Sep 07 2010

Lena Meyer-Dings… ah ja! Da war was in 2010…

Wie promoted man OPEL eigentlich richtig?! -
Girlie als neuer OPEL-Blitz?

Ein Auto ist ein Auto ist ein Auto… Das wissen der Hinz und auch der Kunz, wie auch der Hans und der Franz. Ob die vier dann aber des Opels neues Werbegesicht kennen? Vermutlich ja, denn der Hipe um Lena Meyer-Landrut war beim Grand Prix enorm.

Mitten im früh-herbstlichen September 2010 trat die Siegerin des Eurovision Song Contests in Rüsselsheim auf. Bei diesem “Tag der offenen Tür” gab Opel dann auch offiziell bekannt, was die Medien schon wussten. Mit 19 Jahren gilt das Girlie als “wundervoll, unprätentiös, ehrlich”. Als eine, die bei den Leuten ankommt und als frisches Gesicht gilt, so der Opel-Chef Nick Reilly zu den Agenturen.

Eine solche Aura will also Opel auch wieder haben. Ist Lene aber tatsächlich die perfekte Verbindung, über die man froh sein kann, sie im Team zu haben. Für Product-Manager als die Fachleute und auch für manchen Opelaner ist eher Skepsis angezeigt.

Und wenn eine gewisse Lena auch vor 20.000 Menschen auftritt, egal ob Opelaner oder nicht, die Begeisterung darüber, deswegen auch noch die Marke Opel gut zu finden, muss wohl infrage gestellt werden. Auf großer Bühnen ist mancher Newcomer dann doch eher verloren und überfordert.

Und was sagt’s Girlie zur Partnerschaft mit Opel: “Ich bin auch tierisch froh und find’s richtig toll.” Und wer eher zum Singen und nicht zum Reden antritt, der kann wohl den Deal “Schlager-Newcomer ./. Autobauer mit Image-Problem” nicht im begleitenden Risiko einschätzen.

Krasser Girlie-Wahn

Mit dem legeren Girlie-Wahn dann mal “krass” oder aber auch “unreif und gar mir ungeeigneter Physiognomie” ein neues Auto-Gesicht haben zu wollen, ist dann eher nicht der nächste Hit, von dem Lena nur mal einen hatte.

So versuchen Vorstand und Marketing-Chef auf “Teufel komm’ raus” das Image der Marke zu polieren, um auch junge Käufer zu gewinnen. Dazu will man Milliarden in neue Technologien und Modelle investieren. Neue Modelle sollen gar zu Life-Style-Fahrzeugen werden.
Ein Marketing-Mix, dass mehr als nur nötig ist, hat doch eine Studie in 2010 des Center of Automotive Management bei den 18- bis 25-Jährigen ergeben, dass Opel als die “mit Abstand langweiligste Marke” gilt…

Impulse beim PR-Mix

Ob Lena im “Kommunikations-Mix” bei Opel neue Impulse setzen kann, bei “Social Networks” im Internet und bei Musik samt Entertainment, sieht der Opel-Gesamtbetriebsratschef als gute Idee.
Lena verkörpere das jugendliche Element, sie passe gut zum Corsa, doch brauche man für den Insignia jemand anderen.
Doch Redakteure großer Blätter lästern schon mal, weil man viel Vorstellung bräuchte für ‘ne freche Lena in einem biederen Astra…

Für Spezialisten des Marketing als Disziplin der Betriebswirtschaft kann Lena jedoch kaum an frühere Zeiten anknüpfen, als mit Steffi Graf oder Franziska van Almsick als jung und erfolgreich ein positives Markenimage aufgebaut wurde.

Einige Zweifel also um den richtigen Weg, weil Opel zunächst neue und coole Autos hatte vermarkten müssen. Erst dann wäre es an der Zeit, eine “Werbe-Frontfrau” zu suchen, die mit dem “neuen Gesicht” diese Autos möglichst zum kultigen Begriff macht…

Fazit: Lena’s Verpflichtung kommt wohl zu früh und ist riskant. Nicht Sternschnuppe oder Sterchen muss man sein, sondern ein Star, der seinen Erfolg schon stabil hält, auch wenn der mal wieder abnimmt.
Eine Kampagnen mit Lena gilt als Zeichen dafür, dass Opel den kurzfristigen Absatz ‘pushen’ will, wohl wissend, dass eigentlich ein grundlegender Marken-Relaunch ansetzen müsste.

Sep 05 2010

Beamte und ihre Pensions-Lawine

Womöglich noch sind sie schuld dran…

Da haben Gemeinden, Land und Bund über Jahre und Jahrzehnte die Sozialabgaben für ihre Beamten nicht abgeführt, ja nicht abführen müssen, weil der Staatsdiener und sein Arbeitgeber von Anfang an wussten, es gibt Beihilfe im Krankheitsfall und nach den Dienst- die späteren Versorgungsbezüge. Millionen und Milliarden DM und Euros konnten ohne die Arbeitgeberanteile zur sonstigen gesetzlichen Sozialversicherung auf dise Wesie “gespart” werden, werden immer noch gespart. Doch an den Rückstellung hat ’s gefehlt!

Jetzt muss das Bundesinnenministerium mal wieder Kritik zurück weisen, weil mal auch mal wieder angeblich zu hohe Beamtenpensionen zu monieren sind. Hinter den Forderungen nach Reformen ist jedoch das konkrete Problem klar und deutlich: die Versorgungsbezüge der Staatsdiener könnten in Zukunft die Haushalte von Bund und Ländern sprengen. Ein Problem, das auch das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln so sieht.

Bei allseits prekären Haushalts- und Finanzlagen der öffentlichen Haushalte ist nicht überraschend, dass auch Ökonomen ohne direkte Aufforderung die Initiative von CDU-Politikern beklatschen, dass die Privilegien der Beamten-Pensionäre zur Disposition zu stellen seien.

Jährliche Attacken - diesmal aus Köln

Mit Experten-Haltung derer für Finanzpolitik und Steuerpolitik wird dann in Köln publik, das eine Vielzahl von wissenschaftlichen Studien eindeutig belege, dass die künftige Pensionslawine parallel zur demographischen Entwicklung bei mangelnder Vorsorge in den öffentlichen Haushalten besonders in pensions-lastigen Bundesländern die finanziellen Spielräume für Investitionen in die Infrastruktur und auch für die Bildung zweifelsfrei belasten würden

Da ist nicht überraschend, wenn eben diese Spezialisten mal wieder für “dringend erforderlich” halten, die Privilegien des öffentlichen Dienstes auf den Prüfstand zu stellen. Und das beim Eintrittsalter für Ruhestands-Bezüge wie auch beim Versorgungsniveau, wo für beide durch den Gesetzgeber an die der Renten anzugleichen sei.
Abzubauen sei eine Vielzahl von Daten und Vorschriften, die für die vermeintlichen Privilegien des öffentlichen Dienstes maßgeblich seien. Das soll für die monatliche Durchschnittspension 2009 mit 2700 Euro gelten, weil die Standard-Rente, die erst nach 45 Versicherungsjahren gezahlt wird, gerade einmal 1224 Euro im Westen und 1085 Euro im Osten betrage.

Verrührt werden dann “konkrete Privilegien” auch mit Anrechnungszeiten fürs Studium, wenn auch nur mit drei Jahren, was bei der gesetzlichen Rentenversicherung nun mal nicht gilt.
Doch weder dies noch die 12 Wochen Schulferien pro Jahr noch andere haben die Lehrer früherer Jahrgänge als Herausforderungen formuliert, sondern seit den 60ern und 70ern nur “angetreten”.
Auch die Tatsache, dass Beamte, abhängig von Ehe und Kindern, sich mit 50 Prozent privat versichern mussten, führte nun mal eben dazu, privat krankenversichert zu sein.

Populistische Jagd auf Beamte

Noch weist das Bundesinnenministerium die Kritik an angeblich zu hohen Beamtenpensionen zurück. Zu Forderungen, der Ruhestand mit 67 müsse auch für Beamte gelten, weiß man nämlich längst, dies sei für die Bundesbeamten bereits gesetzlich festgeschrieben ist, auch wenn es auf Länderebene unterschiedliche Regelungen zur Altersgrenze für die Staatsdiener gibt. Berlin, Bremen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen liegen schon bei 65 Jahren. Und für Lehrer in BaWü gilt, dass sie das Schuljahr voll machen müsen, in dem sie 64 wurden. Das macht für alle Geburtstage während oder nach den großen Ferien auch schon mal 9 Monate oder zehn im 65. Lehrer-Lebensjahr länger.

Dass der DBB mit dessen Vorsitzenden Heesen mehr Sachlichkeit fordert, ist klar, denn zur populistische Jagd auf Beamte oder Lehrer oder Versorgungsempfänger wird jährlich aus Neue geblasen.
Si wird verschweigen, dass seit der Wiedervereinigung sämtliche Regelungen und Reformen des Rentenrechts wirkungsgleich auf den Beamtenbereich übertragen wurden.

Im Verzicht liegt eine Größe

Als zweifelhaft gilt somit auch die Kritik, dass die Durchschnittspension über der Durchschnittsrente liege, denn im Gegensatz zur Rente ist die Pension ein Voll-Versorgungsmodell aus einem Rententeil als Alterssicherung und einem Anteil der einer Betriebsrente gleiche.
Und ganz zum Schluss sei daran erinnert, dass Pensionäre ihre Versorgungsbezüge voll versteuern müssen; die Rentner nur einen Teil…
Was zur Gesamtfinanzierung zusammen kommt, ist dann seit 1999 für alle Beamten und Pensionäre der Verzicht auf regelmäßig auf 0,2 Prozent ihrer Besoldungs- und Pensions-Erhöhungen zugunsten der Rückstellungen für die Altersversorgung. Also, geht doch!

Sep 02 2010

Bald weibliche Zivis im bürgerschaftlichen Engagement?

Seit 1. September 2010 läuft der neue Förderzeitraum für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ). “Die” Chance für rund 40.000 junge Menschen, sich mit dem gesetzlich geregelten Freiwilligendienst im In- und Ausland für die individuelle Sozialisation und für ein bürgerschaftliches Engagement zu begreifen.

Unterstützt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend setzt sich so das freiwillige Engagement in Deutschland fort, das mit rund 19.400 Plätze im FSJ/FÖJ gefördert wird und ca. 6.700 Plätze für anerkannte Kriegsdienst-Verweigerer bietet, die ein Freiwilliges Soziales Jahr oder ein Freiwilliges Ökologisches Jahr absolvieren. Übrige Plätze im FSJ und FÖJ warten ohne die finanzielle Unterstützung des Bundes auf Besetzung bei den freien Träger wie Diakonie, Caritas oder Arbeiterwohlfahrt..

Weil der Wunsch, sich freiwillig zu engagieren, nach ministerieller Ansicht als ungebrochen hoch gilt, werden föderativ nach unten betrachtet alle Entscheidungen der Länder begrüßt, sich für FSJ und FÖJ auch finanziell stärker zu verantworten.

Sozialer Dienst im Sabbat-Jahr?

Wenn gleichzeitig klar ist, dass mit dem FSJ und FÖJ nur ein Teil der jungen Bürger erreicht wird, dass diese eine längere Zeit sozialer Verantwortung zu übernehmen, zielt die Idee immer stärker auch auf das Engagement Älterer, die bereits aus dem Arbeitsleben ausgeschieden sind. Auch den Männern und Frauen mit dem Wunsch, eine soziales Sabbat-Zeit einzulegen, winkt man mit der Idee des besonderen sozialen Anliegens.

Wenn nämlich der Wehrdienst ausgesetzt wird und damit auch der Zivildienst, werden Sozial-Einrichtungen herausgefordert und gleichzeitig geschwächt.
Und weil aus verfassungsrechtlichen Gründen für den erweiterten Zivil-Dienste mit Bundesmitteln dann auch der Bund die Dienst zu verantworten hat, schafft der ‘Freiwillige Zivildienst’ dann auch erstmals weibliche Zivis.

Den Dienst im freiwillige sozialen Jahr gibt es in Deutschland seit 1964, das freiwillige ökologische Jahr seit 1993. Teilnehmen können alle jungen Menschen, unabhängig von ihrem Schulabschluss, solange sie die Vollzeitschulpflicht erfüllt, aber das 27. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Wer sich zwischen einem Jahr und 18 Monaten engagieren will, kann sich bei einem der freien Träger für einen Platz in den Bereichen Umwelt, Sport, Kultur, Denkmalpflege oder in einer sozialen Einrichtung bewerben.

Informationen zu den Freiwilligendiensten finden sich unter www.bmfsfj.de.

Sep 01 2010

So nimm’ denn deine Hände…

…und wasche sie öfters!! - Von der Not der Händehygiene

“Reich mir die Hand, mein Leben, ….”. Das nun kann grad fürs Leben problematisch werden. Dann nämlich, wenn man sich stationär in einer deutschen Klinik weiß, wo ein Problem noch unzulänglich geklärt ist: das der Hände-Hygiene. Führend in der Theorie dazu ist das Deutsche Beratungszentrum für Hygiene in Freiburg, von wo auch längst die Nähe zur Praxis gesucht wird. Vor 145 Jahre war es Ignaz Philipp Semmelweis, (1818 - 1865) der mangelnde Hygiene beim Umgang mit Patienten monierte als Vater der Händedesinfektion gilt.

Auch wenn heute keiner die Bedeutung der Händehygiene bei der Infektionskontrolle anzweifelt, wird Händedesinfektion nicht zu jedem erforderlichen Zeitpunkt richtig vorgenommen.
Von Mitarbeiter im Gesundheitswesen wird einer nötige Händedesinfektion jedoch nicht bei allen Situationen erkannt und praktiziert.

Gefahr an Klinke und Geländer

Zwar ist das Bewusstsein längst geschärft, auch durch die Schweizer Händehygienekampagne, die deutsche Kampagne „Aktion saubere Hände“ (2008) und die weltweite Initiative der WHO “Save lifes: Clean your hands“, doch werden die Inhalte der Kampagnen immer wieder aus den Augen verloren - auch an Schulen, wo Tausende Klinken und Geländer berühren und in Griff nehmen, und es dann mal wieder um die Schweinegrippe und die übrigen Impf-Mittel geht…,
Bedenkliche Todesfälle wegen mangelnder Krankenhaus-Hygiene und kritische Diskussion zeigen zwar immer mal wieder unerkannte Fehlerquellen auf, sie steigern aber auch die Motivation, ungenutzte Potentiale zu erkennen, die anhaltende Wirkung haben können.

Mehrfach täglich 30 Sekunden…

Wie aber geht das Pflegefachpersonal damit um, welche Problematik haben deren Wege zum Ort der Händedesinfektion? Hängt immer noch der Spender an Tür oder sind Kittelflaschen oder mobil einsetzbare Pump-Spenderflaschen an jedem Bett oder Arbeitsplatz effektiver Standard?
Problematisch ist auch, ob die Zeit von 30 Sekunden für jeden Vorgang der Desinfektion in der Arbeitszeit eingerechnet ist und dieser “Zwang” den Personalschlüssel mit bestimmen kann.

Wer schließlich selbst Patient ist, der wird und kann auch Kontrolleur sein, wenn nur die Sensibilisierung der Bevölkerung voran gebracht wird.
Dabei achte der informierte Patient bei Klinik-Mitarbeitern und im gesamten öffentlichen Gesundheitsbereich auf Hände-Desinfektion und auch auf Versäumnisse.
Sind nun wegen der Klinik-Infektionen die jährlich bis zu 20.000 Todesfälle und bis zu 500.000 Infektionen vermeidbar, allein schon über die Händehygiene?

Mag es noch so banal klingen, Händehygiene in der medizinischen Fürsorgepflicht muss als Maßnahme verstanden werden, die mit Verantwortung gegen Patienten und Kollegen ganz bewusst zu erfolgen hat.

Infektionen vermeiden

Nimmt man als Faktum, dass jährlich 35 von 1000 Krankenhauspatienten oder insgesamt mehr als eine halbe Million eine Klinik-Infektion bekommen, ist allerdings auch zu bedenken, dass nur etwa ein Drittel dieser Infektionen exogen verursacht sind und durch externe Maßnahmen einer konsequenten Händehygiene zu vermeiden wären.
Weniger genau sind Angaben zu Todesfällen; wobei jede vermeidbare Infektion und insbesondere jeder Todesfall zu viel sind.
Ziel ist daher, die Händedesinfektion deutlich stärker in das Bewusstsein jedes Einzelnen zu rücken, gleich ob Patient oder Mitarbeiter. Dis zu unterlassen darf nicht weiter als bescheidene Nachlässigkeit geduldet werden, sondern muss als ein tatsächliches Fehlverhalten und auch sozial-gesellschaftlich als verwerflich gelten.

Fazit: Über die Hände können mit wenigen Ausnahmen fast alle Arten von Infektionen übertragen werden. Die Kontaktübertragung stellt mit Abstand den bedeutsamsten Übertragungsweg dar. Neben der typischen Hautflora können alle anderen Keime, Bakterien, Viren, Sporen, über die Hand weiter gegeben werden. Dis auch mit dem Erreger des einfachen Schnupfens oder auch den Bakterium für Magen-Darm-Infekte bis hin zu multi-resistenten Keimen.

Aug 23 2010

Email-Schmus vom Discounter…

Betreff: Ihre Juli-Preise für Orangen

Guten Morgen, da heißt es gar mehrfach und gelegentlich auch politisch: Mehr netto vom brutto. Was mir aber am vergangenen Samstag in der Filiale 78xxx auffiel, ist schon kaufmännisch herausragend frech, ja geradezu eine Herausforderung: 1000 g Orangen (= 4 Stück) für 2,79 Euro…. Wie wollen Sie damit gegen Ihre Mitbewerber A, B, C und D bestehen…???

Seit ca. 10 Jahren versuche ich, ganzjährig Orangen zu bekommen, die - ausgepresst zum Frühstück - den täglichen Vitaminbedarf ausgleichen sollen. Einen Sommer-Preis, wie den Ihren, habe ich aber noch nie kennen gelernt.
Da habe ich dann 3 Grapefruits für 79 Cent das Stück mitgenommen. Die nun hatten eine daumendicke Schale, so dass im Gegensatz zur Erwartung gerade mal 150 bis 180 ml Saft raus kamen … Ebenfalls eine Qualität zu einem Stückpreis, der mich wohl künftig abhält, Ihre Filiale in … zu besuchen. So sind beide Preissetzungen eine Aufgabe für Ihre Be-Mängel-Management.

Es grüßt freundlich N.N.

Service-Antwort I

Betreff: WG: Kundenanfrage Orangen+Grapefruits

Sehr geehrter Herr N. N. , Anregungen oder Beschwerden nehmen wir sehr ernst und sind bestrebt, einen bestmöglichen Qualitätsstandard zu halten und unseren Kunden zufrieden zu stellen. Bitte entschuldigen Sie die späte Rückantwort, jedoch befand ich mich als zuständiger Facheinkäufer im Urlaub.

Wir handeln ausschließlich Orangen aus Südafrika, die preislich höher anzusiedeln sind als die Ware aus Argentininen oder Chile. Für die Anbauer in Südafrika gab es in der laufenden Saison enorme Probleme wegen des starken Anstiegs des US Dollars und dem Fall des Euros.
Unsere Vorlieferanten liefern immer frische Ware an uns aus, welche auch durch neutrale Labore auf Verkehrsfähigkeit geprüft wird. Zusätzlich werden in unseren sämtlichen Niederlassungen nach Warenanahme täglich Sicht-, Qualitäts- , Wiege- und Geschmackskontrollen durchgeführt.

Die von ihnen gekauften Grapefruits bezogen wir von einem Vorlieferanten aus Deutschland, bei dem wir aufgrund Ihrer Email massiv reklamierten.
In der Hoffnung, Sie dennoch weiterhin als zufriedenen Kunden in einer unserer Filialen begrüßen zu dürfen, verbleiben wir mit freundlichen Grüßen
Ihr XX -Service-Team

Kunden-Email II

Guten Tag, wahrscheinlich haben Sie den Beruf des ehrbaren Kaufmanns von der Pieke auf gelernt… Demnach sind Ihnen die Begriffe Kalkulationszuschlag und Handelsspanne sicher geläufig…

Wenn also - jetzt ganz einfach - der Bezugspreis (incl. Fracht) einer Ware steigt und der Kaufmann seinen bisherigen KZ aufschlägt, dann ist doch klar, dass die Ware zu teuer wird. Denn nicht die absoluten HaKo’s haben sich geändert und auch nicht der erwartete Stückgewinn…
Beide werden aber absolut zu hoch, wenn sie nach einfacher Zuschlagskalkulation prozentual auf einen höheren Ek berechnet werden.
Also, was wollten Sie mir mitteilen?? Dass Ihre Ware teurer einzukaufen war…??
Ich fragte aber, warum das Kilo 2,79 Euro kostete und Ihre Filiale wohl viel liegen blieb und man deswegen wohl einen höheren Verderb hatte, der wiederum ins Abschreibbuch rein musste.

Wenn tats. ein Labor den Wareneingang bei Nahrungsmitteln prüft, dann muss man halt eine Grapefruit auch mal anschneiden… Dann sieht der berühmte “Blinde mit dem Krückstock”, wie dick die Schale und wie gering das Fruchtfleisch ist.

Wo also bleibt auf meine Mängelrüge mein rechtlichern finanzieller Anspruch auf Minderung…?? Vielleicht wurde der Käufer von dick-schaligen Grapefruits sogar arglistig getäuscht….

Wissen Sie, wie das bei MIGROS in der CH geht..:?? Da schickt man dem Kunden einen Einkaufsgutschein über 5, 10 oder eben mehr Franken. Das wäre eine Nummer, und der Kunde hätte mehr netto vom brutto.

Übrigens: Woher Orangen kommen und wie diese bezüglich deren Provenienz (Aha!) preislich anzusiedeln sind, ist doch dem Kunden “wurscht”. Den Vitaminen ist doch auch gleichgültig, wo auf der Welt sie in die Frucht kommen.

Und zuguterletzt: Sie nennen als Absender nicht mal einen Namen.
Man soll und darf wohl nicht erkennen, wer den Schmus geschrieben hat…

Freundlichen Gruß N.N.

Name und Anschrift von N.N. sowie der Name des Discounters sind der Redaktion bekannt.

Aug 22 2010

Herr Doktor?! - Da hockt er…

Hotel-Klassifikation, Restaurant-Tester oder Klinik-Bewertung – längst sind nun auch im Internet die Portale weit geöffnet, hinter denen sich auch Ärzte der Kritik ihrer Patienten stellen müssen. Nicht immer ist es in jeder bundesdeutschen Gegend und bei allen Symptomen einfach, einen guten Arzt oder einen medizinischen Spezialisten zu finden. Das machen nun Plattformen wie Docinsider, imedo, Helpster oder jameda möglich. Sie bieten zum einen Telefonnummer und Adressen als Basisinformation und dann auch Hinweise über fachliche und/oder menschliche Qualitäten der Mediziner.

Dienste, die eine solche Bewertung bieten, sind grundsätzlich mehr als ein pures Verzeichnis über Mediziner, man will auch, dass Patienten Informationen geboten werden, die man zu früheren Zeiten nur von Freunden oder Bekannte bekommen konnte.

Das Team vom Medical Counter

Von Mund-zu-Mund machte die Mediziner-Empfehlung schon immer im Bekanntenkreis die Runde; Tipps und Anregungen, die Patienten wohl schon immer über gute und schlechte Ärzte austauschten.
Und auch das Management am ‘Medical-Counter’, der Theke, hinter der sich die ‘Helferinnen’ verschanzen, steht in der Kritik, ob es den in der Sprechstunde ausreichend und einladend freundlich ist.
Ganz abgesehen von der Terminvergabe und der Frage, wie lange der Arzt Zeit für die Diagnose oder das Patientengespräch nimmt.
Auf all diese Fragen gibt es nun auch online Antworten. Die Nutzer von Bewertungs-Plattformen äußern Lob und Kritik über Textfelder, sie geben Schulnoten oder Punkte und lassen für andere Nutzer den Vergleich zu über mögliche Missstände oder besonders empfehlenswerte Mediziner. Eine offene Info-Quelle, die nicht allen Ärzten gefallen kann.

Infos zu Körper und Geist

Eine bereits gut bestückte Datenbank ist die von Docinsider, die schon mehr als 370.000 Adresseinträge und über 100.000 bewertete Ärzte und Heilberufe bietet. Der
Primäres Ziel ist es noch immer, Patienten und Ärzte in einen engeren Dialog miteinander zu bringen. Der Dienst soll über Entgelte aus Anzeigen von Ärzten, Gesundheitsanbietern und Medizin-Firmen sowie über E-Commerce gelingen.

Beim Mitbewerber jameda, einer Kooperation mit Tomorrow Focus und dem Focus Magazin Verlag, lassen sich über die Nennung der Fach-Disziplin Arzt, Heilberufler, Klinik oder Apotheke nahe am Heimatort des Suchers aus bundesweit über 445.000 Adressen finden. Dazu gibt es hilfreiche Infos zum Thema Gesundheit, wobei die Artikel von medizinischen Fachleuten verfasst werden.

Als weitere Anbieter stellen das Gesundheits-Netzwerk Helpster und die Gesundheitsgemeinschaft imedo neben den gängigen Arzt-Infos noch Community-Funktionen ins Netz, die sich mit Diskussionsforen, Erfahrungsberichten und Selbsthilfegruppen an gesundheitsbewusste Menschen wenden, die ihre Erfahrungen und Empfehlungen austauschen können.
Alle Plattformen erlauben eine Suche nach Disziplin, Namen und Wohnort und sie sind kostenfrei.

Möglichst ehrlich bewerten!

Was den Medizinern nicht in jedem Fall gefallen dürfte, ist die Offenheit der Bewertungsdienste .
Wer jedoch glaubt, mal schnell sein Mütchen am Doktor oder einer medizinischen Einrichtung kühlen zu können, der missachtet die Grundregel. Die nämlich besagt: man schreibe nie verächtlich, wohl aber kritisch und vor allem ehrlich.
Harte Kritik muss einen Grund haben und muss sich an Tatsachen messen lassen. Und auch das Lob ist erlaubt, was einem guten Arzt wohl am liebsten ist.

Das Info-Angebot im Internet kommt auch jenen entgegen, die ihre Beschwerden einer hohen Intimsphäre zuordnen und sie deshalb zunächst den Besuch einer Arztpraxis scheuen. Das nun sollte den Gang zur ärztlichen Sprechstunde jedoch nicht auf Dauer verhindern.
Das große Interesse an Gesundheitsthemen und -portalen beweist, dass Auskünfte zur eigenen Gesundheit über das Internet den Mediziner deutlich verdrängt hat.
Als beliebte Seiten gelten netdoktor.de, apotheken-umschau.de, gesundheit.de, apotheken.de und bmg.bund.de/gesundheit, dem das höchste Maß an Seriosität zugesprochen wid.
Bei Eindeutigkeit und Zuverlässigkeit liegen onmeda.de, medizinlexika.de, sprechzimmer.ch, medizin-netz.de und rki.de, die Seite des Robert Koch-Instituts, weit vorne. Bei der Qualität überzeugen onmeda.de, mediknowledge.de und sprechzimmer.ch.

Als Kriterien für Qualität zählen Quellenangaben, Expertenaussagen sowie Verweise auf Quellen. Noch gilt das Gesundheitsportal mediknowledge.de als das am häufigsten besuchte.

Fazit: die Info im Internet sollte den Arztbesuch und die Beratung, Untersuchung oder Diagnose nicht ersetzen. Ein Dialog zwischen Patient und Doktor ist durchs Netz sinnvoll zu ergänzen und zu unterstützen.

Aug 17 2010

Dauerthema ‘Burn-out’ oder doch mal Nein sagen…

Lehrer, Stationsärzte, Busfahrer, Krankenschwestern oder Polizisten - wenn die über 45 sind, dann könnten alle das selbe Syndrom zeigen: Burn-Out. Bei verschiedenen Symptomen. Die Zahl derer, die durch den Job psycho-somatisch krank werden, steigt weiter. Machen sich die Arbeitnehmer im Beruf kaputt oder macht sie die Arbeit kaputt…?
Experten für Arbeits-und Gesundheitsschutz bleiben in Erklärungsansätzen meist stecken. Hetze, gereizte Nerven, Schlafstörungen, Ernährungsfehler, gestörte Psyche, gereizte Partnerschaften… es bedarf nicht der hektichen Weihnachtszeit, um festzustellen, dass recht viele Individuen an Burn-out leiden.

Auch ohne Erhebungen dürfte klar sein, dass intensive, andauernde, von Stress begleitete Arbeitsbelastung den Menschen besonders zusetzt, er sich erschöpft fühlt und mancher hinterfragt, ob das überhaupt sein muss?
Unter Burnout-Syndrom wird der Status schwerer psychischer Erschöpfung verstanden, der nach längerer Zeit intensiven, belastenden Arbeitens auftritt und der sich vielfältig darstellt: emotionale Erschöpfung, Mattigkeit, Apathie und Depression, Ess- und Schlafstörungen, allgemeine Unruhe…am Ende könnte auch Aggression stehen, die sich aufgestaut hat.

Burnout vs. Depression

Burnout ist zu differenzieren von der „echten“ Depression, bei der die Personen im Vergleich zum Burnout emotional eher nicht ansprechbar ist.
Das macht möglich, Burnout leichter zu behandeln, meist ohne Einsatz von Medikamenten, sofern die Erschöpfung nicht bereits depressive Züge aufweist.
Das „Ausgebrannt-Sein“ erfasst Schüler, Studenten, Berufstätige, Führungskräfte, Arbeitslose. Für den Verlauf ist charakteristisch, dass sich zunächst Euphorie und starkes Engagement einstellen, wobei die Betroffenen auf ausreichend lange Erholungsphasen verzichten, sie den Beruf ins Zentrum ihres Tuns setzen und sie darüber private Bedürfnisse vernachlässigen. Betroffene ziehen sich häufig zurück, sie sind antriebslos im privaten Bereich. Soziale Kontakte werden nur noch zu Kollegen, Kunden oder Mitarbeitern gehalten, freie Zeit verrinnt ohne Inhalt.

Wo bleibt die Stimmung?

Setzt nach Wochen, Monaten oder auch erst nach Jahren die endgültige Erschöpfung ein, bedeutet dies anhaltend müde, traurig, antriebslos zu sein - alles ist einem zu viel. Die zweite Phase beginnt und es kommen physische Symptome dazu: Schlafstörungen, Ausschlag, Schwindel, Angst- und Panik-Attacken, Rückenschmerzen und Kopfschmerzen.
Die bisherige Begeisterung nimmt ab, man zieht sich sich zurück, verändern seine Stimmungslage von zynisch bis depressiv. Bislang strukturierte Tage bleiben im Ergebnis offen.
Es folgt oft Dienst nach Vorschrift, begleitet von einem Gefühl innerer Leere, das Interesse schwindet, Einsamkeit ersetzt frühere Leidenschaft für den Job.
Personen, die ihren Selbstwert über engagierte Arbeit definier(t)en, sind gleichermaßen gefährdet wie solche, an deren Arbeitsplatz Zeit- und Kostendruck herrscht.

Stress und wenig Kohle

Am unsicheren Arbeitsplatz, dazu gering bezahlt, ist die Burnout-Gefährdung höher, und höher liegt sie auch in sozialen und Pflegeberufen, weil hier die emotionale Belastung intensiver ist als in anderen Berufen.
Wird dem Einzelnen dessen Handlungsspielraum eingeschränkt, er an Arbeitsbedingungen nicht mitwirken kann, fühlt er sich ausgeliefert. Wird am Arbeitsplatz nicht offen kommuniziert und wenig bis nie gelobt, steigt das Burnout-Risiko.

Ein Burnout-Syndrom ist therapeutisch gut zu behandeln, auch wenn man dazu in einer speziellen Klinik stationär aufgenommen werden sollte.
Die Reha-Maßnahme bedeutet im weiteren Verlauf auch, dass man in den Job über Teilzeitmodelle zurück kehrt.

Ist mein Kollege betroffen…?

Bei mehr als 130 Symptomen, mit denen sich das Syndrom zeigen kann, ist das Burn-out als emotionale Erschöpfung nicht immer von einer Depression abzugrenzen.
Burn-out bedeutet erschöpft zu sein, aber auch aktivierbar. Die Gefühlsäußerungen zeigen Normalität von Ärger bis Freude. Das ist bei der Depression anders, auch wenn man unter beiden Gefühls-Bildern Dienst nach Vorschrift macht oder sich in Kurzerkrankungen ergeht.

Signalsätze wie “Ich schaff das nicht” sollte man deshalb als Kollege/Kollegin ernst nehmen, weil Burn-out-Erkrankte sich den Zustand nicht zugestehen, obwohl sie bemerken, dass sie nicht sonderlich effizient arbeiten.

Spielen bei Behörden meist enge Arbeitsvorschriften und Hierarchien eine Rolle, sind auch Personen in Projektarbeit häufiger erkrankt, weil Projektarbeit druckvoll beginnen und Dauerstress bedeuten.

Sind Frauen auch häufiger betroffen Männer, sind sie jedoch weniger suizid-gefährdet, je nach der Schwere der psychischen. Zu vermuten ist, dass Frauen eher zum Arzt gehen, während Männer versuchen, die Situation auszuhalten und sich eher mal dem Alkohol zuwenden oder exzessiv Sport treiben…
Gut dotierte Personen mit großem Handlungsspielraum und hoher Wertschätzung und Anerkennung können dagegen viele Jahre auch hohe bis höchste Arbeitsanforderungen sehr gut aushalten, weil dies nicht als Dauerstress, sondern als Herausforderung gilt.

Und dann ist da noch die psychischen Konstitution – die Fähigkeiten, sich ein Gefühl für den eigenen Rhythmus zu bewahren, zu unterscheiden, welche Anforderungen machbar sind und wo “Nein” erforderlich ist.

Wer denkt, kann verändern! Wer damit aufhört, geliebt werden zu wollen, wenn er etwas leistet, der muss die Vermischung von Lebens-Sinn und Arbeits-Sinn aufgeben…Also, fangen wir an..

Aug 13 2010

Wenn schon, denn schon…

…ein teures Auto macht was her!

Man kennt das längst aus der Werbung. Inzwischen auch mit ironischem Unterton: Mein Haus, mein Boot, mein Pferd…Wenn bei dieser Aufzählung Familie und Auto nicht benannt sind, liegt das nun mal daran, dass die “oberen Zehntausend” sich vielleicht gerne über mehr definieren als über die alltäglich erlebte Familie und die banale vierrädrige Mobilität. Wie aber sieht man sich wirklich in Bezug zu den Premium-Marken?

Aus Sicht der Kunden definieren sich Autobauer vor allem über Service, Qualität und technische Innovation. Ein solches Ergebnis kann man einfahren, wenn man, wie die Marketingberatung CC&C Customer Care & Consulting, Bad Homburg, 4.200 Fahrer von Oberklassewagen sowie anderer Marken oder Baureihen befragt.

Dann ergibt sich, dass jeweils 83 von 100 einen ausgezeichneten Service erarten und den bei Kauf und Wartung. Für 77 von 100 gilt, dass sie eine hochgradige Kundenorientierung schätzen.
Und wenn schon Premium-Marke, dann gilt für 70 von 100 Nobel-Fahrern, dass sie als erste fahren, was technologische Neuerungen ergeben und was die Technik der Zukunft bestimmt (60 Prozent).

Wer teuer bestellt….zahlt!

Klar wäre wohl auch ohne Befragung gewesen, dass wer 50 000, 60 000 Euro und mehr ausgeben will und es dann auch tut, eine bevorzugte Betreuung wünscht (73 Prozent). Bis zur Mitteklasse gilt, dass nur jeder Zweite sowas erwartet. Dabei ist auch wichtig, dass exklusive Aufmerksamkeiten vom Hersteller oder Verkäufer geboten wird und man zum wichtigen Kundenkreis zählt.

Wer also eine S-Klasse oder einen 7er fährt, der will übers neue Modell vorab informiert werden, was nur einem von fünf Nicht-Oberklasse-Fahrer wichtig ist.
Wer immer auch Probefahrten mag, der schätzt dazu die Einladung (70 von 100) übers Wochenende, was in den Klassen drunter nur jeder Dritte schätzt.

Und weil man auch beim Werkstattbesuch mit der Oberklasse mehr hinblättert als andere, ist zusätzlicher Service zu erwarten: 8 von 10 Befragten in der Premium-Gruppe sehen da mindestens die kostenlose Reinigung ihres Wagens; jedoch nur zwei von 3 in den Klassen drunter. Ohne Unterschied bei PS und Hubraum erwartet man hohe Terminflexibilität und wie selbstverständlich einen Hol- und Bring-Service.

“Mein Werkstattmann”

Ob Lehmann, van Haagen oder Yurtsever - wer einen hochwertigen Wagen fährt, der erwartet im Autohaus immer auch “seinen Mann” und durch diesen die bevorzugte Betreuung. Ganz nach Bedürfnis, Gelegenheit und Anspruch und zwar zu 86 Prozent.
Und wenn das Fahrzeug schon zur uper-class zählt, dann will man auch als dessen Halter und Fahrer “gebauch-kitzelt” werden. Konkret: Einer von zwei Premium-Käufern erwartet, dass man ihm sein Kundenerlebnis bietet und ihn zu exklusiven Kultur- oder Sportveranstaltungen einlädt.
Auch wer nicht täglich drüber nachdenkt, der hat spezielle Erwartungen an die soziale Kompetenz von Mercedes, BMW & Co. Ist doch für zwei von drei Kraftfahrern ethisches und umweltbewusstes Verhalten und die zugehörige Verantwortung wichtig.

Erfolgreiche Männer sind Premium!

Als Steckbrief des Premium-Fahrers gilt: beruflich erfolgreich, männlich, 40 bis 59, kulturell interessiert mit Affinität zu Technik- und Sport. Für Marketing-Experten ist dies Milieu der ‘Etablierten’, deren Mitglieder über einen hohen sozialen Status verfügen, die eher konservativ sind und die ihr Leben traditionell führen. Verbunden mit dem Charme, Statussymbole eher diskret zu zeigen…

Und weil denn gilt, wer hat, der hat…zeigt sich knapp jeder dritte befragte Oberklassewagen-Fahrer bereit, für mehr Qualität auch mehr ausgeben zu wollen. Einer von fünfen achtet dabei aber mehr auf Marke als auf Preis.
Und weil man(n) sich dann doch nicht neidisch zeigen will, gilt für 46 von 100 Nicht-Premium-Fahrer: ein Premium-Produkt sollte sich dann doch durch einen hohen Preis auszeichnen, damit es sich vom normalen Gebrauchsgut, dem “middle-interest-product”, dann auch wirklich abhebt.

Blieb in der Studie nur die Frage offen: Wie sieht es aus, wenn das Premium-Produkt ein Geschäftswagen ist? Wer nämlich ein Fahrtenbuch führen muss oder wer sich den “geldwerten” Vorteil besteuern lässt, der hat andere Ansprüche an Service und Betreuung als Kunden, die ihr Autokosten mit der Pendler-Pauschale abgegolten bekommen.

Aug 10 2010

Langfristig wichtig: Betriebliche Kinderbetreuung

Familienministerium verlängert Frist fürs Förderprogramm

Der Begriff des “Betriebskindergarten” ist weit über 40 Jahre alt. Doch sind die günstigen Tatsachen oft auch wieder untergegangen wie das Unternehmen, in dem eine solche Einrichtung praktiziert wurde. So erinnert man sich im Schwarzwald-Baar-Kreis (Südbaden) in mehreren Altersgruppen an den SABA-Kindergarten, einst ein klangvoller Name (3000 Beschäftige in der Unterhaltungselektronik), der indirekt auch mit weltweit bedeutenden Jazz-Produktionen MPS in Zusammenhang stand. Doch tempi pasati…Nein!

Jetzt hat das Bundesfamilienministerium die Frist für das Förderprogramm Betrieblich Kinderbetreuung BuK bis Mitte 2011 verlängert, das seit Februar 2008 auch mit aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds aufgelegt wurde.

Fachkräfte und Familie

Beste Gelegenheit für Firmen aller Größen mit einem betrieblichen Betreuungsprojekt zu starten, weil nicht erst seit Neuestem gute Kinderbetreuung zu den tatsächlich wichtigen Zukunftsaufgaben gehören.
Dies nun sollte nicht nur die Ansicht der Bundes-Ministerialen sein, sondern auch all derer, zu deren Unternehmerschaft es gehört, mit einer betrieblichen Kinderbetreuung einen wichtigen Beitrag zu leisten, damit Arbeitnehmer Beruf und Familie besser vereinbaren können.
Damit hätte die Sozialpartnerschaft aus Beschäftigten und deren Familien sowie den Arbeitgebern einen Vorteil, der durch familienfreundliche Angebote die Chancen auf Fachkräfte attraktiv macht.

‘manpower’-Vorteile

Wurden Firmen in den vergangenen Monaten durch die Finanz- und Wirtschaftskrise stark ‘gebeutelt’, kann die verlängerte Antragsfrist neue Spielräume schaffen. Pläne zu betrieblichen Betreuungs-projekten können gelassener angegangen werden und das Förderprogramm kann helfen, das Pojekt dann auch real werden z lassen. Insgesamt keine ‘noble’ Tat des Managements, sondern viel eher ein “manpower-Vorteil” aus einer jahrelang ungewohnten, weil kostenträchtigen betrieblichen Kinderbetreuung.
Zielgruppe für die Mittel aus dem Förderprogramm sind gewerbliche Unternehmen aller Größen und Branchen in Deutschland, aber Körperschaften, Stiftungen und Anstalten des öffentlichen und privaten Recht, zu denen auch Hochschulen zählen.

Mindestens 6 Mitarbeiterkinder

Die Förderung bedingt, dass mindestens sechs neue zusätzliche Betreuungsplätze für Mitarbeiterkinder bis zum vollendeten 3. Lebensjahr in bereits bestehenden oder neuen Einrichtungen geschaffen werden. Eine Kooperation mit mehreren Firmen ist durchaus denkbar.
Und geht es um Ausgaben, Aufwand und Kosten gilt, dass für die Betreuung von Mitarbeiterkindern maximal 50 Prozent des Aufwands bis zu 6.000 Euro je Platz im Jahr durch die Fördermittel des ESF gefördert werden. Die Zahlungen laufen bis zu 24 Monate, höchstens jedoch bis Laufzeitende des
des Programms am 31. Dezember 2012.

Interessierte Firmen müssen ihre Anträge so rechtzeitig stellen, dass spätestens zum 1. Juli 2011 begonnen werden kann, sie zu fördern. Gleichzeitig können Unternehmen, Hochschulen und Träger der Betreuungseinrichtung eine begleitende Finanzierung durch Länder und Kommunen beantragen.

Mehr Informationen zum Förderprogramm Betrieblich unterstützte Kinderbetreuung unter www.erfolgsfaktor-familie.de/kinderbetreuung

Aug 08 2010

Sucht statt Glück an Automaten

“Haste mal ‘ne Mark!” - Die hätte vor 10 Jahren noch reichen können für zwei Kugeln Eis, eine Flasche Bier oder eben fünf Versuche zu je 20 Pfennig am Groschengrab. Jener Einrichtung in Gaststätten und Kneipen, wo man gelegentlich sogar den 10-Jährigen hinsetzte, damit der mal für ein paar Minuten Ruhe gab…

Derzeit lohnt sich die Teilnahme an der Automaten-Industrie, auch wenn die Umsätze auf dem Markt mit Glückspielen nach Erkenntnis der Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen von 2007 auf 2008 von 27.9 Mrd. um 11 Prozent auf 24,9 Milliarden Euro gesunken ist. Gestiegen ist dagegen in der selben Zeit der Umsatz an Glücksautomaten auf über acht Milliarden Euro (+6,6 %).

Wer soziologisch, therapeutisch oder ansonsten wissenschaftlich verfolgte, wie das Spie an den Automaten sich entwickelte, der muss quasi strengere Regulierungen auf politische Ebene fordern. Gibt es doch zu viele Spielsüchtige, die in ihrer stofflosen Sucht kaum geheilt werden können. Auch wer jahrelang abstinent war, hat als Ex-Glücksspielsüchtiger ein hohes Risiko des Rückfalls. Typisch für eigentliche alle Suchtkranken.

‘Spiel-Sucht’ gilt als krank!

Die aktuell gültige Forschung in Deutschland hat erkannt, dass die Spielsucht als Krankheitsbild gelten muss, das seit 2001 von den Kostenträgern im Gesundheitswesen auch anerkannt wird. Insgesamt klassifiziert als Verhaltenssucht mit nicht-stoffgebundener Abhängigkeit.

Gefährdet sind Personen, die Stimulation benötigen, um sich wohl zu fühlen, und solche mit schwachem Selbstwertgefühl, die nach dem Erlebnis beim Glücksspiel lechzen.
Bei der Automatentechnik, maßgeblich für die programmierten Gewinne, gilt, dass eines von drei oder auch vier Spielen das “kurzfristige Glück” am Automaten bringen.
Auf eine solche Weise ‘belohnt’ zu werden, wird im Gehirn gespeichert und auf Abruf gesetzt, was bei depressiven Personen spielerisch genutzt wird, um negative Gefühle abzubauen. Gleichzusetzen mit der Flucht vor Problemen und Konflikten über die Teilnahme am Glücksspiel.

Schrille Spielanreize am Automaten

Waren Automaten im vorigen Jahrhundert noch solche des einfachen Spiele-Charakters, bietet heutige Technik hohe Spielanreize über monetären Ergebniswert. Wer spielt, der wird durch Risiko-Taste und pulsierende Licht- und Tonsignale in den Spielablauf eingebunden. Dabei wird jedoch der mögliche Einfluss nur vorgetäuscht, weil eben das Spielergebnis programmiert ist.
Wenn im Spiel oft “Fastgewinne” auftreten, dass eben nur fünf von sechs Symbole für den Gewinn eintreffen, ist dies als vermeintliche Belohnung des Spielers nahezu gleichermaßen wirksam wie ein echter Gewinn.

Einladung für mehr Frauen

War es bisher die Spielhalle, soll das „Casino“ weniger schmuddelig wirken und auch Frauen als Kunden anlocken. Da Geldspielautomaten durch den Glücksspiel-Staatsvertrag nicht erfasst werden oder wurden, kann es eine Spielsperre oder eine verpflichtende Früherkennung wie in staatlichen Casinos nicht geben. Eines gilt als derweil als fest: 80 von 100 Spielsüchtigen fanden ihren Weg über Spielhallen.

Deshalb sind Gesetze und Verordnungen gefordert, um die Geräte in den Vertrag einzubeziehen oder ein Spiel auf ein Unterhaltungsspiel zurück zu führen.
Für den Spieler darf es nicht um ‘Vermögen’ gehen, viel eher sind Einsatz und Gewinn am Unterhaltungswert zu orientieren, um zu verhindern, dass Spiele am Automaten psychisch zu intensiv wirken.

Und dann gibt es noch die Lobby

Keine Branche ohne Lobby, will man meinen, und so versuchen auch die Hersteller und Aufsteller Kontakte in die Politik oder zu Ministerien zu halten. Ihre Drohung: Arbeitsplätze fallen weg, falls Glücksspiel-Branche zu stark reglementiert wird.
Vermieden wird dabei, die Spielverordnung zu thematisiert.
Hat der Gesetzgeber als höchsten Gewinn pro Spiel auf zwei Euro festgelegt, gelten an den Automaten zunächst Punkte, die dann zu Geld und einen Gewinn bis zu
10 000 Euro möglich machen. Ausbezahlt schrittweise über Stunden oder auch illegal von der Aufsicht.

Ein geändertes Gesetz schiebt den ersten Riegel vor: Ab 1. Januar 2011 sind nur noch zulässig mit einem maximalen Gewinn von 1000 Euro. Aus Sicht derer, die suchtpräventiv wirken wollen, immer noch viel zu hoch…