermögen“ bringt keine Rendite, trägt keine Zinsen und sichert auch keinen Kredit.
Und weil man das Rentenalter oder das pensionsfähige Alter erst mal erreichen muss, gilt der Anspruch ja wohl nur, wenn man den Status des Berechtigten erreicht oder wenn Hinterbliebene anteilig berechtigt werden. Und wer gar unter der Lebenserwartung bleibt, der hat falsch kalkuliert…

Forscher sind gern mal überzeugt

Wissenschaftlich, statistisch oder ökonometrisch mag dann mitten im Januar 2010 auch das Ergebnis interessant sein: die künftigen Rentenansprüche aus dem sozio-ökonomischen Panel (SOEP, 2007), mit anonymisierten Daten der Rentenversicherung nach Erwerbsbiografien, Alter und Lebenserwartung errechneten die Theoretiker dann auch für verschiedene Bevölkerungsgruppen einen “Gegenwartswert” an Alterssicherungsansprüchen auf den Durchschnitt von „ individuellen“ 67.000 Euro. Und wie bei Durchschnitten üblich, relativieren diese dann auch altbekannte Vermögensunterschiede.
Das nun hätte man auch ohne Erhebung raus gebracht, weil abhängig Beschäftigte und Selbständigen ihre gesetzliche oder freiwillige Vorsorge in verschiedenen Alterssicherungssystemen treiben. Irgendwie fehlen nach unten als „Abschlag“ auf real bestehende Geld- und Sachwerte schließlich 20 Prozent.

Noch immer dabei: „Die oberen Zehntausend“

Addiert man zur Vermögensberachtung die Renten-Anwartschaften, stehen rein rechnerisch und logischerweise jene besser da, deren individuelles Vermögen (zuvor) geringer ist als das des Durchschnitts. Wer also tatsächlich über weniger Sach- und Geldvermögen verfügt als andere, der wird dann „wohlhabender“ als Mitbürger, wenn man eben alle über einen Kamm schert….
Deshalb gibt es dann aber auch die berühmten „oberen Zehntausend“ - in der statistischen Masse jeder Zehnte -, die im Durchschnitt ein „Guthaben“ von mehr als 550.000 Euro haben. Welch’ ein Wissenschaft…..? Welch’ grandiose Feststellung! Bei zugleich falschem Gebrauch des Begriffs „Guthaben“.

Klar doch! Die Beamten…

Und wieder mal sind es dann „die“ Beamten, die sich als klare Gewinner rausrechnen lassen. Nur weil dem interessierten Normalo die Daten fehlen, muss man glauben, was der DIW rechnete: die Staatsdiener haben - natürlich ohne jegliche Vorurteil - die höchsten Anwartschaften, und die dann auch wieder als „Guthaben“.

Macht für den Pensionär 400.000 Euro, während der Arbeitnehmer, eigentlich von der Verkäuferin bis zum angestellten Geschäftsführer gleichen Alters, nur rund 160.000 Euro oder 40 Prozent vom Beamten raus kommt. Die Lehrlinge und die Arbeitslosen nicht berücksichtigt. Ohne die würde der Abstand geringer.
Als interessant gilt, benennt man den Grund: die Höhe einer Beamtenpension richtet sich an den Bezügen des späten Berufslebens. Dies nun ist bei den Sozialversicherungs-Pflichtigen klar anders. „Diskussionswürdig“ nach DIW, womit dann halt die Pensionäre zu den Top-Vermögenden gezählt werden. Überboten von jenen Unternehmer mit zehn Angestellten und mehr. Welch’ doch recht schöne „Beweis“ dafür, so die Autoren der Studie, dass der Abstand zwischen Arm und Reich sehr groß ist und größer wird.

Früh leisten statt arm im Alter??!!

Eine Frage der Zeit also, bis die jeweils individuelle und kollektive Altersversorgung spürbar beschränkt werden muss. Zu häufig sind Erwerbsbiografien unterbrochen, Arbeitslose und Mini-Jobber zahlen nichts bis wenig ein. Wer glaubt, sich selbständig besser zu stellen, wird erfahren, dass er sich die private Vorsoge kaum wird leisten können.
Als ob der Zeitungsleser es nicht schon gewusst hätte: „Das Risiko, das damit einhergeht, wird erst in einigen Jahren richtig zum Tragen kommen. Der Anteil derjenigen, die im Alter wirklich arm sind, wird deutlich zunehmen.“ - Im Westen nichts Neues. ..!!

Keine Chance für Partnerschaften ohne Individuation

Einmal die Woche bringt nahezu jede Lokal-Journaille eine Portrait jener Ehepartner, die die „goldene Hochzeit“ feiern können. Wer sich die wenigen Minuten nimmt, den Bericht des Freien Mitarbeiters zu lesen, den man an die ‘eheliche Front’ geschickt hat, der wird nahezu jedes mal erkennen: einfach ist es nicht, 50 Jahre beieinander zu bleiben. Wer nun aber glaubt, die verklärte Vision eines harmonischen Gleichfühlens sei das Geheimnis für jahrelange Partnerschaft, der irrt. Harmonie birgt nämliche die große Gefahren für zwischenmenschliche Beziehungen.

Was anfangs als romantische Beziehung wichtig und normal erachtet wird, um eine gute Basis zu schaffen, hat hoffentlich spätere Ungleichheiten zur Folge. Reife Beziehung erfordern nämlich, dass man sich nicht selbst verliert, weil man sich zu stark an den anderen anpasst.
Wer nicht mehr zeigt, wie er wirklich ist, sondern wie der andere wünscht, der entwickelt ein falsches Selbst.
Unterstellt man als einen „Urwunsch des Menschen“, nicht abgelehnt zu werden, tappt man sehr leicht daneben,wenn man dem anderen zu arg gefallen will und sich dadurch zu stark anpasst.
Beziehungstherapeuten wissen, eine Beziehung wird langweilig, wenn zu wenig Raum bleibt für neue Handlungsweisen und eigene Ideen. Viele Bereiche aus der Beziehung und Themen werden durch zu hohe Adaption des jeweils anderen ausgeschlossen. Folge: Erstarrung und Unzufriedenheit.”

Individuelle Gefühle

Wer individuell fühlt, darf für diese Gefühle nicht versuchen, diese auch zu denen des anderen zu machen. Als Vorführ-Effekt gilt, wenn in der Folge einer negativen Emotion, nicht nur einer, sondern schließlich beide schlecht gelaunt sind.
Für ein stabiles Selbst ist die zunächst negative Situation jedoch anders zu zu entwickeln. Sich am Partner zu orientieren, kann nur dann als günstig gelten, wenn das eigene, das stabile Selbst nicht aufgegeben wird.

Frühe Individuation

Verhaltensursprünge liegen oft schon in der Kindheit, während der das Individuum verschiedenen Arten entwickelt, Ansprüche zu befriedigen. Als sogenanntes Gegenteilpaar - aktiv und passiv - ist diese Haltung früh vorhanden.
Hier liegt auch der Beginn der späteren Sexualität. Da durch Polaritäten seelische Konflikte entstehen, ist eine aktive und passive Ausrichtung der Wünsche unvereinbar.

Einem Kind keine Emotionen zu erlauben, ihm diese zuzugestehen oder zu verweigern, ob es unzufrieden sein dürfe oder es so fühlen muss, wie die Eltern, bedeutet für erlaubte Emotionen nicht auch, dass ein Kind ansonsten auch alles bekommt.
Und doch gibt es Familien, in denen ein dominanter Elternteil veranlasst, dass alle Familienmitglieder so fühlen müssen wie er oder sie. Wenn also beim Abendessen, beruflicher Ärger des Vaters durch schlägt und bei Tisch wegen schlechter Laune keine Scherze erlaubt sind.

Eigener Halt

Wer vom Partner zu oft erwartet, dass Bedürfnisse befriedigt werden, der verkennt, dass es für eine befriedigende Beziehung zwingend erforderlich ist, an sich selbst zu arbeiten.
Nur wer sich sich weiter entwickelt, wer sich selbst Halt gibt und wer die Illusion ablegt, dass der andere dabei hilft, kann auch ungewollte Situationen aushalten.
Eine Beziehung kann sich langfristig nur dann entwickeln, wenn der Ton respektvoll klingt, wenn auch Platz für Themen ist, bei denen Tacheles zu reden ist und wenn Vorhaltungen und Maßregelungen unterbleiben.
Wer gegenseitig Individuation will, wer eine positive Beziehung zum Partner will, der muss auch mal den ersten Schritt machen und darf kein Ultimatum setzen.

Fazit für das Kennzeichen einer reifen Beziehung: Man ist mit dem Partner zusammen, weil man dies möchte und nicht, weil man nicht anders kann.

Jauchs 1000-Euro-Frage: Was ist Proxemik!?

Man lernt nie aus, weiß selbst der Ingenieur und nimmt das Fachwort Proxemik zur Kenntnis. Das ist die Wissenschaft, die das Raumverhalten einer Person als ein Teil der nonverbalen Kommunikation untersucht.

Für Referenten, Trainer, Lehrer und Coachs mag nun tatsächlich gelten, dass sie zu wenig auf ihre physischen Bewegungen und ihr Raumverhalten achten. Sind sie doch meist stark daran orientiert, sprachlich zu vermitteln.

Zweifelsfrei kann eine angemessene Körpersprache helfen, Zuhörer, Studenten oder Schüler, Kursteilnehmer beim Informiert-werden, beim Begreifen und beim Lernen zu unterstützen. Und damit das klappt, können auch Seminare mit Theater-Profis helfen, das günstige Körpergefühl zu finden.

Man nennt schon mal einen zweifelhaften Zeitgenossen “Auftrittler”. Warum? Weil der meist weiß, sich angemessen in geschlossenen Räumen, wie in einem Klassenzimmer, zu bewegen, den Raum zu fühlen, und diesen in seinem Sinne zu “beherrschen und zu gestalten”. Eine Fähigkeit, die nicht jedem Pädagogen gegeben ist. In Frankfurt nun kann man diese eher “situative Kompetenz” mit zwei Bühnenprofis lernen.

Neuwort “Proxemik”!?

In Seminaren mit Führungskräften wurde auffällig, dass diese sich “nicht genug Raum nehmen”, wenn sie vor einer größeren Gruppe reden oder vortragen. Wer sich so kennzeichnet, verliert an Präsenz, an Klarheit und damit an Persönlichkeit.
Da man vor einer Gruppe als ‘Person’ und damit exponiert steht, muss der “Sender” identifizierbar sein, um zu wirken, mit dem, was er sagt.
“Proxemik” heißt das Fachwort für die Wissenschaft, die das Raumverhalten als ein Teil der nonverbalen Kommunikation untersucht. Bewegung im Raum gilt zweifelsfrei als ein zentrales Element der Schauspielkunst. Wer Theater spielt, mit eigenem und fremdem Rollenverhalten zu experimentiert, wer eigenes Verhalten überschreitet und neues Verhalten ausprobiert, der drückt sich und seine Rolle mit Körpersprache und Wort aus. Bestes Mittel, Präsenz im Raum zu trainieren.

Erfahren heißt spüren

Ein Modell, die Bedeutung von nonverbaler Kommunikation und nonverbaler Kompetenz zu verstehen, ist die 55-38-7 Regel von Albert Mehrabian. Er konstatiert in den 70er Jahren, dass bei Präsentationen vor Gruppen 55 Prozent der Wirkung durch Körpersprache bestimmt wird, also Körperhaltung, Gestik und Augenkontakt. Den weiteren Effekt erzielt der Vortragende zu 38 Prozent durch die Stimme und nur 7 Prozent durch den Inhalt seines Vortrags

Auch wenn die Prozentzahlen seither leicht korrigiert wurden, hat sich daran, dass Körper und Stimme entscheiden, ob gesprochenes Wort ankommt oder eben nicht, nichts geändert.
Für “den Normal-Beruf Lehrer oder Dozent” muss dies nun bedeuten, dass sie großen Wert auf das Wort legen, sich selbst als Person aber zurücknehmen. Selbst gut darin geübt, zuzuhören, glauben die meisten Lehrer daran, nur durch verbal beschreiben oder erklären könne man genug erfahren. Das aber reicht “dem Schauspieler” nicht, weil erfahren immer auch spüren bedeutet.

In den Frankfurter Seminaren macht das Rollenspiel “Gefeierter Torwart” die Umstände deutlich. Als Schlussmann gilt der Keeper als Rückgrat seiner Mannschaft, der den Strafraum und die Torlinie beherrscht.
Seine Rolle als Aufgabe: er bewegt sich nach oben, unten, vorne, hinten, seitwärts und diagonal; er dirigiert die Mannschaft; beobachtet, ist konzentriert, gibt Impulse, feuert an, mahnt zur Ruhe. Und er ist und bleibt bei vielen Szenen mit höchster Aufmerksamkeit immer mitten im Spiel.
Wer sich im Seminar in der Rolle eines Torwarts traut, der erntet “nach dem Spiel” Applaus und Schulterklopfen. Der “Lehrer als Torwart” selbst strahlt, hat ein gutes Gefühl. Und keiner weiß, wie lange das anhält…

Gedächtnis für den Körper

Ein gutes Gefühl zu haben, bedeutet in der Schauspieltechnik, das Körpergedächtnis abrufen zu können.
Wer vorne steht, soll also belebendes Körpergefühl spüren. Wer dies wahrnimmt, richtet auch den Körper danach aus. Der ‘Machtraum’ wird weiter, der Atem kraftvoller. Worte klingen besser und kommen an, sie reichen weiter, weil sie prägnant sind.
Es geht also darum, auch Lehrer - mit hohem Leistungsanspruch an sich selbst und mit manchem Verbot im Kopf - zu überzeugen: Vordergrund und ‘performance’ sind wichtig. Ohne bewusstes Auftreten bleiben Körperhaltung und Körpersprache schwach.
Wer richtige Signale sendet, der steht selbstbewusst und richtig im Raum, um erfolgreich zu unterrichten.

Mehr Informationen unter www.engst-walther.de.

Was Männer schon vor Grönemeyer wissen mussten

Männer nehmen in den Arm, geben Geborgenheit, sie weinen heimlich, brauchen viel Zärtlichkeit, sind verletzlich, sind auf dieser Welt einfach unersetzlich, Männer haben ’s schwer, nehmen ’s leicht, werden als Kind schon auf Mann geeicht. Aber, wann ist ein Mann ein Mann?

Innere Unruhe, matt, reizbar, fliegende Hitzen, Haarausfall, Schlaflosigkeit, Potenzstörungen und Bauch: zwischen 40 und 60 sind dies beim Mann die Symptome, die häufig mit einem gefallenen Testosteronspiegel einher gehen.

Was langsam, schleichend, aber unaufhaltsam verläuft, nennt der Volksmund fast ein wenig herab lassend ‘Midlife-Crisis’, gemeint sind aber die Wechseljahre, und zwar die des Mannes.
Subjektiv kann sich der Einzelne dann schon krank fühlen, die Vitalität lässt nach - bis hin zum Arbeitsplatz. In der Beziehung steckt sexuelle Frustration, die Stimmungen schwanken, Spannung führt zum Konflikt und der solchermaßen Betroffenen isoliert sich, fällt auch schon mal in Depressionen.

Hormone und Testosteron

Was Männer über Jahrzehnte kaum interessiert, ist die Tatsache, dass sich auch beim starken Geschlecht der Hormonhaushalt umstellt. Verantwortlich dafür sind die “Androgene” als männliche Sexualhormone für körperliche Entwicklung, sexuelle Aktivität und Wohlbefinden. Ganz vorne dabei, das Testosteron, das DHEA (Dehydroepiandrosteron), das DHEA-Sulfat und das Androstendion.

Fällt nun das Testosteron ab dem 40. Lebensjahr linear ab, liegen schließlich 15 bis 20 Männer von 100 um die 50 Jahre unter den Normalwerten. Das nun macht noch keine Hormonbehandlung nötig, denn deren Produktion ist stark von Ernährung, Bewegung, Stress und emotionalen Belastungen beeinflusst.
Den Status eines “Klimakterium virile”, den der Wechseljahre beim Mann, haben aber nur jene, deren Beschwerden andere Ursachen haben und bei denen der Mangel an Testosteron nachzuweisen ist.

Und meine Androgene….?

Beim Manne fördern Androgene den Knochenaufbau, bestimmen Muskelmasse und Muskelkraft und auch die fettfreie Körpermasse. Fehlt Testosteron, führt dies Osteoporose, verminderter Kraft, führt zu Muskelabbau und Rückenschmerzen.
Muskelmasse wird zu Fettgewebe, das Körpergewicht steigt, der Mann ‘trägt Bauch’.
Und auch der Bart und Körperhaare hängen ab vom Androgen. Fehlt es, wird die Haut trockener, die Stimmung schwankt, Konzentration und Merkfähigkeit sinken, depressive Verstimmung macht sich breit. Der Mann verliert seinen Antrieb, sich im Beruf zu behaupten fällt ständig schwerer…
Und wenn es ganz schlimm kommt, kracht es auch in der Libido. Fehlen Sexualhormone fehlt die Lust auf Sex, bleiben sexuelle Phantasien aus, s mangelt spontanen nächtlichen Erektionen, Orgasmen und Ejakulationen. “Der Mann” ist sexuelle lustlos, seine Erektion ist gestört.

Veränderung auch zum Positiven

Ist eine Dosis indiziert, dem Körper fehlendes Testosteron zuzuführen - mit Kapseln, Spritzen oder einem Hormonpflaster - ist es in den Wechseljahren damit nicht getan. Auch äußere Faktoren sind zu prüfen: Ernährung, körperliche und sexuelle Aktivität Stress, regelmäßigen Sport.
Ganz nebenbei: Sexualität spielt für die gesteigerte körpereigene Hormonproduktion eine anregende Rolle. Und umgekehrt!

Also Männer: Stressbewältigung und Entspannungstechniken helfen auch, denn nicht kompensierter Stress verkürzt die Lebenserwartung und führt durch Veränderungen der Hormonausschüttung (Cortisol) zur Beschleunigung von Alterungsprozessen.

Da ist jemand, der noch einmal das Ruder rumreisst, sich nun vielleicht zum ersten Mal in seinem Leben selbst verwirklicht - und das ist doch schließlich etwas Positives.

Auf ein Neues !

Man(n) kann der Kollegin kaum widersprechen. Auch wenn die meisten der 600 000 Lehrer (?) in Deutschland sie bislang nicht mal mit dem Namen kannten. Gabriele Frydrych wurde in Jena geboren und lebt seit ihrem vierten Lebensjahr in Berlin. Dort studierte sie Slawistik, Germanistik und Publizistik und ging anschließend auf ein Referendariat ein; an einem Gymnasium in der pfälzischen Provinz. Der große Lehr-Dienst begann dann an Berliner Gesamt- und Realschulen. Ihre Seitenblicke und ihre Aspekte an verschiedenen Schulen, in diversen Klassen und in verschiedenen Kollegien hält sie seit einigen Jahren in ironischen Glossen fest, für die sich längst auch Zeitungen und Zeitschriften interessierten.

Wer als Leser selbst seit mehr als 35 Jahren im Schuldienst steht, dem sei erlaubt, Frau Kollegin zu adaptieren und auf ‘ne andere Region und Schulart “runter zu brechen”… (siehe Vorlage unter Happy New Year!)

Und schon geht’s los…

Update: Aus urheberrechtlichen Gründen darf der Rest des Artikels leider nicht mehr veröffentlicht werden und ist somit Geschichte.