Monatsarchiv: Februar 2009

Qualifizierung zum Demographie-Berater

Schuster bleib’ bei deinem Leisten und Berufswunsch ‘Lokomotivführer’ war einmal. Jetzt kann sich Mann oder Frau zum Demographie-Berater ausbilden lassen. Sie sollen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und deren Fragen zum demografischen Wandel in der Arbeitswelt die nötige Unterstützung anbieten und Konzepte erarbeiten, die sich an der Praxis orientieren.

Die Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) hat dazu die Qualifizierung zum “Demographie-Berater” initiiert und eine fachliche Begleitung sicher gestellt. Ende April 2009 beginnt die erste Phase des Unterrichts zum Berater des demographischen Wandels. Bundesweit werden in zehn Städten Berater über das INQA-Projekt “Demographie-Wissen kompakt - Qualifizierung zum Demographie-Lotsen” geschult. Kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) soll die demographische Entwicklung in ihrer Region erläutert werden.

Sich mit den Herausforderungen des demographischen Wandels zu befassen, hat bereits einige Bereiche der Gesellschaft erreicht. Auch deshalb, weil für KMU die Thematik und die Problematik immer drängender werden, denn auf die Folgen einer alternden Belegschaft oder auf den Fachkräftemangel ist rechtzeitig und angemessen zu reagieren.

Hierzu benötigen Unternehmen mittelfristig beratende Unterstützung, die auf spezifische Besonderheiten praxisorientierte Empfehlungen erarbeitet. Zur Qualifizierung zählen Selbst-Lern-, Präsenz- und Praxis-Phasen, die sich an Personen richtet, die bei Personal- und Organisationsfragen bereits in der Beratung von Unternehmen stecken. Akteure also, die den betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz kennen, die als Vertreter der Personalwirtschaft sowie bei Fachkräfte bei Kammern, Verbänden und Krankenkassen arbeiten.

Erkenntnis und Umsetzung

Die Basisqualifizierung über Module läuft während 80 Stunden; die Teilnehmer werden auf 16 Personen je Schulungsort begrenzt. Die Kursgebühr liegt 175 Euro. Interessenten sollten sich beeilen, weil die Qualifizierung zum Demographie-Lotsen stark gefragt ist. Den demographischen Wandel in Unternehmen zu bewältigen, gilt sowohl als Problem der Erkenntnis wie auch der Umsetzung.

Gegebene Organisationsstrukturen und eingefahrene Arbeitsprozesse verhindern, die Dimension des Problems zu erfassen und zielgerichtete Aktivitäten zu entfalten.
Inhaltlich liegt der Fokus auf den fünf Handlungsfeldern

  • Gesundheit & Arbeitsschutz
  • Führung & Unternehmenskultur
  • Arbeitsorganisation & Arbeitsgestaltung
  • Personalführung & Rekrutierung
  • Qualifizierung & Kompetenzentwicklung

Die Schulungs- und Praxisphasen werden prozessbegleitend evaluiert, so dass kontinuierlich angepasst und verbessert werden kann.

Das Projekt gilt als Kooperation der agentur mark GmbH (Projektträger), dem Lehrstuhl und Institut für Arbeitswissenschaften der RWTH Aachen und der Unternehmensberatung d-ialogo. Ideell ist das Beratungskonzept getragen durch den gemeinnützigen Verein Demographie-Experten e.V.

Deutschland mit zu wenig Kindern

Vater werden ist nicht schwer…Familie sein dagegen sehr!

Aus der Sicht christlicher Familienpolitik gilt es als “Desaster”. Die Politik der vergangenen 40 Jahre habe dies bewirkt, so eine der publizierten Haltungen, die beim jüngsten Forum „Christ und Politik“ (Februar 2009) in Berlin vertreten wurden. Bei 30 Prozent liege der Anteil derer, die lebenslang kinderlos blieben; mehr als in allen anderen Ländern der Welt.

Die Zeiten ändern sich: von 1,2 Millionen Kinder in Jahre 1965 waren es 2007 noch 670.000. Nur 13 von 100 Kindern unter sieben Jahren lebte damals auf Sozialhilfe-Niveau, heute sind es 20 von Hundert. Der wesentliche Grund für den Geburtenrückgang (siehe Diagramm Geburtenrate) liegt nach Ansicht von Sozialgerichtsexperten in der Gestaltung der Rentenversicherung, die 1957 vorgenommen wurde.

Dies habe dazu geführt, dass man sich als Arbeitnehmer und als Bürger für das Alter abgesichert fühlen durfte und sich die Haltung ausbreitete, sich nicht mehr um Kinder kümmern zu müssen. Nun aber gilt Deutschland als “Weltmeister der Kinderlosigkeit”, macht das 4. Forum der Deutschen Evangelischen Allianz in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung publik. Thema in 2009: “Keiner lebt für sich allein - das Miteinander der Generationen”.

Kinderlose Hundehalter

Wenn heute Kinder eher als unerwünscht gelten, so habe dies nichts mit materieller Not, sondern vor allem mit Wohlstand zu tun, so die Haltung der Senioren-Union der Bundes-CDU. Da habe man gegebenenfalls lieber einen Hund statt Kinder, weil lange Jahre Familien mit mehr als zwei Kindern gesellschaftlich auch schon als Sozialfall eingestuft wurden. Die Gesellschaft, der Mensch in Partnerschaft und Ehe habe wohl verlernt, dass Kinder Glück und Sinn des Lebens seien. Als Bewies dafür gelten 140.000 jährlich registrierte Abtreibungen; davon lediglich drei Prozent aus medizinischen Gründen.

Wenn es Politik und Gesellschaft nicht schaffen, Kinder wieder als Glück zu empfinden, können das Miteinander und die Solidarität der Generationen nicht funktionieren. Hier ist festzustellen, dass jüngere Teilnehmer am Forum die Auffassung vertreten, der Familienzusammenhalt habe sich bereits deutlich verbessert, wie auch die gestiegenen Geburtenzahlen im Vergleich von 2007 und 2008 deutlich machten.

Wer wählt künftig wie?

Als noch wenig populär gilt in diesem Zusammenhang die Familienwahl. Danach sollen Eltern pro Kind jeweils eine zusätzliche Stimme bekommen. Ein Gedanke der als sympathisch gelten könne, aber auch zu Bedenken führt, ob das Familienwahlrecht mit dem Grundgesetz vereinbar ist. In diesem Sinne könne auch eine Renaissance des Ehrenamts wesentlich zum guten Miteinander der Generationen beitragen, sofern es gesellschaftlich künftig mehr Anerkennung bekomme.

Die Rolle von Kirche und Familie

Dem Miteinander der Generationen haben sich auch die Kirchen verschrieben, doch funktioniere dieser Anspruch auch in der Kirche eher nur schwach. Kirchenbesuch und Gottesdienst führen nur bedingt zum Treffpunkt der Generationen. Wer jedoch Gerechtigkeit zwischen den Generationen reklamiere, der müsse sich auch dem Glauben und dessen Weitergabe öffnen. Werte und Erfahrungen zu vermitteln gehört folglich ins Zentrum dessen, was Sozialisation und Alter ausmachen. Hat auch die Bibel keinen noch so einfachen Rat, den Schwund der Bevölkerung zu verringern, rege sie trotzdem dazu an, die Positionen zu überdenken. Stelle doch die Heilige Schrift den Vorrang der Jugend vor dem Alter in Frage, für die als Ideal der Bibel die Bedeutung des “lebens-satten Menschen” zu diskutieren sei.

Wer zahlt künftig die Renten…??

Weil jeder irgendwann mal in irgendeiner Schule war, traut sich fast jeder Stammtischbruder über Lehrer, Schüler, Erziehung und Bildung mit zu schwätzen. Wer es dann aber doch darf, der muss nicht Bundesvorsitzender sein, wie der des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) Ludwig Eckinger.

Der übte jüngst in dieser Woche Kritik an der neuesten Bildungsinitiative der deutschen Wirtschaft. Wörtlich: Die Schule muss nicht jenen zu Diensten sein, die Schule lediglich als Reparaturwerkstatt ansehen und mit neuen Fächern und Kampagnen gesellschaftliche Probleme auf die Schnelle flicken möchten.

Was aber ist da dran? Stellte doch auch der DGB zeitnah eine Studie vor, die darin gipfelt, dass jeder zehnte Jugendliche auf Hartz IV angewiesen sei. Das sind dann rechnerisch eine Million Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren und noch einmal 1,8 Millionen Kinder bis 14 Jahre, die im Souterrain bundesdeutscher Wohlfahrt groß werden. Was dann auch noch zählt, ist die Zahl der Jugendlichen, die in ABM-Maßnahmen stecken, ohne dass diesen eine Garantie auf einen Ausbildungsplatz gegeben werden kann.

Wenn jährlich rund 220.000 Schüler die Schule ohne Ausbildungsreife verlassen, sind dabei auch 80.000 bis 90.000 Jugendliche, die gar keinen Schulabschluss haben. Mangelnde Effizienz oder nur bescheidene Effektivität - egal, denn das Schulsystem kostet jährlich 3,7 Milliarden. Wer es hoch rechnet, der mag erkennen, wie künftig die Sozial-Transfers für diese heutigen Schülergruppen sich zu horrenden Summen entwickeln.

Klar wie Kloßbrühe oder auch wie dicke Tinte - für Politik und Schule wird es zur zentralen Aufgabe, die jetzigen Jugendlichen so zu unterrichten, dass sie darauf eine Lehre aufbauen können. Wird dies nicht erreicht, wird Sozialhilfe zur “achten” nicht steuerpflichtigen Einkunftsart in den nächsten Jahrzehnten. Das macht sich der Fasnachter des Jahres 2009 am besten aus dem Konfetti-Staub mit dem Ur-Alt-Lied: “Wer soll das bezahlen…wer hat soviel Pinke-Pinke…?”

Die Kritik der aktuellen Stunden kennt bis auf Weiteres keine Große Pause: Lehrer und Schüler sind die Partner de Bildungs-Sozialisation, die ihre Aufgaben dann erfüllen, wenn mehr Lehrer in kleineren Klassen unterrichten.

Blick von aussen: Zufrieden mit deutscher Gleichstellungspolitik

Die Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland zu fördern, gilt als gelungen. Bei einer Anhörung in Genf vor dem Ausschuss der UN-Frauenrechtskonvention CEDAW der Vereinten Nationen hat die bundesdeutsche Delegation die Fakten der deutschen Gleichstellungspolitik seit 2004 vorgestellt. Fazit beim Vertragsausschuss der Vereinten Nationen: Zufrieden mit der Qualität und dem Status in Deutschland.

Wurden der Bundesregierung Elterngeld und Partnermonate vom CEDAW-Ausschusses bereits 2004 empfohlen, hat man den Ansprüchen genügt. Als Indiz gilt, dass immer mehr Väter die Elternzeit in Anspruch nehmen (Anstieg von 3,5 auf 16 Prozent), was auch ein Gleichgewicht bei den Aufgaben in Familie und Beruf zwischen den Geschlechtern ausdrückt.

Auch die Problematik “Frauen am Arbeitsmarkt” hat sich von Fakten gelöst und befreit: Die Erwerbsquote der Frauen in Deutschland hat 2007 mit 64,0 Prozent das in Lissabon geschnürte Ziel von 60 Prozent deutlich überschritten. Die Aktion “Perspektive Wiedereinstieg” unterstützt Frauen, die wegen der familiären Aufgaben mehrere Jahre nicht im Erwerbsleben standen und jetzt wieder einsteigen wollen.

Im Erfolg steht auch der Aktionsplan II, um Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen. Das Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bündelte mehr als 130 Maßnahmen, von denen die Delegation das Projekt MIGG “Medizinische Intervention gegen Gewalt (MIGG)” heraus hob, bei dem niedergelassene Ärzte und Ärztinnen mit hoher Aufmerksamkeit die Fürsorge bei von Gewalt betroffenen Patientinnen unterstützen.

Gelobt wurde vom CEDAW-Ausschuss der hohen Frauenanteil in der Bundespolitik. Mit sechs Bundesministerinnen im Kabinett der Kanzlerin ist der Anteil von Frauen sehr hoch. Die Bundesregierung trage darüber hinaus mit der neuen Kampagne Frauen-Macht-Kommune dazu bei, dass sich mehr Frauen in der Kommunalpolitik engagieren.

Gleichstellung herausfordern
Deutschland nutzte die Präsentation in Genf dazu, den ersten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung zu propagieren, der 2010 vorliege und die Gleichstellungspolitik in Perspektiven zum Lebensverlauf entwickeln werde. Den Blick richtet man in Deutschland besonders auf die bevorstehende Gleichstellungspolitik, herausgefordert durch die veränderte globale Wirtschaftslage und die steigende Arbeitslosigkeit als der Finanzkrise. Schon heute sind es in 20 Prozent der Mehrpersonen-Haushalte die Frauen, die mit ihrem Einkommen den Unterhalt der Familie sichern. Eine Tatsache, die als Entwicklung die Finanzkrise noch verstärken könnte.

Der “vierte” Lebensabschnitt: Jede Menge Chancen im Alter - aber nur vielleicht

Die Themen sind vielfältig und deshalb bestimmt die politische Couleur des Betrachters, des Referenten, des TV-Talkers, des Landes- oder Bundespolitikers über die Aspekte. So kennt die “Seniorenpolitik - mit Freiheit und Verantwortung” kaum eine Altersgrenze. Das nun macht uns auch die Werbung im Apotheken-Heftchen vor.

Die Seniorenpolitik, für die der Diskurs meist mit dem Hinweis auf die Überalterung der europäischen Gesellschaft beginnt, macht nun aber doch die Reform notwendig. Für die einen eine tief greifend erforderliche, für andere eine materielle und für die Dritten eine grundsätzliche. Welchen Beitrag können nun Politiker leisten, wenn welches Bild der Alten in der Gesellschaft vorherrscht? Gesellschaft im Alter bedeutet nämlich nun nicht nur Risikofaktor bei Gesundheit und Rentenzahlungen, sondern lässt auch Chancen zu, die den demographischen Wandel betreffen.

Gab es seit dem Jahre 2000 erstmals mehr über 60-Jährige als unter 20-Jährige, sei dies nun nicht nur eine “Überalterung“, sondern je nach Standpunkt auch schon mal eine “Unterjungung”. Wenn die deutsche Bevölkerung schrumpft, weil zu wenig junge Leute heiraten und sich für die Mehr-Kind-Familie entscheiden, ist also die Gesellschaft auf Zuzug angewiesen, um langfristig den Status der gesamt-gesellschaftlichen Wohlfahrt (einst nur Wohlstand) zu erhalten.

Zuwachs durch Einwanderung kann dann ab er nun nicht nur als multi-kulturelle Bedrohung gelten, sondern auch als gesellschaftliche Chance. Wie anders und an wen sonst lassen sich in der Dienstleistungsgesellschaft deren Ergebnisse verkaufen.

Der hohe Stand des nationalen Gesundheitswesen muss in diesem Zusammenhang als vorbildlich und als nachahmenswert gelten, was derzeit nicht ohne Grund dazu führt, dass potente Zahler aus dem Ausland sich den Disziplinen deutscher Ärzte und Einrichtungen stellen. Wer es sich leisten könne, der habe als älterer Mensch auch die Bereitschaft, die Leistung für gesunden Status im Alter zu bezahlen, so die Anbieter. Doch die Leistung im Angebot muss auch dann stimmen, wenn die Senioren als Verbraucher für Umsätze sorgen und sie die Kaufhäuser bevölkern, weil man Zeit hat und sich mit hohem Anspruch versorgt.

Für zwei von hundert Rentnern bedeutet deren Lebensabschnitt jedoch eher Verzicht. Ihre Rente liegt deutlich unter 1000 Euro monatlich, was auch dadurch nicht besser wird, dass ältere Menschen im Berufsleben durchaus noch mithalten könnten, sie aber den Job weder halbtags noch ganztags finden. Wer schließlich die “Neurogenese” (Erforschung der spontanen Neubildung von Nervenzellen im erwachsenen Gehirn) betont, die lebenslang stattfinde, der muss akzeptieren, dass auch regelmäßiger Sport keine Flügel verleiht, wenn im Berufsleben mit über 60 noch zu mindestens 75 Prozent mitgehalten werden soll. Weder auf dem Bock eines LKWs noch als Berufspädagoge, noch als Oberarzt im Krankenhaus und auch nicht als gelernter Altenpfleger oder Fensterbauer.

Wer sich in erster Linie dafür einsetzt, Seniorenräte in Gemeinden und Stadtteilen zu schaffen, der verkennt, das zwischen Wunsch und Wirklichkeit weite Lücken klaffen. Attraktive und aktive Seniorenpolitik ist mehr als nur der Ruf nach dem Sammelbus, nach Stadtteil-Betreuung oder dem bürgerschaftlichem Engagement bei der Adventsfeier.

Wie also bei welchen Alten die Lebensarbeitszeit verlängern, wenn dafür zwar die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung gesenkt sind, dagegen aber die der Pflegeversicherung steigen? Wie waren vor Jahren die Themen noch einfach: Leben und Wohnen im Alter, Barrierefreiheit in Wohnung und Heim und Aufbau eines Bildungsnetzwerkes zwischen den Generationen. Dazwischen ein wenig Bürgerstammtisch für Senioren und jede Menge Halbtagsfahrten mit dem Seniorenrat der Stadt. Dann also gute Fahrt im Wahljahr 2009. Auch die Alten haben dabei die Qual der Wahl…

Hamburg: Wieder mal die Lehrer!

Ach, was muss man doch von bösen Journalisten immer wieder einfach lesen! - Jüngst berichtete das Hamburger Abendblatt von einer Untersuchung über das “Hamburger Hauptschulmodell”, wonach das soziale Umfeld der Schüler und Schülerinnen his Klasse 10 keinen Einfluss auf die Qualität einer Schule habe. Das Ergebnis schulischen Tuns (und damit wohl auch des Lassens) hänge ganz allein vom Engagement der Schulleitung und der Lehrerschaft ab. Also wieder mal die Lehrer!

Zeitgleich kann man sich dann auch über ein “vietnamesisches Wunder” informieren. Der Nachwuchs ehemaliger DDR-Vertragsarbeiter sei zwar zu großen Teilen in einem sozialen Milieu von Arbeitslosigkeit, Armut und Fremdenhass aufgewachsen, verwiesen jedoch unerwartet und geradezu trotzdem mit ihren schulischen Leistungen begünstigtere Kinder aus deutschen Familien auf die nachrangigen Plätze.
Asiatischer Bildungseifer, traditionell auch bei den Vietnamesen, sei der Grund und der Auslöser, dass deren Kinder nach Kräften von Eltern gefordert und gefördert würden. Also doch nicht die Lehrer?

Das nun könnte beweisen, es geht auch ohne deutsche Tageszeitung, ohne ‘Kaffee to go’ vor Unterrichtsbeginn, ohne laufendes TV-Gerät während der gemeinsamen Mahlzeiten und statt dessen eben mit Hausaufgaben, Disziplin, Arbeitshaltung und dem unbedingten Wollen des Asiaten.

Wer sich dann da noch lustig machen will, über einen Tierversuch, der aus Newcastle gemeldet wird, der hat den Paradigmenwechsel (..???..) nicht verstanden. Mit dabei die wissenschaftliche Sensation, dass Kühe, denen menschliche Zuwendung zuteil wird, mehr Milch geben. Man musste es längst ahnen: Es ist die Kuschelpädagogik, die es in sich hat. Und noch ein methodisches Prinzip obendrauf: In der Übertreibung liegt die Anschauung!

Wo und wie, bitte, geht’s zur Rente?

Eine der schönsten Vorruhestandsregelungen kann man(n) oder frau bei Sparkassen erfahren: Drei der letzten Berufsjahre bis zum 60ten wird für 90 Prozent brutto gearbeitet, gefolgt von drei weiteren Jahren ohne Arbeit aber auch mit 90 Prozent Vergütung und dann geht’s in den richtigen Ruhestand. Nicht zu glauben? Doch, denn Sparkassen versorg(t)en über viele Jahre ihre Altgedienten mit Einzahlungen in eine Pensionskasse, was mit dazu führt(e), dass Spaka’s keine Gewinne machen. Weil dann auch die Gemeinden als Gewährsträger Ansprüche anmelden könnten…

Und die 40 Millionen anderen Arbeitnehmer? Nun, die Jüngsten von denen werden irgendwann erst mit Rente mit 67 gehen? Was aber ist, wenn einer schon vorher nicht mehr arbeiten kann? Wie viel darf hinzu verdient werden? Und: Gibt es die Frauen-Altersrente noch? Was haben bisherige Minijobber an Rentenanspruch? Oder: Was bringen Kindererziehungszeiten? Wer mindestens 65 Jahre alt ist, darf als Rentner beliebig hinzu verdienen. Dann ist vielleicht sogar auch der Urlaub im Süden drin. Doch die Fragen, die die gesetzlich Rentenversicherten bewegen, bleiben mit vielen Antworten offen.

Je nach Jahrgang mit zeitlichem Plus!

Doch zunächst die Entwarnung: Die “Regelaltersrente” ohne Abschläge beginnt derzeit noch mit dem 65. Geburtstag. Einen ersten zeitlichen Schritt gegen das Eintrittsalter “67″ hat als erstes der Geburtsjahrgang 1947 zu tun. Der Schritt aber ist noch recht klein. Denn das langsam korrigierte “Renteneintrittsalter” wird zunächst nur um einen Monat pro Geburtsjahrgang angehoben. Das heißt: wer im Januar 1947 geboren ist, darf nicht bereits ab Februar 2012, sondern erst ab März 2012 Altersrente ohne Abzug beziehen. Wer seine Rente bereits ab Februar 2012 beginnen wollte, dem würde die Rente um 0,3 Prozent gekürzt. Das gilt für alle, die im Laufe des Jahres 1947 geboren wurden. Im Januar 1948 Geborene können erst ab April 2013 abschlagfrei die Altersrente beziehen.

Maßgeblich: das Geburtsjahr

Bei Rentenbeginn im Februar 2013, dem Monat nach dem 65. Geburtstag, müssten 0,6 Prozent Minderung in Kauf genommen werden. Und so geht es weiter. Ganz spät kommen dann die 1964 und später Geborenen zum Zuge, die nur vom 67. Geburtstag an ohne Abzug in Rente gehen können. Vorheriger Rentenbezug, der auch dann bis zu fünf Jahre möglich ist, verursacht aber bis zu 18 Prozent Abschlag - je nach Art der Rente.

Doch auch “vor 67″ kann einem die Altersrente in voller Höhe zustehen, wenn als “besonders langjährig Versicherter” gilt. Ab 2012 kann einer dann auch noch mit 65 Jahren nicht verringert den Ruhestand genießen, wenn er oder sie 45 Jahre Pflichtversicherungszeit (ohne Arbeitslosigkeit) nachweisen kann.

“Frauen-Altersrente” nennt sich das Ruhegeld für Frauen, die vor 1952 geboren sind und vor dem 65. Geburtstag - frühestens mit 60 - Altersrentnerin werden wollen. Dies allerdings mit einem Rentenabschlag von bis zu 18 Prozent.

Ein Beispiel:

1950 geboren und 60 Jahre alt in 2010; die Altersrente würde um 18 Prozent gekürzt; 14,4 Prozent wären es, wenn die Rente 2011 beginnen würde; 10,8 Prozent bei Rentenbeginn im Jahr 2012. Und so weiter. Für die Geburtsjahrgänge ab 1952 gilt diese Regelung nicht mehr.

Erwerbsminderungsrente

Scheidet jemand in jungen Jahren aus dem Erwerbsleben aus, so bekomme er keine Rente mehr, so die Stammtisch-Parolen. Das aber ist falsch. Versicherte, die durch Krankheit, Behinderung oder Unfall erwerbsunfähig wurden, bekommen eine Erwerbsminderungsrente. Dabei gelten diejenigen Personen als voll erwerbsgemindert, die nur weniger als drei Stunden am Tag arbeiten können. Teilweise erwerbsgemindert (mit halbem Rentenanspruch) ist, wer zwar noch drei, aber weniger als sechs Stunden am Tag arbeiten kann.

Diese Renten wegen einer Erwerbsminderung werden fiktiv so berechnet, als wäre bis zum 60. Geburtstag weiter gearbeitet worden und über “Zurechnungszeiten” ausgeglichen. Vor 1961 geborene Frauen und Männer können auch heute noch Anspruch auf die “alte” Regelung einer Berufsunfähigkeitsrente haben.

Rente und Hinzuverdienst

Wer als 65 Rentner mit 65 unbegrenzt hinzuverdienen möchte, kann dies tun, an der Rente ändert sich nichts. Allerdings können die Einkünfte abgabenpflichtig sein wie bei jedem Arbeitnehmer. Wer schon früher in Rente ging oder eine Rente wegen Erwerbsminderung bezieht, kann bis maximal 400 Euro pro Monat dazu verdienen. Zweimal im Jahr dürfen es 800 Euro sein. Ist der Zusatzverdienst höher, führt dies dazu, dass die eigentliche Rente nur noch anteilig bezahlt wird.

Wie Zusatzeinkommen und Rentenkürzung in Zusammenhang stehen ergibt sich - individuell für jeden Rentner - aus dem Rentenbescheid und richtet sich nach der Entlohnung der letzten drei Jahre vor Rentenbeginn. Bezieher einer Berufsunfähigkeitsrente dürfen dann mehr hinzu verdienen, wenn dies mit ihrer vorherigen Berufstätigkeit zusammenhängt, was durch die Rententräger individuell beraten wird.

Rente für Minijobber?

Minijobber, die bis zu 400 Euro im Monat, verdienen, erwerben durch die zusätzlichen pauschalen Abgaben des Arbeitgeber nur minimale Rentenansprüche. Durch eigene Beitragszahlung können diese Anwartschaften aufgestockt werden, um auch Anspruch auf Rehabilitation wie durch Kuren erhalten zu können. Dazu muss man den Arbeitgeber veranlassen, 4,9 Prozent des Bruttoverdienstes ebenfalls an die Rentenkasse zu überweisen. Macht bei 400 Euro im Monat 19,80 Euro und bei 300 Euro wären 4,70 Euro.

Kindererziehungszeiten

Für Kinder, die vor 1992 geboren wurden, wird entweder der Mutter oder dem Vater ein Jahr als “Kindererziehungszeit” angerechnet. Für nachherige Kindschaften sind es drei Jahre. Diese Gutschrift nach Durchschnitt aller Rentenversicherten ergibt jedoch einen bescheidenen späteren Rentenanteil von unter 30 Euro (oder eben ein Mehrfaches).

Die Gesetzliche Rentenversicherung wirft viele Fragen auf

Fragen über Fragen, die gesetzliche Rente ist erstens nicht mehr sicher und verunsichert zweitens die potentiellen Rentenempfänger. Die deutsche Bevölkerung steht vor schweren demographischen Herausforderungen. Die Bürger werden immer älter, die Last der Renten-Finanzierung ruht immer stärker auf den Schultern der heute Erwerbstätigen. Um so wichtiger ist es sich umfassend zu informieren und um eine ausreichende private und betriebliche Altersvorsorge zu kümmern. Nur dann ist die Rente auch in Zukunft sicher.