In memoriam - “Richie”

Ein wohl unauslöschliches web-Funstück…??!!

SWR I - 48 Kommentare zu
“Wie haben Sie 1969 erlebt?”

1. Wolfgang Bräun Jhg.1949
am 29.07.2009 um 06:39

Wir waren damals alle so um die 20, 22. Eine tolle Partyzeit, für die wir eigens einen privaten Partykeller in einer ehemaligen Waschküche im Reihenhaus eingerichtet hatten.
Unser gloreicher und zugleich verwegener Gastgeber war damals der legendäre Wolfgang “Richie” Hauser, der leider schon lange nicht mehr unter uns ist. Wir studierten beide VWL; er nach seinem Dienst als “Bürger in Uniform”, ich als einer der Jüngsten, weil ich wegen der Kurzschuljahre damals mit 18 mein Abitur hatte. Abi 67 halt!
Er nahm mich in seinem Käfer oft mit von Villingen nach Freiburg an die Uni, von wo er dann allerdings auch schon mal wieder gleich montags nach Hause düste, wenn er keinen Parkplatz fand und ich auf ihn dann die ganze Woche mit der Mensakarte wartete…
Ihm war Kartenspielen auch recht. Es muste ja nicht immerer Samuelson sein oder der damals noch in Freiburg lebende Lohmann und sein Ruchty.

Für ihn und alle Partygäste von damals der Titel vom brand-new Cadillac oder Skinny-Minny!
Wolfgang Bräun
Villingen
Danke!

Geopolitik: Kampf um Wasser und Nahrung

Längst ist die Welt sowohl politisch wie fiskalisch instabil und wird es wohl auch bleiben. Und genau so klar sind die Ursachen: ein zu teures und “faules Europa” aus der Sicht chinesischer Ökonomen, eine anhaltende Rezession und die ökologischen Risiken für die Versorgung mit Nahrungsmitteln und Wasser. Der weltweit größte Versicherungsmakler Aon hat dieses Szenario längst auch als politische Risiken vorgestellt.

Die Welt steht also wegen der globalen Erwärmung, die regionales Klima und Wetter bestimmt, in hoher Nachfrage nach Bio-Kraftstoffen bei schnell wachsender Weltbevölkerung und hierfür erforderlicher Agrarproduktion.
Bislang haben auch die Nahrungsmittelpreise in 2007 und 2008 zu dramatischen geopolitischen Ereignissen geführt - Hungerrevolten in Indien oder Arbeiterunruhen in Kambodscha. Informationen der Vereinten Nationen unterstützen die Analyse der globalen Unsicherheiten, wogegen zukunftsgerichtete Indizes entwickelt wurden.
Angewandt auf die 30 Länder mit dem höchsten Risiko - durchweg Entwicklungsländer in Afrika - zeigt der Index der Versorgungsrisiken bei Agrarprodukten auch, wo Lieferengpässe und mögliche und plötzliche Preisspitzen am stärksten wirken.
Viele der weltweit produktivsten Agrar-Regionen müssten mit einem Rückgang der Produktivität rechnen, wenn die Temperaturen dort weiter stiegen. Das gilt auch für Kakao, der zu 75 Prozent der Weltproduktion aus nur vier Länder kommt.

Indices als Frühwarnung

Betonen die Indizes zur Nahrungsmittel- und Wasserunsicherheit auch einen gewissen Pessimismus, sind sie aber eher zukunftsgerichtete ‘Frühwarnungen’, weil manche Länder Nahrungsmittel nicht mehr ausreichend produzieren können und sie sich diese aber auch nicht aus anderen Regionen leisten können.
Dies gibt Druck auf das soziale Gleichgewicht eines Landes und kann zu geopolitischen Ereignissen ohne wirtschaftliche Erholung führen.

Doch wird es auf der Risiko-Weltkarte für neun Länder auch besser: Albanien, Myanmar/Burma, Hongkong, Kolumbien, Südafrika, Sri Lanka, Ost-Timor, Vanuatu und Vietnam. Gleichzeitig haben sich für 18 Ländern die Bedingungen verschlechtert: Algerien, Argentinien, El Salvador, Äquatorialguinea, Ghana, Honduras, Kasachstan, Lettland, Madagaskar, Mauretanien, Philippinen, Puerto Rico, Seychellen, Sudan, Vereinigte Arabische Emirate, Ukraine, Venezuela und Jemen. Sudan, Venezuela und Jemen wurden der Kategorie mit sehr hohem Risiko hinzugefügt, zu der Afghanistan, die Demokratische Republik Kongo, der Iran, der Irak, Nordkorea, Somalia und Simbabwe bereits gehören.

Gefahren für Ökonomie und Ökologie

Mit einer Weltkarte für politische Risiken wird jedoch international operierenden Unternehmen eine gute Orientierungshilfe geboten. Diese Weltkarte soll helfen, Risiken und deren Wirkungen auf künftige Geschäfte besser einschätzen zu können. Hängen doch Wachstum und Ertrag von Unternehmen in einigen Regionen dieser Erde auch von solcher Bewertung ab.
Für 209 Ländern und Territorien wurde das politische und das ökonomische Risiko erfasst: Nicht-Konvertierbarkeit und kein Transfer von Währungen, potentielle Streiks, Aufstände und zivile Unruhen, Krieg, Terrorismus, Schuldnerverzug, politische Einflussnahme, instabile Lieferketten…länderweise gering, mittelgering, mittel, mittelhoch, hoch oder sehr hoch eingestuft.

Über Aon

Aon ist der weltweit größte Versicherungsmakler. Ein Schwerpunkt der Arbeit von Aon liegt in der Beratung von Industrie- und Großunternehmen. Die global operierende Aon Corporation ist börsennotiert. Die Aktien werden an der New Yorker und an der Frankfurter Börse gehandelt.
Aon ist in mehr als 120 Ländern mit rund 36.000 Mitarbeitern tätig. In Deutschland beschäftigt das Unternehmen rund 1.500 Mitarbeiter an sieben Standorten.

Willst du mit mir geh’n…?

Aber Achtung! Cousine & Co. quaken mit!

Hand aufs Knie! - Wer hat Ihnen geholfen oder einfach sacht bis druckvoll mit entschieden, ob Sie Ihren jetzigen Partner er-wählen und ihn halten sollen…? Wer nämlich in dauerhafter Partnerschaft leben will, der hat oft ganz subjektiv den Eindruck, er habe die Beziehung völlig autark und autonom und ohne Einfluss anderer entschieden. Das jedoch täuscht, wie eine Studie der Indiana University nachweist: Das Urteil von Freunden und Familie und sogar von Fremden könne unser Partner-Verhalten beeinflussen.

Wie schwer ist es aber, “den” Richtigen zu finden, wenn Einflüsse von außen die Sache beschweren….? Das nun hängt auch davon ab, dass ein Individuum auch darauf achtet, welche Vorlieben in seiner Umgebung angesagt sind. Ein Maßstab, der also fremd bestimmt wird, wie er auch in der Tierwelt erkant wurde und als Phänomen “mate choice copying”, als “Kopieren der Partnerwahl” genannt wird. Wer also für andere geeignet ist, kann auch für einen selbst eine gute Wahl sein.

Vierzig Männer und Frauen wurden in ihre Reaktionen darauf geprüft, wie sie Videos von einer Speed-Dating-Veranstaltung werteten. Bei einem solchen Event haben die Teilnehmer jeweils nur drei bis fünf Minuten, um ihr Gegenüber kennen zu lernen und ein Urteil zu bilden. Die Bewertung der wechselnden Dating-Partner wird nach Interesse und Attraktivität notiert und schon geht’s weiter…

Männer sollten attraktiv sein

Um die Studie zu verwissenschaftlichen, wurden den Video- Probanden zuvor Fotos von den Teilnehmern am Speed-Dating gezeigt, um diese vorab einzuschätzen und ein mögliches Interesse wer an wem abzuklopfen.
Nach den Videos wurden die Versuchspersonen aufgefordert, den Erfolg der Kennenlern-Phasen zu bewerten und ihr eigenes Interesse an den Speed-Datern anzugeben.
Ergebnis: das Interesse der Probanden an den Dating-Partnern beruhte darauf, für wie erfolgreich sie die beobachteten Begegnungen hielten. Bei den beobachtenden Männern stieg der Wunsch nach einem Treffen mit den Frauen grundsätzlich anstieg und stieg auch deutlich an, wenn die Frauen im Video attraktiv waren und ihre Speed-Dating-Partner im Video eben auch Interesse am Gegenüber zeigten.
Waren die Männer in den Videos ebenfalls gut aussehend, war die Aufmerksamkeit bei den männlichen Probanden ebenfalls hoch.

Die Experten erklären dazu: “Für Männer spielt die relative Attraktivität der Menschen, die sie beobachten, eine Rolle. Nicht jeder kann ihr Verhalten beeinflussen, sondern nur andere Männer, von denen sie denken, sie seien ebenso attraktiv wie sie selbst.”
Für Frauen gilt ein ähnliches Verhalten, wenn auch deren Reaktionen noch nicht voll ausgewertet sind. Es zeigte sich jedoch grundsätzlich ein paralleles Verhalten zu dem der Männer. Anders jedoch als die männlichen Probanden nahm ihre Sympathie für die Männer ab, wenn sich die Frauen in den Videos nicht für ihre Speed-Dating-Partner interessierten.

Meist quatscht jemand mit

Für die Forscher liegt der Schluss auf der Hand: nicht nur Freunde, Familie oder Bekannte bestimmen die eigene Partnerwahl mit, sondern auch fremde Menschen üben beträchtlichen Einfluss aus. Nicht nur bei der Partnerwahl, sondern auch in anderen Lebensbereichen.
Wer alleine auf eine Party gehe, wo ihm die Gäste fremd sind, der rede sich zwar gerne ein, dass er keine Rücksicht auf die Meinung der anderen nehmen müsse. Doch der Experte erklärt: “In Wirklichkeit achtet jeder Mensch sehr stark darauf, was die anderen in seiner sozialen Umgebung tun oder denken.”

Fazit: Für diese Erkenntnis hätte es allerdings spätestens mit 30 Lebensjahren an gesellschaftlicher Sozialisation keiner Studie bedurft…

Sie haben Frust!? - Na dann, weg damit…Heiraten Sie!

HPS - Hektik-Panik-Stress?! - Alle drei Erscheinungen sind den meisten Menschen bekannt, wenn nicht tagtäglich, so doch das eine oder andere mal, wenn es im Beruf, in der Liebe oder in der Familie nicht so klappt wie erwartet. Und so sind auch in sozialen Berufen die erlebten Erfolg eher selten. Im Ergebnis führt dies dann nicht nur zur Enttäuschung, sondern auch zu Frust. Lehrer, Pflegekräfte oder Polizisten leiden unter dem Burn-out-Syndrom.

Wie aber gehen Ärzte, Lehrer oder Sozialpädagogen damit um, wenn statt schneller Heilung, statt freudvollem Wissen und wegen nicht ergriffener neuer Chance der Erfolg ausbleibt?
Im Job und in der Freizeit könne man dem Stress vorbeugen, auch wenn der Frust ständig zunähme. Weiß doch der Arbeits-Wissenschaftler aus Beobachtungen, dass bei den Menschen, die sich beruflich für andere einsetzen, nach anfänglicher Begeisterung für den Beruf, die Motivation schwächelt und tendenziell schließlich stark abfällt. Menschen in sozialen Berufen erleben nach Jahren ihrer Arbeit diese ständig als weniger reizvoll, der Frust nehme zu.

Darf man nun der Theorie glauben, die aus den Frustrationsphasen der Beobachteten, die Frage stellt, ob es überhaupt sinnvoll ist, auch jenen Menschen zu helfen, die aus dieser Hilfe nur wenig Nutzen ziehen? Wie empfindet ein Lehrer, der mit 62 seine beiden letzten Dienstjahre vor sich hat und der auf der Stufe der Apathie bloß noch Dienst nach Vorschrift und Lehrplan leistet? Knapp vor der völligen Erschöpfung, während Kollegen wegen ihres Burn-out-Syndroms schon ein Schuljahr schenken und Abschläge beim Ruhegehalt in Kauf nehmen.
Was hilft da der Vorschlag, bereits in der Ausbildung sollte man lernen, wie man mit den menschlichen Problemen im Beruf zurechtkommt. Ein Lehrer müsse schon wissen, wie motiviere man Schüler und sich selbst? Und auch ein Arzt müsste gelernt haben, wie man mit einem Sterbenden und dessen Angehörigen spricht. Wenn dann noch die Kollegen einander Rückmeldungen geben, könne man Erfolgserlebnisse schaffen, wo es sonst keine gibt. So weit die Theorie.

Gut gebrüllt, Löwe!

Man darf aber dann doch an Sozialpädagogik und Arbeitswissenschaft zweifeln, die da glauben und einem weiß machen, Frust ließe sich ganz einfach durch gesetzte und auch erreichbare Ziele vermeiden?
So müsse eben gilt der Erfolg und das Ergebnis als offen im Ausgang bleiben, wenn man jugendlichen Außenseitern zwar die neuen Wege zeige, man es aber ihnen überlasse, ob sie diese auch gingen…
Erreicht also der Pädagoge mehr, wenn er sich entspannt zeigt, die Jugendlichen das merken und weniger Druck spüren…?
Und dann wäre da noch der Vorschlag, selbst für die Erfolgserlebnisse zu sorgen, die im Job ausbleiben: Man singe doch in einer Band und giere auf Applaus nach dem Gig…
Und dann ist da noch der allerklügste Rat “der” Arbeitsmedizin: Heiraten und Kinder kriegen. Wer nämlich in der Familie Rückhalt habe, sei statistisch gesehen weniger stark gefährdet am Burn-out-Syndrom zu erkranken.
Na dann, Lehrer: Heirate ! Am besten eine Kollegin!

Bürgerliche Küchen-Psychologie

Ein komplexes Thema wie Frust mit flotten Ratschlägen zu “erledigen”, kann nicht als gelungene Auseinandersetzung gelten. Auch heiraten und Kinder bekommen, kann als Ratschlag nur von jemandem stammen, der gut im Job sitzt oder er eine gute Mutter- oder Schwiegermuter-Partie gemacht hat.
Und selbst, wenn man jemand gefunden hat: Scheitert die Ehe bedeutet das (meist für den entrechteten Vater) das finanzielle Harakiri. Wie war das doch schön im ehemaligen Osten: Dem Beruf nachgehen, die lieben Kleinen 12 Stunden versorgt wissen, genügend Zeit für den Nachwuchs zu haben…Doch ‘Erich’ hat das Licht aus gemacht!
Was aber der Verkäuferin erzählen, für die - ganz nüchtern betrachtet - ihre Kinder eine finanzielle Last sind, die Kinderbetreuung in keinem Verhältnis zum Netto-Einkommen steht?
Und so mancher Lehrer dürfte sich auch längst der Haltung anschließen, dass man nicht alle retten könne, auch wenn man doch oft genug von einem Jahr zum anderen den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg erkennen kann. Wer perfekt sein will, der ist im sozialen Berufen eher fehl am Platz.

Fazit: Beim Burnout verbrennt nicht der Mensch, sondern bloß der Schmarr’n, den er sich hat ins Hirn setzen lassen…(Franz-Josef N.)

Vom Leben im Alter - Aber wann bin ich alt…?

Kennen Sie das? Ein strenges Nordic-Walking gegen 13.30 Uhr und nach einer Stunde des Gesund-Laufs merken Sie, dass dies doch recht anstrengend war. Subjektiv empfunden gar beschwerlicher als noch im vergangenen Jahr. Ja oder Nein! Merken Sie, dass Ihre Lust aufs Nichtstun höher ist als noch vor zwei Jahren? Ja oder Nein? Sind Sie vielleicht doch schon “alt”, auch wenn Sie mit 61 noch Jeans von H&M tragen und Sie sich lässig im (echten) Polo-Hemd über “Lena” unterhalten…?!

Hat auch so mancher Zweifel daran, dass die Arbeitsbedingungen sich gegenüber denen des ausgehenden 20. Jahrhundert tatsächlich verbessert haben, wenn dies auch mindestens für die medizinische Versorgung gilt, und wir auch mit dem Euro nicht unbedingt einen höherer Lebensstandard haben, mag schon sein, dass die Lebenserwartung der Menschen bis dato deutlich gestiegen ist.
So fühlt sich die Mehrheit der aktuell älteren Menschen zwar immer jünger, doch hat sich eigentlich nur die Grenze zum Alt sein verschoben. Wozu es auch eine Mehrheit gibt, ist die, die unsicher sind über die finanzielle Absicherung im Alter. Stellt sich doch in jedem Fall - ob mit 55, 60 oder 65 - die Frage: wie, wo und wovon soll der Einzelne, das Paar, die Eheleute im Altersruhestand leben?

Ist es das eigene Haus, in dem man mit Enkeln, Kindern und einem gesunden Mann ganz “easy” zusammen lebt? So, wie es früher war? [ Bei wem und wann war das eigentlich so?] Und noch dazu finanziell unabhängig. Toll, wenn ein 20-Jähriger davon träumt, oder wenn er sich vorstellt, er könne auch im Alter in “seiner WG” leben.

Markiert sich als erstes die Frage, wer sich denn ein Haus überhaupt hat leisten können, ob die Kinder dort einen Job bekommen, wo der Senior lebt und wer welchem Altersgenossen hilft, wenn die Hilfe denn gebraucht wird.

Ist das Alter noch in weiter Ferne, denkt keiner an den eigenen (!) 60. Geburtstag. Ob man dann nämlich noch was ganz anderes lernen oder studieren kann und will oder man bereits hilfsbedürftig ist, weil Parkinson, Prostata-Krebs oder Alzheimer zugeschlagen haben, ist Schicksal.
Was aber gilt heute aus jugendlicher Sicht zum Altwerden und Alt sein? Etwas Positives? Nach der jüngsten Shell Jugendstudie verbinden Jugendliche damit Fitness, Aktivität und Offenheit für Neues. Grad so wie bei Oma und Opa…!?

Wenn die ETW drauf geht…

Wer mit 20, 45 oder 760 Lebensjahren noch keinen Blick ins Alten- und Pflegeheim hat werfen müssen, dem mag es so vorkommen, dass Alt sein nicht mehr wie früher mit negativen Vorstellungen verbunden ist, wie zum alten Eisen zu gehören, als Rentner ins Altenheim abgeschoben zu werden, arm, einsam, krank und gebrechlich zu sein.
Denn angeblich ist es nur eine Minderheit älterer Menschen, denen es so geht. Doch der Schein trügt. Auch wenn die sozialen Sicherungssysteme in Deutschland bei Arbeitslosigkeit, bei Krankheit oder Unfall unterstützen, wer pflegebedürftig wird und eben nicht von Angehörigen gepflegt werden kann, weil diese bereits auch 60 Jahre und älter sind, dessen Angehörige werden schneller erkennen, als ihnen lieb ist, wie die Eigentumswohnung ETW, die Opa der Oma hinterlassen hat, von den Zuzahlungen im Alten- und Pflegeheim aufgezehrt wird. Das geht “ratz-fatz”!

Was die Alten wohl noch kosten…

Hat Deutschland schon jetzt eine der ältesten Gesellschaften der Welt, heißt dies, es gibt heute mehr als fünfmal so viele 80-Jährige wie vor 60 Jahren. Zahlreicher werden diejenigen, die auf Hilfe und Pflege angewiesen sind, was meist um die 80 Jahre und älter beginnt.
Und weil jede Frau in den nächsten 50 Jahren kaum mehr als 1,4 Kinder bekommen wird, die Lebenserwartung weiter steigt und die Zu- und Auswanderungen sich kaum verändert, wird der demografische Wandel die arbeitende Bevölkerung vor ganz andere Fragen stellen, als die, ob man mit Oma unter einem Dach leben will.

Und so kann auch der klassischen Lebenslauf nicht bleiben. Schon spricht man bei der EU über die Lebensarbeitszeit bis 70, wobei schon der Gedanke an noch ältere Lehrer einem erschaudert.
Und weil auch noch gebrochene Berufs-Biografien den Menschen begleiten, wird es ohne lange Lebensarbeitszeit der jungen Generation und viele, viele Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung nicht gehen.

Ob traditionelle Großfamilie oder politisch geförderte Mehrgenerationenhäuser, noch kann der Einzelne gut reden, wie es den mal mit “den Alten” sein könnte. Solange jedoch der “Egomane” als Leitbild das Lebensziel darstellt und viele Singles sich kaum noch binden wollen, werden sich die derzeit Jungen noch lange sorgen müssen, dass immer mehr ältere Menschen versorgt, gepflegt und in die Gesellschaft integriert werden müssen.
Und mit Oma und der Schwägerin samt ihren Gören unter einem Dach….ich weiß nicht!

Hey, was guckt denn [d]er…?

Männer sind Schweine. Männer sind wie Autoreifen: Ziemlich aufgeblasen, ohne Profil und stets bereit. Männer sind wie Pilze - die schönsten sind meist giftig. Und Männer gucken auch gerne Pornos. Alle?? Nein, aber viele und das gerne! Schlimm?? Für den Mann meist nicht. Schon gar nicht, wenn er häuslich alleine guckt. Denn nicht jeder, der Hand an sich legt, ist ein Selbstmörder…

Ob nun, wie im Frühjahr 2010 bei FrauTV präsentiert, Playboy-Heftchen und Peep-Shows jeden Mann interessieren und stimulieren, muss fraglich bleiben. Denn die wenigsten Männer haben ein Play-Boy-Abo und auf dem flachen Land auch keinen Zugang zu Peep-Shows.

Da stimmt schon eher, was wieder mal eine Studie ohne weitere Herkunfts-Bezeichnung abbildet: Internetportale machen Millionen-Umsätze mit Seiten, auf den kostenlose Pornoclips abgerufen werden können.
Das nun könne bedeuten, dass “die Jungs” (wie alt sind die denn?) Zugang zu nackter Haut haben, und dies von Pin-Ups bis zu Hardcore-Pornos immer und überall per Computer oder Smartphone. Smartphone? Haben alle “Jungs” ein solches…?

Ist dem “wissenschaftlichen Beobachter” der Zugang des Einzelnen zu Pornos noch egal, ist eine andere Frage bedeutend: Was passiert im Kopf des Porno-Konsumenten? An der Uniklinik Essen wollte man nämlich wissen, was im Hirn passiert, wenn 20 Frauen und Männer zunächst unerotische Handwerkervideos gucken und danach harte Pornos.
Der Magnetresonanztomograph (MRT) sollte dabei erkennbar machen, welche Regionen im Hirn durch die Pornos bei Männern und bei Frauen angesprochen wurden.

Fazit: auch wenn Männer wie Frauen gleichermaßen durch die Bilder erregt wurden, waren es doch die Männern, bei denen besonders viele Hirn-Regionen vermehrt angesprochen wurden, die für Emotionen zuständig sind.
Weniger jedoch im Großhirn fürs Denken und kognitives Handeln, was bedeutet, dass der Mann durch erotische Reize aktiv wird, da das Denken ausgeschaltet ist. Aha…! Und dabei macht er unter Umständen Dinge, die er gar nicht steuern kann. Mit Sicherheit ist das ein Zustand absoluter Entspannung. Warum nicht…?

Pornos sind phänomenal - wenn sie gefallen!

Als Allgemeinwissen gilt wohl längst: sexuelle Lust entsteht durch unterschiedlich sinnliche Reize, wie sehen hören, fühlen schmecken. Doch wenn Pornographie auch nur Bilder bietet - wenn auch mit Begleitgeräusch - , ist es auf jeden Fall der optische Reize im Gehirn, der sich mit “explosionsartiger Reaktionen” enthemmt.
Wirkt Pornographie damit auch positiv? Hat der Mensch davon einen Lustgewinn? Das nun hängt wohl davon ab, ob mit Absicht geguckt wird und ob sich diese Lust gar zu einem Suchtverhalten entwickelt.

Es gilt aber signifikant auch, dass Pornographie negativ beeinflussen kann, wenn unerfahrene Personen mit noch gültiger Zurückhaltung sich mit “extremen Spielarten oder Stellungen” konfrontieren oder konfrontiert werden. Diese Varianten, verbunden mit sexuelle Ausdauer, könne zu psychischem Druck und negativem Effekt führen.
Für jemanden, der sich gar häufig dem Konsum harter Pornographie widme, gebe es Hinweise, dass dies - je nach Inhalten - abstumpfe. Allerdings meinen die Experten, dass negative Folgen nur bei Menschen erzeugt würden, die zu Sucht, Kontrollverlust oder Aggressivität neigen.

Therapie und Aussprache

Ob bestimmte Bilder Männer besonders reizen, ist bislang als Studie noch nicht erhoben, weshalb pauschale Aussagen auch nicht gelten können. Doch will die Sexualtherapie wissen, dass es bei dem, was Männer anmacht, nicht immer auf ‘erotische Schönheit’ ankomme.
Klar dürfte sein, dass Männer von Brüsten, lasziven Positionen, drallen Körpern oder auch von besonders triebhaften Darstellungen erregt werden.
Wie nun, wenn die Lebenspartnerin nicht damit zurecht kommt, wenn sie bemerkt, dass ihr Mann Pornographie konsumiert? Ausrasten!? Weinkrampf!? Oder nur Betroffenheit?! Ist “Er” schon ein Schwein, wenn er junge Mädchen anguckt?

Da wird der Dialog zwischen den Partner wichtig und de Mann muss sich wohl erklären, warum er die pornographische Stimulation braucht. Meist hat nämlich die pornographische Begierde mit seiner ‘Liebe’ und seiner Treue zur Partnerin nichts zu tun, so die Mannsbilder, wenn sie denn antworten…
In der Krise ist jedenfalls über die gemeinsame Sexualität zu sprechen. Schließlich steht fest, dass Beziehungen mehr denn je durch Pornographie geprägt werden, weil viele Möglichkeiten gegeben sind, diese Wünsche auszuleben.

Stört also die virtuelle Welt die reale Sexualität, ist die Beziehung schräg geworden. Da kann es gar zu Impotenz oder Fehlverhalten kommen, die der Konsum an bebilderten oder bewegten Pornos ausgelöst haben. Therapie kann jedoch meist helfen…

Pubertät kommt meist vor 17 Jahr, blondes Haar…

“Ich? In der Pubertät…? - Das weiß ich doch heut’ nimmer!!” - Doch seine Eltern können sich wohl noch gut dran erinnern. Die Zeit vor der Pubertät gilt bekanntermaßen als Kindheit, in der Eltern doch schon was tun könnten, um vor-pubertär, pubertär und post-pubertär keine Überraschungen erleben zu müssen. Wie aber funktioniert konfliktfrei Pubertät?

Gar nicht, weiß der gereifte Familien- und Erziehungsberater, der mit inzwischen 63 auch schon Enkel hat. Es ist illusorisch, irreal und fatal, bei Sohn oder Tochter in deren pubertärem Alter Konflikte vermeiden zu wollen. Und auch können geht nicht, muss man doch erkennen, dass Konflikte zum familiären, zum gesellschaftlichen Leben gehören.
Eltern müssen aus der eigenen Sozialisation erfahren haben, dass Konflikte und Konfrontation normal sind. Und deshalb geht es darum, Probleme so zu lösen, dass diese für Kinder und Eltern in gegenseitiger Achtung und mit Respekt geschieht.

Wer hat Stress mit wem …?

“Eine Hand wäscht die andere”, weiß der Volksmund, und das bedeut sicher auch, dass es immer zwei Betrachtungen gibt, wer auf welche Weise Anteil hat am strittigen Stress oder am stressigen Streit, wenn dann auch Nerven auf der Strecke bleiben.
Meist wollen die Eltern alles richtig machen und es sind die Pubertierenden, die mit ihren Status in Familie, beim anderen Geschlecht, in der Schule und in der Gesellschaft unzufrieden sind. Ohne Stress geht es da nicht, der “Familien-Krieg” stellt sich nur verschieden dar.
Damit ist auch ein Basis-Rezept gegen jeglichen Konflikt, oder wie Eltern und Kinder in der Pubertät miteinander klarkommen, auszuschließen.
Die Pubertät durchstehen, gelingt nicht über Seite fünf des Ratgebers. Auch gibt es keine Antwort auf die Frage, was hat ei Elternteil, was haben beide falsch gemacht.
Da Pubertät eigentlich immer kommt, mal früher mal später, kann schon vor dieser oft “ärgerliche bestimmten Zeit” überlegt werden, wer als Neutraler, als Schiedsrichter mit einbezogen werden könnte, wenn streitbaren Wogen besonders stürmisch auftreten. Ob sich jedoch ein familiär Außenstehende einbinden lässt, muss gut überlegt sein, wenn sich Eltern und Kinder im Clinch liegen.
Was soll, was muss die Mutter dazu sagen, wenn der Sohn oder die Tochter mit dem Rauchen beginnt, gelegentlich stark abgetrunken und deutlich spät nach Hause komm oder der Anruf des Lehrers klar macht, auch mit der Arbeitshaltung stimmt’s nicht.
Wer darauf eine Antwort erwartet, der irrt. Hier gibt es kein richtig/falsch, weil das “Problem”, weil jede Situation einer speziellen “Lösung” bedarf. Und die nun hängt von vielen Faktoren ab.

Gibt es keine Vorschläge…?

Statt Eltern irgendeinen Ratschlag geben zu wollen, die mit einer familiären Situation überfordert sind, ist es besser danach zu fragen, warum oder weshalb Sohn oder Tochter sich so und nicht anders verhalten?
Was steckt hinter dem Verhalten, einem rechthaberischen Widerspruch, einem unordentlichen Zimmer, einer nie geduldeten Verspätung… Meist drücken Jugendliche mit ihrem Verhalten, ihrem Auftreten, ihren Herausforderungen mangelnde Aufmerksamkeit, fehlende Hilfe oder zu geringe Unterstützung aus. Nur, wer als Eltern oder Erzieher die Frage des Wozu beantwortet kann, ist in der Lage, pädagogisch zu beeinflussen.

Um Pubertierende nicht grundsätzlich zu verprellen oder gar Gewalt ins Spiel zu bringen, muss nach dem Sinn von Erziehung gefragt werden.
Sie ist Vorbereitung auf das Leben, sie ist das Leben selbst und geschieht jeden Augenblick.
Fazit: Pubertät kann auch nach dem braven elften, zwölften Jahr, in denen man noch ein tolles Kind hatte, verdammt schwierig werden. Vermeiden kann man zunächst nichts, doch wenn es erzieherisch zu schwer wird, ist es mutig und erforderlich, sich professionelle Hilfe zu holen.

Ideal: Arbeitsende 14 Uhr

Wann ist der Arbeitsplatz optimal und gesund ?

Zweifelsfrei! Das Betriebsklima wirkt auf die Gesundheit

“Sie nennet sich Kollege, weil sie sich so mege”, weiß der Schwabe, und am Betriebsklima ist jeder mit schuld. Schuld!? Für Schlauberger ist eine Erkenntnis kaum wissenschaftlich: als beste Arbeitsumgebung gilt die, für die der Betriebsleiter seine Arbeitsanforderungen an den Bedürfnisse der Mitarbeiter orientiert.

Wenn diese Einsicht jetzt aus Spaniens Sozialwissenschaft her schwappt und dort von einem Gewerkschaftsinstitut für Arbeit, Umwelt und Gesundheit bei 7600 Angestellten erhoben wurde, kann die Frage nicht neu sein: wie muss der Arbeitsplatz aussehen, damit Mitarbeiter körperlich und geistig gesund bleiben. Antwort: Hängt davon ab, wie der Betrieb die Aufgaben aus der Arbeit regelt.
Auch wenn man die eigene psycho-soziale Befindlichkeit als Arbeitnehmer nicht kennt, ist man beruflich abhängig von Mitsprache, Teamwork, Kompetenzverteilung, Entwicklungsmöglichkeit, vorhandenem Wissen und inhaltlich sinnvoller Tätigkeit.
Ist dazu dann die Anstellung unbefristet, das Gehalt am Stundenausmaß und an der Art der Arbeit orientiert und liegt die Arbeitswoche zwischen 31 und 40 Stunden (als ideales Arbeitsende gilt 14 Uhr) wäre alles ganz easy*
Für die bisher praktizierte Arbeitsmedizin und Arbeitspsychologie gibt es insofern keine *spanische” Überraschung. Weiß man dich hirzulande längst , dass der große Stress, der psychosozial belastet, sich meist im Privatleben aufbaut.
Familiäre oder partnerschaftliche Störungen, Freizeitstress und unerfüllte materielle Wünsche werden an den Arbeitsplatz mitgenommen, woraus der Einzelne oft ineffizient die Arbeitsaufgaben erledigt.
Damit hat aber der Arbeitgeber eher keinen Einfluss auf persönliche Hintergründe, Bedürfnisse, Arbeitshaltung und andere nicht arbeitsbezogene Faktoren.

Psychosoziale Fehlbelastungen

Bei andererseits zunehmenden psychischen Belastungen am Arbeitsplatz setzt sich so manche Unternehmensleitung mit den Problemen und möglichen Lösungen auseinander.
Dahinter steckt dann aber auch das betriebswirtschaftliche Interesse, weil nur mit zufriedenen Arbeitnehmern deren Effizienz und deren Produktivität stimmen.
Arbeitsmedizinisch sind ausreichend Kriterien bekannt, aus denen eine psychosoziale Fehlbelastungen entstehen kann. Als Ergebnis aus geringem Handlungsspielraum und wenig nur an Weiterbildung und Entwicklung entsteht Frustration, wobei oft auch ein günstiges Feedback zur eigenen Leistung versäumt wird…
Die Liste mit inhaltlicher oder mengenmäßiger Überforderung, Arbeitsunterbrechung, Umweltbelastung, fehlender Information und mangelnder Mitsprache ist lang.

Subjektive Meinung des Einzelnen

Psychisch belastend sind Faktoren wie Lärm, Hitze, Staub, Kälte, Vibration, Schadstoffe, körperliche Dauerbelastung und Termindruck. Über deren Wirkung können betriebsinterne Daten Krankenstände, öffentlich geäußerte Beschwerden, Überstunden oder Arbeitsunfälle aufklären.
Doch nicht alle Probleme sind erkennbar. Oft ist es Stress mit Vorgesetzten, sind Mobbing, Qualifikationsdefizite oder das Betriebsklima schuld an der Misere.
Dagegen ist sinnvoll, psychische Belastungen die subjektive Meinung des Einzelnen zu erfragen, denn das subjektive Empfinden wechselt schon bei der Frage nach der richtigen Raumtemperatur…

Wenn man das Leben rein pekuniär betrachtet…

„Mit Geld ist es nur unwesentlich besser, als es ohne Geld schlechter ist!“ - Der dies äußerte, ist die Comic-Figur Rabenau und man hat ihn wohl schon erleben lassen, was es heißt: Wer besonders viel verdient, ist weniger großzügig als Normalverdiener.
Ein Fazit, zu dem ausgerechnet (dieser Blog-Beitrag stammt vom Mai 2010) ein Ökonom mit griechischen Wurzeln komm, der als Nikos Nikiforakis an der Universität Melbourne forschte.

Er wollte wissen, welchen Einfluss eine hohe Arbeitsvergütung darauf hat, wie jemand mit anderen teilen will. Ergebnis: je mehr eine Person verdient, desto geringer wird der Wertanteil, den sie bereit ist an andere zu geben.

Im Test ordneten sich die Teilnehmer an der Studie den Regeln eines Spieles unter. Dessen Verlauf regelte das “Spielgehalt” für das weitere Experiment. Auf das zählbare persönliche Ergebnis mussten die Teilnehmer entscheiden, ob sie einen Teil der Einnahme einem oder mehreren Mitspielern abtreten wollten. Die Geber und Empfänger handelten anonym, damit ohne sozial-strategische Überlegungen nur das “Geben um des Gebens willen” erkennbar wurde. Allen Spieler wussten, dass sie Schluss in echtem Geld belohnt würden.

Wichtig, woher „die Kohle“ stammt

Die Ergebnisse waren schließlich markant, deutlich, ja auch überraschend: diejenigen Probanden, die das höchste Einkommen erzielt hatten, lagen mit ihrer Chance aufs Teilen dreimal niedriger als jene, die weniger weniger gut ausgestattet blieben.

Für den Spielleiter ergab sich, dass ohne taktische Beziehungen jene die größten Egoisten sind, die am härtesten und mit Engagement für ihr Gehalt gearbeitet haben.
Das nun kann nur an der grundlegenden sozialen Einstellungen des Einzelnen liegen. Menschen, die als nett gelten, so die These, arbeiten demnach weniger hart gegen Entlohnung, da sie eher auf ihre Umgebung und deren Hilfe vertrauen, und wer egoistisch ist, der hält auch andre für egoistisch.

Das Ergebnis verschob sich, als der Zufluss an Gehalt zufällig verteilt wurde. Die Unterschiede im Teilen zwischen Besser- und Schlechter-Verdienenden glichen sich aus. Es dürfte somit darauf ankommen, womit man sein Geld verdient. Denn nicht alle Spitzenverdiener dürfen als Egoisten eingestuft werden. Menschen, denen das Geld zufällt - wie etwa in einer Lotterie oder durch eine Erbschaft - sind eher zum Teilen bereit als solche, die es durch die Mühen der Arbeit oder mit Stress erworben haben.

Was macht jemanden großzügig?

Unklar blieb, ob höheres Einkommen geiziger macht oder ob Geiz das Einkommen erhöht. Dieser Diskurs erinnert an die Ur-Alt-Frage: Henne oder Ei?

Für Vertreter der Wettbewerbsökonomie in Düsseldorfer gilt aber als relevant , dass das Studienergebnis überall dort gelte, wo es auf individuelle Hilfsbereitschaft ankomme. So erhalten Hilfsorganisationen Großspenden zwar auch von den Großverdienern, doch sei es nicht eben auch diese Gruppe, die einen überraschend hohen Anteil ihres Einkommens spende.

Das Geben um des Gebens willen kommt nach Ansicht der Wissenschaft auf zwei Arten zustande. Da ist der Spender, der sich tatsächlich für eine gesteigerte ‘Wohlfahrt’ anderer interessieren und er wegen der realen Ungleichheit spendet, die er nicht mag.
Oder der Spender ist eine Person, die sich und andere durch Spenden überzeugen wollen, dass sie gute Menschen sind. Wer dies so sehen wolle, der habe zwar Respekt vor anderen, doch stehe deutlich auch die Selbstachtung im Vordergrund und weniger die Bedürfnisse anderer…

Leseschwäche! Wieder mal die Lehrer…??!!

“Lesen ist wie tot!”, meinte einst die heute 34-jährige, als vor 22 Jahren ihre Mutter das Angebot machte, doch mal gemeinsam die Stadt-Bibliothek aufzusuchen. Es gäbe so schöne Bücher zu lesen, wie das schon 1960 war, als Enid Blyton, ihre 5 Freunde, Lederstrumpf, Robinson und Karl May die Welt der Jugendliteratur bestimmten.

Wenn heute hinterfragt wird, ob Kinder ihre maximal mögliche Begabung ausschöpfen, mag das in der Grundschule dann tatsächlich auch am Lehrer, oder besser, an der Lehrerin liegen.
Ob Schüler gut lesen gelernt haben, kann nämlich in deutlichem Maß ihre Schulkarriere bestimmen. Es bedurfte keiner Studien, um festzustellen, dass Kinder die schwach sind im Lesen - ohne weitere Betrachtung anderer Kenntnisse oder anderen Könnens - das Klassenziel eher nicht erreichen, sie die Schule verlassen oder auch auf die schiefe, weil straffällige Bahn geraten.

Pädagogik hin oder Sozialisation her - ob und wie sich der Nachwuchs schulisch entwickelt, ist dann doch abhängig vom Potenzial, was die Eltern genetisch und sozial mitgeben. Wer seine Gene in sich trägt, dem hilft kein extra Schulbrot oder eine aufgedrängte Lesehaltung, wie Mama sie wünscht. Was aber leistet dann die Schule?

Gibt die allein erziehende Mutter ihre eineiigen Zwillingen in verschiedene Grundschulklassen - wie tatsächlich geschehen, weil die beiden äußerlich ‘identischen Mädchen’ nicht auch noch in der Schule zusammen bappen sollten - zeigen sich schon mal divergierende Ergebnisse. Da lassen verschiedene Lehrer einen dann doch am Einfluss der Schule zweifeln.
Beim Vergleich nicht verwandter Kindern bewirkt der Lehrer dann aber doch den Unterschied, dass ganze Klassen besser sind als andere. Problem hierbei: der Einfluss der Gene und die Teilung von Schulklasse und Familie lassen sich nicht differenzieren.

Genug Anlass dazu, zwischen ein- und zweieiigen Zwillingen zu unterscheiden, die denselben beziehungsweise andere Lehrer hatten. Nur auf diese Weise lasse sich zwischen 50 und 100 Prozent gemeinsamer Gene differenzieren.
Anspruch an das Ergebnis: Wie lässt sich der Grad der genetischen Variabilität genauer fassen, der auch die Leseleistung bestimmt?

Widerspruch brachten frühere Studien: Bislang waren bis zu 82 Prozent der Variabilität anhand genetischer Faktoren erklärbar, verbunden mit dem Einfluss des elterlichen Erbes, das ab der Einschulung auch noch zunahm.
Der Effekt der Gene gilt dann als noch deutlicher, wenn die soziale Umgebung für die Kinder aufwachsen als sehr homogen gilt und er damit geringer zu gewichten ist.

Schlaue Eltern oder ist ’s der Lehrer?

Gilt ein Elternpaar als dem Bildungsbürgertum zugehörig, dürfte kaum überraschen, dass Kinder von gebildeten Eltern bei Leseproblemen im Vorteil sind. Haben dagegen bereits die Eltern Leseschwierigkeiten, bleiben die Leistungen höher begabter Schüler auf der Strecke. Eine neue Studie versucht zu erklären, wie sich die Qualität von Lehrern auf die Leseleistungen ihrer Schüler auswirkt.

Wieder sind es Zwillingspaare - 280 eineiige und 520 zweieiige - die zum Panel gehörten. Maßstab für die Qualität der Lehrer waren dann die Ergebnisse der nicht miteinander verwandten Schüler in derselben Klasse.
Das Ergebnis spricht für eine gute Lehrerbildung: Die Kinder erreichten umso besser das Maximum ihrer Möglichkeiten (feststellbar als erhöhte genetische Variabilität), je besser ihre Lehrer in der Bewertung abschnitten.
Ähnliche Ergebnisse erhielten die Forscher, wenn sie speziell Zwillingspaare mit unterschiedlichen Lehrern untersuchten: Der Zwilling mit den schlechteren Leistungen hatte stets auch den schlechteren Lehrer abbekommen.

Aha! Also doch…