Monatsarchiv: November 2008

Opa im Cockpit: Wie gefährlich sind Senioren am Steuer?

Wann ist man Senior, wann alt und wann schließlich verkehrsuntüchtig? Senioren am Steuer sind immer wieder Thema für Politiker oder vermeintliche Experten. Die meinen dann, man müsse sie genauer kontrollieren, die da den Führerschein schon 50 Jahre und länger haben.

Dass nun ältere Autofahrer übermäßig an Unfällen beteiligt sind und gar eine Gefahr darstellen, wird von anderer Seite als absurd betrachtet - den Versicherern nämlich. Und die Herausforderung wächst, wenn die Gruppe der über 80-jährigen in den nächsten Jahren wachsen wird.

Der Altersdurchschnitt der Menschen wird immer höher, was hoch rechnen lässt, dass in vielen OECD-Ländern schon ab dem Jahr 2030 jeder Vierte 65 Jahre oder älter ist. Aus vier von 100 Personen mit über 80 Jahren werden bald 12 anteilig zu erwarten sein. Für Deutschland wird sogar von 18 Prozent 80-Jähriger ausgegangen.

Wirtschaftliche Interessen

Doch nicht nur das Durchschnittsalter wird höher, auch das Geschehen auf den Straßen wird sich ändern. Bewegten sich in der Vergangenheit die Alten überwiegend als Fußgänger, Radfahrer oder als Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel fort, hat die erste alte Generation deutscher Bürger in fast allen Fällen einen Führerschein besitzen, so der ADAC in München.

Für diese sind das Autos und die unbeschwerte Mobilität eine Selbstverständlichkeit, auf die gerade die Personen mit sehr viel freier Zeit kaum verzichten möchte. Doch gerade ältere Autofahrer müssen sich mit ihren Schwächen des Alters abfinden, was auch bedeutet, dass ältere Menschen ihre Fahrtüchtigkeit bei Tests unter Beweis stellen sollen. Das nun ist nicht nur guter Wille, denn es geht auch um wirtschaftliche Interessen, weil es auch Menschen gibt, die an diesen Tests verdienen wollen.

Mit den Unfallgefahren sieht es nun für ältere Verkehrsteilnehmer gar nicht mal so schlecht aus, wie das die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) meldet. Dort kam man zu dem Schluss, dass die amtliche Statistik kein bedrohlich steigendes Verkehrsrisiko mit zunehmendem Alter aufweist.

Damit ist die Zielgruppe keineswegs “verkehrsgefährlicher” als andere, auch wenn Begleiterscheinungen wie schlechteres Sehen, geringere Beweglichkeit oder ein Nachlassen der Reaktionsfähigkeit gegeben sind. Schließlich können ältere Menschen vieles durch Erfahrungen ausgleichen.

So sind die Alten selbst, ihre Verwandten und die Hausärzte gefordert, dass auf freiwilliger Basis die Fahrer sich kritisch mit ihren Fähigkeiten auseinandersetzen. Handicaps sehen Aussenstehende am ehesten und auch der Hausarzt sollte dem Senior “rechtzeitig ins Steuer greifen”.

Der Deutsche und die Wirtschaft: Krise, Kaufkraft, Konjunktur in 2008/09?

Umfrage des Bankenverbandes (II)

Zu Managern und Unternehmen fiel deren Bild in der Öffentlichkeit für sechs von 100 Befragten mit der Note „schlecht“ aus; etwas negativer als noch im Frühjahr, aber positiver als vor zwei Jahren. Doch die Bürger sehen sich auf jeden Fall durch die wirtschaftliche Entwicklung mit Ende des Jahres 2008 irgendwie beeinträchtigt (siehe Folge I).

Ein pauschales Urteil ist damit aber nicht gerechtfertigt. Denn die Fehler Einzelner dürfen nicht allen Beteiligten an der Wirtschaft zugeordnet werden. Schließlich handelt die deutliche Mehrheit der Unternehmen und Manager in Deutschland verantwortungsbewusst und damit auch ökonomisch. Bleiben die Unternehmensgewinne, die von den Deutschen zunehmend kritisch gesehen werden: 42 von 100 halten sie für “zu hoch” und für 79 von 100 Befragten kommen hohe Gewinne eben nicht gerade der Gesamt-Gesellschaft zugute.

Zur Rolle von Unternehmen

Und längst ist knapp jeder Zweite der Auffassung, hohe Gewinne der Unternehmen seien “moralisch bedenklich”; das kann aufschrecken, denn Unternehmen und deren Gewinnerwartung sind Bedingung einer privatwirtschaftlich orientierten Wirtschaftsordnung. Eine Gesellschaft, die Unternehmensgewinne - auch hohe - als nicht erstrebenswert ansieht, ja, sogar als moralisch verwerflich ablehnt, wird kaum in der Lage sein, ihr Wohlstandsniveau auf Dauer zu halten, geschweige denn, den Wohlstand zu mehren.

Bei kritischer Haltung vieler Bürger zu Unternehmensgewinnen gelten aber gleichzeitig hohe Erwartungen an die Unternehmen, die ohne Rendite nicht zu erfüllen wären. Neben dem Anspruch nach stabilen und stets neuen Arbeitsplätzen sollen die Unternehmen mit gesellschaftlicher Verantwortung soziale Projekte, Kultur, Sport und Bildung fördern und über Steuern den Staatshaushalt finanzieren. Widersprüche, aus denen sich zeigt, dass Politik und Wirtschaft noch viel zu tun haben, um den Bürgern die Grundprinzipien der Sozialen Marktwirtschaft näher zubringen. Zum Gesamtverständnis soll beitragen, dass auch an allgemeinbildenden Schulen eine ökonomische Grundbildung im eigenständigen Schulfach “Wirtschaft” erfolgt.

Politik und politisches System

Ein Grundvertrauen in die Politik wird beim Bürger davon bestimmt, wie er der Politik zutraut, wie sie zeitnah wichtige Probleme löst. Doch nur etwas mehr als ein Drittel der Befragten zeigt sich zuversichtlich, dass die Politik die wirtschaftlichen Probleme des Landes lösen könne. Schon die Qualität der Bildung an deutschen Schulen und Hochschulen wird längst als eher unzureichend angesehen. Weniger als ein Fünftel der Befragten gibt den Schulen und nur ein knappes Drittel den Universitäten eine gute Note. Und auch für die Sicherheit der Energieversorgung wird politischer Handlungsbedarf erwartet, weil vier von zehn Deutschen die Energieversorgung des Landes bereits innerhalb der nächsten zehn Jahre für nicht gesichert halten.

Bildung und Energiepolitik sind folglich zwei jener Aufgaben, für die Staat und Politik besondere Verantwortung tragen und diese zu erfüllen sie Legitimität und Systemunterstützung beziehen. Das Vertrauen der Bürger in die Politik zu festigen und auch zurück zu gewinnen, kann daher nur gelingen, wenn der Staat bei der Bewältigung seiner Aufgaben Handlungsfähigkeit unter Beweis stellt.

Basis dieser Ergebnisse sind zwei repräsentative Umfragen, die im Auftrag des Bundesverbandes deutscher Banken durch das Institut für praxisorientierte Sozialforschung (ipos), Mannheim, durchgeführt wurden. In einer Hauptbefragung zwischen dem 1. und 8. September 2008 wurden 1010 wahlberechtigte Deutsche telefonisch befragt.

Mehr dazu unter www.bankenverband.de
Bundesverband deutscher Banken, Berlin

Krise, Kaufkraft, Konjunktur (2008): Was hält der Deutsche von der Wirtschaft? - Umfrage des Bankenverbandes (I)

Die Bürger oder “die” Deutschen!? - Nein, jeder Einzelne sieht Ende des Jahres 2008 die wirtschaftliche Entwicklung irgendwie beeinträchtigt. Und je nach persönlichem Status ist jeder auch unterschiedlich zuversichtlich oder eben nicht. Das Vertrauen in die Finanzbranche ist jedenfalls aktuell belastet, auch wenn Millionen an Kunden noch immer ihr Girokonto und ihr Sparkonto bei der bisherigen Bank führen.

Befragt zur allgemeinen Lebenszufriedenheit gibt nun im statistischen Mittel “der” Deutsche an, sie sei leicht gesunken, wenn auch vom relativ hohen Niveau. Zur Wirtschaftsordnung, als der Gesamtheit aller Gesetze, Maßnahmen und Handlungen für einen möglichst störungsfreie Wirtschaftsablauf, wächst allerdings das Markt-Misstrauen und als zweifelhaft im Wohlstand sehen die Bürger den deutschen Wirtschaftsraum.

Seit Jahren wachsen die Zweifel an der Sozialen Marktwirtschaft und nur noch jeder Zweite findet, dass sich die Wirtschaftsordnung bewährt habe. Deutlicher wird der Wunsch nach mehr sozialer Sicherung, eher abgelehnt werden mehr Markt und mehr Wettbewerb; die Aufforderung zu mehr Eigenverantwortung wird nicht bevorzugt.

Trotz schwindender Kaufkraft seit der Euro-Währungsreform gibt es in Deutschland eine Mehrheit, die von den Unternehmen eine gute Meinung hat, auch wenn viele Bürger deren Gewinne für zu hoch halten, was wiederum der Gesellschaft nicht dienlich sei und als moralisch bedenklich gelte. Daraus resultiert der Anspruch an die gesellschaftliche Verantwortung der Unternehmen, an die die Deutschen hohe Erwartungen haben.

Gleichzeitig geht die Zufriedenheit mit dem politischen System zurück, weil das Vertrauen fehlt, dass die Politik tatsächlich Probleme lösen könne. Besonders bei Bildung oder künftiger Sicherheit mit Energie sieht der Deutsche sein Land weit hinter den Möglichkeiten.

Der Einzelne und die Finanzmarktkrise

Es dürfte jedoch nicht für alle Deutschen gelten, wenn diese trotz der internationalen Finanzmarktkrise als ‘besonnene Sparer und Anleger’ gelten, denn sorgenvoll ist jeder auf seine Weise; gerade auch über die weitere Entwicklung: der Bänker, der Arbeitnehmer, der Beamte. So sieht “der” Bürger die wirtschaftliche Entwicklung als beeinträchtigt und wegen der globalen Beziehungen und wegen des weltweiten Kapitaltransfers über alle Volkswirtschaften hinweg, sind solche Befürchtungen kaum auszureden. Da aber Konjunktur immer mal wieder auch nach unten schwingt - auch ohne eine begleitende Finanzmarktkrise - sollte nicht jede Erscheinung allein den Finanzmärkten zugeschrieben werden.

Distanz zur Sozialen Marktwirtschaft

Der abgeleitete, langfristige Trend für das Ergebnis aus der Umfrage zeigt, dass die Merkmale für einen Vertrauensverlustes in die Soziale Marktwirtschaft als überaus markant gelten: höhere Leistungsanforderungen, Ängste aus der Globalisierung und dem sozialen Abstieg, gestiegene Preise bei rückläufigen Reallöhnen und wenig Spielraum des Staates bei der Verteilung über die Fiskalpolitik. Der Bürger als Wohlstandsverlierer sieht sich dann auch als Kritiker am Wirtschaftssystem.

Unternehmen: Erwartungen und Widersprüche

Von den Unternehmen in Deutschland haben die meisten Bürger eine gute Meinung. Kritisch werden jedoch die Unternehmensgewinne beurteilt. Viele halten sie für zu hoch, der Gesellschaft nicht zuträglich und sogar für moralisch bedenklich. Das verhindert aber nicht, dass die Deutschen Erwartungen an die Unternehmen haben, die ohne Kapitalverzinsung nicht zu erfüllen wären. Zu Schwächen und Verfehlungen von Managern und Unternehmen haben sechs von zehn Befragten noch das Urteil: „gute“. Zwei von drei werten mit „nicht so gute“ und lediglich für sechs von 100 ist die Note „schlecht“. Damit fällt das Bild zwar etwas negativer als noch im Frühjahr aus, aber positiver als vor zwei Jahren.

Mehr dazu unter www.bankenverband.de
Bundesverband deutscher Banken, Berlin

Pisa, Piercing und die Pille: Wer weiß schon, was unser Bildungssystem braucht?

“Wir brauchen mehr Qualitätskontrolle”! forderte jüngst ein Professor für Ökonomie. Wer jedoch bei dieser Art Kontrolle eher an die ‘Hackfleischverordnung’ denkt, der lag damit falsch bei der Kategorie und dem Thema “Gammelfleischskandal”.

Die Herkunft und die Qualität von Fleisch und die zugehörigen Betriebe wie Schlachthöfe zu kontrollieren, ist durchaus sinnvoll. Doch geht’s für und wegen diesem unersättlichen Otto Normalverbraucher nicht immer nur um essen und trinken, sondern mit Blick in die Zukunft auch schon mal um das Bildungssystem.

Wieviel Bildung braucht nun der Mensch, wenn das Bild vom Schlachthof schon nicht zu Pausenhof und Schülerschwemme passt? Und was kümmert die Wirtschaftswissenschaft sich ums pädagogische Terrain? Wenn nur mal erst die Finanzwissenschaft, die Geldpolitik und die Geld- und Kapitalwirtschaft als Zunft derer mit stetem Renditedenken auf ihrem eigenen Gebiet klar käme!? Von wegen Finanzkrise und Landesbanken und so…

Das deutsche Bildungssystem auf wirtschaftswissenschaftliche Methode und in ökonometrischer Analyse zu untersuchen, ist nicht gerade ein neuer Hut. Betroffene kennen die Problematik längst und zur Genüge. Da möge sich der Nationalökonom doch einfach verhalten wie der Vertreter des tradierten Handwerks, dem man zuruft: “Schuster, bleib bei deinen Leisten”! Dagegen klingt die Forderung bei den Vorsitzenden der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) schon sehr viel besser: “Nach der Zeit des Messens und Wiegens muss endlich die Zeit des Fütterns folgen!”

Dem nun kann zugestimmt werden. Wie beim guten bis sehr guten, wenn nicht gar biologisch erzeugten Fleisch liegt das Problem beim “Füttern”. Doch mit dem fatalen “dritten ökonomischen Prinzip” funktioniert das nicht:
Mit möglichst wenig Aufwand möglichst höchst und
best-gebildete junge Menschen heran zu ziehen….

Auch Volks- und Staatswissenschaftler müssten also mal energisch und hörbar auftreten und den allzu oft selbstgefälligen Bildungsministern - die jahrelang weder Lehrer noch Dozent waren - einmal das unrentable Ergebnis eines schlechten Bildungssystems zu erläutern. Denn ohne ausreichenden Input auch kein befriedigender Output. Das gilt bei der Sau, beim Fußball, beim Sternekoch und bei der Bildung, um die Kennzahl von der Produktivität zu bemühen.

Markenschuhe lenken von Armut ab

Sozialprofis in kinderfreundlichen Einrichtungen, die auch mal Franziskusheim heißen, sind meist recht stolz auf die Ergebnisse ihres Engagements. Sponsoren mit guten und vor Ort populären Firmennamen sind Geldgeber für die eine täglich warme Speise an Schulkinder. Und auch die Lokalpresse lobt das Sozial-Engagement, selbst wenn es stets nur als “Tropfen auf den heißen Stein” benannt wird. Doch fehlt da nicht was in der sozialen Brille der Beteiligten beim Glauben an die richtige Richtung zum Wohl der “Be-Fürsorgten”?

Ja, es fehlt was! Es fehlt das zweite Seh-Glas für die noch genauere und damit exakte Betrachtungsweise des Problems. Kinder mit einer ge-sponsorten warmen Mahlzeit am Tag abzuspeisen, ist lediglich ein Kurieren am Symptom. Zunächst sind nämlich nicht Kinder, sondern deren Eltern arm. Darüber täuschen auch nicht die vermeintlich gute Markenschuhe hinweg, die der Spross seinen Eltern trotz deren dünnem Geldbeutel abgerungen hat.

Eine Tatsache, die auch statistisch bedeutend wird, wenn man seit Wochen weiß, dass in der Republik inzwischen 750 000 erwachsene Bürger - und damit so jeder Fünfzigste - durch den Empfang der ‘Grundversorgung’ am Sozialhilfe-Tropf des Staates hängen. Wenn aber bei der Alleinerziehenden mit Halbtagsjob, beim Studentenpärchen mit Kindern, bei der Familie mit Leiharbeiter-Einfach-Anstellung, wenn bei der einkommensschwachen Familie mit pflegebedürftigen Angehörigen die “Kohle” fehlt, dann wohl auch deshalb, weil auch in einer Gemeinde wie VS, der politische Wille herrscht, mit dem Verkauf von Energie -Strom. Gas und Wasser- satte Gewinne zu machen.

Zuvor werden allerdings noch die Millionen-Verluste aus eigentlich kommunalem Hallenbad und ebensolchem Parkhaus ausgeglichen (ein Steuerspar-Modell, wie man rechnerisch tatsächlich glaubhaft machen kann ( vom Bundesfinanzgerichtshof BFH als verdeckte Gewinnausschüttung moniert aber gleich drauf vom Nicht-Anwendungsgesetz toleriert). So wird halt ein höheres Wohngeld (jährlich bundesweit 70 Millionen Euro) für die ständig steigenden Miet-Nebenkosten der Anspruchsberechtigten in Hartz IV nötig, die kaum noch Strom und Gas als Güter der Daseinsvorsorge zahlen können. Das gilt auch für Rentner in ihren Baugenossenschaftswohnung, womit oft auch Großeltern arm sind.

Jahrelange Querfinanzierung also für zwei Hallenbäder, in die die beiden Kinder der Alleinerziehenden, die über Strom- und Gastarif anteilig auch die Verluste daraus trägt, noch nicht mal freien Eintritt haben. Und frei Parken darf sie auch nicht, was gar nicht nötig ist, weil sie sich gar kein Auto leisten kann. Wann protestieren die nachdenklichen Sozialprofis in ihren Berufen gegen die sozial-unverträgliche “Querfinanzierung” öffentlicher Aufgaben zulasten ihrer Klientel - nämlich die armen Eltern mit armen Kindern?

Studieren auf Lehramt? Wer macht denn noch sowas…??

Wer will denn noch Lehrer werden? lautet immer mal wieder die stets aktuelle Stammtisch-Frage, die dann auch der Bundesvorsitzende des DBB Peter Heesen nicht beantworten kann. Nach seiner Meinung ist der qualifizierte Nachwuchs “das Problem Nummer eins” für den öffentlichen Dienst der nächsten Jahre.

Wer nun glaubt, es gehe um die Frage der individuellen Lehrer-Situation im Hick-Hack um ein vermeidbares Bildungschaos, der irrt, Viel eher geht es um die möglichen Einkommen im öffentlichen Dienst; die sogenannte Alimentierung des Staatsdiener. Der Tarifabschluss 2008 von mehr als acht Prozent für die Beschäftigten des Bundes wird wohl auch zur Messlatte für andere Bereiche des öffentlichen Dienstes werden, und Heesen weist darauf hin, dass “die Einkommensrunde 2009 für Länder und Kommunen … kein Spaziergang”, werden wird.

Hoffentlich! werden all diejenigen ausrufen, denen ihr Einkommen im öffentlichen Dienst schon längst hinkend daher kommt und schon seit Jahren hinter der Entwicklung anderer Arbeitsvergütungen stehen blieb. Da weiß ein jeder, der die Hochschule absolviert, dass ein Job in der Wirtschaft gut das Doppelte bringt, wie wenn man auf der Schiene zu Studienrat, Finanzrat oder Regierungsrat beginnt.

Wenn auch Berufseinsteiger noch längst nicht dran denken, gilt ein zweiter Gesichtspunkt als wichtig. Und den hat auch der Bundesvorsitzende des Philologenverbandes Heinz-Peter Meindiger zum Monatsbeginn (November 2008) in einer Erklärung betont: einer schrittweisen Anhebung des Pensionsalters bei Beamten ist zu widersprechen. Viel eher sei dafür einzustehen und darüber nachzudenken, Lehrkräfte - ähnlich wie andere besonders belastete Berufsgruppen wie Polizisten und Feuerwehrleute - aus der Verlängerung generell herauszunehmen.

Alternativ dazu könnte man sie in den letzten 10 Dienstjahren stundenmäßig so deutlich entlasten, dass ein gleitender Übergang in den Ruhestand ermöglicht werde. Klare Ansage bei den Verbänden also! Laufende Sach- und Fachinformationen über den TeachersNews Newsletter.

Harte Zeiten - You are fired!

Autsch! Das ist aber ein wirklich perfides videografisches Werk, das ich da gerade beim Zielpublikum Weblog entdeckt habe. Harte Zeiten. Die Finanzkrise erreicht die Familie.

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Geniale Idee. Die Sache ist so makaber wie lustig. Ich weiss auch nicht, ob da jeder drüber lachen kann. Zum Beispiel jene, die selber in der Krise stecken. Da braucht man schon eine gehörige Portion Galgenhumor, damit einem das Lachen nicht im Halse stecken bleibt. Ich weiss gar nicht, welcher Kunstform dieses Werk zuzuordnen ist. Hyperbel, Parabel, Groteske? War das Satire? Hat einer von euch eine Idee?