Monatsarchiv: Oktober 2008

Private Kaufkraft: Ein düsterer Ausblick!?

Energie, Lebensmittel, Backwaren, Sprit, Kinderwindeln, Pflegebedarf - jeder Verbraucher spürt Preiserhöhungen in unterschiedlichem Maße, doch alles zeigt nach oben. Die einen nennen es das Gespenst in Europa und meinen damit die Inflation; andere befragen als Studie hunderte Deutscher und stellen fest: nur einer von vier Deutschen ist mit seiner derzeitigen finanziellen Situation zufrieden. Nur zehn Prozent sind guter Dinge.

Die Umfrage unter 1000 Bundesbürgern zeigt: Um in Deutschland als finanziell zufrieden zu gelten, bedarf es einer Eigentumswohnung, einer Partnerschaft und eines hohen Bildungsgrades. Wer dies individuell erfüllt und jünger ist als 40 Jahre, der hat laut einer Studie der WGZ Bank und der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) jetzt und auch in Zukunft weniger Sorgen, wenn es um seine Kaufkraft und um seine Finanzen geht.

Doch gibt es deutlich auch wirtschaftliche und existenzielle Ängste in der Bevölkerung, weshalb mehr als die Hälfte der Befragten ihre finanzielle Lage als “mittelmäßig” bezeichnet und fast jeder Fünfte sie “schlecht” benannte. Dies schätzen vor allem Singles so ein: jeder Dritte Alleinlebende ist mit seinen Finanzen unzufrieden, aber nur jeder Siebte, der in einer Partnerschaft lebt.

Für die nahe Zukunft wird der Blick noch düsterer: 88 Prozent glauben nicht dran, dass sich die Lage verbessert, was die private Ausstattung, was seine laufendes Budget und seine Möglichkeiten für Ersparnisse angeht. Jeder Vierte rechnet damit, 2009 weniger Geldvermögen zu haben als heute.

Finanzielle Zufriedenheit einschätzen

Sind gereiftere Jahrgänge und ältere Menschen tendenziell eher unzufriedener, spielt die Wohnsituation eine wesentliche Rolle, wenn die finanzielle Zufriedenheit einzuschätzen ist. Generell gilt der Satz: Eigentum macht glücklich. Eine Feststellung, die vor allem für die Eigentümer von immobilen Werten gilt. Als Gruppe fühlt sich knapp die Hälfte davon finanziell gut. Die Gruppe der Mieter als nur ‘Hausbesitzer’ kommt hierbei nur auf ein Drittel, was aber immer noch überdurchschnittlich ist. Immobilieneigentum gilt für viele Menschen als besonders wertbeständig, wogegen nur jeder sechste Mieter mit seinem Sach- und Geldwert-Vermögen zufrieden.

Beamte die Zufriedensten

Nach Berufen geordnet sind die Beamten die Zufriedensten. Zwei Drittel halten ihre Besoldung für eine gute finanzielle Situation. Für den zweiten Rang bewerten sich Freiberufler und Selbstständige. Unter den abhängig Beschäftigten beurteilen nur neun Prozent ihre Situation als gut. Und auch bei der Bildung gibt es ähnliche Unterschiede. Menschen mit Abitur sind fast doppelt so häufig zufrieden wie Menschen mit einen Hauptschulabschluss. Wobei andererseits nur Personen mit hohem Bildungsgrad den politischen Zustand am kritischsten zu betrachten wissen.

Und noch ein neuer Autor

Es ist gar nicht so einfach heutzutage Autoren für das Schreiben von Weblog-Artikeln zu begeistern. Zumindest wenn es darum geht, mehr als nur einmal etwas zu veröffentlichen. Der Job, der Alltag, die Familie, die Hobbys, all das fordert seinen Tribut. Gezahlt wird mit der Zeit, die man für solche Dinge entbehren kann. Und diese Zeit scheint immer knapper zu werden. Ein Phänomen unserer schnelllebigen Gesellschaft? Irgendwie hat man das Gefühl, früher wäre alles viel ruhiger abgelaufen. Heute mit PC, Internet und Dutzenden von TV-Programmen stehen wir direkt an der Schwelle zum Information Overflow.

Doch kommen wir zum Eigentlichen dieses Beitrages, künftig wird hier Wolfgang Bräun (c/o Redaktionsbüro Wanne Villingen) für einen redaktionell möglichst bunten Blog sorgen. Der Diplom-Volkswirt ist mit sicherem Auge Lehrer für das Kaufmännische Fächerfeld und lässt sich gerne von spannenden Themen reizen. Weblog-Erfahrung hat Wolfgang natürlich auch schon, so schreibt er u.a. regelmäßig über Themen wie Autos und Autoversicherungen oder Versicherungen und Finanzen. Da dürften Wirtschaft und Politik nun auch kein Problem mehr sein ;-)

Subprime Krise -> US Hypothekenkrise -> USA Immobilienkrise -> Bankenkrise -> Börsenkrise -> Finanzkrise -> Wirtschaftskrise 2008?

Momentan kriselt es an jeder Ecke. Als Mitte 2007 die ersten Meldungen zur Subprime Krise in den USA rumgingen, fühlte sich Otto Normalbürger im fernen Deutschland noch ganz behaglich. Die US Hypothekenkrise schien hausgemacht und aus der Distanz betrachtet ist ein Sturm auch nur ein laues Lüftchen. Ein Grund für das nachlassende Interesse an der US Immobilienkrise war sicher auch der drastische Anstieg der Gas-, Öl- und Benzinpreise, alles schien auf eine Energiekrise hinaus zu laufen und traf das Portemonnaie und damit den Nerv der Bürger direkt.

Doch kaum dass die Preise purzeln und Entwarnung auf dem Energiesektor gegeben scheint, da hat die Immobilienkrise auch unser Land erreicht. Dank Globalisierung, mangelhafter Kontrollmechanismen und der Profit-Gier der Banken und Bänker stürmt es jetzt ganz heftig im Deutschen Bankenwesen, die Börse reagiert entsprechend und die Finanzkrise scheint unumgänglich.

Von 1,4 Billionen Dollar Verlust weltweit ist die Rede, mit Island steht ein EU-Land kurz vor dem Staatsbankrott, der DAX bricht auf unter 5000 Punkte ein, die Bankenkrise wird zur Börsenkrise und wächst sich zu einer vollwertigen Finanzkrise aus. Panikverkäufe, Staatshilfen, Vertrauensverlust, Konsumverzicht - daraus läßt sich in kurzer Zeit sogar eine fette Wirtschaftskrise zusammenbrauen. Wollen wir hoffen, dass das Zerplatzen der US-Immobilienblase nicht zum Auslöser für eine echte Weltwirtschaftskrise wird.

Zum besseren Verständnis der Entwicklung empfehle ich das Lesen der Informationen über die Finanzkrise 2008 und die Erklärung zur Subprime Krise und weitere Artikel im Blog ohne Namen. Und zum Schluss noch eines: “Ruhe bewahren” Vielleicht sieht in ein paar Tagen das Wirtchaftswetter schon wieder viel rosiger aus :)