Monatsarchiv: März 2010

Achtung “IGeL”! Was Ärzte so alles anbieten …

Wer bei der AOK oder einer Ersatzkasse kranken-versichert ist, der benötigt für den Facharzt meist eine Überweisung und seine Versichertenkarte. Die Leistung des Arztes wird dann mit der Krankenkasse abgerechnet. Kaum ein Patient, weiß, was er mit seinem Besuch in der Sprechstunde an Kosten verursacht hat. Viel eher erhält er statt dessen als einer von jeweils drei Patienten Kenntnis von ’stacheligen Angebote’ in der Praxis. Es sind die IGeL, die “Individuellen Gesundheitsleistungen”, die nicht als Kassenleistung gelten.

Der Patient muss diese frei wählbaren Zusatzleistungen eines Arztes selbst zahlen, was 1998 von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung eingeführt wurde, um den Ärzten zusätzlichen Umsatz für Kostendeckung und Gewinn zu ermöglichen.

Während nach Sozialgesetzbuch Leistungen der GKVen “ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich” sein müssen, sind alle anderen ärztlichen Leistungen vom Patient selbst zu bezahlen. Beispiel ist die Impfberatung und die Impfung vor einer Fernreise.

Auch die Tauglichkeit für bestimmte Sportarten, wie das Tauchen, bedürfen eines ärztlichen Attests, für dessen Kosten nicht die Solidargemeinschaft belastet werden soll. Klar, dass auch Schönheits-OP’s nicht von der GKV getragen Dies alles gilt auch für viele alternative Heilmethoden, von der Ozontherapie bis zur Sauerstoff-Anreicherung des Blutes.

IGeL im “ärztlichen Sortiment”

Meist jedoch fallen IGeL-Leistungen der Ärzte unter die Vorsorge, die von den Kassen nur bei besonderem Risiko bezahlt wird. So sind es Gynäkologen, Augenärzten, Hautärzten und Urologen, in deren Facharztpraxen diese Leistungen mehr als dreißig Prozent der Einnahmen ausmachen.
Eine komplette IGeL-Liste gibt es dennoch nicht; jeder Arzt kann sich eigene Angebote ausdenken: Akupunktur, Manager-Gesundheits-Check, Vitaminkuren oder Ozontherapie.
Was jedoch als Leistung der Kasse angesehen wird, und diese trotzdem nicht zahlen, sind Ultraschall-Untersuchungen an der weiblichen Brust, der PSA-Test für Männer oder die Messung des Augen-Innendrucks.
Ist nun der konkrete Nutzen nicht belegt, blockieren die Kassen den wertmäßigen Ausgleich.
Wurde eine IGeL-Leistung erbracht, wird nach der Gebührenordnung der Ärzte, der GOÄ abgerechnet: ein EKG liegt bei knapp zehn Euro, eine Messung des Augeninnendrucks bei knapp 15; doch kann der Arzt auch das dreieinhalb-fache abrechnen.

Falscher Sattel - falscher PSA-Wert!

Obwohl bei jüngeren Frauen mit dem Ultraschall an der Brust oft schon frühzeitig Krebs erkannt werden konnte oder über den PSA-Test beim Mann dessen Prostata-Leiden, tragen die GKVen diese Kosten nicht; grad mal 25 Euro.
Wohl auch deshalb, weil ein so genanntes Massen-Screening alle Probanden eines bestimmten Alters zu wenige Erkrankungen bei hohen Kosten erkennt.
Hinzu kommt beim Mann, dass das Prostata-spezifische Antigen (PSA), ein Körpereiweiß, das ausschließlich die Prostata bildet, auch dadurch verstärkt und somit “fehlerhaft” auftreten kann, wenn der Patient viel radelt ist ein harter Fahrradsattel. Drückt er bei der Fahrt zum Arzt gegen die Vorsteherdrüse, steigt der PSA-Wert ebenfalls an. Zurück zum Absatz

Potenz gestört durchs Fahrrad! - Achtung! Sattelnase!

Statistisch betrachtet leiden rund 20 von 100 deutschen Männer zwischen 30 und 80 Jahren an Potenzstörungen. Und wie es bei Statistiken so angenommen wird, soll die Dunkelziffer diese Größe noch erhöhen. Wie aber soll der Mann mit seiner “Impotenz” umgehen, wo ihn diese Tatsache doch eher scheu macht, darüber zu sprechen - beim Arzt und in der Partnerschaft.

Da kamen Viagra und Co. gerade recht, weil auch die kuriosen und negativen Schlagzeilen über die Potenzmittel und deren vermeintliche Wunderkraft beim Sex eine offenere Diskussion um Potenzstörungen ermöglicht haben.
Und so geht es statt der “Impotenz” mehr und mehr um die medizinisch korrekte Diagnose, die “erektile Dysfunktion”. Ein “Thema”, das nahezu in allen Altersstufen und in sämtlichen Medien angesprochen wird, weil die Quote der Bundesbürger über 50 Jahren stark ansteigt und eben diese Altersgruppe von Potenzproblemen betroffen ist.

Bei der erektilen Dysfunktion werden zwei Formen unterschieden:
_die Erektionsstörung (Impotentia coeundi), die im Ergebnis für den Geschlechtsverkehr nicht ausreicht;
¬_die Unfruchtbarkeit (Impotentia generandi), wegen der bei normaler Erektion kein Kind gezeugt werden kann. Trotz Samenerguss reicht die Qualität der Spermien für eine Zeugung nicht aus. Die sind in Anzahl und Beweglichkeit reduziert und in ihrer Form labil.

Symptom für schwere Störungen

Da für eine Erektion das Zusammenspiel aus Nerven, Blutgefäßen, Hormonen und Psyche erforderlich ist, ist eine Potenzstörungen schnell mal gegeben. Die meisten haben eine organische Ursache, die dann beim Mann über 50 eine erektile Dysfunktion auslöst. Dazu gehören in erster Linie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, erhöhte Cholesterin-Werte, Diabetes, Nierenschäden, Operationen an der Prostata oder deren Verletzungen, Wirbelsäulenschäden, die auf Abnutzung basieren, hormonelle Störungen, Erkrankungen des Nervensystems wie Multiple Sklerose, Medikamente, Alkohol, Rauchen, Stress, Depressionen oder Persönlichkeitskonflikte
Sind Potenzstörungen zugleich auch Warnzeichen für eine schwerere Erkrankung, sind Erektionsstörungen immer ernst zu nehmen und von einem Arzt, in der Regel einem Urologen, zu diagnostizieren.

Gefahr durch Fahrradsattel

Sind Störungen bei Männern bis 35 Jahren meist psychisch bedingt, gibt es daneben noch einen ganz trivialen Grund für gestörte Potenz: Schlechte Fahrradsättel.
Nach mehreren Studien, die im amerikanischen Journal für Sexualmedizin publik wurden, sah man weltweit ein, dass wohl der klassische Fahrradsattel erheblich die Potenz stört. Liegt doch durch den tropfenförmigen Sattel ungefähr ein Drittel des Körpergewichts auf dem ‘Perineum’, dem Bereich zwischen After und den äußeren Geschlechtsteilen.
Langes und häufiges Sitzen auf dem Rad führt also beim Mann dazu, dass über Arterien und Nervenbahnen zum Penis dessen Funktion eingeschränkt wird, nicht genügend Druck aufgebaut und keine komplette Erektion erzielt wird.

Untersuchung und Diagnose

Um eine erektile Dysfunktion ursächlich zu erkennen, ist eine ärztliche Untersuchung auch von sehr persönlichen Fragen begleitet, die das Sexualleben, die Partnerschaft, den beruflichen Alltag und den Freizeitbereich betreffen.
Da muss der Mann dann schon mal die “Hosen runterlassen”, wenn es um Penis und Hoden geht, um Blutdruck, Blutbild und Urinprobe. Über einen Hormonstatus lässt sich darstellen, ob hormonelle Änderungen die Potenz stören.
Kommt es beim Mann im Tiefschlaf zu ungewollter Erektion, einer sogenannten Tumeszenz, liegen körperliche Störung der Potenz eher nicht vor.
Organische Ursachen können durch Ultraschall-Untersuchungen der Blutgefäße des Penis in Ruhe und nach Injektion eines erektionsfördernden Medikaments, dem Schwellkörper-Injektionstest SKIT, bestimmt werden.
Wer allerdings noch immer auf dem falschen Fahrrad-Sattel sitzt, wer Nikotin nicht nur manchmal genießt, sondern dieses Gift täglich braucht, wer Stress zeigt bei der Untersuchung, der bietet seinem Arzt dann auch falsche und negative Ergebnisse. Elektrische Reize werden eingesetzt, wenn bei Diabetikern zu diagnostizieren ist, ob geschädigte Nerven die Störung der Potenz verursachen.

Sie sind Pykniker oder doch Athlet?

Tragen Sie Größe S, L oder XL…oder gar XXL…??

Kennen Sie die Abkürzungen DOB, KiKo und HaHa? Nicht!? Dann ist Ihnen wohl auch Ihre “deutsche” Konfektionsgröße nicht bekannt. Dafür kennen Sie die “modernen Maße” derer, die als Filialisten die gängige Mode oder besser den Trend bestimmen: S, M, L und XL. Und? Passt immer alles? Sind die Ärmel nicht zu kurz und haben die Hosenbeine die richtige Länge…

Da diese Kenntnis für den Markt bedeutend ist, haben über 100 Unternehmen aus Bekleidung und Automobil sich finanziell beteiligt, um sich auch den exklusiven Zugriff auf neue ergonomische Messergebnisse zu sichern.

Das Projekt SizeGERMANY deckt auf

Sechzehn Monate lang - ab dem 1. Juli 2007- haben vier Messteams an 31 Messstandorten im gesamten Bundesgebiet die Körpermaße von 13.362 Männern, Frauen und Kinder im Alter zwischen 6 und 87 Jahren ermittelt.
Alles verlief “berührungslos” mit moderner 3-Scanner-Technologie in einer sitzenden und drei stehenden Positionen.

Vierhunderttausend Messpunkte ergaben danach den “elektronischen Zwilling” des jeweiligen Teilnehmers, woraus 44 Körpermaße für die Bekleidungsindustrie und 53 Körpermaße für die technische Ergonomie abgenommen wurden.
Den anonymisierten Daten des Einzelnen wurden allerdings dessen Geschlecht und Alter zugeordnet, was für die Analyse von textilen Zielgruppen und für spezielle Ansprüche von Herstellern über ein Online-Portal abrufbar ist.

Gründe für die Reihenmessung

Wie längst bekannt, sind die Deutschen in ihrer Körperlichkeit seit Jahrzehnten im Durchschnitt größer und kräftiger als Eltern und Großeltern. Als Problem ergab sich, dass für immer mehr Menschen die gängigen Passformen nicht mehr stimmten.
Einzige Lösung, die sich anbot: die aktuellen Körpermaße für Industrie und Handel und auch für die Automobilindustrie über ein „SizeGERMANY“-Projekt zu erfassen.

Seit 1980 und 1994 sind alle gewachsen

Was bei den Mädchen, Frauen und Seniorinnen seit 1994 galt - und zwar im Alter von 14 bis 70 Jahren - hat sich als Durchschnitt und unabhängig von bisherigen Konfektionsgrößen wie folgt geändert: Körperhöhe +1,0 cm; Brustumfang +2,3 cm; Taille +4,1 cm; Hüfte +1,8 cm.
Bei den Herren hatte man sich zuletzt an den Werten der Reihenmessung von 1980 orientiert.
Was jedem auffallen konnte und musste: auch die männliche Bevölkerung zwischen 16 und 70 ist im Durchschnitt ebenfalls deutlich gewachsen: Körperhöhe +3,2 cm; Brust +7,3 cm; Taille +4,4 cm und Hüfte +3,6 cm.
Was also seit 1957 als Hohensteiner Maßtabellen angewandt wird, und zwar jeweils 44 Maße für die Konfektion die Mode für Frauen (DOB), Männer und Knaben (HAKA) und Kinder (KIKO) - bedurfte eigentlich ständiger Anpassung…

Wie hock ‘mer denn im Auto…?

Was dem Textiler recht ist, muss dem Fahrzeug-Designer billig ein. Denn veränderte Körpermaße bestimmen auch die Entwicklung neuer Fahrzeug-Modelle.
Zwar mit weniger Problemen als in der Bekleidungsindustrie, weil die Innenraum-Maße für Fahrzeuge schon immer für 95 % der Bevölkerung entwickelt wurden.
Da gibt es die kleine Frau und den großen Mann, für die bei der Konstruktion für die Innenraum-Abmessungen ständig ein „Akzelerationszuschlag“ auf die bisherigen Werte der Zielgruppen-Fahrer und Fahrerinnen berücksichtigt wurde.

Jetzt noch bei Schuhen! Bitte!

Wenn jetzt die Discounter, die ja schon mal Schuhe als Aktionsware anpreisen, erkennen, dass bei der Bevölkerung auch der Fuß lägst größer geworden ist, dann hat auch der Autor große Freude. Nicht, weil er alles Günstige tragen will, sondern weil er schon 1963 mit Schuhgröße 46 ausgestattet war, nur eben der Fachhandel für ihn kaum was Passendes hatte…

Nichts anderes kann es sein: ‘Traumberuf Lehrer’…

Claus Z., 64, ist seit Beginn der Sommerferien 2009 pensioniert. Der Grund -und Hauptschullehrer ging gegen Abschlag von 3,6 Prozent ein Jahr früher in den Ruhstand, weil auch seine Frau beamtete Lehrerin ist. Beide aus der 68-er Generation haben ihren Beruf nie bereut - im Gegenteil! Es war das Richtige! Doch stimmt das Klischee? Viel Geld, kurze Tage, lange Ferien…?

So sind sie dennoch häufig zu hören, die Vorurteile, die Lehrern gelten, auch wenn kaum jemand ihren Beruf ausüben möchte. Vor allem nicht in Gegenden mit sozialen Brennpunkten und rauf bis Klasse 10 an einer Hauptschule.
Wie “schlimm” aber ist der Job wirklich? So schlimm wie sein Ruf? Weil irgendwann ein Schüler seinen Lehrer wegen schlechter Noten erstochen hat, weil eine Schülerin mit Molotowcocktails und einem Kurzschwert in die Schule kommt?
Tägliche Konflikte sind für Lehrer normal, ist doch der Beruf sozial betrachtet einfach härter geworden. Die Vorurteile sind dagegen die von vor Jahrzehnten: “Um ein Uhr lass die Arbeit ruh’n und widme dich dem Afternoon! Dazu die gute Bezahlung, die sichere Alimentierung im Ruhestand mit spätestens 64…
Alles ausreichend Gründe, die dafür sprechen, auch heute noch Lehrer werden zu wollen. Wenn da nicht die andere Seite der Medaille wäre. Sozial verwahrloste oder wenigstens benachteiligte Kinder und Jugendliche, verhaltensauffällig bei hohem Stress- und Lärmpegel, die Eltern, sofern es überhaupt zur Begegnung kommt, herausfordernd bis frech und anmaßend..

Beamte haben nie ein Geld nich’…

Dabei ist der Bedarf an Lehrern groß. Knapp 26 000 neue Lehrer wurden 2008 eingestellt. Die meisten davon in den alten Bundesländern. Die Zahl erscheint hoch, doch ist sie notwendig bei geradezu hoffnungslos überalterten Kollegien.
Allein 42 von 100 Lehrern werden in den kommenden zehn bis 15 Jahren in den Ruhestand gehen. Für einen solchen Abgang reichen die derzeitigen Lehramts-Studiker nicht aus. Am größten ist der Bedarf in Naturwissenschaften und Technik.

Da könnte eine Ver-Beamtung der neuen, nicht immer jungen Lehrer locken. Dazu liegt das Höchstalter meist bei 35, in Hessen inzwischen bei 50 Jahren. Eine starke Verlockung, wenn auch der Lehrerberuf finanziell nicht unbedingt “höchst interessant” wird. Für ihn wird zwar kein Arbeitnehmeranteil zur Sozialversicherung fällig, doch muss er sich mit 50 % privat krankenversichern. Und er zahlt auch Lohnsteuer, was manche Handwerkersgattin schon mal in Zweifel gezogen haben soll.

Was fehlt dem Lehrer…?

Bei 2200 Euro netto abzüglich knapp 250 für die private Krankenversicherung muss ein 34-Jähriger 28 Stunden die Woche in der GHS unterrichten.; plus zehn Stunden für Vor- und Nachbereitung. Wegen des Verdienstes wird man kaum Hauptschullehrer, ist doch die psychische und physische Belastung manchmal derart hoch, dass sie mit dem Stress von Flugloten verglichen wurde…

Sind Kollegen krank, kommt Vertretung dazu. Karriere ist eher ausgeschlossen; was bleibt ist die Ich-AG als Freiheit im Unterricht. Neid ist nicht angebracht, ist der Lehrer doch auch Sozialarbeiter, der versucht, Strukturen zu bieten, die im Elternhaus fehlen, die aber für die Sozialisation des jungen Menschen dringend gebraucht werden.

Was bleibt…?

Der Vorteil für den beamteten Lehrer ist der sichere Arbeitsplatz mit Anspruch auf staatliche Beihilfe im Krankheitsfall. Mit zunehmendem Dienstalter geht die Besoldung nach oben; auch wenn mancher von der “gesicherten Armut” spricht, wenn er an die goldigen DM-Zeiten denkt, als der Geldwert deutlich höher war und der Lehrer zur oberen Mittelschicht gehörte.
Wer den Eu-Stress mag aber den Dys-Stress nicht aushält, wird aber mit 32 anderen Kollegen von jeweils 100 schnell am Burnout-Syndrom leiden. Psychosomatische Krankheiten sind häufig, weil hoher Lärm ständig gegeben ist, die klassen groß sind und die Kinder verhaltensauffällig. Da bleibt die vierteljährlich Krankmeldung bei vielen nicht aus…

Mann, Mann, Mann…was ist bloß los??

Alfred Biolek oder Brad Pitt, Jörg Pilawa oder Dieter Bohlen, Elton oder Stefan Raab: welches Schweinderl hätten’s denn gern? Oder wollten Sie selbst mal wieder ‘ne Sau durchs Dorf treiben? Oder haben Sie als Mann über 45 die ersten depressiven Verstimmungen, ohne die Ursachen zu kennen…??

Männer haben jede Menge Probleme, doch meist gibt es nicht immer auch die passenden Lösungen. Da ist ja die fast schmerzliche Rasur im Bad noch das geringste Übel. Gerade mal frisch rasiert, fängt - je nach Bartwuchs - auch schon der Juckreiz an. Ja, klar doch, weil fast all die Männer schon tot sind, die sich noch haben zeigen lassen, wie sich einst der Großväter rasierte.
Schön einschäumen, das Rasiermesser entfaltet, am Lederriemen die leichten Fisuren abgezogen und mit feiner Hand und nicht gegen den Strich geschabt. Nicht immer ganz unblutig aber ansonsten tadellos. Und auf keinen Fall elektrisch; das gab ’s noch gar nicht.

Und heute! Heut’ sind es Hautreizungen, für die der Mann Hilfe braucht. Und warum ein Potenzproblem entsteht, weiß er auch nicht. Wenn er dann noch schnarcht und ihm täglich Haare ausfallen, dann nagt das oft am bereits instabilen Ego. Ob das nun der Anfang vom Ende ist und der Beginn der Midlife Crisis, aus der viele Männer erstmal keinen Ausweg finden?

Bei fliegenden Hitzen ein neues Hobby…?

Wen sich der Mann über 45 dann noch die Fragen stellt: Welchen Sinn hat mein Leben, habe ich überhaupt noch genug Zeit um das zu tun, was ich wirklich will, dann steckt er mitten drin in einer Midlifecrisis.
Die Folge: er fühlt sich gereizt, ist unzufrieden und hat Angst vor der Zukunft. Die vitalere und vielleicht gar härtere Art aus der Spezies Mann hat derweil schon Neues ausprobiert: ein Motorrad, die Platzreife beim Golf oder aber ein Down-Hill-Mountain-Bike, das die Partnerin längst hat.
Um aus der Krise herauszukommen, ist es wichtig, sich neu zu orientieren und den Blick auf die absehbare Zukunft mit der Partnerin, dem Freund oder gar dem Therapeuten zu besprechen.

Was! Der Mann hat einen Beckenboden…?

Wenn bereits vor einem Prostata-Leiden und ohne die finale, schmerzvolle Uro-OP die Potenz in Gefahr gerät, dann ist dies für einige ganz normal, weil nur zwei von drei Männern können, wie sie glauben, dass sie können müssten.
Doch übers Problem will keiner sprechen, nicht mit der Partnerin und höchstens mit dem Apotheker. Was kommt: die Potenzpille.
Ginge er zum Urologen, dann wüsste dieser: Mit speziellen Übungen für den Beckenboden kann man seine Potenz trainieren. Das wissen dafür all diejenigen, die wegen ihrer Prostata-Erkrankung schon mal in der Reha waren. Die jedoch können trotz Fahrstuhl-Training nicht mehr in allen Fällen ihren Mann stehen. Einem von zwei jüngeren Gesunden gelingt es dagegen schon mal wieder nach sechs Monaten.

Hau den Lukas…!!??

Wer das Gefühl hat, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt, um zu tun, was er wirklich will, der weiß oft auch nicht, was er überhaupt will. Und so will man Bilanz machen, ohne die Soll-Vermögenswerte und die Haben-Schuldwerte aus seinem bisherigen Leben zu kennen.
Ob da dann ein Coach hilft…?
Sind Wechseljahre der Frau stark hormonell bedingt, sind die dann auch beim Mann nicht ausschließlich psychisch. Da fällt die Hormon-Bilanz auseinander, das Testosteron sinkt, Potenz , Libido und Leistung lassen nach, und dann auch noch die Glatze und das Gefühl, alt zu werden.

Da wird die Andropause schnell zur existenziellen Krise mit oft unerfreulichen Konsequenzen für die Familie: die Partnerschaft steht unter der Zerreißprobe, oft folgt gar die Trennung, weil die nächsten 30 Jahre einer anderen Vorstellung gehören…Alles andere wäre Horror! Oder doch nicht?
Trotzdem die wichtigsten Lebensziele erreicht sind, werden Männer von Zweifeln geplagt, weil sie glauben und fühlen, dass die besten Jahre vorbei sein könnten…
Rein also ins Fitnessstudio und raus aus dem Alltag und mit den Zwängen abrechnen. Etwas für den Körper tun, um sich dem Alter entgegen zu stellen: Mens sana in corpore sano.

Das neue Körpergefühl

Das nun wäre typisch, denn oft wollen Männer sich in dieser Phase beweisen, wie jung sie sich noch fühlen und wie sie mit Äußerem noch wirken.
Manch einer gibt sich (zu) jugendlich, stellt seine Garderobe auf leger um, lässt sich das schüttere Haar tönen oder färben, versucht es gar mit Fett absaugen und schwitzt im Body-Studio.
Alles lobenswert, wenn es nicht zum falschen Ehrgeiz oder aber gar zum Wahn kommt.

Wer aus den Augen verliert, was wirklich wichtig ist, der setzt oft falsche Prioritäten. Doch kann eine Midlifecrisis auch eine Chance sein. Die zur inneren Reifung. Und zwar dann, wenn die Partnerschaft steht und der Beruf akzeptiert wird.

Fazit: Männer sollten nicht alles Bisherige über den Haufen werfen. Man muss reflektieren, was die Midlifecrisis tatsächlich bewirkt, ohne den falschen Neuanfang.
Es reicht der Wechsel der Interessen: Mobiler, entschlossener, vitaler, weniger bequem, geistvoller…das macht natürlich und wirkt positiv.

Wie überall - außer in der Methodik des Vortrags: Übertreibungen sind auszuschließen. Klar doch!?

Wie Männer und Frauen sich finden sollten…

Darauf hat doch jeder „Ehekrüppel“ (sorry!) schon längst gewartet. Eine Feststellung, die „ihm“ mal wieder zu pass kommt: Frauen neigen zu einem verklärten Blick auf die partnerschaftliche Beziehung. Und weil viele Beziehungen auch noch mit der Hochzeit in Weiß beginnen, sieht vor allem die Spezies Frau den Beginn der Partnerschaft in Rosarot, während Männer diese deutlich nüchterner sehen. Wenn diese bei der Befragung dann auch nüchtern sind.

Klar, dahinter kann nur eine Studie stecken; eine von Psychologen, eine aus den USA, eine der Unis von Northwestern und Miami. Mit konkreten Frage ermittelten Soziologen, Psychologen und Sexualwissenschaftler bei vielen Paaren vor und einige Zeit nach ihrer Hochzeit:
Wie stellen Sie sich den idealen Partner, die ideale Beziehung und das ideale Verhalten bei Konflikten vor?

Kaum überraschend das Ergebnis: die heile Welt der Partnerschaft war für die Frauen deutlich romantischere als für die Männer. Und obwohl weiblich verklärt, war die benannte Vorstellung des Ideals bald dem Pragmatismus gewichen. Schon nach 12 Monaten auf die Eheschließung war man vom Ideal deutlich entfernt. Hatte ‘man(n) und frau zunächst vieles bis alles gemeinsam gemacht, liefen die späteren Wege deutlich auseinander. Eine Feststellung, de jedoch eine Beziehung nicht auch belasten muss. Obwohl dadurch die Gefahr besteht, dass die „Kompatibilität“ fehlt, wenn man sich dann doch auseinander lebt.

Wer will schon was Perfektes…?

Das „Ideal“ für eine dauerhafte Ehe im Glück liegt dann auch nach Ansicht von Forscher in Genf (CH) darin, den richtigen Partner zu wählen und nicht in blinder Liebe in eine Beziehung zu stolpern. Was den Start in die Beziehung von Anfang an stabiler macht: er ist mindestens fünf Jahre älter als sie, sie aber gebildeter als er. Bravo! Genau so…oder doch anders…?

Nach Beobachtungen über die Dauer von fünf Jahren bei 1074 schweizer Paare kam man zu dem Ergebnis: Genau! So geht’s!
Analysiert wurden Paare, die verheiratet waren oder zusammenlebten, und zwar unter der Maßgabe von deren Alter, Bildung, Nationalität sowie früheren Ehen und Trennungsrate.

Wer über die Wissenschaft seine Formel fürs Eheglück erwarte, dem kann statistisch mit dem “besten” Paar bei niedrigster Trennungs-Wahrscheinlichkeit geholfen werden:
beide sind Schweizer, haben keine Scheidung hinter sich, er fünf Jahre älter und sie gebildeter als er.

Sich wider das Glück zu trennen, wird wahrscheinlich, wenn die Partner aus verschiedenen Kulturkreisen stammen, er bereits geschieden und auch zwei bis vier Jahre älter ist als sie und beide eine einfach bis mittlere Bildung haben.

Das Fazit der Wissenschaftler: aktuell liegen die Situationen für Ehe- und Partnerschaften deutlich unter dem Optimum. Die Trennung von Paaren können dann markant verringert werden, wenn man sich nur geeignetere Partner sucht. Eine nur wenig akademische Weisheit…

Doch wird die Erkenntnis modellhaft durchgespielt, finden tatsächlich zwei von drei Probanden einen neuen Partner, mit dem die Gefahr einer Trennung zumindest mathematisch geringer liegt.
Kann also theoretisch auch die Zahl der Scheidungen um eine von jeweils fünf (20 Prozent) verringert werden, wenn die Paare auf akademische Such-Art zusammen gestellt werden.

Graf Isolahn kam spät…

…aber stets zu früh - Was tun gegen Ejaculatio praecox?

„Wer will, der kann…!“ - Alles oder nur Vieles oder auch nur soviel, nicht mehr Betroffener zu sein. Betroffen davon, zum Liebestermin vielleicht nie zu spät, aber dabei immer öfters „zu früh zu kommen“.

Wer ’s medial wissen mag, dem macht Men’s Haelth-online deutlich, was Männer lieben und was sie erotisch mögen und was sie sexuell nicht so gut können. Wer schnelle Autos liebt, würde sich nie in einen Sportwagen ohne Bremsen setzen. Denn nur, wer „speed“ auch kontrollieren kann, kommt gut ans erwünschte Ziel.
Was aber tun, um auch in der Sexualität zum Wunschziel für beide, für Mann und Frau, zu kommen? Welche Rolle spielt Geschwindigkeit, ja das Tempo, wenn es um die Lust geht? Die Lust auf einen „Quickie“ oder auf eine besinnliche Tour…

Nicht ganz freiwillig!

Wie so oft kann dem Mann auch zu dessen Sex der statistische Spiegel vorgehalten werden - wenn die Statistik nicht wieder mal von einem Mann gefälscht wurde? Jeder fünfte Mann kommt in der sexuellen Beziehung zu früh. Das sind dann auch 20 von 100. Und der Partnerin wurde etwas vorenthalten.
Doch eben die benannten „frühen“ Männer haben in der Liebe kaum eine andere Wahl zwischen schnell oder langsam. Ihnen spielt der vorzeitige Samenerguss einen Streich.
Die geübte Intimität endet schon kurz nach dem sie initiiert wurde. Für beide Beteiligte dann meist auch nachhaltig unbefriedigend, wenn auch für ihn dann doch nicht.
„Doktor Sommer“ hat dann dafür mehrere Möglichkeiten auf das Symptom „vorzeitiger Samenerguss“ zu reagieren. Da ist dann auch ein Selbsttest indiziert, der erklärt, ob der Mann von einer Funktionsstörung betroffen ist.

Nicht rasen – Liebe(r) sachte!

Geht der Normalo davon aus, dass Sexualität auch zum individuellen wie auch zum bilateralen Wohlbefinden beiträgt - Glück nicht ausgeschlossen -, ist die Realität eine andere.
Einer von fünf Männern kommt nach nur zwei Minuten der körperlichen Vereinigung zum Orgasmus mit Ejakulation. Keine Kontrolle also zum Samenerguss. Von Null auf 100 in kurzer Zeit. Eine Feststellung, die auch akademisch und universitär bekannt ist - bei Sexualwissenschaftlern und Sexualtherapeuten an Medizinischen Hochschulen. Dort kennt man dann auch die zugehörigen negativen psychischen Konsequenzen beim Mann wie bei der Frau.

Für die reine Scham darüber ist nun beim Manne nichts angezeigt. Und von „Schuld“ kann auch keine Rede sein. Obwohl sich wegen der enttäuschten Partnerinnen Versagensängste oder gar Depressionen entwickeln können. Das Selbstwertgefühl sinkt. Man(n) geht zu Bett, aber ohne die nötige Traute, die Partnerin zum Problem anzusprechen.
Das stellt dann die Partnerschaft auf Dauer überhaupt auf die Probe. Sexuellen Erleben wird nämlich für beide eingeschränkt. Es kommt gar zum „erleiden“, wenn Lebensgefährten sich gegenseitig zurückziehen, sich gar schämen und bisherige Sexualität vermeiden.

Wohin mit dem Serotonin?

Der Laie wundert sich, aber frühzeitiges Ejakulieren kann genetische Ursachen haben und mit dem Hormon Serotonin zusammen hängen. Dieser Stoff entscheidet nämlich, ob der Mann früher oder später kommt.
Da ist dann auch nicht überraschend, wenn das sex-ssteuernde Hormon Serotonin durch Studien von französischen Wissenschaftlern begleitet wird. Wer solcherlei erforscht, der kann nachweisen, dass bei vorzeitigem Samenerguss das Nervensystem gestört ist, was wiederum genetisch bedingt sein kann. Folglich gilt: fehl gesteuertes Serotonin ist in der biochemischen Reaktion beim männlichen Orgasmus der Stoff, der Sinnliches klar übermittelt.

Gesucht! ‘ne Strategie!

Sieht man es auch eher spaßig für die vier Millionen deutsche Männer unter deren Ejaculatio praecox. gibt es wohl doch wirkungsvolle Strategien gegen das schnelle Ergebnis.
Beim Sex in der Ur-Zeit war es womöglich von Vorteil, bei der Kopulation schnell zu kommen. Waren die Natur und die Gefahren daraus doch ständig gegeben.
Die Population konnte sich jedoch mit solch schnellen Schützen nicht erhöhen. So sind deren Gene erloschen und andere haben ihre Qualitäten weiter gegeben.

Jetzt wären wird also mit Strategien für heute an der Reihe. Doch wer hat wie was verdient?
Hier allerdings auszuschweifen, um gar die Start-Stopp-Technik zu erläutern, wenn der Point of no Return bevorsteht, wäre dem dieser Betrachtung nicht angemessen.
Drum - sich Zeit lassen und sich drauf besinnen, dass nicht immer alles schnell geschehen muss. Und noch was! Nicht jeder, der Hand an sich legt, ist ein Selbstmörder…

Neu im Arbeitsleben - das genetische Profil!

„Aufgrund Ihres erhöhten PSA-Wertes können wir Ihnen für die nächsten beiden Jahre nur einen befristeten Arbeitsvertrag anbieten.“ - Fiktionen dieser Art zu Arbeitsplätezn, die hoch dotiert sind, würden Arbeitgeber als Gesundheitsstatus ihrer potentiellen Mitarbeiter gerne genauer wissen.

Ob nun Blutbild, Hormon-Bilanz, Stoffwechselanalyse oder Lungenbefund des Bewerbers, der Gesetzgeber hat das Rätselraten, welche medizinische Daten den Arbeitgeber etwas angehen, mit dem neuen Gen-Diagnostik-Gesetz beantwortet.

Mit dem 1. Februar 2010 gilt das “Gesetz über genetische Untersuchungen bei Menschen” (= Gendiagnostikgesetz GenDG). Aus der Legaldefinition in § 1 GenDG ergibt sich dann auch dessen Zweck:
* es schafft die Voraussetzungen für genetische Untersuchungen und genetische Analysen, um genetische Proben und Daten zu bestimmen und zu verwenden. Eine Benachteiligung auf Grund genetischer Eigenschaften des Probanden ist zu verhindern, um insbesondere der staatlichen Pflicht zu genügen, die Würde des Menschen zu schützen und das Recht auf informative Selbstbestimmung zu wahren.

Damit umfasst das Gesetz genetische Analysen beim Neugeborenen sowie bei Embryonen und Föten während der Schwangerschaft und erlaubt es auch, Daten genetischer Untersuchungen zu medizinischen Zwecken zu verwenden und sowohl die Abstammung und den körperlichen Status für Fragen zum Versicherungsbereich und zum Arbeitsleben zu klären (§ 2 Abs. 1 GenDG)

Was gilt tatsächlich?

Einschlägig fürs Beruf und Arbeit wird der Abschnitt “Genetische Untersuchungen im Arbeitsleben”. Darin wird expressis verbis ein grundsätzliches Verbot genetischer Untersuchungen im Arbeitsleben zur Norm.
Der Arbeitgeber darf vom Beschäftigten weder vor noch nach einer Beschäftigung genetische Untersuchungen oder Analysen verlangen oder bestehende Daten verlangen, solche entgegen nehmen oder verwenden.
Bereits bisher gab es nach geltendem Recht keine Verpflichtung des Stellenbewerbers sich für einen Arbeitsvertrag einer genetischen Untersuchung zu unterziehen.
Dem Arbeitgeber war und ist jedoch schon bislang erlaubt, einen Arbeitsvertrag von einer Einstellungsuntersuchung abhängig zu machen. Abgeleitet aus dem berechtigten und schutzwürdigen Interesse des Arbeitgebers, die Eignung des Mitarbeiters für die Stelle zu ermitteln. Das erlaubt folglich eine ärztliche Untersuchung, wenn diese erforderlich ist, um die gesundheitlichen Eignung  für die vorgesehene Tätigkeit zu beurteilen und der Betroffene darin einwilligt (Bundesarbeitsgericht, 1984, AZR 270/83).

Umstritten war in diesem Zusammenhang, ob neueste genetische Untersuchungen von bisherigen allgemeinen zu unterscheiden sind. Jetzt hat der Gesetzgeber die Antwort darauf geregelt.
Es gilt das generelle Verbot von genetischen Untersuchungen, um erst zeitlich danach ein Beschäftigungsverhältnis zu begründen und auch ein Verbot dann, wenn ein Beschäftigung bereits besteht.

Arbeitsmedizin als Ausnahme!

Wenn sich in zahlreichen Gesetzen, in Tarifverträgen, in Vorschriften zur Unfallverhütung oder zum Gewerberecht bereits gesundheits-polizeiliche Vorschriften finden, dann bleibt dies so, dass ein Arzt zulässige ärztliche Untersuchung vornimmt, die dem Stand der medizinischen Wissenschaft
entsprechen. Bei arbeits-medizinischen Vorsorgeuntersuchungen dürfen jedoch keine bio-genetischen Daten erhoben werden oder bestehende verlangt oder verwendet werden.

Als verboten gilt, jemanden wegen seiner oder der genetischen Eigenschaften einer genetisch verwandten Person, wegen der Vornahme oder Nichtvornahme einer genetischen Untersuchung oder Analyse bei sich oder einer genetisch verwandten Person oder wegen des Ergebnisses einer solchen Untersuchung oder Analyse zu benachteiligen.
Andere Verbote einer Benachteiligung oder Gebote der Gleichbehandlung nach anderen Vorschriften sind jedoch nicht berührt. Und so darf der Arbeitgeber niemanden beim beruflichen Aufstieg, bei einer Weisung oder zum Ende eines Beschäftigungsverhältnisses wegen dessen oder der genetischen Eigenschaften einer genetisch verwandten Person benachteiligen.

Bei Verstoß gegen dieses arbeitsrechtliche Benachteiligungsverbot droht dem Arbeitgeber die Zahlung einer angemessenen Entschädigung und Schadenersatz gegenüber der klagenden Person.